Das Team Niedersachsen an der Warnow bei Güstrow

  • von Frank Mahler und Wilfried Wittger
  • 07. November 2006 um 17:56
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Am 14. und 15. Oktober 2006 fischte das Team Niedersachsen, eine Auswahl der 16 besten Angler Niedersachsens seine ersten beiden Durchgänge an der Warnow bei Güstrow, in der Nähe von Rostock.

Aus der Teamleitung wurde das Fischen in erster Linie von Wilfried Wittger organisiert, der dort alljährlich auch einen Browning Cup veranstaltet und die Gegebenheiten vor Ort bestens einschätzte und dem Team Niedersachsen eine faire Strecke aussuchte. Die Warnow ist im Bereich der Schleuse etwa 20 bis 25 Meter breit und weist eine Tiefe von 1,5 bis 2,0m auf. Das Wasser ist relativ klar und das Ufer moorig. Die Strömung ist niederschlags- und damit auch schleusenabhängig, wobei am Wochenende der Veranstaltung eine langsame Strömung herrschte, die normalerweise mit 0,3 Gramm beangelt werden könnte, aber dazu später mehr.

Der zu befischende Bereich lag in einer langgestreckten Außenkurve, so dass alle 16 Teilnehmer im Bereich der Kurve saßen. Die Strecke macht einen sehr schönen und auch fairen Eindruck, ideal also für ein Sichtungsfischen.

  
 
 Die Strecke der Warnow bei Güster

Hauptfische sind in der Warnow Rotaugen, Brassen, Barsche und Ukelei. Da die Veranstaltung ein Hegefischen zur Dezimierung des großen Weißfischbestandes war und Ukeleis nicht gehältert werden durften, kamen nur Brassen und Rotaugen in die Wertung.

Laut Brassenwilli wäre es für eine vordere Platzierung nötig, die in großen Mengen vorkommenden Brassen zu beangeln, auch einheimische Angler bestätigten das große Brassenvorkommen.

Bereits am Mittwoch reisten die ersten Teammitglieder an, um das Gewässer und die Strecke kennenzulernen. Schon am Mittwoch zeigte sich, dass das größte Problem um an die Rotaugen und Brassen zu kommen die in riesigen Mengen vorkommenden Ukeleischwärme waren. Diese galt es zu umgehen. Alle hofften allerdings, dass sich die Ukeleis noch im Laufe der Tage bis zum Wochenende von der Strecke verziehen oder zumindest verteilen würden. Leider bestätigte sich dieses nicht, denn bereits am Donnerstag waren fast alle Teammitglieder an der Warnow und trotzdem waren die Ukeleischwärme noch in der Strecke. So musste dann in einem „0,3 Gramm Wasser“ mit bis zu 5 Gramm gefischt werden, um schnell durch die gefräßigen Ukeleis zu kommen und die am Grund stehenden Rotaugen zu fangen. Brassen waren eher die Ausnahme, welches wohl auf die Jahreszeit zurückzuführen ist.

  
 Sven Bäse(Mosella Niedersachsen)
 Frank Mahler(SG Hemmoor)

Im Training stellte sich heraus, dass die Ukeleischwärme ständig durch die Strecke zogen. War das Futter zu aktiv und stieg an die Oberfläche, blieben die Störenfriede auf dem Platz. Daher mischten die meisten Teilnehmer das Futter bereits einen Tag vor dem Angeln an und verwendeten bis zu 80% Erde im Futter, grobe und auftreibende Bestandteile wurden ausgesiebt.

14.10., der 1.Durchgang.

Bei recht angenehmem Oktoberwetter wurde der 1. Durchgang gestartet. Während der Futterphase brachten die meisten Angler das Futter mit dem Polecup aus. Gefüttert wurde sowohl die kurze Spur, die Kopfrutenbahn, als auch das gegenüberliegende Ufer für die Matchrute. Wobei allerdings fast alle Teilnehmer mit der Kopfrute bzw. der kürzeren Spur begannen. Die Matchrute wurde nur aus Verlegenheit angefasst. Die meisten Angler hatten wider erwarten Probleme an den Fisch zu kommen. Allerdings zeichnete sich nach der ersten Stunde ein Dreikampf zwischen den hoch gehandelten Favoriten Oliver Knak, Lukas Reichenbach und dem TN Neuling Dennis Schilling aus. Dennis Schilling fing beständig seine Fische mit der kurzen Rute und setzte sich am Ende des Fischens von Platz 2 mit 4440 Gramm durch. Oliver Knak fischte sich von Platz 11 mit der Kopfrute 4320 Gramm zusammen, während Lukas Reichenbach, der hier einen kleinen Heimvorteil hatte, mit 4260 Gramm dritter wurde.

15.10.; der 2. Durchgang

Nachdem feststand, dass Oliver Knak auf dem Endplatz (es wurde allerdings mit Stoppern gefischt) saß, vermutete man, dass Oliver den Durchgang gewinnen und auf dem ersten Platz überwintern würde.

  
 Michael Schlichtmann
 Dennis Schilling

Wieder fütterten die meisten Angler mit dem Polecup, wobei die Hemmoorer Michael Diehr, Frank Mahler und Michael Schlichtmann das gesamte Futter als Anfangsfütterung mit der Hand einbrachten und dann nicht mehr nachfütterten. Sven Bäse (Platz 12)setzte anfangs am gegenüberliegenden Ufer auf die Matchrute und fing Fisch auf Fisch. Frank Mahler (auf Platz 15) fing beständig seine Rotaugen auf der Kopfrute und fütterte auf der kurzen Bahn in regelmäßigen Abständen Caster nach. Alle anderen fingen in der ersten Stunde eher weniger Fisch als am Vortag. Nach der Hälfte der Zeit fingen dann auch Michael Schlichtmann auf Platz 16 und Jens Friedrich ihre Fische. Allerdings konnte sich Frank Mahler am Ende mit 6280 Gramm durchsetzen und gewann den 2. Durchgang vor Sven Bäse mit 5940 Gramm und Jens Friedrich mit 4460 Gramm. Eindeutig war, dass diesmal die höheren Nummern gegenüber dem Vortag im Vorteil waren, da dort mehr Weißfische und nicht ganz so viele Ukeleis waren.

Willfried Wittger, in diesem Jahr noch Teilnehmer beim Anglertreff für Einzelangler, setzte an beiden Tagen alles auf eine Karte und versuchte an die Brassen zu kommen, was ihm aber nicht gelang. Brassen wurden nur sehr wenige gefangen.

Punktestand nach 2 Durchgängen:

1 Dennis Schilling, Team Sensas Cornau 7 Punkte
2 Frank Mahler , Stippergruppe Hemmoor , 8 Punkte
3 Benjamin Schröder, Browning Team Nds, 9 Punkte
4 Oliver Knak, Mosella Niedersachsen, 10 Punkte
5 Carsten Röschl, Hunte Team, 11 Punkte

Die Fische wurden gehältert und in einen kormorangeschädigten See des ortsansässigen Vereines umgesetzt.

Zu erwähnen ist noch, dass es während der Woche drei Kontrollen von Fischereiaufsehern gab, wobei die Herren allesamt sehr nett waren und viele Tipps über das Gewässer gaben. Wirklich sehr lobenswert, wie die Fischereiaufseher dort aufgetreten sind!

Die Teamleitung


Ergebnisse nach 2 von 4 Durchgängen
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