Landesanglertreff Hessen 2008

  • von Achim Tomasits
  • 17. Juni 2008 um 08:39
  • 0
Am Donnerstag, den 22. Mai trafen sich 20 Angler des LV Hessen am wunderschön gelegenen Main in Trennfeld um den Anglertreff des Landesverbandes auszutragen. Wurde an den vorherigen Tagen bei diversen Trainingseinheiten noch Fisch gefangen, standen die Zeichen an diesem Tag eher schlecht. Bundesweit wurde von schlechten Fängen berichtet, ob Nord oder Süd, West oder Ost, überall schienen sich die Schuppenträger rar gemacht zu haben.

Geangelt wurden an diesem Tag 2 Durchgänge von jeweils 2,5 Stunden, bei dem schlechten Beißverhalten war die Zeit definitiv zu knapp bemessen. Stellenweise liefen die wenigen Fische erst nach 2 Stunden am Platz ein und so wurden einige Teilnehmer auch mit einem Nullfang bestraft.


Alexander Quell beim konzentrierten "Beackern" der 13m-Bahn


Die verwendeten Montagen teilten sich in zwei Lager, Montagen mit 1-4g zum Absuchen des Angelplatzes bzw. zum darüber Treiben lassen und Lutscher-Montagen zur absolut ruhigen Präsentation des Köders. Bei den wenigen beißfreudigen Fischen konnten aber nach dem Angeln keine klaren Aussagen über die erfolgversprechendere Montage getroffen werden. Die Angler mühten sich redlich um jeden Fisch, lief auf der 13m-Bahn der Fisch nicht an, wurde die Bolorute ausgepackt und Entfernungen von 20-40m beackert. Brachte auch diese Methode kein Erfolg, wurden die Speedruten geknechtet, leider aber auch ohne nennenswerten Erfolg. Alle Angler mühten sich redlich mit allen Techniken der modernen Stippangelei an den Fisch zu kommen, der Erfolg hielt sich dennoch in Grenzen.



Auch das Coaching der Teilnehmer brachte keinen nennenswerten Erfolg


Nach Beendigung des zweiten Durchgangs war die Ernüchterung bei dem einen oder anderen Angler groß, was wurde bloß falsch gemach? Meiner Meinung nach nichts! Die Fische waren eben auf Urlaub oder sonstige Einflüsse schnürten ihnen die Mäuler zu. Die Unberechenbarkeit einzelner Faktoren ist in unserem Hobby oft ausschlaggebend, vielleicht macht dieses auch unseren Sport so interessant.

Folgende Einzelangler fahren an den Mittellandkanal nach Bülstringen zum diesjährigen Anglertreff des DAV für Einzelangler:

Marco Sibilis
Alex Quell
Sven Ruland
Enrico Pankow
Jürgen Geier


Enrico Pankow mit einer Bachforelle, ein Exot am Main, leider nicht in der Wertung 

Am darauf folgenden Sonntag stand das Mannschaftsangeln an und die Fangaussichten hatten sich nicht gebessert. Vier Mannschaften, der ASV Biebesheim, die SFG Main-Kinzig, SFV Hausen und der SFC Groß-Rohrheim waren zu diesem Angeln eingeladen. Stellenweise Fisch in den Außensektoren, in den Mittelsektoren gähnende Leere. Manche Sektoren wurden lediglich durch ein Rotauge entschieden, nicht gerade berauschend. Stellenweise konnten die Angler trotz aller Bemühungen nicht mal einen Biss verzeichnen. Wer einen der gewichtigen Bonusfische – große Döbel oder Brassen – in seinen Kescher bringen konnte, für den war das Angeln eigentlich schon vorbei und man konnte sich getrost die Bemühungen der Mitangler anschauen. Nach langen, fischarmen zwei Durchgängen waren viele Angler froh, dass das Angeln zu Ende war.
Zum Anglertreff im Saarland wird in diesem Jahr der ASV Biebesheim fahren.

Herzlichen Glückwunsch!


Auch Christian Dobmeier mühte sich redlich, der Erfolg blieb leider aus


Ich möchte noch ein besonderes Lob an den FV Trennfeld aussprechen, welcher nicht nur die Angelstrecke zur Verfügung stellt, sondern auch die Teilnehmer exzellent bewirtet und mit ausgezeichneten Wildschweinbratwürsten versorgt hat. Besten Dank.

Das Hoffen auf ein fischreiches Landesverbandsangeln wurde in diesem Jahr wieder einmal nicht erfüllt, aber auch bei unserem Sport gilt der Spruch „Die Hoffnung stirbt zuletzt“.

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