Anglertreff Berlin

  • von Pascal Brandenburg
  • 10. Juni 2007 um 18:19
  • 0
Berliner Anglertreff 2007


Der Berliner Anglertreff erfuhr in diesem Jahr zwei Neuerungen: Erstmalig seit Durchführung des Berliner Anglertreffs wurden zwei Durchgänge gefischt, um eine höhere Chancengleichheit zu gewährleisten. Fünf Hegemannschaften waren angetreten, vier Männermannschaften und eine Frauenmannschaft, die sich kurzerhand als Abfänger zur Verfügung stellte (vielen Dank an dieser Stelle). Der erste Durchgang fand am Oder-Spree-Kanal und der zweite Durchgang am Teltowkanal statt.
Zweite Neuerung war die  Freigabe von Zuckmückenlarven, bedingt durch den stark angestiegenen Gebrauch dieses Köders bei größeren Hegeveranstaltungen. Diese Neuerung ermöglichte allen Teilnehmern, Erfahrungen im Umgang mit den bisher in Berlin wenig genutzten Mückenlarven zu sammeln.


1.Durchgang 12.05.07:

Pünktlich um 6.00 Uhr fanden sich alle fünf Mannschaften am Oder-Spreekanal ein. Die beangelte Strecke des Oder-Spree-Kanals befindet sich im äußersten Süd-Westen direkt an der Berliner Landesgrenze. Der Kanal ist circa 25-30m breit und 2,50-3,00m tief. Die Strömung schwankt zwischen stehend und wenig strömend, je nach Schiffsverkehr und Windaufkommen.


Oder-Spree-Kanal
  
Aus vorausgegangenen Veranstaltungen zeichnete sich ab, dass das zu erwartende Fanggewicht recht niedrig ausfallen würde. Fing man bei früheren Veranstaltungen noch bis zu 10kg Fisch, musste man sich jetzt auf maximal 2kg Fanggewicht einstellen.
Aufgrund der schwierigen Bedingungen wurden 3-4 Angelbahnen befischt. Neben der 13m-Kopfrutenbahn wurde auf der kurzen Bahn zwischen 3 und 6m und der Matchrutenspur gefischt. Die Fütterung fiel sehr zurückhaltend aus und wurde auf der Kopfrute von dem Großteil der Angler ausschließlich mit dem Polecup durchgeführt.
Schnell stellte sich jedoch heraus, dass die kurze Bahn am ergiebigsten war und die Notwendigkeit bestand, zwei Bahnen direkt vor den Füßen zu befischen, um ein maximales Ergebnis zu erzielen.
Hauptfische waren dort Rotaugen und Barsche, vereinzelt auch Güstern. Anschaulich zeigte dies die Mannschaft des LVBM, die das Starterfeld mit Platzziffer 8 fast geschlossen mit vier gewonnenen Sektoren und einem Ausreißer anführte.
Neben der Flexibilität auf der 3m- und 6m-Bahn war das regelmäßige und geräuscharme Füttern von kleinen Köder- und Futtermengen ein absolutes Muss und der Schlüssel zum Erfolg.
Eine Ausnahme machte nur Bernd Becker vom AV Schnock, dem es gelang den einzigen Brassen von circa 900g auf der Kopfrute zu fangen und sich damit den Sektorensieg zu sichern.



Mannschaftsergebnisse 1.Durchgang:
MannschaftPZ
LVBM
8
AV Schnock
12 
ASV Blankenburg
13
AV Schöneberg
17

2.Durchgang 13.05.07:

Am darauffolgenden Tag traf man sich am Teltowkanal in Höhe der Straße „Am Stichkanal“, an dem in diesem Jahr der Anglertreff der Vereine stattfinden wird.
Wie auch am Oder-Spree-Kanal war zu erkennen, dass das Fischaufkommen verhältnismäßig gering ausfallen würde und die inneren Sektoren es schwer haben würden, an den Fisch zu kommen.
Die Breite des Kanals beträgt an dieser Stelle circa 40-50m bei ca. 2,50-3,00m Wassertiefe. Es herrscht eine leichte Strömung, in der Posengewichte von 1-4g verwendet werden. Zudem existiert dort ein regelmäßiger Containerschiffsverkehr, der durchaus negative Auswirkungen auf den Futterplatz haben kann.




Zu erwartende Hauptfischarten sind dort Brassen bis zu 4 Pfund, Rotaugen und vereinzelt Güstern.
Beim Angeln wurde auf zwei Distanzen gesetzt: zum Einen auf die 13m-Kopfrutenbahn und zum Anderen auf die Matchrute.
Die Anfangsfütterung fiel bei den meisten Anglern relativ massiv aus, so wurden 8-10 Futterballen mit Caster und mit geschnittenen Würmern per Hand auf die Kopfrutenspur eingebracht. Zudem wurden Zuckmückenlarven mit Erde mit dem Polecup punktgenau auf den Platz gesetzt. Die Matchrutenspur wurde von Anfang an mitgefüttert.
Kurz nach dem Anfüttern zeigte sich, dass es den Fisch in den Sektoren A, B  und E auf der Kopfrutenspur zu fangen gelang, in Sektor E jedoch nur auf den äußeren Plätzen.
In den Sektoren C und D fiel es hingegen wesentlich schwerer Fische mit der Kopfrute zu fangen. Hier galt es mit der Matchrute den einen oder anderen Brassen zu überlisten, um eine Spitzenplatzierung zu erlangen.
Das stärkste Team an diesem Tag war der AV Schnock mit Platzziffer 9, der es schaffte seine Stärke beim Brassenangeln voll auszuschöpfen und mit der Gesamtplatzziffer 21 mit dem LVBM gleichzuziehen. Mit einem 7kg höheren Gesamtfanggewicht konnte die Mannschaft des AV Schnock das Berliner Anglertreffen als  beste Hegemannschaft für sich entscheiden.


                                                                               AV Schnock

Mannschaftsergebnisse 2.Durchgang:

Mannschaft PZ
PZ Gesamt
AV Schnock
9
21
LVBM
13
21
AV Blankenburg
13
26
AV Schöneberg
15
32


Abschließend lässt sich sagen, dass die für die Durchführung verantwortlichen Vereine sehr gute Arbeit geleistet haben und die Kameradschaft untereinander nicht besser hätte sein können. Trotzdem wäre es für die Zukunft wünschenswert, wenn der Berliner Anglertreff noch mehr Zuspruch seitens der in Berlin zahlreich vorhandenen Vereine erfahren würde, um das Starterfeld zu erweitern.

Zu den Ergebnislisten



Pascal Brandenburg

Fotos: Alexander Dittrich
Auch Deine Meinung ist gefragt!
0 Kommentare
Erst wenn Du angemeldet bist, kannst Du Kommentare verfassen. Jetzt Einloggen oder Registrieren