champions-team Sichtungsfischen 2008 Teil 2

  • von ct Redaktion
  • 13. Mai 2008 um 22:13
  • 0
So war Ein Schlüssel zum Erfolg oder Misserfolg das Ziehen des richtigen Losschlüssels am Donnerstagmorgen, wobei wir an dieser Stelle das Lossystem noch einmal erklären möchten.

Zum Lossystem:

Einfach zu verstehen, aber nicht ganz einfach zu erstellen. Bei 25 Teilnehmern und 6 Durchgängen war es in der Vergangenheit so, dass die Strecke in 6 Abschnitte unterteilt wurde wobei sich 24 durch 6 in 6 Vierersektoren teilen lässt und der 25igste Platz dann einem 4er Sektor in der Mitte angehängt wird. Das führt dann dazu, dass einige Angler zweimal in dem 5er Sektor sitzen, dies aber nicht sonderlich ins Gewicht fällt, da dieser Sektor in der Mitte der Strecke liegt und eine gleichmäßige Platzverteilung gewährleistet wird.
Bestenfalls sitzt ein Teilnehmer zudem an einem Tag an dem zwei Durchgänge geangelt werden einmal in einem äußeren Sektor und einmal in einem Mittelsektor, was rechnerisch bzw. mathematisch möglich ist, in der Erstellung des Sitzplanes aber nicht ganz einfach.


Markus Thönes gehörte zu den Benachteiligten des Losschlüssels

Beim Sichtungsangeln an der Geeste gestaltete sich der Losschlüssel dieses Mal etwas anders, was dazu führte, dass Teilnehmer teilweise dreimal in einem Außensektor saßen, andere dagegen nur einmal. Wiederum andere Mitglieder des champions-teams fanden sich dagegen bis zu viermal in der Mitte der Strecke wieder, wo insbesondere von den Plätzen 8 bis 15 in den 6 Durchgängen nur 2 einstellige Ergebnisse erzielt werden konnten. Da hatten es einige Mitglieder schwer, sich gegen die aus dem Losschlüssel hervorgehenden Plätze zu wehren, andere profitierten natürlich auch davon und wiederum andere saßen insgesamt auch über die Strecke verteilt.
Wer dazu noch das Glück oder Pech hatte, seinen Außenplatz auf den kleineren Nummern am Vormittag oder am Nachmittag zu haben, der fand sich dann ebenso schnell in den hinteren oder vorderen Rängen des Gesamtklassements wieder.



Durchgang1 Durchgang2 Durchgang3 Durchgang4 Durchgang5 Durchgang6 Platz

Name Startplatz Startplatz Startplatz Startplatz Startplatz Startplatz


















Marco Beck

14

 9

19

 24

3

 16

5

Lutz Weißig

9

19

2

 13

21

 5

2

Ralf Herdlitschke 

17

 23

5

 9

12

 1

9

René Bredereck

8

 1

23

 15

17

 21

6

Thomas Pruchnowski 

11

 21

24

 17

8

 4

11

Henric Plaß

22

 8

1

 10

13

 15

21

Peter Schührer

13

 6

25

 4

15

 10

12

Stefan Posselt

1

 17

21

 8

19 

 12

1

Harald Windel

5

 25

15

 19

 23

4

Günter Horler

15

 2

13

 5

22 

 20

3

Claus Müller

25

 10

4

 16

 13

17

Lutz Schenke

21

 18

14

 12

 8

16

Stefan Unger

3

 20

6

 11

14 

 24

18

Markus Thönes

20

 16

9

 1

18

 11

22

Andreas Dalcke

2

 24

12

 21

16

 6

7

Uwe Henninger 

12

 4

22

 6

24 

 17

10

Dietmar Heil

10

 15

18

 23

 2

20

Rainer Wenzel

7

 22

17

 2

10 

 19

19

Rüdiger Hansen

24

 3

8

 20

11 

 14 

23

Burkhard Heil

16

 11

7

 3

25 

 22

8

Erwin Zange

6

 12

20

 22

1

 9

25

Frank Schulz

19

 13

16

 7

4

 25

24

Wolfgang Lorenz

23

 14

3

 18

20 

 7

14

Thomas Del Fabro

4

 7

11

 25

 18

15

Frank Weise

18

 5

10

 14

23 

 3

13


Nach Startschwierigkeiten am Ende wieder souverän: Marco Beck



Zur Auswahl des Gewässers und zum Losschlüssel haben wir aus der sportlichen Leitung Steffen Quinger zu einer Stellungnahme gebeten.

Hallo Steffen,

wie bereits im Bericht beschrieben, gibt es unserer Meinung nach Aufklärungsbedarf in Bezug auf die Gewässerstrecke und den Losschlüssel. Wie siehst Du diese Kritikpunkte?

Steffen Quinger:
 
Die Kritik an der Gewässerstrecke ist berechtigt, leider war sie von der Struktur und vom Strömungsverhalten sehr launisch und damit nicht das optimale Gewässer. Hier haben wir einfach im Vorfeld die Strecke zu wenig geprüft, daraus ziehen wir natürlich unsere Lehren für die Zukunft.
Zum Losschlüssel möchte ich nur soviel sagen, mich stört, das jetzt nachträglich eine Aufrechnung erfolgt, wer wann wo gesessen hat und damit die theoretisch die Chance auf eine gute Platzierung hatte oder eben nicht. Ich kenne diese Aufrechnung, nur soviel, ein Lutz Weissig bekam theoretisch "schlechte" Plätze zugelost und belegte am Ende den 2.Platz.
Wenn wir am Ende eines Fischens jedes Mal anfangen, auf Grund der zugelosten Plätze alles in Frage zu stellen, geht irgendwann der Sinn unseres Angelns verloren. Es gibt beim Angeln immer unberechenbare Größen, wie wechselnde Strömungsverhältnisse, Leerplätze, überhängende Bäume, Muschelbänke, Untiefen, usw. die auch das beste Lossystem der Welt nicht ausgleichen können.
Hätte man mich vor 4 Wochen gefragt, wie sich nach Bremerhaven sich das champions-team in Zukunft zusammensetzt, so hätte ich zu 80 % die Namen genau richtig getippt. Ein Zeichen dafür, dass trotz der Strecke und des Lossystems das Ergebnis eingetreten ist, was zumindest ich erwartet habe. Erfahrene Angler wie Stefan Posselt, Lutz Weißg, Marco Beck oder inzwischen auch Rene Bredereck konnten sich gut auf den ersten Plätze etablieren, Neueinsteiger wie Frank Schulz oder Erwin Zange haben es leider nicht geschafft. Die gleiche Platzierungsreihenfolge am Ende hätte auch sehr gut als Ergebnis des Sichtungsfischens in einem Berliner Gewässer kommen können. Selbst ein Günter Horler wäre im letzten Jahr um ein Haar in das champions-team B abgestiegen. Ich will hier keine Probleme bagatellisieren oder schönreden, aber man muss die Kirche im Dorf lassen und nicht den Kümmel aus dem Käse suchen.
Angeln und Platzierungen werden am Wasser entschieden und nicht am grünen Tisch.


Frank Schulz schnupperte nur kurz champions-team Luft

Unabhängig von der Gewässerwahl und dem nicht für alle champions-team Mitglieder glücklichen Losschlüssel hatte Harald Windel viel Zeit und Mühe in die Organisation und Genehmigung des Sichtungsfischens investiert, wofür ihm ein besonderer Dank gebührt. Etliche Kilometer waren zu fahren und viele Telefongespräche zu führen, bis es möglich war, auch einmal wieder im westlichen Teil Deutschlands zu angeln. Die begleitenden Mitglieder und Funktionäre des ASV Unterweser e.V. trugen ebenfalls im Vorfeld und während der Veranstaltung dazu bei, dass es den Teilnehmern an nichts mangelte. Parkkarten wurden ausgegeben, die Angler und Helfer einzigartig am Wasser bewirtet und den Teilnehmern bei der abschließenden Veranstaltung im Vereinsheim des ASV Unterweser e.V. ein herzlicher Abschied bereitet. Dafür ein dickes Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer, zu denen auch die Stoppangler gehörten, die den Teilnehmern in den 6 Durchgängen das Leben auf den Endplätzen so schwer wie möglich machten.

Nach dem Sichtungsangeln nominierte Teamchef Peter König dann die Angler, die ihm aufgrund ihrer anglerischen Leistung am positivsten aufgefallen waren für die kommenden internationalen Veranstaltungen.

Europameisterschaft in der tschechischen Republik vom 28. bis 29. Juni:

Ralf Herdlitschke, Stefan Posselt, Andreas Dalcke, Lutz Weissig, Günter Horler, Harald Windel

Weltmeisterschaft in Italien vom 6. bis 7. September 2008

Ralf Herdlitschke, Stefan Posselt, Marco Beck, Thomas Pruchnowski, René Bredereck, Burkhard Heil

Nicht für das champions-team empfehlen konnten sich:

Dietmar Heil, Markus Thönes, Rüdiger Hansen, Frank Schulz und Erwin Zange

Die Übersicht unserer champions-team Mitglieder werden wir zeitnah anpassen.

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