Anglertreff Berlin 2008

  • von Pascal Brandenburg
  • 12. Juni 2008 um 12:19
  • 0
Am 17. und 18.05. wurde, wie schon im Vorjahr, der Berliner Anglertreff am Oder-Spree-Kanal und Teltowkanal durchgeführt. 
Einzige Veränderung zum Vorjahr war die Wahl der Gewässerstrecke am Oder-Spree-Kanal, die sich diesmal im Brandenburger Spreenhagen befand.


Der Oder-Spree-Kanal

Leider erfuhr die Anzahl der Teilnehmenden Mannschaften keine Veränderung. Obwohl sechs Mannschaften meldeten, traten nur vier altbekannte Mannschaften an, die restlichen zwei Mannschaften blieben unentschuldigt fern.
Um in Zukunft auf die Unzuverlässigkeit  von Mannschaften zu reagieren, wird nun überlegt einen Meldepfand einzuführen, der bei Teilnahme zurück erstattet wird.


1. Durchgang


Oder-Spree-Kanal:Schon im Vorhinein zeigte sich bei Veranstaltungen und im Training die Schwierigkeit der Strecke.
In dem ca. 35-40 Meter breiten und ca. 3 Meter tiefen Kanal, der keine bis wenig Strömung aufwies, wurden Posengewichte zwischen 0,6 und 2 Gramm gefischt.
Hauptaugenmerk fiel auf die 13m-Bahn und auf die Matchrute, die Speedrutendistanz wurde eher als Notfallvariante betrachtet. Die Fütterung   fiel verhalten aus und wurde auf der Kopfrutenbahn mit dem Pole-Cup durchgeführt, um die wenigen Fische möglichst auf einen Punkt zu zentrieren.
Es stellte sich im Nachhinein heraus, dass die Matchrutendistanz kaum Erfolg brachte und der Schlüssel zum Erfolg die Kopfrutendistanz war.


Heiko Schmid vom LVBM

Auf Strecken von maximal drei bis vier Fischen, meist kleine Rotaugen und Barsche, folgten in aller Regel längere Beißpausen, es galt jeden gehakten Fisch sicher zu landen.  Um eine gute Platzierung in den sehr kleinen Sektoren zu machen, war es zwingend notwendig an die Brassen zu kommen. Die seltenen Brassen stellten sich auf den Plätzen immer nur für kurze Zeit ein, diese Momente musste man für sich nutzen und die seltenen Exemplare von oft beachtlichen Gewichten von bis zu 2 Kilogramm fangen. Regelmäßiges Füttern von Mücken in Erde und kleinen Ballen Futter mit dem Pole-Cup war also ein Muss, um die vagabundierenden Brassen zum Verweilen zu überreden. Es wurde recht fein gefischt, um mehr Bisse zu erhalten, Hauptschnüre zwischen 0.08 und 0.10mm und Vorfächer von 0.06-0.08, sowie Haken in den Größen 16 -20 kamen zum Einsatz. Als Köder wurde auf Zuckmückenlarven gesetzt, die auch mit Pinkies kombiniert wurden. Ein sauberes technisches Angeln sowie die Variation der Tiefe waren erforderlich, um den Köder bei der geringen Strömung zu bewegen und den Fisch für den Köder zu interessieren.
Wem es gelang, zwei bis drei Brassen zu fangen, war meist, wenn die Größe der Fische stimmte, auf der sicheren Seite.


Stefan Enge von den Schönebergern

Höchstgewicht an diesem Tag waren 6,5 Kilogramm, die vom Außenplatz im E-Sektor gefangen wurden. Die anderen Sektoren wurden mit 2 bis 5 Kilogramm gewonnen.

Die Platzierungen des 1. Durchgangs fielen wie folgt aus:

AV Schnock:            10 Punkte
LVBM:                     12 Punkte
AV Schöneberg:      14 Punkte
ASV Blankenburg:   14 Punkte


2. Durchgang Teltwokanal (Stichkanal):

Die recht nahe beieinander liegenden Platzziffern machten es jedem noch möglich, den Gesamtsieg am Teltowkanal für sich zu entscheiden.

Am Teltowkanal wurde, wie am Vortag, auf die Kopfruten- und Matchspur gesetzt, wobei an diesem Tag die Matchspur eine tragendere Rolle übernahm.
Da am Teltowkanal mit mehr Fisch gerechnet wurde, fiel die Anfangsfütterung weniger vorsichtig aus, lediglich das Nachfüttern wurde bei vielen Anglern mit dem Pole-Cup durchgeführt. Beide Spuren wurden von Anfang an gefüttert.


Schnocki Rainer Schilling

Die Strömungsbedingungen an diesem Tag erforderten ein Fischen mit Posengewichten von 1 bis 3 Gramm. Auf der anderen Uferseite wurden Slidermontagen zwischen 16-18 Gramm gefischt.
Schnell stellten sich die Fische ein, kleine Rotaugen, denen kleine Brassen zwischen 250 und 500 Gramm folgten. Die Bisse ließen in den mittleren Sektoren wie gewohnt nach ca. einer halben Stunde nach, oder blieben aus. Man musste also den richtigen Zeitpunkt finden, um mit der Matchrute  auf der anderen Uferseite bei einer Distanz von 30-35 Metern seine Fische zu fangen. Die Bisse kamen dort sehr spitz und gingen dadurch oft ins Leere. Auffällig war, dass die Fische, besonders die Brassen, sehr gut auf Maden reagierten und zwei bis drei Maden nicht widerstehen konnten.
Beim Befischen der Matchrutendistanz durfte man jedoch nicht das stetige Füttern, vor allem mit Lebendködern, auf der Kopfrutenbahn vergessen. Da sich der Fisch nach ca. anderthalb bis zwei Stunden wieder einstellte und dort wesentlich besser zu befischen war. Es galt also den richtigen Moment zu finden, um die Bahn zu wechseln.
In den Außensektoren wurden bis zu 14 Kilogramm Fisch gefangen. Die inneren Sektoren wurden mit 4-8 Kilogramm gewonnen.

Die Platzierungen des 2. Durchgangs fielen wie folgt aus:

LVBM:                       9 Punkte
AV Schnock:            10 Punkte
AV Schöneberg:        14 Punkte
ASV Blankenburg:     17 Punkte

Wie schon im Vorjahr gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem AV Schnock und dem LVBM, welches der AV Schnock mit einer Platzziffer Vorsprung für sich entscheiden konnte.

Gesamtplatzierung:


Ganz vorne: Der AV Schnock

AV Schnock:            20 Punkte
LVBM:                     21 Punkte
AV Schöneberg:       28 Punkte
ASV Blankenburg:    31 Punkte


Fast ganz vorne: LVBM Berlin


Fotos: Enrico  Bartholomey, Thomas Stegemann
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