Leinepokalangeln 2013 in Hannover

  • von Andreas Otte
  • 05. November 2013 um 06:35
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Am 18. August trafen sich 19 Mannschaften im idyllisch gelegenen Vereinsheim des SAV Hannover, um das schon seit vielen Jahren stattfindende Leinepokalangeln auszutragen. Vier Sektoren waren dazu auserwählt worden: zwei Sektoren in der Leine, ein Sektor im etwa 7 ha großen Wilkenburger See sowie ein Sektor in den Wülfeler Teichen direkt am Vereinsheim. Nachdem sich die Teilnehmer noch mit Kaffee und belegten Brötchen stärken konnten, ging es nach der Verlosung mit Führungsfahrzeugen in die Sektoren. Vor allem die Leinesektoren, die sich mitten im Stadtgebiet, aber trotzdem im Grünen befinden, sind nicht ganz einfach zu finden. Wie immer, angelte die Stippergruppe vom SAV Hannover nicht selber mit, sondern sorgte für eine optimale Betreuung der Teilnehmer in den Sektoren.

Das warme Wetter in der Zeit vorher versprach gute Fänge, obwohl am eigentlichen Veranstaltungstag kühlere und wolkenreiche Bedingungen herrschten. Im Vorfeld hatten jedoch manche der späteren Teilnehmer im Training schon gute Fänge erzielen können.

Sektor A - Leine „Dornröschen:

Hier ganz in der Nähe des für diesen Sektor namengebenden Biergartens befindet sich die beliebteste Strecke der Stipper in Hannover. Die Leine in dieser langgestreckten Außenkurve ist durch Anstau etwa 50 m breit und im Kopfrutenbereich zwischen 2,5 und 4 m tief, zur gegenüberliegenden Seite hin wird es deutlich flacher bis unter einem Meter.

Der Leine-Sektor „Dornröschen“Der Leine-Sektor „Dornröschen“

Schon kurz nach dem ersten Füttern gingen hier die ersten Fische an den Haken, meistens Rotaugen und Häslinge, später gesellten sich auch noch einige mittlere Brassen hinzu. Fast alle Angler kamen hier mit den Bedingungen gut klar und konnten im Laufe des Fischens gute Fänge erzielen. Gewonnen hat diesen Sektor Lutz Bettels vom Browning Team Niedersachsen mit 8480 gr., gefolgt von Karl Marquardt, SAV Walsrode (7320 gr.) und Thomas Maritschnigg, Team Milo Primus NRW 2 (6500 gr.).

Lutz Bettels mit einem guten BrassenLutz Bettels mit einem guten Brassen

Sektor B - Leine „Ihme“:

Dieser Sektor befindet sich in direkter Nachbarschaft des Hannover-96-Stadions und ist nach einem einmündenden Bach, der Ihme, benannt. Die Uferbereiche sind dicht mit Büschen, Bäumen und hohen Gräsern bewachsen, so dass dieser Bereich im Vorfeld zunächst einmal freigeschnitten werden musste. Die Leine ist hier etwa 30 m breit und 2-3 m tief und die Kopfrute mit Posen von 2-6 gr. Tragkraft die oft beste Wahl. Neben Rotaugen und Häslingen sind in diesem Abschnitt der Leine oft besonders viele Ukeleien anzutreffen, andererseits kommen hier aber auch große Brassen (bis 6 Pfd.) sowie Barben und Döbel  vor.

Nach dem Startschuss zeigte sich, dass die Ukeleien kaum bissen, sicherlich auf Grund der Abkühlung, und daher diese kleinen Plagegeister kaum“ stören“ würden. Im oberen, etwas flacheren Teil des Sektors liefen die Fische nur langsam an, im unteren Teil jedoch ging es besser. Einige der Angler rechneten wohl eher mit Kleinfisch und verloren so manchen großen Brassen am zu feinen Gerät. Doch auch dickere Schnüre und größere Haken waren nicht immer Garant, die großen Fische zu landen. So hatte Roland Schöps von ASV Talle schon vier große Fische, darunter eine Barbe, verloren, bevor er den fünften, diesmal einen Döbel von ca. 4 Pfd., endlich landen konnte. Gewinner dieses Sektors wurde Jürgen Schramm vom Team Holzminden mit 6591 gr. vor Reinhold Eckart vom ASVNeustadt/Leine (5684 gr.) und Martin Helbig vom Browning Team Niedersachen (4616 gr.).

Roland Schöps mit Döbel von ca. 4 Pfd.Roland Schöps mit Döbel von ca. 4 Pfd.

Sektor C - Wilkenburger See:

Im Wilkenburger See war, im Gegensatz zu den anderen Sektoren, auch die Feederrute zugelassen, mit der man manchmal die hier vorkommenden großen Brassen weiter draußen beangeln kann, was jedoch auch immer ein Risiko darstellt, weil diese doch oft sehr launisch sind. Daher fischten die meisten Teilnehmer mit der Match- oder der Kopfrute auf Rotaugen in näheren Bereichen. Dabei galt es auch herauszufinden, in welcher Tiefe sich die Fische in diesem bis zu 7 m tiefen See aufhalten. Oftmals brachte das Angeln im ufernahen Bereich im Mittelwasser den erhofften Erfolg. Einzelne Versuche mit der Feederrute ergaben keine nennenswerten Fänge. Am besten kam Helmut Biernat vom Spro Team Meppen mit den Bedingungen zurecht und gewann diesen Sektor mit 5600 gr. vor Heinz Möller vom Team Milo Primus NRW 1 (4400 gr.) und Andreas Jaciuk vom FV Hannover 1(4240 gr.).

Hier biegt sich der Kescher gut durch
Hier biegt sich der Kescher gut durch

Rotaugen waren die Hauptfische im Wilkenburger See
Rotaugen waren die Hauptfische

Sektor D - Wülfeler Teiche:

Rings um das Vereinsheim des SAV Hannover befinden sich sieben Teiche, von denen zwei als Sektoren ausgewählt wurden. Zum einen der bis 6 m tiefe Eisvogelteich und zum anderen der nur bis knapp über einen Meter flache, z. T. verkrautete Riethteich. Vom Fischbestand gleichen sich die Teiche, doch auf Grund der unterschiedlichen Beschaffenheit der beiden Gewässer war hier eine französische Wertung vorgesehen. Obwohl die Teiche nicht sehr groß sind und Spazierwege ringsherum führen, sind die Fische hier fast immer ufernah zu fangen. So wurden hier vor allem Whips von 5-7 m Länge eingesetzt, die Kopfrute oder gar Matchrute sah man seltener. Viele kleine und mittlere Rotfedern und Rotaugen wurden hier gefangen, von denen man eine große Anzahl für eine gute Platzierung brauchte. Ein paar Anglern gelang es auch, einige der Skimmer mit Gewichten bis über ein Pfund zu selektieren. Perfekt machte das Ralf Töpper vom Team Milo Primus NRW 1, der mit sechs Brassen bis anderthalb Pfund und vielen Kleinfischen aus dem Riethteich diesen Sektor deutlich mit 8392 gr. gewann.  Zweiter wurde mit 5444 gr. Christoper Koch vom ASV Talle (Eisvogelteich) gefolgt von Benni Bischoff vom ASV Neustadt/Leine und 5386 gr. (Eisvogelteich).

Sektor D am Eisvogelteich
Sektor D am Eisvogelteich

Ralf Töpper mit einem Bonusfisch
Ralf Töpper mit einem Bonusfisch

Mannschaftswertung:

Am Treffpunkt zurück, konnten sich die Teilnehmer am Mittagessen stärken. An dieser Stelle sei unseren neuen Vereinswirten ein großer Dank ausgesprochen, die für einen günstigen Preis ein sehr leckeres Essen anbieten konnten, welches bei Allen großen Anklang fand.

In der Zwischenzeit wurde auch die Mannschaftsauswertung fertig, so dass es zur Vergabe des schon seit 1975 existierenden Wanderpokals kommen konnte. Mit ausgeglichenen Einzelergebnissen konnte sich der ASV Talle mit der Gesamtplatzziffer 21 durchsetzen, gefolgt vom Browning Team Niedersachsen (PZ 23) und dem ASV Neustadt/Leine (PZ 25).

Mannschaftssieger ASV TalleMannschaftssieger ASV Talle

An dieser Stelle sei auch dem Angeldepot Remmert, Nienburg, und Jürgens Anglereck, Lehrte, sowie dem Champions-Team für die Unterstützung bei den Sachpreisen gedankt, sowie allen, die bei der Vorbereitung und der Durchführung des Leinepokalangelns geholfen haben.

Wir hoffen, dass es allen Teilnehmern in Hannover gut gefallen hat und wir euch im nächsten Jahr wieder zahlreich zum Leinepokalangeln begrüßen können.

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