Sichtungsangeln des champions-teams der Frauen 2006

  • von Henric Plass
  • 19. April 2006 um 20:07
  • 0
Am 14. und 15. April fanden die Durchgänge 3 bis 6 der Sichtungsangeln des champions-team der Frauen am Havelkanal bei Falkenrehde statt. Wir waren vor Ort, alles Interessante in folgenden Bericht.



Von der Teamleitung Volker Schulze und Ralf Herdlitschke wurden zu Ostern zu den Sichtungsfischen 3-6 die Frauen des champions-teams eingeladen.

Es nahmen teil: Astrid und Steffi Bloch, Astrid Schulze, Christiane Schmidt, Diana Ellmer, Gisela Wenzel, Susanne Hübner, Alexandra Schulz, Ina Kaanen, Lisa-Marie („Lotte“) Erdmann und Jane Nemetz.
Leider konnte Ina aus gesundheitlichen Gründen nur den ersten Tag mitangeln. Die Veranstaltung fand am Havelkanal bei Falkenrehde statt, eine sehr schöne und vor allem sehr gleichmäßige Strecke mit geringer Strömung und wenig Schiffsverkehr, die alle Angelarten zulässt und einen optimalen Fischbestand aufweist.





Um das Leistungsniveau der Frauen an die internationale Spitze heranzuführen, werden von den Trainern Vorgaben bezüglich der Angeltaktik gemacht.
An beiden Tagen wurde vormittags mit freier Rutenwahl (mit Pole-Cup Training) und nachmittags nur mit Matchrute gefischt. Hauptfisch war Brassen (bis 500g) und Güster (bis 200g), vereinzelte Rotaugen und Kaulbarsche ergänzten das zu behegende Artenspektrum.

Am ersten Tag waren die Bedingungen sehr schwierig, ein steifer Wind von vorn und am Nachmittag kräftige Schauer behinderten das genaue und feine Angeln schon erheblich. Dennoch waren die Fänge sehr gut. Vormittags wurde mit der Kopfrute auf 11,5 m gefischt, Montagen von 1-2 g bei einer Wassertiefe von 3,5 m, als Köder kamen Mücke, Pinky oder Caster zum Einsatz. Wichtig war das genaue Füttern etwas kürzer als Rutenlänge, da der Wind von vorn die Montagen stets unter die Rutenspitze trieb.
An der Spitze gab es ein ganz enges Kopf-an-Kopf-Rennen, gleich fünf Frauen über 5 kg, wobei Christiane Schmidt mit 5380 vor Astrid Bloch mit 5370 und Steffi Bloch mit 5330 die Nase vorn hatte. Danach folgten noch „Lotte“ Erdmann mit 5190 und Diana Ellmer mit 5170.



  

Die Dichte der Ergebnisse zeigt deutlich die Gleichmäßigkeit der Strecke. Nachmittags wurde an der Matchrute mit Slidern von 14-18g gefischt, gleiche Köder. Es war deutlich weniger Fisch als auf der Pole-Distanz, hier lag Steffi Bloch mit 1940 vor Christiane Schmidt mit 1340 und Diana Ellmer mit 1310.

Am Samstag dann besseres Wetter, wenig Wind und Sonnenschein, es konnte deutlich genauer geangelt werden und die Ergebnisse wurden entsprechend besser. Vormittags wieder mit der Pole lag Gisela Wenzel mit 7900 vor Steffi Bloch mit 7680 und Diana Ellmer mit 6160. Nachmittags mit der Matchrute gab es wieder ein enges Rennen, welches Astrid Bloch mit 3660 vor Steffi Bloch mit 3600 und Susanne Hübner mit 3340 für sich entschied.

 


Ralf und Volker haben einen guten Weg eingeschlagen, um das Frauenteam für zukünftige internationale Aufgaben konkurrenzfähig zu machen. Bei allem Ehrgeiz, der natürlich auch gezeigt und gebraucht wird, ist die Atmosphäre bei den Angeln freundschaftlich, es werden Tipps und Ratschläge ausgetauscht und die Leistungen und Fehler werden durch die Trainer ausgewertet.

Besonders die frühzeitige Einbindung junger Nachwuchs-Anglerinnen wie Jane Nemetz, Alexandra Schulz und „Lotte“ Erdmann wird sicherlich in der Zukunft Früchte tragen.



Bei den Frauen werden bis zur endgültigen Nominierung des WM-Teams noch zwei Durchgänge gefischt.

Stefan Posselt


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