Bericht zum Anglertreff der Vereinsmannschaften 2005 am S-P-K

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  • 07. August 2005 um 19:09
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Vor den Durchgängen meinte Team-Mosella Mitglied Michael Schulien, dass es schon rein statistisch immer wahrscheinlicher wird, dass der Anglertreff nach Jahren der Mosella Dominanz vielleicht doch mal wieder von einer anderen Mannschaft gewonnen wird.
Am Ende wurde die Serie vom Sensas Team des CDA Stralsund aus Mecklenburg Vorpommern gebrochen.
Herzlichen Glückwunsch an die aktiven Angler und alle fleißigen Helfer und Betreuer. Auch kurz nach der Siegerehrung konnte wohl noch keiner so richtig fassen, dass es nun endlich geklappt hat, doch eine Stunde später kreiste der mit Sekt gefüllte Siegerpokal in einem nahe gelegenen Lokal durch die Reihen der Sensas-Familie und die Freude kannte keine Grenzen mehr.

Doch vor dem Triumph stand die Arbeit und diesmal war es für alle Mannschaften Schwerstarbeit. Die Teams starteten wie in unserem Vorbericht angekündigt, lediglich Uwe Remmert vom Colmic Team Bremen musste wegen einer Verletzung auf den Start verzichten und beim Sensas Team gab es auch zwei kleinere Überraschungen. Eigentlich hatte sich im Vorfeld schon herumgesprochen, dass Marco Beck und Günter Horler nur im Betreuerstab fungieren, doch zur Überraschung aller startete Marco im A-Sektor und Günter konnte man im D-Sektor wieder finden.

 
Oliver Nietze vom Faps-Team Hamburg

Den A-Sektor gewann Roland Wittwer souverän vom Endplatz. Stellenweise angelte er sehr erfolgreich mit der 9 Meter Rute und langer Schnur. Eine Entscheidung aus Erfahrung, denn meist überwiegen auf den Endplätzen am S-P-K die kleineren Fische, die es dann sehr schnell zu fangen gilt. Eine besonders interessante Konstellation gab es im B-Sektor des ersten Tages. Hier saßen auf den Plätzen 4 bis 8 fünf absolute Top-Angler nebeneinander. Lars Lamprecht aus Hamburg, dann Christian Panno, Wolfgang Lorenz, gefolgt von Rene Bredereck und Andre Hasselwander vom Mosella Team.

 
Andre Hasselwander vom Team Mosella

Auf wenigen Metern konnte man hier Technik und Taktik einer kleinen Auswahl der besten Angler Deutschlands beobachten. Gewonnen wurde der Sektor jedoch von einem weiteren Top-Angler. Andreas Dalcke vom Team Sensas erreichte mit 4570 Gramm auf Platz 10 das höchste Fanggewicht in diesem Sektor. Im C-Sektor saßen auf den Plätzen 1 bis 3 drei Angler von internationaler Klasse nebeneinander. Steffen Perk von den Schnockies folgte Peter König und dann Michael Schlögel, der diesen Sektor sehr souverän mit 6240 Gramm und über 2 kg Vorsprung vor dem zweitplazierten und auch Ralf Herdlitschke, der auf Platz 9 saß und 4. wurde, gewann. Andreas Pleuß vom AC Suletal aus Niedersachsen gewann den D-Sektor und den E-Sektor konnte Frank Sehn vom ASC Besseringen auf E 3 und somit weit vom Endplatz entfernt vor Stefan Posselt für sich entscheiden.


Sektorensieger Andreas Pleus / Niedersachsen

Insgesamt wurde auf 13 Metern gefischt, die Bolorute kam bedingt durch die Futterbegrenzung nur sporadisch zum Einsatz. Lutz Schenke konnte mit der Bolo im E-Sektor zwei bessere Brassen überlisten, wechselte dann aber wieder auf die Kopfrute, verlor den Rhythmus und wurde am Ende nur 13.

 
Lutz Schenke mit der Bolorute

Die allgemeine Taktik schien zu sein, die kleineren Fische im losen Trieb mit leichteren Gewichten zu fangen und nach Möglichkeit immer mal wieder einen Bonusfisch mitzunehmen. Da jedoch auf einigen Plätzen selbst die kleineren Fische ausblieben und immer wieder die Rede von Brassen an anderen Plätzen war, wurden viele Teilnehmer unruhig und ließen sich dazu verleiten, mit schwererem Geschirr und größeren Ködern (meist Würmern) auf die Brassen zu angeln.
Meist führte das nicht zum Erfolg und ein zweistelliges Ergebnis wurde unausweichlich. Ständiges Nachfüttern mit Futter und Maden/Castern sowie schwerer Erde mit Mückenlarven, hielt die Fische in Beisslaune. Der AV Schnock verzichtete gänzlich auf Mückenlarven und wurde dafür brutal bestraft. Als Mitfavorit gestartet wurden die Schnockies bei einem Nullfänger auf den letzten Platz durchgereicht. Die Bedeutung von Mückenlarven war somit klar. Nach dem ersten Tag hatte sich das Team Colmic Grebenstein Baden Württemberg vor dem ASC Besseringen und dem Colmic Team Bremen an die Spitze gesetzt.


Tag 2

Der zweite Tag brachte dann noch einmal Hoffnung für Mosella. Michael Schlögel (E 16) und Andre Hasselwander (A 2) hatten in den Außensektoren ziemlich gut gelost, doch in der Mitte konnten die anderen Teammitglieder nicht mitziehen.

 
Michael Schlögel gewann an beiden Tagen seine Sektoren

Den A-Sektor gewann Marco Beck nach seiner durchwachsenen Leistung am ersten Tag in beeindruckender Weise. 182 Fische mit einem Durchschnittsgewicht von 50 Gramm brachten ihm den Sektorensieg. Das war schnelle Angelei in Perfektion. Verkürzt mit Posen von 3 bis 4 Gramm fütterte er dazu bei jedem Trieb und erhielt die Anerkennung der zahlreichen Zuschauer. Den B-Sektor gewann Günter Horler und im C-Sektor hatte Burkhard Heil vom Colmic Grebenstein Team Baden Württemberg die Nase vorn.


Das Bremer Colmic Team hatte insgesamt in den Außensektoren zu sehr in die Mitte gelost und konnte seine gute Platzierung vom Vortag nicht mehr bestätigen. Beim AV Greppin hielt Stefan Posselt auf A 15 zwei Stunden gut mit, doch dann kamen von unten immer mehr Güstern bis 250 Gramm in den Sektor gezogen, so dass die Endplätze ganz klar dominierten. Im D-Sektor zeigten Christian Panno (D 16) und Ralf Herdlitschke (D 1) eine beeindruckende Leistung.
Während Ralf schon 1,5 kg Vorsprung zum dritten Platz hatte, legte Christian noch einmal über 1,5 kg oben drauf und gewann seinen fischarmen Sektor mit 7340 Gramm. Im abschließenden E-Sektor konnte Michael Schlögel sicher von seinem guten Platz profitieren, doch mit 12310 Gramm fing er fast doppelt soviel wie der zweitplatzierte Jörg Huhnhäuser aus Baden Württemberg.


Jörg Huhnhäuser vom Team Colmic-Grebenstein 

Entscheidend diesmal auch die kleinen Dinge am Rande. Die Futterkontrolle war gerecht und so streng wie noch nie. Köder und Futter wurden im Vorfeld genauestens kontrolliert und wer zuviel dabei hatte (und das waren fast alle), der musste sich trennen.


Futterkontrolle
 

Die überschüssigen Mengen wurden dazu in Tüten mit Kabelbindern versiegelt, eine saubere Lösung und wer, wie ein Teilnehmer dann trotzdem noch über die Stränge schlug, wurde im Nachhinein ohne Fang gewertet.

Das Saarland hatte zudem am ersten Tag die Sektoren verwechselt und zwei Teilnehmer falsch gesetzt. Auch dieses Vergehen wurde mit Zusatzpunkten belegt, doch letztendlich hätten die zusätzlichen Punkte den Gesamtausgang nicht verändert, so dass ein wenn und aber mit vielen Rechtfertigungen glücklicherweise entfällt.

Zum Schluss hieß der Sieger des Anglertreffs 2005 nach einem spannenden Finale Team Sensas CDA Stralsund:


Platz 1 Team Sensas, CDA Stralsund, Mecklenburg Vorpommern 
 
Platz 2 ASC Besseringen, Saarland
 
Platz 3 Team Colmic-Grebenstein

In weiteren Berichten und Interviews werden wir in den nächsten Tagen berichten, wie die Profis gefischt haben. Wie haben sie ihren Platz umgesetzt, wie war ihre Einschätzung im Vorfeld, wie haben sie ihre Taktik festgelegt und welche Fehler wurden im Nachhinein gemacht.

Die Ergebnisse:

Sektorenergebnisse Tag 1

Sektorenergebnisse Tag 2

Mannschaftsergebnisse

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