Vorbericht zur EM 2005

  • von Stefan Posselt
  • 30. August 2005 um 21:47
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Am 3. und 4. September findet in der Slowakei die Europameisterschaft statt. Wir haben uns im Vorfeld ein wenig umgehört und geben in einem Vorbericht Auskunft über die Gegebenheiten vor Ort und die Aussichten der deutschen Mannschaft.

Bei dem zu beangelnden Gewässer handelt es sich um einen Nebenarm der Vah, unterhalb eines Kraftwerksauslaufs aus einem Stausee. Der Wasserstand ist bedingt durch den Turbinenbetrieb normalerweise stark schwankend, während der Angelzeiten soll er aber konstant gehalten werden. Bereits 2003 fand an der gleichen Strecke die 50. Weltmeisterschaft statt.



Von unseren jetzigen Teilnehmern waren damals schon Ralf Herdlitschke, Stefan Posselt und Günter Horler am Start. Marco Beck fungierte im Betreuerstab und besitzt somit auch ausreichende Gewässerkenntnis. Komplettiert wird unser Team durch Thomas Pruchnowski und Lutz Weissig.
Bei mäßiger Strömung werden Posen von 4 bis 8 Gramm benötigt, um den Köder jedoch punktgenau und blockiert anzubieten werden dort Lutscher bis zu 20 Gramm Tragkraft geangelt. Das Wasser ist sehr sauber und die Sichttiefe beträgt über zwei Meter. Gute Fangergebnisse sind somit auch von der Bewölkung abhängig. Bei klarem Wetter mit viel Sonne können sich die Fische alles sehr genau anschauen und es gibt nur wenige Bisse bei vielen Schnurschwimmern. Der Fischbestand besteht aus Brassen bis 1 kg, Barben bis 3kg, Karpfen bis 4kg, Perlfischen (Donaufisch - sieht aus wie eine Kreuzung von Rotauge und Karpfen) bis 3kg, Ukelei (keine Massen) und im oberen Streckenabschnitt (Sektor E) auch kleineren Fischen (Güstern, Brassen um 100-200 Gramm).
Die WM damals gewannen etwas überraschend die Ungarn vor Polen, Frankreich und Belgien. Die Engländer wurden trotz des Einzelsieges von Alan Scotthorne „nur“ fünfter und unser Team siebter hinter der gastgebenden Slowakei.



Unsere Prognose:
Wenn es in etwas schnellerem Wasser auf größere Fische geangelt wird, dann geht an Günter Horler und Thomas Pruchnowski national kein Weg vorbei. Stefan Posselt und Marco Beck kennen die Strecke, haben dazu viel internationale Erfahrung, angeln beide technisch sehr stark und müssten sich somit ohne Probleme auf die Strecke und die Gegebenheiten einstellen können. Ernie fängt zudem überall seine Fische und Lutz Weissig kann man auch eher zu den Brassen- und Großfischspezialisten rechnen. Zudem hat sich die deutsche Mannschaft auch im Betreuerstab weiterentwickelt. Thomas Engert wird zwar berufsbedingt nicht mitreisen können, dafür werden aber mehrere Betreuer vor Ort sein, die vom Teamleiter Peter König entsprechend eingestellt werden.



Vor zwei Jahren scheiterte unsere Mannschaft vor allem durch den Verlust von vielen großen Fischen am Treppchen. Sofern diese diesmal eingenetzt werden, sollte ein Platz unter der ersten fünf möglich sein, es könnte vielleicht sogar für ein edles Metall reichen - je edler, desto besser.
Die Fotos wurden uns freundlicherweise von www.matchangler.com zur Verfügung gestellt.

Stefan Posselt
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