Stipp-Profi Nikolauspokal am Teltowkanal

  • von ct Redaktion
  • 20. Dezember 2016 um 09:00
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Das Tackle vom Rive Cup an der Geeste ist gerade getrocknet und im Kopf werden die letzten Eindrücke verarbeitet ( by the way: schreibt sich jemand von Euch seine Eindrücke nach einem Fischen auf um sie beim nächsten Angeln wieder nachzuschlagen?), da steht das nächste Superangeln an.

Der Nikolauscup am Teltowkanal, ausgerichtet von Stipp-Profi Ralf Herdlitschke, ist immer wieder ein super Angeln. Geht es beim Rive Cup meist um diffiziles Angeln auf 11 oder 13m, so ist beim Angeln am Teltowkanal das Angeln auf der 5-7,5m Trumpf, wer weiter draußen angelt, der angelt meist am Fisch vorbei. Das Angeln am Teltowkanal ist ausgeglichen und oft sind die Endplätze benachteiligt, da sich auf diesen Plätzen oft die kleinen Fische sammeln. Bei den Angeln der letzten Jahren waren meist Gewichte um die 15 Kilogramm in 3,5 Stunden notwendig um ein gutes Ergebnis zu erangeln, mit 8 Kilogramm fand man sich oft am unteren Ende des Klassements wieder; was für ein Gewässer!!!

Der Teltow Kanal im Süden von Berlin
Auch in diesem Jahr waren die Fänge im Vorfeld des Fischens super (an dieser Stelle deutet sich an, dass die Geschichte dieses Jahr einen anderen Verlauf genommen hat), in 4 Stunden konnten die einheimischen Cracks um die 140 Fische fangen.

Am Morgen des Angeltages versammelten sich dann 42 Angler am Teltowkanal, darunter Angler wie Rainer Wenzel, Dennis Vogel und Oli Flam aus dem nationalkader und natürlich der Seriensieger Lutz Weissig. Die Nacht vor dem Angeln war frostfrei und die Strömung am Kanal war moderat, es standen also alle Zeichen auf „Fisch“.

Kommen wir kurz zum Setup der Angler... Die Angelart beim Fischen ist frei, es darf also mit Pose oder Feeder geangelt werden, die vorherrschende Angelart ist jedoch das Angeln mit der Pose. Stehen die Fische am Platz, dann ist die Whip eigentlich kaum zu schlagen.

Beim Futter setzen die Angler meist auf ein dunkles Futter, welches kein, bzw. wenig Erde zugesetzt wird ( max 20 % ). Viele Angler füttern dazu noch abgebundene Erde mit puren kleinen Mückenlarven um dann auf diesen Bällen zu angeln. Zielfisch sind meistens kleine Brassen ( Skimmer ) oder Güstern, gewichtige Brassen und Rotaugen sind ebenfalls auf der Strecke zu fangen. Ein Problem können die Ukelei sein, Ukelei sind nicht in der Wertung, können aber eine wahre Plage sein. Aus diesem Grund sollte das Futter also nicht zu starken Wolken, damit sind Lehme oder Terre de Sommes eher die zweite Wahl bei den Erden.

Das Angeln begann mit einer zehnminütigen Futterphase, in dieser Zeit fütterten die Angler zwischen 6 und 20 Bällen, die Bälle waren mit kleinen Mückenlarven, Castern, Pinkis und geschnittenen Würmern zersetzt. Es wurde also gleich zu Beginn eine Menge Material in das Wasser gebracht.

Jedes kleine Rotauge war wertvoll
Das Angeln begann dann pünktlich und die Angler waren gespannt wann die Pose das erste Mal untergehen würde. 1. Drifft – kein Fisch, 2. Drifft kein Fisch..... 20 Drifft – immer noch kein Fisch. Der Fisch war nicht auf der Strecke, lediglich auf den Endplätzen konnte man verkürzt Fische fangen, bei den Fischen handelte es sich meist um Brassen, kleine Skimmer oder Kaulbarsche. In der Mitte der Strecke tat sich aber nichts, lediglich der ein oder andere Kaulbarsch konnte gefangen werden. Bedingt durch die Schifffahrt wird der Futterplatz am Teltowkanal oftmals komplett „abgeräumt“ und muss dann vom Angler neu gedeckt werden, beim 2. „Tischlein Deck dich“ waren die Angler dann schon deutlich vorsichtiger, es wurde nur noch gecuppt, bzw. der Köderanteil wurde drastisch reduziert. Trotzdem war die Mitte der Strecke relativ tot, während auf den Enden weiterhin verkürzt auf den 5-7m Bahn gefangen werden konnte. Es zeigte sich, dass auf den Plätzen wo Fisch zu fangen war, das werfen von kleinen Bällen aus Futter und Erde, versetzt mit kleinen Mückenlarven den Fisch aktivieren konnte.

Oli Flam hatte eins der besseren Gewichte im Netz

Schlussendlich nach 4 Stunden war ein Teil der Angler ( unter anderem der Autor) froh, dass das Angeln vorbei war, auch wenn zum Schluss des Fischens die Brassen in der Mitte der Strecke angekommen waren. Die Gewichte lagen in der schlechten Mitte trotzdem selten über 2 Kilogramm, es gab auch viele Gewichte unter 1 Kilogramm. Auf den Enden der Strecke konnten deutlich bessere Gewichte gefangen werden, den absoluten Ausreißer stellten dabei die 16 Kilogramm von Kay Fritze dar, weitere Sektorensiege lagen bei 6 Kilogramm (was ja immer noch ein super Gewicht für ein Angeln Ende November ist).

Kay Fritze mit dem höchsten Gewicht der Veranstaltung
Warum die Fische nicht auf der Strecke waren? Hmm, schlussendlich ist Angeln keine Mathematik, aber es konnte am Tagesfrost der vorherigen Tage gelegen haben. Das Angeln wurde dann in einer gemütlichen Runde mit wärmender und sättigender Verpflegung von Ralf Herdlitschke beschlossen und auch wenn die Fänge in diesem Jahr wirklich „mau“ waren, so werden sicherlich auch in 2017 wieder viele Angler den Weg an den Kanal suchen und das Angeljahr gemeinsam ausklingen lassen.

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