Landesanglertreff Hessen 2009

  • von Achim Tomasits
  • 18. Juni 2009 um 11:11
  • 0
Am 11. und 14. Juni fand am malerischen Flüsschen Fulda bei Melsungen der diesjährige Anglertreff des LV Hessen statt. Der Donnerstag stand im Zeichen der Einzelangler, der Sonntag hingegen diente den Mannschaften als Angeltag.

Die Fulda - ein naturbelassenes Gewässer mit idyllischem Charakter -  schlängelt sich durch die Talauen von Melsungen und suggeriert ein wahrlich fischreiches Gewässer. Leider sind in den vergangenen Jahren die Fischbestände durch Kormorane drastisch reduziert worden, fast fischarme Gewässerabschnitte zeugen von dieser Tatsache. Des Weiteren tobten im Vorfeld schwere Gewitter und ließen den Pegel ansteigen und das Wasser der Fulda war angetrübt. Gar nicht mal so, schlecht dachten sich einige Teilnehmer, bei einer Wassertiefe von 30-180cm kann das Wasser ruhig ein wenig angetrübt sein. Die Fische welche es zu fangen galt, waren meist kleine Döbel, Hasel, Ukeleien in Stückgewichten von 3-20g, Bonusfische waren hier schon Rotaugen und Döbel jenseits der 150g-Grenze. Nichtsdestotrotz fanden sich 20 Angler aus den Bezirken Hessen Nord und Hessen Süd an diesem regnerischen Donnerstag in Melsungen ein und versuchten den Fischen auf die Pelle zu rücken.

Verschiedene Taktiken waren bereits beim Aufbau zu erkennen, Whipruten 5-8m über die Pole bis hin zur Bolo bzw. Matchrute, die Teilnehmer waren alle schon im Vorfeld zu der ein oder anderen Trainingssession am Wasser und konnten so "die" beste Angelmethode für sich herausfinden. Auch beim Futter war ein Schema zu erkennen, eine abgedunkeltes, fettarme Mischung für die 13m-Bahn und helles, wolkenbildendes Futter für den Fang der Kleinfische im Uferbereich. Die Vorfachstärke an den Ruten differenzierte sich nicht allzu stark, 0,06-0,08mm waren die richtige Wahl und ein 18-24er Haken ließ auch die kleinen Plagegeister den Köder nehmen. Eine Pinky bzw. eine Made oder ein einzelner Caster aufgezogen überlistete die meisten Fische.


Die Fulda – ein malerisches Flüsschen in Nordhessen

Die Futterstrategie sah so aus, dass 3-4 Ballen Futter mit wenig Lebendködern – nur einige Pinkies und Caster – auf die 13m-Bahn gecuppt wurden. Auf der 5m-Bahn kam das Kleinfischfutter zum Einsatz, kleine walnussgroße Futterbällchen wurden in regelmäßigen Abständen eingebracht, um eventuell aufkommende Kleinfischschwärme zu stellen. Das Schießen von Pinkies mit der Schleuder brachte die Kleinfische auch zum Stehen und es konnten einige Fische aus dieser Lebendköderwolke gefangen werden. Es wurden zwei Durchgänge mit je 2,5 Std. geangelt, von 9:30 - 12:00 Uhr und von 14:00 – 16:30 Uhr. Leider meinte es der Wettergott an diesem Tag nicht gut mit den teilnehmenden Anglern und es schüttete stellenweise wie aus Kübeln.


Schirme waren an diesem Tag Pflicht

Manche Teilnehmer versuchten mit der Bolo am gegenüberliegenden Ufer an den Seerosenfeldern den ein oder anderen Fisch zu überlisten, leider brachte diese Angelmethode nicht den gewünschten Erfolg. Und so mühte man sich - gerade im 2. Durchgang - um jedes Fischlein. Einige Teilnehmer blieben trotz aller Mühe in diesem Durchgang ohne Fang. Anderen erging es da ein wenig besser und so konnte man mit einem Gewicht von 50g einen Sektor für sich entscheiden.

Folgende Angler sind beim diesjährigen Anglertreff für Einzelangler vertreten:

Oswald Pachl / SAC Mühlheim    PZ 3   1.128g
Sven Ruhland / AC Weiterstadt  PZ 3   1.068g
Stefan Raas / ASV Biebesheim     PZ 3      921g
Rudo Schäfer / ASV Biebesheim PZ 3     497g
Martin Gäde / AC Weiterstadt     PZ 4     376g

Am Sonntag war das Mannschaftsangeln des LV Hessen angesagt, mit dem ASV Biebesheim, dem SFV Hausen, dem SAC Mühlheim und dem AC Weiterstadt traten vier Mannschaften aus zwei Bezirken zu diesem gemeinsamen Angeln an.
An diesem Tag wurde ein Sektor komplett verlegt, an diesem Gewässerabschnitt betrug die maximale Tiefe ca. 30-50cm und somit waren die Fangaussichten bzw. die Fangergebnisse vom Donnerstag sehr mager. Der neu hinzugezogene Sektor brachte am Sonntag sogleich die höchsten Fanggewichte.


Sven Ruhland mit einem der Bonusfische

In dem neu hinzugezogenen Sektor war verkehrte Welt angesagt, Döbel bis zu einem Gewicht von 1.000g ließen die Gummis der Kopfrutenangler stellenweise bedenklich lang werden. Ein Topset bestückt mit einem 0,6mm Gummi, da bekommt man da schon ein wenig Herzklopfen beim Drill eines solch kapitalen Fisches. In diesem Sektor kam dann auch das Tageshöchstgewicht von knapp 3.300g zustande, ein Traumgewicht für die Teilnehmer der flussaufwärts abgesteckten Sektoren. Hier waren schon Gewichte von 500g ein ordentliches Resultat. Das Sammeln von Klein(st)fischen war hier zu verfolgen.


Vorsicht beim Drill war oberstes Gebot, jeder Fisch war wertvoll

Manche Angler verzichteten im 2. Durchgang fast gänzlich auf ihr Futter und cuppten ab und zu kleine Bällchen mit geklebten Pinkies. Der Erfolg gab ihnen recht und gerade in den fischarmen Abschnitten war das ein probates Mittel um an den Fisch zu kommen.


Thomas Unger vom ASV Biebesheim

Im ersten Durchgang lagen alle vier teilnehmenden Teams eng zusammen und erst im 2. Durchgang setzten sich die Mannen des ASV Biebesheim mit einem kleinen Vorsprung durch und fahren somit zum Anglertreff der Vereine.

ASV Biebesheim 22
SFV Hausen 24
SAC Mühlheim 24
AC Weiterstadt 30

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