Bericht vom Anglertreff Baden Württemberg für Einzelangler 2005

  • von Daniel Rutschmann
  • 27. August 2005 um 18:01
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Am 20/21.08.2005 fand an der Saar der Anglertreff für Einzelangler des Landes Baden Württemberg statt. Mit dabei auch Wolfgang Lorenz, Dietmar Heil und Nenad Sasic vom Team Colmic/Grebenstein Baden Württemberg, der Gewinnermannschaft der diesjährigen champions-trophy und drittplatziertem des Anglertreffs für Vereine 2005 am Sacrow-Paretzer-Kanal, sowie dem champions-team Mitglied Andreas Diehl.

Wiederum bekannte Angler wie Jörg Huhnhäuser, Burkhardt Heil und Klaus Rometsch waren ebenfalls an der Strecke und versorgten ihre Kollegen mit reichlich Infos und Ratschlägen.

Einige Teilnehmer waren schon am Donnerstag und Freitag zuvor angereist, um den bekannten, schwierigen und wechselnden Bedingungen an der Saar in diversen Trainingseinheiten genauer auf den Zahn zu fühlen. Wie es sich im Training herausstellte, sollten Rotaugen von 100-400 gr. und die Barsche die Zielfische der Teilnehmer werden. Wenige Angler probierten es gezielt auf die Ukeleis, da diese auch in respektablen Größen in kleineren Schwärmen vorkamen.

Am Samstag um 5.45 Uhr war es dann mit dem 1. Durchgang soweit. Wolfgang Lorenz begrüßte alle Teilnehmer, anschließend wurden die Plätze gelost und jeder versuchte schnell seinen Platz zu beziehen, um sein Gerät den Bedingungen entsprechend aufzubauen



Wie schon zu erwarten war, hatten die meisten Angler leichte Rotaugenmontagen mit sensiblen Posen um die 0,8-1,5 gr. montiert, sowie dementsprechende Gummizüge von 0,7-0,9mm mit darauf abgestimmten Hauptschnüren von 0,09/0,10 mm und Vorfächer von 0,8-0,7 mm an Haken der Größe 18-24. Um auf die schleusenbedingten Wasser- Strömungs- Schifffahrtsbedingungen reagieren zu können hatte jeder Angler noch Kits mit schwereren Strömungsposen oder Lutscher vorbereitet. Überwiegend wurden die Köder verzögert, teils blockiert angeboten, dies schien auch das Rezept für die ersten beiden Durchgänge zu sein.

Die Futtermischungen waren bei allen größtenteils identisch, so wurde hauptsächlich mit dunklem Futter, viel Castern und Maden, teils auch mit Mückenlarven angefüttert. Als Hakenköder diente die ganze Palette, von Maden, Pinkies, Castern und großen Mückenlarven, für die Barsche waren auch Würmer zu sehen. Um aber die Rotaugen am Platz zu halten, war ständiges schießen von Castern und Hanf unerlässlich.

Pünktlich um 8.25 kam das Signal zum Füttern und fünf Minuten später durfte mit dem Angeln begonnen werden. Erwartungsgemäß stellte sich das Angeln als äußerst schwierig heraus, so konnte man schon nach einer guten Stunde ausmachen, dass der Sieger wohl von den Endplätzen kommen würde, dort hatten sich die größeren Rotaugen bis ca. 400 Gramm eingefunden. Auf den Anfangsplätzen war es dagegen schwierig an den Fisch zu kommen, dort waren es hauptsächlich die Barsche und kleine Rotaugen bis max. 100 Gramm, die vereinzelt den Köder nahmen. Das Ende des 1. Durchgangs um 11.30 brachte die Erkenntnis, dass die Prognose gestimmt hatte. Der Gewinner des ersten Durchgangs mit über 6520 gr. Rotaugen war Nenad Sasic, ganz souverän auf dem Endplatz, zweiter wurde Wolfgang Lorenz mit guten 2080 gr. auf einem der vermeintlich schlechteren Plätze und dritter Andreas Diehl mit 1670 gr. knapp gefolgt von dem vierten Dietmar Heil 1630 gr. und mit 1400 gr. wurde Thomas Rolle fünfter.

Im Anschluss an das Wiegen wurde der 2. Durchgang auf der gleichen Strecke neu gelost und sollte um 15.00 Uhr beginnen. Allgemein wurde gegenüber dem 1. Durchgang nicht viel in Sachen Taktik und Futtermischungen geändert. Wie es sich schon heraus gestellt hatte, war es natürlich Gold wert, den schon erfolgversprechenden Endplatz zu losen, so war es nur fair, dass diejenigen die schon auf einem Anfangs bzw. Endplatz saßen, nicht mehr für einen dieser Plätze in Frage kommen konnten und deren Namen daher nicht mehr in die dafür vorgesehene Lostrommel wanderte.

 

Pünktlich wurde der 2. Durchgang angepfiffen, die Futterstrategien waren die gleichen wie im ersten Durchgang, eine massive Anfangsfütterung, danach regelmäßiges Nachfüttern von kleinen Kugeln, ständiges schießen von Castern und Hanf.

Es zeichnete sich das gleiche Bild wie im Durchgang eins ab, der Endplatz stromauf war diesmal auch wieder nicht zu schlagen, dort sah man auch bei dem Gewinner den bisher einzigen Brassen von ca. 500 gr. im Setzkescher. Erster wurde Thomas Rolle mit 3900 gr., gefolgt Wolfgang Lorenz mit 3800 gr., dritter wurde Nenad Sasic mit 3220 gr., vierter Andreas Diehl mit 2810 gr. und fünfter Andreas Dutzi mit 2510 gr.

Der letzte und 3. Durchgang wurde dann am Sonntag um 9.00 Uhr am gegenüberliegenden Ufer etwas stromab ausgefischt. Nach dem bisherigen Zwischenstand lag noch alles dicht beisammen, somit hatte fast jeder noch eine Chance sich in die vorderen Ränge zu angeln und es versprach daher ein interessantes Fischen zu werden.

Wie schon den Tag zuvor wurde an den Montagen und dem Futter nicht viel verändert, allerdings machte es der Wind den Teilnehmern etwas schwerer ihre Montagen sicher und ruhig zu führen. Lediglich das Beißverhalten der Rotaugen unterschied sich gegenüber dem Vortag. So hatten die Fische heute Lust den Köder im Trieb, knapp über Grund zu nehmen. Wie schon in den Durchgängen zuvor hatte sich „Wolle“ Wolfgang Lorenz mit einer sehr guten Leistung und einem Gewicht von 6720 gr. nicht nur den Tagessieg geschnappt, sondern fischte mit der Traumplatzziffer 5 nach drei Durchgängen auch das beste Einzelergebnis dieses Angelns. Zweiter an diesem Tag wurde Andreas Diehl mit 5420 gr., dritter Ewald Burger mit 4290 gr., vierter Dietmar Heil mit 3620 gr. und fünfter Andreas Dutzi mit 3530 gr..

 

So ergaben sich für die Teilnehmer am Ende folgende Gesamtplatzierungen.

  1. Wolfgang Lorenz, PZ 5
  2. Andreas Diehl PZ 9
  3. Thomas Rolle PZ 12
  4. Nenad Sasic PZ 14
  5. Ewald Burger PZ 15

Für die Saale in Uichteritz wünschen wir euch hiermit viel Glück.

Abschließend möchte ich noch sagen, dass es ein sehr harmonisches, kameradschaftliches Treffen war, alle Teilnehmer verhielten sich sehr aufgeschlossen und freundlich, es wurde viel miteinander gefachsimpelt und getratscht und so sollte es auch sein. Einen herzlichen Dank von meiner Seite geht an Andreas Diehl, der mich mit einer Handvoll großer Mücken versorgte, die im Vorfeld dieses Treffens, wenn überhaupt, nur sehr schwer zu erhalten waren. Einen weiteren Dank an Jörg Huhnhäuser, der die Strecke mehrfach hoch und runter lief, um die Teilnehmer mit guten Infos und Ratschlägen versorgte.

Ich hoffe und gehe davon aus, dass wir uns alle 2006 wiedersehen werden, bis dahin allen viel Gesundheit, weiterhin viel Erfolg und Petri Heil.


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