Stippermesse 2012 in Bremen

  • von ct Redaktion
  • 23. März 2012 um 17:41
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Im zweiten Jahrzehnt angekommen war es in diesem Jahr nach der Jubiläumsmesse im vergangenen Jahr wesentlich entspannter als Anfang März 2011, wo mit einigen Aktionen versucht wurde dem Jubiläum seinen Rahmen zu geben und man später feststellen musste, dass die Besucher der Stippermesse eng fokussiert sind. Versuch macht klug, doch mittlerweile dürfte feststehen, dass die Messebesucher relativ einfach zu beglücken sind. Schauen, kaufen und ein bisschen plaudern, dazu noch ein paar Angebote, mal die Topruten zumindest in die Hand nehmen und dann mit ein paar neuen Anregungen und Produkten in die Saison starten, so einfach ist das.

Probieren ist erlaubt und erwünscht, Claus Müller weiß, was die Fische an den Platz lockt
Probieren ist erlaubt und erwünscht, Claus Müller weiß, was die Fische an den Platz lockt

Natürlich waren auch wieder viele Topangler zugegen, doch bei dieser 11ten Stippermesse standen zwei Gäste im Mittelpunkt, die einerseits anglerisch noch nicht allzusehr aufgefallen waren oder aber unter falschen Voraussetzungen in die Halle 6 der Bremer Messehallen gekommen waren. Der 12 Jahre alte Lukas Müller aus Wiesmoor hatte sich zu Weihnachten einen Besuch einer Angelmesse gewünscht und die Veranstalter Susanne Hübner und Heinz Hölblinger bereiteten ihm einen unvergesslichen Tag. Der andere Gast war Werner Momsen, Fernsehstar des Norddeutschen Rundfunks, der mit einem Kamerateam über die Messe zog. Stippermesse oder St(r)ippermesse war das Motte, welches bei den anwesenden Anglern schon einen ganz langen Bart haben dürfte, für die Fersehzuschauer des NDR, von denen die meisten eher weniger anglerisch aktiv sind, wurde am Ende aber ein recht unterhaltsamer Beitrag über die Stippermesse produziert. Hier geht es zum NDR Beitrag.

Susanne Hübner, Werner Momsen, Lukas Müller und Heinz Hölblinger
Susanne Hübner, Werner Momsen, Lukas Müller und Heinz Hölblinger

Erfreulich war, dass wieder einmal ein größerer Schritt in die professionellere Ausrichtung und Darstellung der Firmen bzw. der durch die Händler präsentierten Firmen und Marken erfolgte. Qualität statt Quantität war vielmehr das Motte und so buhlten die Händler mit schönen, repräsentativen Ständen um die Besucher. Ein guter Wettbewerb, der sicherlich auch zur Folge hat und hatte, dass die angebotenen Waren überwiegend zu handelsüblichen Preisen angeboten werden, doch das sollte es allen Wert sein, denn die Stippermesse ist kein Hallenflohmarkt, wo auf Tapeziertischen zum kleinen Preis verkauft wird, sondern immer noch der gute und gesunde Mix aus der Präsentation der neusten Produkte und dem Verkauf aller Dinge, die der Stipper- und Feederangler so benötigt.

Stipp-Profi.de hatte die Van den Eynde Range dabei und der holländische Nationaltrainer Jan van Schendel präsentierte auf dem Stand seine JVS Serie
Stipp-Profi.de hatte die Van den Eynde Range dabei und der holländische Nationaltrainer Jan van Schendel präsentierte auf dem Stand seine JVS Serie

Dabei gab es sicherlich eine augenscheinliche Ausnahme, denn bei Mosella wurde viel direkt aus dem Karton verkauft und dementsprechend sah es auch auf dem Stand aus. Doch in Anbetracht der derzeitigen Situation von Mosella war das natürlich mehr als in Ordnung.

Einer von vielen schönen Ständen mit tollen Produkten: Der Angelshop Lahde mit Garbolino und Rameau
Einer von vielen schönen Ständen mit tollen Produkten: Der Angelshop Lahde mit Garbolino und Rameau

Viele Messebesucher waren froh, dass es bei der Firma Mosella wieder bergauf geht und dass das weiterhin sehr beliebte Futter auch in Zukunft in den Regalen des Handels zu finden sein wird. Wer sein Schnäppchen machen wollte, der war an diesem Messetag auf dem Mosella Stand goldrichtig, den dort wurden einige qualitativ sehr hochwertige Restposten für ganz kleines Geld angeboten. Einige weitere Händler warteten mit sehr guten Angeboten auf, die auch schon im Bereich vor der Messehalle auf Flyern präsentiert wurden. Die Folge war nach Öffnung der Tore um 9.00 Uhr die längste Anglerpolonaise, die es bisher gegeben haben dürfte. Erstmal zu Browning, wo es einen Eimer mit verschiedenen Browning Pellets zum Hammer Preis gab und dann mit dem Eimer zurück zum Auto und gleich wieder rauf auf die Messe. 1,2 Tonnen Pellets wurde so in der ersten Stunde bewegt.

Simon Achhammer mit der B 22 Futterserie von Browning
Simon Achhammer mit der B 22 Futterserie von Browning

Futter war natürlich wie immer ein Thema und Qualität wird, wohin man auch hört, groß geschrieben. Die besten Mehle oder auch nur hochwertige Mehle kommen mittlerweile in die Futtermischungen. Da stellt sich unweigerlich die Frage, was denn früher in den Tüten war, wie wir überhaupt Fische fangen konnten und natürlich, ob die Fische überhaupt hochwertige Ware zu schätzen wissen. Denn wir wollen sie ja nicht groß und stark füttern, sondern an den Platz locken und fangen. Gut dass die Saison beginnt und neue Mischungen auf ihre Fängigkeit überprüft werden können.

Bei Preston standen auch der Method Feeder und die passenden Mixe im Mittelpunkt, Arjan Klop stand Rede und Antwort
Bei Preston standen auch der Method Feeder und die passenden Mixe im Mittelpunkt, Arjan Klop stand Rede und Antwort

Feedern ist weiterhin im Trend, pro Session werden meist um die 2 kg angerührt, so dass der Angler natürlich auch das Gefühl haben sollte, etwas richtig Gutes auf den Futterplatz zu werfen. Da waren sich also alle einig, doch an einem Stand war es dann doch ein bisschen anders. Die Firma HJG Drescher war erstmals auf der Stippermesse und präsentierte dort eine Auswahl an fertigen Mixen, Einzelmehlen, Lockstoffen, Dipps und Posen. Im Gespräch mit Firmeninhaber Heinz Drescher über Futter, Mehle, Zusätze und Mischungen wurde es geradezu leidenschaftlich. Futter ist sein Thema ließ er uns wissen, seit über 30 Jahren mischt, tüftelt und experimentiert er nun. Nichts fasziniert ihn mehr als Futter und seine Wirkung auf die Fische. Kernkompetenz Futter mit jahrzehntealter Erfahrung also und da man Erfahrung eigentlich nicht kaufen kann, in diesem Fall in Kilotüten abgepackt aber schon, sollte man die HJG Drescher Mischungen durchaus verstärkt in den Fokus nehmen.

Drescher \"Junior\" mit den Fertigmixen Feeder und Kanal
Drescher "Junior" mit den Fertigmixen Feeder und Kanal

Werfen, genau werfen, weit werfen und beim Drill auch noch den Fisch spüren - die Feederruten haben sich natürlich auch weiterentwickelt und einige neue Modelle wurden vorgestellt. Gespannt durfe man auf die neue Feederuten Serie von Tubertini sein, die erstmals von den Feedercracks Matthias Weigang und Tobias Klein präsentiert wurde. Bei Preston konnte man die verschiedenen Modelle der Dutch Feeder Serie in die Hand nehmen und natürlich hatte auch Michael Zammataro die Masterpiece II dabei.

Michael Zammataro mit seinem holländischen Teammitglied Geert Jan Vervoort, dessen Erfogsmischung Michael mittlerweile auch in sein Futterprogramm anbietet
Michael Zammataro mit seinem holländischen Teammitglied Geert Jan Vervoort, dessen Erfogsmischung Michael mittlerweile auch in sein Futterprogramm anbietet

Erstmals auch auf der Messe, Gustav Riechmann, Firmeninhaber von Top Secret und vielleicht sogar der Erfinder der Lockstoffe für Fische oder einfach auch nur die Lockstofflegende. Trotz seines micht mehr ganz jugendlichen Alters strotze er auf dem Top Secret Stand vor Energie und Euphorie. Dem konnte und wollte sich kein Besucher entziehen und so war ständig eine Menschentraube um den Altmeister der Unterwassergerüche. Für ein Bild mit seinen Mädels haben wir ihn dann aber doch noch bekommen und den Schriftzug auf den Polos fanden wir auch sehr originell.

Er weiß ganz genau, worauf es bei einer Messe ankommt: Gustav Riechmann
Er weiß ganz genau, worauf es bei einer Messe ankommt: Gustav Riechmann

Neben den üblichen Messeständen gab es auch wieder für die, die über den Tellerrand ein bisschen hinausblicken wollten, einige Infostände auf der Bremer Stippermesse. Über Posen- und Rutenbau konnte man sich informieren, die Classy Catchers zeigten Friedfischangeln der alten englischen Schule und gleich im Eingangsbereich befand sich der sehr schöner Stand des DAV e.V., der wie jedes Jahr Flagge zeigte und seinen Mitgliedern und potentiellen Mitgliedern Rede und Antwort stand. Steffen Quinger vom DAV e.V. musste natürlich besonders viele Fragen zum Thema Fusion der Verbände beantworten und ob und wie es um die Zukunft des sportlichen Angelns in Deutschland bestellt ist.

Steffen Quinger vom DAV e.V mit einem Messebesucher
Steffen Quinger vom DAV e.V mit einem Messebesucher

Die 11te Stippermesse war mit 2900 Besuchern wieder ein voller Erfolg und auch die Händler waren sehr zufrieden. Während beim Aufbau am Samstag noch etwas Unsicherheit in der Halle lag, ob denn wieder so viele Besucher kommen und die Kaufkraft stabil bleibt, so waren am Sonntag um die gleiche Zeit wieder alle sehr entspannt. Es war nicht das Jahr der neuen, revolutionären Produkte, es war eher das Jahr der Weiterentwicklung und dementsprechend lag der Schwerpunkt in der Präsentation verbesserter Produkte, weiter entwickelter Techniken und Taktiken, die man mit den Spitzenanglern diskutieren konnte. Einige Artikel sind unserem champions-team Produktscout Marcus natürlich trotzdem ins Auge gefallen und hier sind seine ganz persönlichen Highlights:

Matrix:


Schon im Vorfeld war ein Besuch am Stand der Firma Matrix fest eingeplant. Matrix ist schließlich die neue Tochterfirma der Firma Fox, und somit konnte man erwarten, ordentliche Produkte vorzufinden. Matrix hat dann auch diese Erwartungen erfüllt.
Das neue Taschensortiment macht einen hochwertigen Eindruck und besonders die faltbare Gerätetasche wird man bestimmt noch häufiger am Wasser sehen. Neben einem integrierten Stinkbag (geruchs- und wasserdichte Tasche) für  Kescherköpfe und triefende Setzkescher, bietet diese Tasche mehrere, separate kleine Taschen, in denen das komplette Zubehör aufbewahrt werden kann. Am Wasser einfach die Tasche „ausklappen“ und schon ist das passende Teil gefunden. Langes Suchen und Ausräumen - nur um an das Teil ganz unten in der Tasche zu kommen - entfällt.

Matrix bietet eine gerämige Tasche mit ausgefeilten Features
Matrix bietet eine geräumige Tasche mit ausgefeilten Features

Zentral in der Standmitte konnte dann die neue Superbox 1 begutachtet werden. Gottseidank ist sie kein futuristischer Plastikbomber geworden, sondern eine zeitlose, elegante Sitzkiepe, die mit einigen durchdachten Details daherkommt. Sie ist z.B. so konstruiert, dass sich an der gesamten Kiepe keine Schnur verfangen kann. Der Metallrahmen samt Fußpodest machen einen stabilen Eindruck und die Laden der alten Foxkiepen dürften passen. Warum Bewährtes auch ändern?

Matrix Vertriebler Carsten Röschl und Matrix Proktentwickler Ricky Teale
Matrix Vertriebler Carsten Röschl und Matrix Proktentwickler Ricky Teale

Am Standausgang wurden die neuen Ruten präsentiert. Schlank wie ein kleiner Finger und federleicht erweckte die Carpmaster Feeder meine Aufmerksamkeit. Trotz der Grazie ist die Rute kein Spielzeug, sondern bietet, laut Ricky Teale (Produktentwickler bei Matrix), selbst dicken Karpfen genügend Rückgrat. Die ungewöhnliche Teilung kurz über der Rolle sorgt für eine durchgehende weiche Aktion mit viel Kraft, aber ohne störende Übergänge. Laut Ricky ist diese Rute auch dafür bestens geeignet unseren heimischen Brassen mit dünnsten Vorfächern nachzustellen. Genau das richtige also für alle, die das feine Fischen mit der Feeder betreiben möchten und nicht nur auf Weitenjagd gehen. Leider waren alle Matrixprodukte nur als unverkäufliche Ausstellungsstücke vorhanden und so musste ich den Stand ohne Rute verlassen. Die neuen Matrixprodukte sollen aber bereits beim Händler erhältlich sein.

Nicht geangelt und trotzdem was gefangen: René Bredereck
Nicht geangelt und trotzdem was gefangen: René Bredereck

Daiwa Cormoran:

Wer über den Ärmelkanal schaut wird früher oder später erkennen, dass Daiwa auf der Insel hohe Anerkennung wiederfährt. Bei uns höchstens durch solide Rollentechnik oder aus Angelmagazinen bekannt, präsentierte Daiwa dieses Jahr einen Auszug aus der breiten Produktpalette. Die englische Firma bietet eigentlich alles an, was das Stipperherz begehrt, und das durchgehend in guter, solider Qualität. Egal was man sich ansah, ob Taschen, Sitzkiepen oder Rollen, alle Produkte konnten mit den hochwertigen Produkten anderer Firmen mithalten. Warum man diese nicht beim Angeln am Wasser sieht, ist unverständlich. An der Qualität kann es nicht liegen. Vielleicht ist der diesjährige, große Stand auf der Stippermesse ja ein erstes Anzeichen für ein ernsthaftes Engagement in Deutschland.
Wer die Anschaffung einer neuen Match- oder Feederrolle plant, sollte auf jeden Fall mal in Richtung Daiwa TDR 2508 schielen. Sie bietet einen sehr ruhigen Lauf und macht mit ihrem Metallgehäuse einen absolut massiven Eindruck. In England wird sie, neben dem Wagglerangeln, auch zum Fischen mit dem Methodfeeder verwendet.

Tubertini:

Ein weiteres Highlight konnte am Stand von Tubertini entdeckt werden. Kaum beachtet (Tubertini Katalog 2011) stand die Rute Cobra 261 im Ständer. Noch ein wenig kraftvoller als die vergleichbare, heiß-geliebte FTM 310, vereint das neue Produkt aus Italien alle Attribute der Lang-Lang Angelei in sich. Kraftvoll, aber dennoch recht leicht kann die Steckrute Cobra 261 in allen Längen gefischt werden. Offenbar weist die Rute sogar die gleiche Teilung wie die FTM 310 auf und es ist nicht unwahrscheinlich, dass sogar alle Rutenteile passen dürften. Eine gute Nachricht für alle, die ihre 310 ergänzen möchten oder leider den Kauf verpasst haben. Die langwierige Suche im Internet -es gibt sie ja doch keiner ab- dürfte nun zu Ende sein.

Das eigentliche Highlight einer jeden Stippermesse ist vermutlich der Kopfrutenstand.

Weltmeisterin Ingeborg Audenhard präsentierte die Ruten von Faps und Verpa
Weltmeisterin Ingeborg Audenhard präsentierte die Ruten von Faps und Verpa

Wo sonst bietet sich die Möglichkeit mehrere tausend Euro teure Ruten im direkten Vergleich in die Hand zu nehmen? Wie in jedem Jahr war der Andrang groß doch besonders am Browningbereich war die Menschentraube noch ein wenig größer.

Browning:

Browning war mit dem kompletten Kopfrutensortiment vertreten.
Als Highlight ist nach wie vor die Kopfrute Z9 zu nennen. Die Rute ist hierzulande, und auch in England, zum Erfolgsmodell gereift. Sie ist steif, gut ausbalanciert, aber auch gleichzeitig kraftvoll, und mit den passenden Kits überall einsetzbar. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt einfach.
Direkt im Anschluss wurde mir die neue Z12 übergeben.
Gefühlt ein klein wenig schwerer als die Z9 konnte die Z12 verblüffen. Unglaublich steif und Brett-hart. Der stolze Z12-Besitzer wird auf jedem Fall ein gutes Händchen für die korrekte Gummizugeinstellung für diese steife und sehr schnelle Rute benötigen. Auch die Kitlänge von 5,50m wurde im Vorfeld sowie auf der Messe heftig diskutiert. Einigen erscheint die Kitlänge nicht ausreichend, doch erste Praxiserfahrungen werden bestimmt Aufklärung über diese Punkte bringen.
Browning hat mit der Z9 auf jeden Fall sehr starke Konkurrenz im eigenen Lager.

Dichtes Gedränge am Kopfrutenstand
Dichtes Gedränge am Kopfrutenstand

Colmic:

Das Top Modell für das Jahr 2012 ist die Colmic Match-Carpa 5033. Im Unterschied zu den Top Modellen der anderen führenden Marken bietet Colmic mit der 5033 wieder eine im Handteildurchmesser sehr schlanke Rute an. 42,5 mm sind es nur und die Rute ist trotz des geringeren Durchmessers sehr steif und schnell. Sie macht dazu einen sehr stabilen und kraftvollen Eindruck und sollte dem Aufdruck Carpa mehr als gerecht werden.
Steckbare Kopfruten, die mit voller Schnur gefischt werden können, scheinen im Moment ein bischen aus dem Rampenlicht verschwunden zu sein, doch es war auch immer eine Stärke der Marke Colmic in diesem Bereich sehr gute Ruten im Sortiment zu haben. Auffällig dabei ist die Colmic Forza in 10 Metern Länge. Handteildurchmesser 36 mm. Schlank, sehr belastbar, steif und schnell im Anschlag - eine super Rute.

Mit der neuen Kopfrutenserie wieder ganz vorne dabei: Colmic
Mit der neuen Kopfrutenserie wieder ganz vorne dabei: Colmic

Sensas:

Bei Sensas waren die neuen Ruten der 8x4er Powermatchreihe zu bestaunen. Ein wenig kritisch wurden die Ruten beäugt und es wurde ganz dreist nach der Veränderung zum Vormodell gefragt. Es wäre nicht das erste Mal, dass eine Rute einfach umlackiert wurde und mit neuem Design beworben würde. Mit einem Lachen -seitens T. Engert- wurden anschließend die Neuerungen verdeutlicht. Die Ruten bestehen nun aus dem sog. 3G Carbon und würden deshalb leichter und steifer. Auch war die Rede von Micropartikeln.
Micropartikel hin und her, wichtig ist, wie die Rute sich anfühlt.
Sensas hat mit den Modellen 874 und 884 nochmal spürbar nachgelegt. Besonders die 874 dürfte bei vielen das Erfolgsmodell 774 ablösen. Nochmal deutlich leichter und steifer, ermöglicht diese Rute die Allroundfischerei auf höchstem Niveau. Egal ob Kleinfisch an der Aue oder Barben am Rhein, dieser Rute traut man alles zu. 
Die Sensas 884 stellt ebenfalls nochmal eine Verbesserung zur 784 dar und konnte absolut überzeugen. Die Rute ist nochmal ein Hauch leichter, schneller und steifer als die 784 und stellt somit das Topmodell der Powermatch-Serie dar.
Das Sensas ausgerechnet in Zeiten ständig teuer werdendem Carbons de facto die Preise senkt und nun vier fünf-teilige Kits im Bundle (bei gleichem UVP zum Vormodell) liefert, ist verblüffend.

Zu den Kopfruten gab es auf der Stippermesse natürlich auch eine riesige Auswahl an Posen
Zu den Kopfruten gab es auf der Stippermesse natürlich auch eine riesige Auswahl an Posen

Daiwa:

Eher zufällig entdeckte ich die Daiwa Kopfruten direkt neben denen von Sensas. Die typische Menschentraube um die Testsitzkiepe herum blieb aus und somit konnte sofort Platz genommen werden. Daiwa hat zwar nur einige, wenige Ruten mitgebracht, aber dafür gleich das Topmodell Airity und das Modell darunter Tournament Pro X.
Die Airity ist in England seit zig Jahren stets Sieger in allen Vergleichstest, wird stetig verbessert  und wird immer wieder zum Vergleich herangezogen, wenn ein Hersteller eine neue Pole auf den Markt wirft. Unterhält man sich einmal mit Engländern und befragt sie nach ihrer Traumrute, wird ebenfalls der Name Airity gleich Reihenweise fallen.
Am Stand konnte die Rute in 13m begutachtet werden. Die Rute ist ohne Extension 12,70m lang -somit länger als manch andere Rute ohne Extension- und macht einen hervorragenden Eindruck. Leicht, stark und steif. So hatte ich mir keine Rute vorgestellt, mit der am Carpodrom auf Dickfisch geangelt wird.
Direkt danach kam das Modell Tournament Pro X. In 13m stand die Rute der Airity in nichts nach, fühlte sich sogar noch ein wenig steifer an.
Beide Ruten können locker in der höchsten Rutenklasse eingeordnet werden, dennoch kennt sie kaum jemand hier in Deutschland. Am Wasser habe ich diese Traumruten zumindest noch nie gesehen!

Wie bereits zu Beginn geschrieben stellt dieser kurze Rundgang eine Auflistung meiner persönlichen Highlights dar. Es gab auf der Messe eine Vielzahl neuer, guter Produkte die hier unerwähnt bleiben müssen, in unseren Messevideos aber noch gezeigt werden. Ich hoffe aber, dass ihr Spaß an diesem kleinen Rundgang hattet und euch in Zukunft das ein oder andere „meiner“ Highlights mal genauer ansehen werdet.

Euer Markus

Zeitnah geht es dann mit einigen Videos weiter, die wir auf der Stippermesse produziert haben.

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