Anglertreff Niedersachsen 2008 an der Aue in Sulingen

  • von Frank Mahler
  • 30. Juli 2008 um 07:28
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Am 14. und 15.06.08 fand der Anglertreff des DAV Landesverbandes Niedersachsen an der Aue bei Sulingen statt. 15 Teams meldeten sich für die Hegeveranstaltung an der Aue an. Die Teilnehmerzahl bedeutete sogleich einen neuen Rekord. Gründe für die hohe Teilnehmerzahl ist sicher der relativ kurze Anreiseweg für die Teams, die relativ geringen Köder und Futterkosten und nicht zuletzt die bekannt gute Organisation des Sulinger Angelvereines.



Die Aue bei Sulingen

Die Aue wird sicher den meisten Anglern ein Begriff sein, da an diesem Gewässer jedes Jahr diverse Hegefischen stattfinden. Trotzdem hier noch eine kurze Gewässerbeschreibung. Die Aue ist ein ca. 20m breiter Fluss mit einer Tiefe von etwa 2,50m mit leichter Strömung. Das Wasser ist je nach Strömungsgeschwindigkeit relativ klar bis leicht trüb. Zum Teil befinden sich Teichrosen und andere Wasserpflanzen im Uferbereich. Hauptfische sind Rotaugen und Barsche, vereinzelt kommen große Brassen bis ca. 3kg vor.



Carsten Röschl vom Hunte Team als Betreuer mit dem Fahrrad unterwegs


Bereits in den Wochen vor der Veranstaltung wurde unter vielen Teilnehmern heftig diskutiert, da es so aussah als ob immer mehr große Brassen  auf die Strecke zogen. Keiner war sich sicher, wie sich die Strecke durch die 3 Trainingstage verändern würde und wie sich das Fischen mit Mückenlarven auf die Fische auswirken würde.

Die ersten Teams reisten bereits am Mittwoch an, Hauptfische waren kleine Rotaugen, Barsche und vereinzelt wurden große Brassen gefangen.

Am Donnerstag waren etwa 50% der Teilnehmer an der Strecke und die Brassenkontakte wurden deutlich weniger. Auch wurden immer weniger Rotaugen gefangen, die Fische wurden deutlich kleiner.
Am Freitag waren dann fast alle Teams an der Strecke um letzte Eindrücke für die Bestimmung ihrer Taktik zu bekommen. Man hörte kaum noch von Brassenkontakten, gefangen wurden Gründlinge, Kaulbarsche und kleine Rotaugen. Getestet wurden diverse Futtermischungen, verschiedene Wolkenfarben und Köder.



Autor Frank Mahler bei den Vorbereitungen

Am Ende setzten die erfolgreichen Teams auf ein Futter- Erde Gemisch, welches aus mindestens 50 % Erde bestand. Dem Futter wurde entweder wolkende Erde (rot oder gelb) oder eine wolkende Futterfarbe beigegeben. Das Futter sollte in der Grundausrichtung aber dunkel sein und gerade zur Startfütterung möglichst viele kleine Mücken enthalten. In der Startfütterung wurde die Bälle (6-10 Wallnüsse) ausschließlich gecuppt, dies war nötig um die Fische nicht zu weit zu zerstreuen und durch den kleinen Futterplatz einen Futterneid auszulösen.



Startfütterung mit dem Pole Cup

Bereits beim 1. Durchgang zeigte sich, dass sich die Strecke weiterhin so entwickelte, dass nur Kleinfisch gefangen wurde, Kleinfisch bedeuteten Fische von 3 bis 15 Gramm. Der Hauptfisch war nun eindeutig der kleine Kaulbarsch und nicht mehr, wie erwartet das Rotauge. Dadurch ergaben sich Montagen von 0,2 bis etwa 1,5 Gramm mit Mehrpunktbebleiung um den Köder sauber und natürlich anbieten zu können. Wichtig bei diesen Montagen waren feine Hauptschnüre und dünnste Vorfächer von 0,05mm-0,06mm und dementsprechende Haken der Größen 22-28. Als Bissbleie dienten meist Schrote der Größen 12 und 13. Sowohl auf der Kopfrutenbahn als auch auf der kurzen Bahn (3-5m) konnten Fische erbeutet werden, wobei die kurze Bahn nicht auf jeden Platz zu fischen war. Auf der Kopfrute waren sowohl die 11,5m als auch die 13m Bahn erfolgreich, die Matchrute fand aufgrund des guten Beissverhalten wenig Beachtung und spielte keine Rolle.



Der Hauptzielfisch

Am 2. Tag ging die Entwicklung des Gewässers so weiter und es wurden fast nur noch Kaulbarsche gefangen. Am 2. Tag schien es aber notwendig zu sein die 13m Bahn zu befischen, die 11,5m Bahn war am zweiten Tag nicht mehr so ergiebig und sollte sich als Nachteil für die dort fischenden Angler erweisen. Die Angler, die auf den Fang von Rotaugen oder sogar Brassen gesetzt hatten, wurden bestraft und fuhren schlechte Ergebnisse ein.




Während der 2. Durchgänge wurden nur 2 große Brassen gefangen, beide am 2. Tag. Diese Brassen bedeuteten auch sogleich den Sektorensieg für die jeweiligen Angler. Sonst wurden die Sektoren mit 400 bis 600 gr Kleinfisch gewonnen, dieses waren dann um die 60 bis 80 Fische.

Am 1. Tag führte das Team AC Sensas Team Cornau vor den Lokalmatadoren AC Suletal.

Den 2. Tag entschied dann aber das Team AC Sultal für sich und gewann den Anglertreff der Niedersachsen mit 31,5 Punkten und AC Sensas Team Cornau mit 35 Punkten, 3. wurde der AC Sulingen mit 55,5 Punkten.



Vertritt Niedersachsen beim Anglertreff im Saarland - der AC Suletal


Sieger in der Einzelwertung wurde Torsten Renner mit der Platzziffer 3 vor Benjamin Hoffmann, ebenfalls 3 Punkte (schlechteres Gesamtgewicht) und Andreas Pleuss, 5 Punkte.



Die Erstplatzierten in Einzel und Mannschaftswertung

Nach dem Fischen war sich die Masse der Teilnehmer einig, dass dieses Fischen eine sehr hohe Anforderung an die Teilnehmer stellte. Wichtig war es, das Gewässer nach den Trainingsdurchgängen richtig zu deuten, wie würde es sich entwickeln ? Außerdem war eine saubere und korrekte Köderführung äußerst wichtig, denn sonst blieben die Bisse aus.



Für das leibliche Wohl war durch die asurichtenden Sulinger stets gesorgt


Ein ganz besonderer Dank geht noch einmal an den Sulinger Angelverein, der die Veranstaltung hervorragend organisiert hat. Viele Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung.
Tradition in Niedersachsen ist der „gemütliche Abend“ der Teilnehmer an dem von den Sulingern gegrillt wurde und für das leibliche wohl gesorgt wurde. Morgens gab es Kaffee und Brötchen und als die Teilnehmer vom Wasser kamen, war der Grill bereits wieder vorgeheizt.



„ein gemütlicher Abend“


Also noch einmal herzlichen Dank an die vielen Sulinger Helfer, es war wirklich klasse.

Wir hoffen auch im nächsten Jahr wieder so viele Teilnehmer begrüßen zu können.


Ergebnisse Mannschaft


Ergebnisse Einzel


Text: Frank Mahler
Bilder: Bodo Gehrke
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