Anglertreff Sachsen-Anhalt 2008 in Uichteritz Teil 2

  • von Steffen Quinger
  • 30. Mai 2008 um 04:51
  • 0
Sonntag 17.05.2008

Am zweiten Tag war auf Grund des Lossystems die Zuordnung der Sektoren schnell erledigt und die favorisierten Teams vom Vortrag mussten alle ein „Kröte“ schlucken. Die Greppiner „freuten“ sich über die A 16, die Nienburger über E 12 und die Gräfenhainicher über die
D 16. Das waren alles Plätze, auf denen es sehr schwer wird, für sein Team eine achtbare Platzierung noch zu bewerkstelligen.

Sektor A
Im Sektor A machten wieder die unteren Plätze erwartungsgemäß das Rennen unter sich aus, währen auf den idyllischen und frisch gemähten Plätzen von A 12 bis A 16, fast pure Verzweiflung herrschte.
Auf A 1 konnte Michael Koch sich den ersten Platz sichern, Jens Marek (PL)  vom Team Nienburg auf A4 legte mit einer Platzziffer 4 die gute Grundlage für seine Leute und konnte zum Greppiner Peter Lahne, der auf A 16 alle Register zog, 4 Platzziffern gutmachen. Peter Lahne zauberte kurz vor Schluss nach einer kleinen „Boloplötze“ auf der 13-m Bahn eine halbwüchsige Güster aus der Saale und ließ mit einer sehr guten Platzziffer 8 auf diesem Platz zumindest nicht den Kontakt zum Vorderfeld abreißen. Im Sektor A blieben am Ende trotzdem 4 Angler ohne Fisch.

Oft machten wenig Fanggewicht das Ablesen der Waage schwierig

Sektor B
Je höher, desto besser. Hier versprachen die hohen Nummern mehr Fisch als die Unterplätze. Erwartungsgemäß belegte auch der auf B 16 sitzende Sebastian Wartmann vom Team Nienburg  den ersten Platz, der Sieger des CT-Sichtungsfischens, Stefan Posselt, auf B 10, konnte seinen Greppinern auf diesem eigentlich sehr schlechten Platz einen hervorragenden 2. Platz erkämpfen. Gerade das sehr feine Angeln nur mit einer bis zwei Mücken im freien Trieb am 20ziger Haken, mit langem nachschleifenden Vorfach, brachte ihm hier die entscheidenden Fische mehr an den Haken.


Einige Anwesende wirkten sehr entspannt

Sektor C
Am Vortag der ausgeglichenste Sektor und so sollte es auch bleiben.
Hier saßen auf C 2 und C 3 mit Frank Weise und Bernd Bormann zwei alte Saalehasen nebeneinander. 3 Stunden lang  gaben beide alles und machten den Sieg erwartungsgemäß unter sich aus. Regelmäßiges cuppen mit wenig Futter und einigen großen Mücken darin, brachten den beiden regelmäßig Fische an den Haken. Am Ende hatte der Greppiner Bernd Bormann mit einem Gewicht von 1810 Gramm doch einen Vorsprung zum Burgenländer Frank Weise erwirtschaftet und legte damit für die Greppiner wieder gut vor. Aber auch der sehr gut angelnde Gräfenhainicher Michael Dietrich konnte mit einer Platzziffer 3 gut leben.

Eine Episode am Rand: Die fast handzahmen Saale-Nutrias



mussten wohl ihre Wohnung genau unter Bernd Bormanns Angelplatz gehabt haben! Dadurch bedingt, nutzten ca. 10 kleine grinsende Nutrias Bernds Setzkescher als Spielplatz, der  immer wieder besorgt nachfragte, ob Nutrias wirklich keine Setzkescher fressen?!

Bernd Bormann, der Schwarm aller Stubenfliegen

Sektor D
Hier saßen alle Favoriten, bis auf den Gräfenhainicher Bernd Woik, auf der undankbaren D 16, dicht beieinander.
Rico Möhrke, Matthias Gerstner und Andre Witt auf D 9, 10 und 11 konnten immer gut einschätzen, wie sie lagen. Das Rennen machte hier zwar Mario Waßmus, auf der D 5, der souverän 3 dicke Brassen landete und damit sich auch den ersten Platz sicherte, aber wichtig war der Vierkampf Burgenlandkreis, Nienburg, Greppin und Gräfenhainichen.
Rico Möhrke, am Vortag im gleichen Sektor der Pechvogel mit 5 verklinkten Brassen, konnte endlich eine landen und belegte Platz 2.
Andre Witt zeigte, dass er nicht nur Großbrassen, wie am Vortag, auf die Schuppen legen kann, sondern sich auch fleißig durch das „Einsammeln“ von Plötzen und Döbel nach vorn schieben kann. Platz 3 für ihn am Ende und ein verdienter 3. Platz in der Gesamteinzelwertung. Alles wäre anders gekommen, hätte „Matze“ vom Team Nienburg seinen Großbrassen bekommen. Hier zeigte der Gummi nach etlichen Kontakten zu einem rostigen Eisen am Gewässergrund kein Erbarmen und riss gnadenlos in der entscheidenden Drillphase. Pech für „Matze“ und am Ende nur ein Platz im Mittelfeld des Sektors.

Sektor E
Am Vortag kam hier von Peter Schuchardt auf E 16 mit über 4 Kilo noch das Topergebnis.
So versprach sich auch der jetzt dort sitzende Magdeburger Thomas Habelitz eine gute Platzierung, aber er konnte am Ende nur einen einzigen Fisch von 70 Gramm in die Waagschale werfen. Jedoch auch der Angler auf der E 2, dort wo Bernd Bormann am Vortag noch einen gute 2 für sein Team einfuhr, brachte nur einen einzigen kleinen Fisch zur Strecke.
Dagegen landete Henry Albrecht aus dem Harzkreis auf E 5 mit 3 schönen Brassen den Haupttreffer und entschied den Sektor souverän für sich.

Endergebnis:

Der AV Greppin konnte wie im Vorjahr sich den ersten Platz durch eine geschlossene Mannschaftsleistung sichern. Platz 2 ging an die Mannen um Diddi Schmiedecke, Platz 3 an die Burgenländer um Frank Weise. Der AV Greppin wird damit den Landesverband Sachsen-Anhalt im Saarland vertreten.


    1.Platz AV Greppin ( v.l. Peter Lahne, Alex Haupt, Bernd Bormann, Stefan Posselt, Peter König,            Steffen Quinger, Andreas Fütz,  Andre Witt)

Ergebnisse Männer


Einzelwertung 3. Platz Andre Witt, 1. Platz Bernd Bormann, 2.Platz Mario Waßmus  (v.l.)

Ergebnisse Männer Einzelwertung


Platz 2 für das Team aus Nienburg (Jens Marek, Matthias Gerstner, Henry Hoffmann,
Sebastian Wartmann,  Diethard Schmiedecke)


Damenwertung

Natürlich wollen wir hier auch die teilnehmende Jugend und die Damen nicht vergessen.
5 Damenteams kämpften analog der Herren um ihre Platzierungen. Letztendlich konnte das Team aus Fuhnetal, eigentlich der Nationalkader in kompletter Besetzung, das Rennen für sich entscheiden und sich mit der PZ 12 gegen die Damen von Magdeburg durchsetzen.

Die Einzelwertung gewann Angelika Schneider mit der Idealplatzziffer 2 vor Christiane Schmidt und Gisela Wenzel.


Die besten der Damen, v.l. Gisela Wenzel, Christiane Schmidt, Angelika Schneider

Ergebnisse Damen


Die Jugendwertung

Auch in diesem Jahr ließen es sich die Jungs aus Magdeburg nicht nehmen, wieder ganz oben zu stehen. Mit Robert Grabowski, Johannes Böhm und Florian Fiebig, konnte sich eins der besten deutschen Jugendteams souverän durchsetzen. In der Einzelwertung machte hier aber Dennis Kuhfuß den Magdeburgern einen Strich durch die Rechnung und schob sich mit der PZ 3 auf den 2.Platz hinter Einzelsieger Robert Grabowski. „Jungveteran“ Johannes Böhm belegte den 3. Platz.


v.l. Dennis Kuhfuß, Robert Grabowski, Johannes Böhm

Ergebnisse Jugend


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