Stippermessen 2008 Teil 2

  • von Michael Borchers / Pascal Brandenburg
  • 13. März 2008 um 13:01
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Anschließend an den Daiwa Stand präsentierte OWL Angelbedarf seine Anbauteile für Sitzkiepen und weiteres nützliches Zubehör. Vom Feederarm bis zur Frontauflage blieben keine Wünsche offen.


Schade, dass die Kiepe nur 6 Beine hat

Der Stand vom Stipp-Profi glänzte in diesem Jahr mit neuen Produkten und einer neuen Marke. Seit Beginn des Jahres vertreibt Stipp-Profi die Firma Mivardi exklusiv in Deutschland. Mivardi hat ein vollwertiges Ruten- und demnächst auch Zubehörprogramm, welches auf der Stippermesse der breiten Masse erstmals vorgestellt wurde.


Die Mivardi Ruten wussten zu überzeugen

Besonders gute Note haben sich hierbei die Rollenruten verdient. Die Matchruten waren für viele Besucher der Preis-Leistungssieger unter den vorgestellten Matchruten. Gleiches gilt für die Boloruten des Typs Shangrilla F2, die über einen ausgezeichneten Blank verfügen und durch eine solide Verarbeitung zu überzeugen mussten. Ebenfalls gut angekommen sind die Whips der Alborella Rainbow Serie sowie die Phenomena Telestippen. Beide Rutentypen verfügen über einen stiffen Blank und angenehmes Handling. Neben den Mivardi Produkten stellten die Posenserien mit dem Namen „Ernie“ einen weiteren Schwerpunkt der Messevorstellung des Stipp-Profis dar.


Die Professional Lockstoffe vom Angelshop Deutschland

Der Rundgang wurde mit den Produkten vom Angelshop Deutschland beendet. Rainer Österreich stellte neue Anbauteile seiner Kollektion vor und wie immer handelte es sich um mechanisch hochwertig verarbeite Produkte. Einige Plattformen wurden aus der Halle getragen und auch der Angelshop Deutschland hat nun eine eigene Duftstoffserie auf den Markt gebracht. Diese Serie ist in den Varianten Regular Fish und Big Fish zu erwerben.


Einzigartig und nur in Bremen: Alle Kopfruten im direkten Vergleich

Und jetzt zu den Kopfruten!

Im bisherigen Messereport sind des Stippers liebstes Kind, die Kopfruten, noch nicht aufgetaucht, denn diese möchten wir nun kurz zusammenfassend vorstellen. Fangen wir mit dem neuen Rutenprogramm von Sensas an. Die Power Match Serie wurde erneuert, die alte 6er Serie  wurde durch die neue 7er Serie abgelöst. Das Flagschiff ist hierbei die Power Match 774. Diese Rute vereint neben einer wirklich tollen Stiffness ein robustes Verhalten und gleitet beim Abstecken gut durch die Hand. Sicherlich eine der besten Ruten auf dem Markt im Jahr 2008. Weitere Modelle der Serie sind die 754, 744, 724 und 704, womit ein wirklich rundes Rutenprogramm gefunden worden sein sollte. Ein weiterer positiver Aspekt ist die preisliche Gestaltung bei Sensas, die mittlerweile wieder moderatere Züge angenommen hat und den Weg für neue Kunden freimacht.


Die neue 7er Serie von Sensas

Gleiches trifft für Browning zu. Mit der Carboxy Gold  hat man wieder ein marktgerechtes Modell, welches im Handling überzeugt und dabei bezahlbar ist. Den Besuchern hat die Carboxy gut gefallen und sie war sicherlich der absolute Mittelpunkt der Browning Rutenserie. Wenn man aber mit offenen Augen die Browningruten testete, dann sollte einem ein kleines Goldstück aufgefallen sein. Die Browning Titan Z4 ist eine interessante Rute, die sich auch in 13m absolut sauber handeln lässt und dazu angenehm in der Hand liegt. Der Messepreis dieser Rute lag bei nur 620 € Euro und war damit für uns das Messeangebot schlechthin.
Die Firma Mosella hat die Produktlinie Xedion bei den Kopfruten teilweise verlassen, denn die Modelle Xedion 03 und 04 wird es zukünftig nicht mehr geben. Die neue Serie heißt „MIP No Limit Pole“ und das Topmodell dieser Serie hört auf den Namen MIP No Limit Pole 4000XT. Die neue Rutenserie bietet für jeden Anlass und jeden Geldbeutel die richtige Rute und man darf gespannt sein, ob sie an den Erfolg der Xedion Serie anknüpfen wird.
Colmic.... Die Colmic Match Serie aus dem Jahr 2007 war sicherlich die erfolgreichste Rutenserie des vergangenen Jahres. Diese erfolgreiche Rutenserie wurde dann auch nicht abgelöst, sondern nur ergänzt. Die Ergänzung hatte es aber in sich, denn die neue Rute mit dem Namen Match 607 war ein weiteres Highlight der Stippermesse und auch ein weiteres Highlight aus der Matchserie. Dazu wurde die Serie noch durch die Match 207 nach unten abgerundet und die Match Serie dürfte nun komplett sein...


Die Colmic Serie ist nun komplett

Die Firma Daiwa stellte ebenfalls ihre Kopfruten aus. Deutlich war zu erkennen, dass das Portfolio noch sehr stark auf den englischen Markt ausgerichtet ist, denn die Kopfruten sind bisher nur in einer Länge von 16m zu erhalten und damit leider für die meisten von uns noch unerschwinglich. Ein Blick auf die Ruten lohnte sich aber dennoch, gehörten diese doch sicherlich zu den besten Ruten auf dem Kopfrutenstand der Stippermesse 2008.
Die Shimano Kopfruten haben sich in den letzten 2 Jahren ihren Platz im deutschen Markt erarbeitet. Als auffälligste Neuerung hat Shimano ein neues Gummizugsystem für die Top Sets installiert. Dieses System erlaubt es dem Angler das Gummi beim Fischen mit der Hand nachzujustieren und den Fisch direkt mit der Hand über den Gummizug zu bändigen… Der Gummizug tritt dabei aus einer Öffnung aus dem Blank des Top Sets heraus und kann auch dort nachgespannt werden. Es darf spekuliert werden, ob sich diese Neuerung am deutschen Markt durchsetzen wird.


Shimano mischt im Kopfrutenmarkt kräftig mit

Tubertini, Fly und FAPS habe in diesem Jahr wieder erstklassige Kopfruten auf den Markt gebracht. Bei FAPS wurde in diesem Jahr erstmals sichtbar das man die 13m Strategie verlassen hat und Ruten in den Längen 12,40m und 12,60m anbietet. Um die vollen 13m zu erreichen muss dann die mitgelieferte Mini-Extension aufgesteckt werden.

Die Stippermesse konnte trotz aller Unkenrufe auch in 2008 eine stabile Besucherzahl von circa 1400 zahlenden Besuchern aufweisen und bleibt die Messe für den ambitionierten Friedfischangler schlechthin. Im Gegensatz zu den letzten Jahren schien sich der Besucherstrom etwas entspannt zu haben. War in den früheren Jahre in den ersten Stunden der Messe kein Durchkommen, so konnten in diesem Jahr auch die frühen Besucher einen entspannten Blick auf die Ausstellungsstücke werfen.

In 2008 fehlten große innovative Neuerungen. Aufgefallen ist, dass die „echten“ 13 Metrer Ruten vom Markt verschwinden und die Modelle meist eine Länge von 12,40 Meter – 12,60 Meter auweisen. Die volle Länge wird dann meist durch das Mini-Extension erreicht, welches die Performance der Ruten meist aber erheblich verschlechtert. Dafür sind die Ruten aber auch bezahlbar und auch für Neueinsteiger attraktiv. Waren Ruten für über 2000 € vor 2 Jahren eher die Regel, so sind heute gute Kopfrutenpacks für unter 1800 € keine Sensation. Eine weitere Bereicherung der letzten Jahren ist der breitere Markt der Sitzkiepen. Gab es früher nur Rive und Milo, so bietet heute jeder größere Tackellieferant eine eigene Sitzkiepenserie an.


Der freie Eintritt und die gute Stimmung bringen auch viele Frauen zur Stippermesse nach Bremen

Die Stippermesse 2008 war mehr ein Happening, denn eine echte Verkaufsmesse, obwohl die meisten Händler wesentlich zufriedener mit dem Umsatz waren als im vergangenen Jahr. Die grossen Schnäppchen auf der Messe blieben aus, vielmehr wusste die Messe durch eine Auswahl in der vollen Breite der Matchartikel zu überzeugen. Diese Breite gibt den Besucher die Möglichkeit Artikel unterschiedlicher Hersteller gegeneinander zu vergleichen, denn nur die wenigsten haben einen für Stipper gut sortiertes Geschäft in ihrer Nähe. Sicherlich ein Vorteil für jeden interessierten, markenoffenen Konsumenten. Ein weiterer Punkt, der für den Besuch der Stippermesse spricht, ist die Möglichkeit sich mit anderen Matchanglern auszutauschen. Schnell ergibt sich die Möglichkeit mit anderen Besuchern oder auch unseren Topanglern etwas Smalltalk zu fabrizieren und seinen eigenen Horizont zu erweitern.

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Carp´n Match in Bürstadt (Pascal Brandenburg)

Am 08./09.03.2008 öffneten sich im hessischen Bürstadt die Tore der Carp'n Match. Auf dieser Verkaufsmesse präsentierten sich diverse Firmen und Einzelhändler rund ums moderne Karpfen- und Stippfischen.


Die Halle der Carp ´n Match im Überblick

Wer meint, dass Claus Müller einzig und allein in der Lage ist ganze Hallen zu aromatisieren, der irrt gewaltig, denn neben den CM Aromen mischten sich zahlreiche angenehme, manchmal auch weniger angenehme, Karpfenflavours hinzu und verliehen dem Hallenklima eine unvergessliche Note.


Claus Müller präsentierte seine CM Lockstoffe

In gewohnter Qualität präsentierte sich auch wieder die Firma Grebenstein mit ihrem gesamten Kopfrutenprogramm und viel Zubehör. Gut gelungen war der Messeauftritt der Firma Mosella. Neben dem kompletten Futterprogramm wurden Karpfen-, Match- und Feederruten, sowie die neuen MIP-Bolognese und Kopfrutenserien präsentiert. Besonderes Augenmerk fiel auf die neuen Taschen- und Futteralserien, die durch ihre robuste Verarbeitung und Ausgefeiltheit glänzten.


Michael Diener am Mosella Rutenstand

Die vom Stipp-Profi vorgestellte und noch recht unbekannte Marke Mivardi präsentierte sich neben Zubehör mit Karpfen-, Feeder-, Match- und Lang-Lang-Ruten und fand trotz anfänglicher Skepsis, gegenüber dem noch weitgehend unbekannten Namen, großes Interesse.


Karpfen- und Stippangler teilten sich die Messe

Rund um das Thema Zubehör wurde der interessierte Stipper von O&W Angelgeräte mit äußerst praktischen Anbauteilen für seine Kiepe versorgt, die man sich bei Angelsport Risse und dem mitgebrachten riesigen Rive-Angebot zulegen konnte. Besondere Interesse wurde durch die Vorstellung einer Rive-Plattforum geweckt, die in den nächsten Monaten auf dem Markt erhältlich sein soll.
Mit reichlich Zubehör rund ums Stippfischen wurde man bei Michael Schlögl versorgt, der neben Michael Zammataro der Anlaufpunkt der Feederangler an diesem Wochenende darstellte.


Die Feederangler trafen sich bei Zammataro

Auch bei der Karpfenfraktion ließ sich, die ein oder anderen nützlichen, oder weniger für den Stipper nützlichen, dennoch interessanten Dinge finden. So zum Beispiel PVA-Beutel im 30-Liter-Mülltütenformat, sowie PVA-Kabelbinder. Besonderes Interesse könnten jedoch auch beim Stipper die  Zuckmückenlarven Soft und Hartpellets geweckt haben.

Die große Fläche der Carp'n Match bot den knapp Gästen ein entspanntes  Besuchen der Messe ohne Drängelei und großem Anstehen. Nach Angaben des Veranstalters fanden insgesamt 1500 Besucher den Weg nach Bürstadt.


Eben noch in Bremen, nun in Bürstadt: Randolf Grebenstein am Colmic Stand

Die Carp'n Match wurde durch den Karpfenbereich dominiert. Ein direkter Vergleich von Produkten war  weniger gut möglich, da dort zum einen wesentlich weniger Hersteller Kopfruten und Zubehör präsentierten und zum anderen sich nicht in direkter räumlicher Nähe zueinander befanden. Das tat der tollen Messe jedoch keinen Abbruch, wobei es schade war, dass viele Aussteller schon 2 Stunden vor Ende einpackten.
Update 16.3., 23.00 Uhr. Wo eben noch ein anderer Satz stand, haben wir diesen auf ausdrücklichen Wunsch von Heinz Hölbiger (Veranstalter Stippermesse Bremen) soeben gelöscht. 

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