Anglertreff für Vereine 2009 Teil 2

  • von ct Redaktion
  • 28. August 2009 um 17:06
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Nach der Anfangsfütterung war es erstmal sehr ruhig auf der Strecke. Hier mal ein Barsch, dort mal eine kleine Güster. Doch das war schon erstaunlich, denn im Training waren kaum kleine Weißfische zu fangen und nun gab es hin und wieder kleinere Güstern und Rotaugen.


Die Anfangsfütterung im zweiten Durchgang

Fast alle Teilnehmer setzten in den ersten Minuten auf die 13 Meter Kopfrute und hofften auf ein paar Standfische, doch es tat sich nur sehr wenig, so dass die ersten Angler auf die Barschspur gingen, um erstmal einige Gramm im Netz zu haben. Doch auch im kurzen Bereich war es sehr mühsam. 5 bis 6 kleine Barsche in 10 Minuten waren schon gut und langsam war die erste halbe Stunde um.
Offensiv gingen es das Sensas Team Dömitz und das Fishing Team Brandenburg an. Im 3 bis 5 Minutentakt wurden feste Bälle aus der Hand gefüttert, die ein entsprechendes Einwurfgeräusch verursachten.


Schweres, geworfenes Futter war ein wichtiger Punkt in der Taktik der Brandenburger

Andere Teilnehmer waren bez. des Nachfütterns weniger aktiv oder auch vorsichtiger, doch das Geräusch brachte die Fische auf den Platz. Nicht überall, aber überwiegend und teilweise auch etwas frustrierend für die Nachbarn. Ralf Herdlitschke demonstrierte eindrucksvoll wie es geht und gewann den Sektor C mit 13717 Gramm vor seinen Nachbarn Uli Prehn vom Browning Team Schleswig-Holstein mit 2833 Gramm (PZ 7) und Patrik Hille vom Grebenstein Team Bremen mit 1254 Gramm (PZ14).

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Ralf Herdlitschke demonstrierte einen perfekten Drill


Das war eindeutig und in den anderen Sektoren lief es ähnlich gut für das Fishing Team Brandenburg. Lutz Schenke ließ nach Startschwierigkeiten auf der A 1 nichts anbrennen und René Bredereck bekam zwar auf E 5 nur jeden dritten Fisch aus dem Wasser, doch das reichte immer noch für Platz 3. Gewonnen wurde der E Sektor von Thomas Habelitz vom Sensas Team Dömitz auf der E 16 mit knapp 20 kg, die dann für beide Tage das Veranstaltungshöchstgewicht bedeuteten.


Rainer Oesterreich fing kontinuierlich seine Fische

Im B Sektor überzeugte auf B 15 Rainer Oesterreich vom Grebenstein Team NRW mit einer dreistündigen Serie vieler mittlerer Güstern und guter Brassen, die am Ende mit 9108 Gramm das beste Ergebnis im Sektor brachten. Vom selben Team fing Christian Göhrke als einziger durchweg mit der Kopfrute gute Fische im D Sektor und auch er brachte nur einen Punkt zu seinem Team. Da hatten Lars Lamprecht vom Sensas Team Dömitz und der Brandenburger Ramon Willich im D Sektor doch einiges zu tun, um auch nur ansatzweise zu folgen.


Ramon Willich musste sich strecken um Christian Göhrke zu folgen

Die Matchrute brachte dann die entscheidenden Fische für Platzierungen unter den ersten Fünf. Meister der Matchrute an diesem Wochenende war aber der Dömitzer Erik Jung, der am ersten Tag auf A 7 9859 Gramm fing und damit zweiter wurde und am nächsten Tag auf C 7 wieder auf die Matchrute setzte und dritter wurde. Das war stark und zeigte, dass man sich von jedem Platz mit der Matchrute wehren konnte.
Beim Mosella Team Germany und dem Team FTMax aus Sachsen-Anhalt zeigte sich dagegen, dass die Trainingseindrücke auch während der Veranstaltung bestand hatten. Einzig Günter Horler, der allerdings oderauch sogar ohne Training anreiste und Stefan Posselt konnten in beiden Durchgängen überzeugen und sehr gute Ergebnisse erzielen.

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Günter Horler zeigte an beiden Tagen eine gute Leistung

Unterschiede in der anglerischen Klasse wurden an diesem schwierigen Gewässer teilweise sehr deutlich. Während einige Teilnehmer Mühe hatten eine Spur sauber zu befischen, zeigten insbesondere die mit dem variablen Angeln vertrauten champions-team Mitglieder Disziplin und Präzision. Auch wenn es auf Kopf- oder Matchrute gut lief und regelmaässig Fische gefangen wurden, so wurde die andere Spur nie aus den Augen gelassen. Im durchgehend gleichen Rhythmus wurden immer wieder beide Spuren befüttert, denn im Training hatte sich gezeigt, dass insbesondere nach der ersten Stunde die Kopfrute erstmal keine Fische mehr brachte und gewechselt werden musste. Dann musste die Matchrutenspur vorbereitet sein und ebenso war die letzte Stunde wieder auf der Kopfrute erfolgreich und auch dort musste regelmäßig Futter fallen.


Jörg Gaa vom Sensas Team Saarland fischte zwei sehr gute Durchgänge

Die Weißfische hatten bedingt durch die Trainingswoche mittlerweile auch an den Castern Gefallen gefunden und so stellten diese eine nicht unwesentliche Option dar. Auf der Kopf- und Matchrutenspur mussten immer Caster mitgefüttert werden und wenn einmal zu viele Barsche auf dem Platz waren, dann lohnte es sich mit zwei bis drei Castern am Haken zu angeln. Das brachte zwar wesentlich weniger Bisse, aber wenn die Pose unterging, dann war es meist ein guter Brassen oder mindestens ein 100 Gramm + Barsch und auch einige sehr dicke Rotaugen konnten so erbeutet werden.
Im zweiten Durchgang wurden dann auch in den Außensektoren Würmer immer interessanter. Gerade im E Sektor fütterten die erfolgreichen Angler kaum noch Mückenlarven, sondern geschnittene Würmer und reichlich Caster und Brassen in Einzelgewichten bis über 2 kg waren der Lohn.


Ein großer Erfolg für eine große Mannschaft. Das Frauen- und Männerteam des Fishing Teams Brandenburg zusammen mit den Trainern und Betreuern

Mit 27 Punkten war das Fishing Team Brandenburg am Ende das erfolgreichste Team. Neben der anglerischen Stärke trug auch der große Betreuerstab zum Erfolg bei und das entscheidende Händchen beim Griff in den Lostopf bewies einmal mehr Teammanager Carol Bredereck.
Auch der Erfolg des Sensas Team Dömitz kam nicht unerwartet. Marco Beck hatte das Team in zahlreichen Trainingssessions optimal eingestellt, so dass es am Ende allerehrenwerte 49 Punkte waren, denn mit 49 Punkten wäre man in manchem Jahr auch ganz oben auf dem Treppchen gewesen.
Die Überraschung gelang dieses Jahr schon zum zweiten Mal dem Grebenstein Team. Nach dem Erfolg bei der Browning Champion´s Trophy nun der nächste tolle Erfolg beim Anglertreff. Bedenkt man, dass bei der BCT noch komplett andere Angler am Start waren, so zeigt dieses wie breit und leistungsstark die Grebensteinfamilie derzeit aufgestellt ist.

2. Platz sensas   3. Platz Grebenstein NRW

 2. Platz für Sensas Dömitz aus MV

 

 3. Platz für Grebenstein NRW

Beim Anglertreff gibt es aber nicht nur eine Entscheidung der Herren sondern auch noch eine Entscheidung der Damen, hier traten 2009 leider nur 4 Teams an, diese 4 Teams setzten sich leider nur aus Mannschaften der neuen Bundesländer zusammen, aus den alten Ländern schickten die Landesverbände keine Teams an den Start. Die teilnehmenden Teams kamen aus Brandenburg, Berlin, Sachsen und Sachsen Anhalt. Die Damen fischten schräg gegenüber der Herrenstrecke in der Nähe des Ausflusses des Niegripper Sees. In diesem Abschnitt wurde noch mehr Fisch als im Bereich der Herren gefangen, das Tageshöchstgewicht konnte das Lisa-Marie Erdmann am Tag 1 mit 23780 Gramm fangen, die bevorzugten Methoden der Damen waren die Long-Long und die Kopfrute. Die Long-Long musste teilweise gefischt werden da die Damen mit der Rutenbegrenzung von 11,5m nicht über die Steinschüttung kamen, mit einer 9m Long-Long war man jedoch jenseits der Steinschüttung und fischte diese sehr erfolgreich. Lediglich wenn es zu stark strömte griffen die Damen zu Kopfrute. Nach Tag 1 führte das Team aus Brandenburg mit der Platzziffer 4 vor den Berliner Damen mit der Platzziffer 7, Platz 3 ging an das Team aus Sachen-Anhalt mit der Platzziffer  mit der Plz 8 und den Damen aus Sachsen mit der Platzziffer 11.

Der Tag 2. zeigte dann das gleiche Bild, die Fische bissen sehr gut und die Damen aus Brandenburg dominierten das Geschehen. Konnte Regina Brehmer aus Berlin am 1. Tag noch  die Phalanx der Brandenburger Sektorensiege einbrechen, blieb die Weste der Brandenburgerinnen am 2. Tag sauber und die Damen gewannen jeden Sektor mit stattlichen Vorsprung Lediglich die Damen aus Brandenburg schafften es die 10 Kilomarke zu knacken, dieses jedoch gleich 5 Mal! Mit der Gesamtplatzziffer 7 gewannen die Damen aus Brandenburg dann auch sehr deutlich vor dem Team aus Berlin mit der Platzziffer 14, Platz 3 ging mit 19 Punkten an das Team aus Sachsen-Anhalt vor den Sächsinnen die mit der Platzziffer 20 nur kurz hinter dem Team aus Sachsen-Anhalt die Ziellinie überquerten.

2. Platz Berlin   3. Platz Sachen-Anhalt

 2. Platz für die Damen aus Berlin

 

 3. Platz für Sachsen-Anhalt


Bei der anschließenden Ehrung der erfolgreichen Teams konnte Referent Steffen Quinger noch einer besonders erfreulichen Aufgabe nachgehen. Vor den versammelten Teams ehrte Steffen den frischgebackenen Jugendweltmeister Mathias Scholz, Mathias konnte einige Wochen zuvor die Konkurrenz der unter 22. Jährigen bei der Jugend WM im portugiesischen Coruche gewinnen, endlich wieder ein männlicher deutscher Weltmeister!

Ergebnisse Männer

Ergebnisse Frauen

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