Internes Sichtungsfischen am Havelkanal

  • von Frank Mahler
  • 11. Oktober 2006 um 20:52
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Claus Müller dominierte am vergangenen Wochenende das interne Fischen des champions-teams (B) am Havelkanal in der Nähe von Berlin und erreichte mit 8 Punkten die niedrigste Platzziffer von den 10 Teilnehmern. Andreas Diehl (12), Harald Windel (13) und Rene Bredereck (16) folgten auf den Plätzen zwei bis vier und zeigten mit ihren ebenfalls wenigen Gesamtpunkten aus den vier Durchgängen einen Klassenunterschied zum weiteren Feld auf. Andy Maier hieß der lachende fünfte, der immerhin schon 25 Punkte mitbrachte und sich den fünften Platz im champions-team sicherte. Herzlichen Glückwunsch an alle fünf und gut für ganz Angeldeutschland, dass nun auch Claus Müller vielleicht bald wieder international für unser Land am Start sein wird.

die Strecke in Brieselang  Claus Müller

Während der vier Durchgänge war variables Angeln angesagt. 8 Meter und damit am Ende der Steinpackung, 13 Meter und die Matchrute am gegenüberliegenden Ufer waren die erfolgreichen Entfernungen, die immer wieder im Wechsel beangelt werden mussten. Das es auch noch andere erfolgsversprechende Bahnen gab zeigte Andreas Diehl, doch dazu später mehr. Dazu galt es die Unmengen von Ukeleis zu umangeln.

Nicht zu den beangelnden Fischen gehörend, galt es, den Köder irgendwie in Grundnähe an den tausenden von Ukeleis vorbei zu bekommen. Gerade auf den Endplätzen ein schier unmögliches Unterfangen. Musste im Havelkanal in der Vergangenheit mit einer Mehrpunktbebleiung und Posentragkräften von 0,4 bis 1,0 Gramm geangelt werden, galt es nun eine bis zu 3 Gramm schwere Punktbebleiung mit einem sehr kurzen Vorfach (7 cm) zu fischen.
Claus Müller angelte Posen von 1,5 bis 2 Gramm Tragkraft mit kurzem Vorfach und einer sehr dichten Zweipunktbebleiung und erreichte im ersten Durchgang aus der Mitte das höchste Gewicht im ersten Durchgang. Harald Windel angelte auf Platz 9 noch kompakter und wurde mit dem zweiten Platz belohnt. Eine ca. 1 kg schwere Schleie musste er zudem zurücksetzten, da auch diese nicht zu den beangelnden Fischen zählte.


Harald Windel

Der zweite Durchgang am Samstag brachte bedingt durch den frühen Beginn in der ersten Stunde etwas Entlastung von den Ukeleis, nach der ersten Stunde waren sie jedoch in alter Stärke auf allen Plätzen vertreten. Kamen am ersten Tag von den Endplätzen 1 und 2 nur die Plätze sieben und acht, so konnte Rene Bredereck auf der 1 in diesem Durchgang das höchste Gewicht zur Waage bringen.

Insgesamt wurde wenig und wenn dann nur sehr kompakt mit dem Pole-Cup nachgefüttert um die Aufmerksamkeit der Ukeleis nicht zu sehr zu wecken und die Fische sehr genau zu konzentrieren.

Markus Thönes machte dieser Taktik im dritten Durchgang ein Ende und fütterte massiv auf der Kopfrute im 13 Meter Bereich mit der Hand nach und brachte damit die Fische erst Richtig in Freßlaune. 20 Punkte aus den ersten beiden Durchgängen rechtfertigten dieses Unterfangen und der Mut wurde mit dem 1. Platz im dritten Durchgang belohnt.


Rene Brederreck  Markus Thönes


Andreas Diehl kapitulierte dagegen den Ukeleis auf Platz 10 und fischte überwiegend mit der 3 Meter Rute. Ständiges schießen von Pinkies und Castern und ein Caster am Haken brachten ihm auf diese kurze Entfernung nicht viele, dafür aber meist größere Fische an den Haken, so dass er mit dem zweiten Platz belohnt wurde. Nach dem dritten Durchgang hatten Claus Müller, Andreas Diehl, Harald Windel und Rene Bredereck bereits die Weichen für einen Verbleib bzw. die Neuaufnahme ins champions-team gestellt, spannend wurde es nur noch, wer es auf den fünften Platz schaffen würde.

Die Besten Karten schienen dabei Markus Thönes auf Platz 2 und Uwe Henniger auf Platz 10 zu haben, doch Andy Maier konnte seinen knappen Vorsprung retten und wurde mit einem Punkt Vorsprung insgesamt fünfter. Der im Vorfeld relativ hoch eingeschätzte Rainer Wenzel aus Berlin schaffte mit dem 3. Platz aus der Mitte im letzten Durchgang zumindest einen Achtungserfolg .


 Henric PlaßAndreas Diehl 

Gewonnen wurde der 4. Durchgang jedoch von Andreas Diehl, der massiv auf der 8 Meter Bahn fütterte, regelmäßig Caster schoss und mit dem ersten Platz belohnt wurde. Zweiter wurde Claus Müller, der auf der Matchrute seine legendäre CM-Montage fischte.

Insgesamt bot sich den Teamleitern Peter König und Thomas Engert ein durchwachsenes Starterfeld. Vier starken und souveränen Leistungen standen dagegen auch einige ersichtliche Schwächen bei den anderen Teilnehmern. Am heimischen Rhein eine feste Größe, kam Stefan Unger wie schon im Frühjahr nicht mit den Eigenheiten der Berliner Kanäle zurecht. Henric Plaß erwischte ein rabenschwarzes Wochenende und Rainer Wenzel wurde seinem Ruf am Havelkanal eine feste Größe zu sein auch nicht gerecht.

Abschließend sei erwähnt, dass es am Samstag schöne Szenen gab, als die champions-team Mitglieder (A) Marco Beck, Ralf Herdlitschke und Thomas Pruchnowski und Andreas Dalcke tatkräftig mit anfassten und den Teilnehmern beim Platzwechsel halfen. Die Stimmung stimmt, schade für die, die sich erst nächstes Jahr wieder ins Team angeln können, doch es konnte nur fünf Gewinner geben.


Danke auch an die Stopper Astrid und Steffi Bloch, Gisela Wenzel, Lutz Schenke und natürlich Heinz Hölblinger und Susanne Hübner, die in der Pause am Samstag gegrillt haben.

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