Anglertreff Thüringen am Main bei Wertheim

  • von Toni Weise
  • 07. September 2012 um 09:02
  • 2

Als Vorwort ist vielleicht zu erwähnen, dass Thüringen leider nicht die größte Dichte an Stippfischern, wie zum Beispiel Sachsen-Anhalt, aufweist. Dies ist einer der Gründe, warum keine bis sehr wenige Veranstaltungen in unserem Bundesland stattfinden, was wiederum zur Folge hat, dass zum Thüringer-Anglertreff nur sehr wenige Angler kommen. Wir hoffen für die Zukunft, dass der ein oder andere sich noch für das sportliche Friedfischangeln interessieren kann.

Zur Strecke:
Gefischt wurde an einem Privatbereich am Main bei Wertheim. Bei einer Wassertiefe von 3,5  bis 5,5 Meter und einer leichten bis mittlerer Strömung waren die Hauptfische Rotaugen von 50 bis 400 Gramm, kleinere Güstern, Häsline, Ukelei, Grundeln und auf den oberen Plätzen ab und zu eine Brasse oder eine Karausche von bis zu einem Kilo. Bonusfische waren große Alande von 800 Gramm bis 2,5 Kilo, welche in der Regel durch viele Caster erst in der letzten Stunde den ein oder anderen Futterplatz aufsuchten.

Der Main bei Wertheim, hier der Teamchef Andreas Luck bei der Startfütterung
Der Main bei Wertheim, hier der Teamchef Andreas Luck bei der Startfütterung


Futter/Taktik:
In der Trainingswoche zeichneten sich Fanggewichte um die 5 Kilogramm ab, aus den Trainingstagen konnten wir sehr deutlich entnehmen, dass die größeren Fische ca. nach 1 bis 1,5 Stunden fest auf dem Futterplatz standen und es diese auch zu fangen galt, wenn man ein gutes Ergebnis erzielen wollte.
Enorm wichtig war hierbei das genaue Ausloten des zu beangelnden Platzes, das genaue und richtige Befüttern bei der Startfütterung und das saubere Führen des Köders. Wer dies verinnerlichte und möglichst genau praktizierte fing auch seine Fische.
Als ideal erwies sich aus Sicht des Teams Tubertini Thüringens, die Startfütterung nur mit dem Polecup zu füttern. Das Futter bestand aus einem relativ leichten, aber je nach Feuchtigkeit gut bindenden Rotaugenfutter mit vielen Saaten und Partikeln. Je nach Bodenstruktur wurde das Futter mit etwas Erde bearbeitet. Was wiederum zum Beispiel im A-Sektor fatale Folgen mit sich gebracht hätte, da dort der Untergrund nahezu vollkommen mit großen Steinen besetzt war. Hier galt es das Futter recht übernass zu werfen und einen regelrechten "Teppich" aufzubauen.

Michael Iffert im ersten Durchgang
Michael Iffert im ersten Durchgang


Zu den Montagen:
Gefischt wurden relativ simple 2punkt, 3punkt Montagen oder eine Kette aus 5x8er Schroten bis zum Hauptblei. Da es nach aller Wahrscheinlichkeit auf ein reines, sauberes Rotaugenfischen hinauslaufen würde, sollte der Köder möglichst natürlich absinken/auftreiben und auch frei laufen, sowie auch manchmal voll blockiert werden müssen. Posen wie die Tubertini-Darkline und der Cralusso Shark waren dafür nahezu perfekt. Kleine, aber recht robuste Haken an einem 0,8er und 10er Vorfach wurden in den Längen 15 bis 22cm gefischt.

Zu den Durchgängen:
Von Dienstag bis Freitag waren die Bedingungen zum sportlichen Fischen eigentlich perfekt, nahezu windstill, sonnig aber nicht zu heiß. Dies sollte sich zum Samstag ändern und an der Tagesordnung standen extrem kräftige und ständig anhaltende Windböen und ein Temperatursturz von circa 8 Grad Celsius.  Vor dem fischen wurde vereinbart das im zweiten Durchgang die Sektoren beibehalten, aber die Plätze neu gelost werden mussten.

Im E-Sektor saßen Mirko Ahlfeld (Tubertini), Reinhart Tetmayer (Sensas) und Dirk Freimuth (Timar Mix). In diesem Durchgang zeigte Dirkt Freimuth seine vorhandenen Gewässerkenntnisse und beendete den Durchgang mit 3320 Gramm  knapp vor Mirko Ahlfeld mit 3300 Gramm und Reinhart Tetmayer mit 2390 Gramm.

Mirko Ahlfeld beim Nachfüttern
Mirko Ahlfeld beim Nachfüttern


Im D-Sektor gewann Michael Iffert (Tubertini) klar mit 4050 Gramm vor Stefan Büchner mit 3200 Gramm und Frank Wingold mit 1010 Gramm.

Der C-Sektor war aufgrund der Einzelstarter nur ein zweier Sektor mit Marc Trautvetter und Benjamin Weigand. In beiden Durchgängen gewann Marc Trautvetter und war somit mit einem Gesamtgewicht von 5230 Gramm und der Idealplatzziffer 2 ein Anwärter auf die ersten 5 Plätze im Einzel und der daraus folgenden Qualifikation für den Einzelanglertreff 2013.

Genaues Ausloten des Platzes war extrem wichtig, bei Marc Trautvetter sollte sich dies später Bezahlt machenGenaues Ausloten des Platzes war extrem wichtig, bei Marc Trautvetter sollte sich dies später Bezahlt machen


Im Sektor B hatte nach 3 Stunden Angeln Volker Wingold mit 1910 Gramm das höchste Fanggewicht und bekam somit einen Punkt für seine Mannschaft. Mit nur 50 Gramm weniger und einigen ausgeschlitzten Fischen gab es für Andreas Luck von Team Tubertini Thüringen 2 Punkte. Platz 3 in diesem Durchgang ging an Ingo Malsch der 1340 Gramm fing.

Im A-Sektor hatte nach dem ersten Durchgang Toni Weise, ebenfalls vom Team Tubertini, die Nase vorn. Mit 3300 Gramm gewann er den Sektor vor Uwe Nöding mit 1660 Gramm und Matthias Kantor mit 960 Gramm.

Ende des ersten Durchgangs zeichnete sich ein klares Bild ab. Die Fische wollten den Köder möglichst ruhig, aber in großzügigen Mengen präsentiert haben. Da der Wind heftig zunahm, war es kein leichtes Fischen. Bereits nach dem ersten Durchgang gab es aufgrund des starken Windes zwei Rutenbrüche.

Zweiter Durchgang:
Im Sektor E machte Mirko Ahlfeld dieses Mal den Sack zu und gewann seinen Sektor mit 3320 Gramm. Knapp dahinter lagen Dirk Freimuth mit 3210 Gramm und Reinhard Tetmayer mit 2380 Gramm.

Den D-Sektor gewann erneut Michael Iffert, der mit einer sehr starken Leistung den Durchgang mit 3320 Gramm beendete und somit auch am Ende die Traumplatzziffer 2 besaß. Zweiter wurde Stefan Büchner mit 3200 Gramm, dicht gefolgt von Fank Wingold mit 2320 Gramm.

Volker Wingold vom Team Timar Mix Deutschland
Volker Wingold vom Team Timar Mix Deutschland


Der Teamchef Andreas Luck zeigte im zweiten Durchgang nochmal wie man den einen oder anderen Bonus-Aland sicher gekeschert und gewann verdient diesen Durchgang mit 2480 Gramm vor Volker Wingold mit 1190 Gramm und Ingo Malsch mit 990 Gramm.

Auch im A-Sektor konnte Toni Weise mit dem Veranstaltungshöchstgewicht von 4500 Gramm und einem sicher gelandeten Zander von circa 55cm, seinen Sektorensieg wiederholen und hatte somit ebenfalls sehr gute Chancen im Einzel. Der Zander wurde selbstverständlich nach dem Drill wieder freigelassen. Matthias Kantor vom Team Sensas Thüringen bekam 2 Punkte mit einem Fanggewicht von 2150 Gramm  vor Uwe Nöding mit 1200 Gramm.

Toni Weise mit seinem Fang aus dem zweiten Durchgang
Toni Weise mit seinem Fang aus dem zweiten Durchgang


Nach dem zweiten Durchgang war klar, dass der Fisch ganz klar auf dem Futterplatz zu fangen war, dies aber aufgrund des Wetters fast nur mit leichten Lutscherposen möglich war. Ideal war der Calusso Shark in 2 bis 4 Gramm.

Am Ende gewann das Team Tubertini Thüringen mit einer Gesamtplatzziffer 12. Der zweite Platz ging an das Team Timar-Mix Germany gefolgt vom Team Sensas Thüringen.
Im Einzel konnte Toni Weise seinen Sieg vom Frühjahr wiederholen, dicht gefolgt von seinen Teamkollegen Michael Iffert und Marc Trautvetter. Der vierte und fünfte Platz ging an Dirk Freimuth und Mirko Ahlfeld. Diese fünf Angler werden das Bundesland Thüringen 2013 beim Einzelanglertreff vertreten.

Das Teilnehmerfeld
Das Teilnehmerfeld


Am Ende war es wieder eine sehr faire und gerechte Veranstaltung mit würdigen Siegern. Besonderen Dank möchten wir an dieser Stelle noch einmal an Peter König ausstellen, welcher mit seinem persönlichen Engagement und Einsatz diese Veranstaltung überhaupt erst ermöglicht hat. Weiterer Dank gilt auch Uwe Ahrens von Fishermans Partner in Wertheim/Urphar für die tolle Strecke.

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2 Kommentare
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  • Landei USA
    aus on US-Tour
    congrets from the US
    Danke für den schönen und aufschlussreichen Bericht, kommt selbst am anderen Ende der Welt gut an! Wir wünschen allen Qualifizierten ein erfolgreiches Meisterschaftsjahr 2013 - Petri Heil!
  • stippermichel
    aus barchfeld
    ...
    sehr schöner Bericht Toni ,dann wissen wir ja wer in Zukunft die Berichte für Thüringen schreibt ...... Gruß Michel