IAM - Der Bericht Teil 1

  • von ct Redaktion
  • 11. November 2008 um 15:53
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Vom 31. Oktober bis zum 2. November wurde das erste International Anglers Meeting (kurz IAM) am Silokanal in der Stadt Brandenburg ausgerichtet. Der IAM wird in Zukunft ein fester Termin im Kalender der deutschen Matchangelszene sein und in den nächsten Jahren am Silokanal in der Stadt Brandenburg ausgerichtet. Warum der Silokanal? Weil der Silokanal als zu den besten Weißfischgewässer in ganz Europa zählt und das Potential hat, die besten Angler der Welt nach Deutschland zu locken.


Der Silokanal in der Stadt Brandenburg

Das Organisationsteam vom DAV und Champions-Team setzen sich im Vorfeld der Veranstaltung mit den Unterstützern aus der deutschen Angelindustrie zusammen und alle Hebel in Bewegung, um diese internationalen Topleute zum IAM zu locken. In diesem Jahr konnte man unter anderem die internationalen Topangler Ferrucio Gabba aus Italien (mehrfacher Mannschaftsweltmeister) bewundern.


Ferrucio Gabba mit seinem Team


Team Frankreich

Neben Tibor Ambrus und Attila Erdei aus Ungarn und Eric Lubin und Gilles Claudin aus Frankreich kam auch das niederländische Team um Trainer Jan van Schendel an den Silokanal, der unter anderem auch Eddy van den Hoogen in das Rennen schickte.


Team Ungarn

 


Team Niederlande

Aus Deutschland wurde das Champions Team um den Europameister Günter Horler ins Rennen geschickt. Zu zwei Herrenteams gesellte sich noch das Champions-Team der Damen und die Handicap Angler um Ralf Töpper. Schlussendlich konnten 31 Teams aus dem In- und Ausland begrüßt werden.


Team Polen

Besonders erfreulich war das Erscheinen der Mannschaften aus Dänemark, Polen, Ungarn, Italien, Frankreich, Österreich und Holland. Sicherlich ein erlesenes Feld für den ersten IAM.



Team Österreich


Team Dänemark

Um das Fischen attraktiver zu gestalten wurden sogenannte Sektorenpatenschaften vergeben. Durch diese Patenschaften hatten Sponsoren die Möglichkeit als Namensgeber für einzelne Sektoren zu dienen. Ein besonderer Dank gilt hier den Firmen Grebenstein, Browning, Angelshop Deutschland und Sensas, welche diese Patenschaft übernommen hatten. Durch diese Patenschaften konnten die Sektoren wie folgt vergeben werden: beginnend mit dem Sektor Grebenstein ging es über den Angelshop Deutschland Sektor zum Browning Sektor. Hinter der sogenannten „blauen Brücke“ ging es dann mit den Sektoren Sensas und IAM weiter. Da jeder Sektor mit firmenspezifischem Trassierband bestückt wurde, konnte man auch an der Firma immer leicht erkennen, in welchem Sektor man sich als Zuschauer bewegte.


 

 
                                        Ohne Sie geht es nicht - einige der Sponsoren des IAM

Unter dem anglerischen Aspekt würde es interessant sein, wie schnell sich die internationalen Angler an das spezielle Angeln am Silokanal gewöhnen würden, denn ein Gewässer wie den Silokanal gibt es in den Niederlanden, Italien, Ungarn und Frankreich nicht. Die Fischen in Holland und Frankreich sind von sehr geringen Fängen geprägt und gerade in Frankreich wird nur sehr wenig Futter und Lebendköder eingebracht. Im Silokanal müssen nun jedoch maximale Mengen an Köder auf den Futterplatz eingebracht werden, um erfolgreich zu sein.
Italien und Ungarn hingegen sind „Karpfenländer“ mit hohen Fanggewichten in denen sehr viel mit Maden gearbeitet wird. Zu viele Maden am Silokanal locken aber meist die Kleinfische auf den Platz und könnten auch ein Problem darstellen. Man war also gespannt, wie schnell sich diese Topangler am  Silokanal zurechtfinden würden.

Der Silokanal hatte in den Tagen zwischen dem Shimano Cup und dem IAM sein Bild stark verändert. Herrschte beim Shimano Cup noch moderate 8 Gramm bis 12 Gramm Strömung, so nahm die Strömung bis zum IAM auf 15 Gramm bis 25 Gramm zu.


Bedingt durch die starke Strömung waren sie Trumpf - Lutscherposen

Welche Auswirkungen würde dieser Strömungszuwachs auf das Fischen haben, würden die Fische bedingt durch die hohe Strömungsgeschwindigkeit aus dem Kanal ziehen? Zusätzlich zu der hohen Strömungsgeschwindigkeit kam es zu einem Temperatureinbruch und einem Windwechsel nach Ost. Also die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für den ersten IAM.

Die ersten Teams waren ab Mittwoch am Kanal und machten sich mit den Gegebenheiten vor Ort bekannt. Gespannt wartete man auf die ersten Meldungen vom Training, denn auch den Organisatoren war klar, daß ein gutes Fangergebnisse ein wichtiger Baustein für den Erfolg des Events sein würde. Der Mittwoch Abend brachte dann die erhofften positiven Antworten. Der Kanal reagierte auf die schlechten äußeren Einflüsse in dem er gar nicht reagierte und die Fische weiterhin sehr gut zu fangen waren. Man hörte von sehr guten Fängen von Eddy van der Hoogen, welcher über 200 Fische in 3 Stunden fangen konnte. Auch das italienische Team fing seine Fische und sammelte erste Erfahrungen.


Wusste im Training zu überzeugen - Eddy van den Hoogen

Der Donnerstag brachte dann eine weitere Verschlechterung des Wetters. Es regnete den ganze Tag und das bei Temperaturen um 4°C. Aber wer jetzt gedacht hat, daß dies die Fischer vergrault, der hatte sich geirrt. Der Silokanal bot den Anglern ein Fischen vom Feinsten. Da sah man also das italienische und das holländische Team bei 4°C im Regen sitzen und was taten sie, sie lächelten....
Der IAM war auf einem guten Weg.

Am Freitag beim offiziellen Training war die Strecke dann fast komplett besetzt. Bei diesem Training wurden dann auch verstärkt Mücken in das Gewässer eingebracht und damit stellte sich die nächste Frage: Wie reagieren die Fische im Silokanal auf die eingebrachten Mücken? Auch beim offiziellen Training wurden überall Fische gefangen.


Das Team Shimano während des Trainings am Freitag

Aber spätestens ab diesem Trainingstag war es klar, daß es nicht nur wichtig war Fische zu fangen, sondern daß die Fische auch die richtige Größe haben mussten. Diese Selektion der großen Fische war die Aufgabe, welche die Angler zu meistern hatten. Dies bedeutete in den Sektoren Grebenstein, Angelshop Deutschland und Browning hauptsächlich die größeren Rotaugen zu fangen. In den Sektionen Sensas und IAM würde es dagegen um Brassen gehen und zwar viele und möglichst große Brassen.


Das Team Mosella trainierte am Freitag komplett und zeigte wieder einmal eine gute Vorbereitung 

Ein typisches Problem im Silokanal ist die große Anzahl an Brassenaussteigern im Drill, diese Anzahl möglichst gering zu halten war die nächste Aufgabe der Angler in den Sektoren Sensas und IAM.

Am Samstagmorgen trafen sich dann 155 Angler, um den ersten Durchgang des IAM zu fischen. Die Dauer des Fischen wurde für Samstag auf 4 Stunden angesetzt, das Futterlimit betrug 22 Liter das Limit für Köder 3,5 Liter. Bei den Lebendködern waren Caster ganz klar Trumpf.


Eine Kulisse die das Stipperherz schneller schlagen lässt

In den Sektoren A bis C kamen dann noch zu gleichen Teilen Maden und Würmer dazu. In den Sektoren D und E wurde hauptsächlich mit Würmern bis zum Köderlimit aufgefüllt. Beim Futter vertraute man auf gut bindendes Fliesswasserfutter, welches zusätzlich mit schwerer Flusserde beschwert werden mußte. Bei der Farbe des Futters setzten viele Angler auf abgedunkeltes Futter, um kein unnötiges Risiko einzugehen. In den Sektoren D und E wurde das Futter noch zusätzlich mit sehr viel Mais versetzt (fiel unter das 22 Liter Futterlimit), um den Fischen möglichst viel Nahrung auf dem Futterplatz zu bieten.


Karol Bredereck bei der Futterkontrolle

Bei der Startfütterung, welche wie nach den CIPS Regeln üblichen 5 Minuten vor dem eigentlichen Angelbeginn begann, brachten die meisten Angler dann zwischen 8 bis 15 apfelsinengroße Futterbälle auf den Futterplatz ein.


Ferrucio Gabba bei der Anfangsfütterung

Dazu wurden in den Sektoren A bis C noch einige Bälle auf die Bolodistanz gefüttert. Die Bolodistanz liegt am Silokanal zwischen 20 m und 40 m, wobei auf der weiteren Distanz mit der Schleuder gefüttert wurde.

Im zweiten Teil des IAM Berichtes werden wir Sie über den Ablauf des ersten Durchgangs des IAMs informieren und ein Fazit des 1. Tages ziehen.

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