Bericht von der 7. Handicap WM in Pardubice

  • von Ralf Töpper
  • 23. August 2005 um 21:36
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Bei der 7. Handicap Weltmeisterschaft in Tschechien nahmen in diesem Jahr Teams aus 8 Nationen teil: Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Italien, Portugal, Slowenien und Tschechien. Geangelt wurde an der Labe (Elbe) mitten in Pardubice.

  

Das Deutsche Team bestand aus dem Präsidenten des H.A.D. im DAV : Roger Bach.
Mannschaftskapitän und Vize-Präsident: Guido Plontke.
Und den Anglern: Reinhardt Eder, Jürgen Paul, Christian Neuendorf und Ralf Töpper (Trainer)
Die wie immer wichtigen Helfer waren: Milan Majstvrovice, Jonny Klink und Enrico Pankow.



Vorbereitung:

Die Vorbereitung nahm wie bei jeder großen Veranstaltung einige Tage in Anspruch. Als Verantwortlicher für den anglerischen Teil der WM, bestellte ich im Vorfeld die Futtermittel und Zusätze bei der Firma Mosella. Dazu wurde eine Köderliste für jeden Angler erstellt.

Von Peter König und einem tschechischen Nationalkadermitglied bekamen wir viele Vorabinformationen über die Strecke, die wir zusammenfassten und an jeden Angler weitergaben.

Die Informationen lauteten:
Für die Montagen sollten wir eine Zweipunktbebleiung und eine Vorfachfachlänge von 25 – 30 cm wählen. Das Futter sollte komplett mit den Ködern und dem Lehm gemischt werden, um danach punktgenau zu füttern.
Als Köder wurden uns 1kg Vers de Vase, 0,5 Liter Maden und 1kg Würmer empfohlen, um an die Großen Fische zu kommen und diese auch am Platz zu halten.
Die Hauptfische sollten Brassen bis 1kg, Güstern um die 150gr, sowie Nasen bis 400gr. und Katzenwelse bis 2kg sein. Die Tragkraft der Posen sollte 2 bis 3gr betragen.

Tag 1:

Mit einem Echolot ermittelte ich am ersten Trainingstag die Tiefe. Sie betrug ca. 2,50m auf der 11 Meter Bahn und 2.70m in der Mitte des Flusses. Es gab keine Kanten im Uferbereich, dazu war die Strömung durch Regenfälle etwas stärker, so dass wir Posen mit einer Tragkraft von 2 bis 5gr wählten.

Die Wassertiefe variierte in den Sektoren ein wenig. Die flachsten Stellen hatten eine Wassertiefe von 2.00m im Polebereich und in 2,50m in der Mitte. Das erste Training begann um 10.30 Uhr.

Wir entschieden uns für Posen und Lutschern von 2g bis 5gr Tragkraft. Als Gummizug wählten wir den Latex 0,9mm von Milo im zweiten Teil der Kopfrute.

Wir merkten schnell, dass die Strecke vor der WM gesperrt war. Erst nach 1 Stunde liefen die Fisch ein.

Wir fingen im Trieb Güstern und Nasen und wählten daher anstelle der Lutscher die normalen Strömungsposen. Eine rote Made mit einem Caster, oder die Kombination mit Wurm und weißer Made brachten die meisten Anbisse in den ersten beiden Trainingstagen.

Das höchste Fanggewicht von unserer Mannschaft betrug 5kg. Die anderen Teams fingen aber zum Teil größere Brassen und erzielten dadurch höhere Fanggewichte.

Tag 2:

Dieses Mal wechselten wir den Sektor. Die Wassertiefe betrug 2,00m und der Grund war sehr uneben.


 

Kurz nach Angelbeginn fingen wir schon die ersten Güstern und Nasen. Gegenüber dem Vortag waren viel mehr Fische am Platz. Hektische Bisse im Trieb ließen erkennen, dass die Fische sehr viel in Bewegung waren und es tauchten immer wieder kleinere Schwärme Güstern und Nasen auf dem Futterplatz auf.

Nach ca. 1 Stunde fing Reinhard Eder den ersten Brassen von knapp über einem Kilo.

Wir saßen in diesem Training nebeneinander, Reinhard rechts von mir, unterhalb der Strömung. Reinhard fing nun regelmäßig Brassen und Ralf, oberhalb der Strömung, musste zuschauen.
Ralf fütterte nun bei jedem Lauf einen Futterballen mit Würmern und jeder Menge Caster.

Eine halbe Stunde später fing auch Ralf den ersten Brassen. Ab diesem Zeitpunkt fingen beide abwechselnd Brassen. Nach 45 Minuten waren die Brassen bei Reinhard weg, während Ralf noch drei weitere schöne Exemplare fing. Der Brassenschwarm zog nun stromaufwärts zu Jürgen Paul. Er fing nun wiederum drei Brassen. Der Schwarm zog weiter bis zum ersten Angler der Franzosen, der bis dahin noch keinen Brassen gefangen hatte. Er konnte allerdings nur eine Brasse überlisten, weil der ganze Schwarm wieder umdrehte. JP fing nun wieder 2 Brassen, Ralf konnte noch eine fangen und Reinhard Eder noch zwei. Das war für uns der erste Hinweis, dass unser Futter gut auf die dortigen Brassen wirkte.

Reinhard konnte am zweiten Tag 16kg Fisch fangen. Ralf lag mit 13,5kg dahinter und auf den weiteren Plätzen kamen Christian mit 11kg, Jürgen mit 10kg und Guido mit 5kg.

Die Boxen waren bei dieser WM leider nicht sehr groß und die Fische doch größer und schwerer, so dass wir stärkere Gummizüge wählten, damit der Fisch nicht in die Box des Nachbarn geriet, da dieser sonst ungültig erklärt und zurückgesetzt werden muss.

Tag 3 :

Diesmal zog das Deutsche Team die Box rechts neben den Engländern und links neben den Slowenen. Die erfolgreichsten Trainingsbesten von uns nahmen die Außenplätze ein, um schon mal gegen die anderen Nationen zu fischen. Nach 3 Stunden waren Christian und Ralf völlig entnervt. Beide fingen fast nur Ukeleis, wenige Güstern und nur 1 Brassen. Steffen konnte mit 13kg Brassen unser höchstes Trainingsgewicht vorzeigen. Reinhard setzte sich mit 8 kg neben seinem slowenischen Kollegen durch.

Beim Nachmittagstraining testete Ralf die Matchrute mit feststehendem Waggler in einer Wassertiefe von 2.80m. Mit dieser Methode überlistete er 7,5 kg Fisch, verlor aber erneut gegen den Engländer Steff, der 11,5 kg mit der Pole zur Waage brachte.

Die Engländer fingen alle über 10kg. Für uns waren sie die ganze Woche über Trainingsweltmeister. Sie fingen fast alle dort vorkommenden Fische: Karpfen, Schleien Katzenwelse, Brassen, Güstern und Nasen.

Sie hatten ein kompliziertes Konzept ausgearbeitet um Weltmeister zu werden. Leider war dieses Konzept etwas zu kompliziert für den Wettkampf. :)

Dank der Informationen vom englischen Team konnten wir abends bei der Mannschaftsbesprechung unsere Taktik überarbeiten. Die Unterschiede waren zu einem: Die Engländer fischten mit Mückenlarven, die wir nicht hatten, dazu verfügten sie über eine bessere Futtertaktik und eine bessere Köderführung. Zum anderen durfte die Anfangsfütterung nur wenige Mückenlarven enthalten, dazu wenige Caster und viele geschnittene Würmer.

Tag 4:

Der letzte Trainingstag. Leider waren die Plätze diesmal nicht aussagekräftig, da durch das fehlen von Bosnien (Probleme an der österreichischen Grenze), die Plätze leer blieben.


Christian hatte heute mit 10kg die Nase vorn. Die Vorbereitung für die beiden Durchgänge begann.

Taktik:

Wir einigten uns auf eine 4 Gramm Strömungspose und 5gr Lutscher. Das Hauptblei wurde 80cm von dem zweiten Punkt entfernt angebracht. Der zweite Punkt bestand aus 3 bis 4 mal Nr.9, oder 5 - 6 mal Nr.10 Bleien. Der Zweite Punkt sollte keine Grundberührung haben, damit der Köder ganz sanft über den Boden rutschte.
Die Montagen sollten nach dem Ausloten so gekürzt werden, dass maximal 150cm zwischen Spitze und Schwimmer blieben, damit wir die Spitze nicht so weit unter Wasser drücken müssten um den Anschlag besser und schneller zu setzen.

Als Haken nahmen Christian und Ralf einen 16er Kamasan B512, die anderen fischten mit einem T143 von Milo in den Größen 16 und 14.
Die Hauptschnur: Super G-Line 0,12
Vorfach: Drennan Duobble Stength 0,10 in 25cm.
Als Lutscher kamen Carlussos und Eigenbauposen zum Einsatz.

Futter:

Erlaubte Futtermenge: 17 Liter nass incl. Lehm

Die Erfahrung aus den letzten 6 Jahren bei Mosella half mir im Vorfeld die richtige Wahl bei den Futtermitteln zu treffen. Die Grundmischung bestand aus gleichen Teilen

Favorit Brassen
Canal Brassen Champions Mix
Explosive
Milo VIP


Die Firma Mosella stellte uns, bis auf Milo Vip, das Futter kostenlos zur Verfügung. Dafür hier schon einmal ein ganz dickes Dankeschön.

Im Training testeten wir verschiedene Lockstoffe. Lacto, Supervanille von Mosella, Brasem (v.d.E.) und die Magic Gewürze von Gerrit Michelhans. Die Lockstoffe waren alle gut, es kristallisierte sich jedoch die Kombination aus Brasem und Supervanille heraus. Große Bonusfische (Güstern und Nasen) als Beifang waren sehr wichtig und reagierten optimal auf die Supervanille.

Unsere Mischung bestand zum Schluss aus: 1,5 Liter Grundfutter, 0,7 Liter Brasem, 100ml Supervanille, 2kg Terre de Rivere, leicht gesüßt, mit brauner Futterfarbe abgedunkelt und mit 2 Litern Maiskuchen sowie einem Liter Wasser angemacht.

Das Futter für die Anfangsfütterung (12 Ballen) wurde vor dem Angeln mit einer 1/4 Dose Bentonite gemischt und nachgefeuchtet bis es an den Händen leicht klebte.

Zu der Anfangsfütterung kamen noch: 100gr Foulies, 2 Hände Caster und ein halbes Kilo geschnittene Würmer.

Futtertechnik:

12 Ballen waren für die schwere Fütterung vorgesehen. 6 der Ballen wurden auf die Spitze der Kopfrute und die anderen sechs auf die Pose gefüttert. Danach wurde mit der Schleuder eine Futterspur gelegt. Drei kleine Bälle in ca. 30m Entfernung, danach jeweils ein bis 2 Meter kürzer bis zur Rutenspitze. Die ganze Futterspur lag in einem 35 Grad Winkel - stromauf.
Von Anfang an wurde kontinuierlich ein kleiner Futterballen nachgefüttert. Sobald die Brassen aufliefen, wurde die Intensität der Nachfütterung erhöht, sogar während des Drills und beim abhaken der Fische.

.Nach meiner Überzeugung hatten wir das beste Brassenfutter neben den Belgiern. 5-mal zogen wir den rechten Nachbarn die Brassen weg, 2 mal dem linken Angler, nur einmal fingen der rechte und linke Angler mehr. Nach der WM kamen mehrere Nationen auf uns zu und fragten mit welchem Futter wir gefischt haben. Die Portugiesen boten uns Futter für Coimbra (hier findet die WM im nächsten Jahr statt) an, dort braucht man ein ganz spezielles Boga Futter. Wird bei der übernächsten WM wieder ein Brassenfutter gebraucht, bekommen die Portugiesen dieses von uns.

Köder:

Erlaubte Köder: 2,5 Liter

Wie schon zu Anfang angemerkt, hatten wir nicht die besten Infos was die Köder betrifft, zudem war 1kg Vers de Vase für uns zu teuer um diese zu füttern. Ausprobieren konnten wir dadurch relativ wenig und mit einem Betrag von 425 Euro für die gesamten Köder waren wir Spitzenreiter der Sparsamkeit. Ralf führte viele Einzelgespräche mit den Engländern, den Franzosen und den Portugiesen und versuchte bis zum Schluss, in Verbindung mit unseren Erfahrungen, die beste mögliche Mischung zu finden.

Letztendlich entschieden wir uns für: 1kg Foulies, 1kg Würmer, 1/2 Liter Caster und einer Handvoll Maden.

Würde ich jetzt noch mal unter den selben Bedingungen dort fischen, hätte ich 0,75 Liter Foulies, 1,5 Liter Würmer und einen viertel Liter Caster, sowie ein Händchen bunter Maden dabei.

Der erste Durchgang:

Ralf saß im Sektor A auf Platz 7, daneben der Tscheche Matys Prochazka, ehemaliger Weltmeister und Favorit auf den Titel. Auf B1 links neben Ihm saß Christian Neundorf.


Leider spielte das Wetter nicht ganz so mit. Der Wind wurde stärker. Die Tschechen fingen ausnahmslos mit der Matchrute an zu fischen. Sie hatten 6 bis 8gr Bolo-Posen von Milo, Typ Sapel (umgekehrter Langgezogener Tropfen) montiert. Bei diesem starken Wind waren die 6gr von uns zu leicht und die Zweipunktmontage ungeeignet. Der Tscheche fischte wie eine Maschine, schnell, präzise und fing einen Fisch nach dem anderen. Jeder Fisch wurde natürlich beklatscht.

Immer wenn Ralf zur Pole griff, fing er Ukeleis. Nach 1,5 Stunden lagen nur ca. 900gr Fisch im Kescher und er hoffnungslos auf einem hinteren Rang. Nun setzte Ralf und Christian alles auf eine Karte. 5gr Lutscher Marke Eigenbau, egal was kommt.
Gesagt, getan, einen Wurm in der Mitte aufgespießt ein Caster auf die Hakenspitze gesteckt. Nach 2 min. fing Ralf die erste Brasse. Danach ging alles wie im Training. Jetzt wurde der Tscheche, der von 2 Nationalkadermitgliedern gleichzeitig betreut wurde nervös. Er versuchte immer wieder mit 4 bis 5 hintereinander geworfenen Bällchen die Brassen, die nun bei Ralf auf dem Futterplatz standen wegzulocken.

Ralf schmiss das Futter so regelmäßig wie möglich, ob die Rute nun im Wasser war oder nicht. Die Fans der Tschechen wurden immer ruhiger, da Christian auf der linken Seite auch Brassen fing. So konnten wir uns am Ende beide gegen den Tschechen durchsetzen. Christian belegte in seinem Sektor den 4. Platz mit 11960g, Matyas Prochazka fing im Sektor A 11560gr und belegte Platz 4. Ralf konnte noch Platz drei mit 12860g erreichen. Der Zweitplatziert Alain Schaeffer hatte 14980g. Platz 1 und das höchste Gesamtgewicht in beiden Durchgängen mit 27780g, brachte der neue Weltmeister Rudi Demoor zur Waage.

Im Sektor C kam Jürgen Paul mit einem Gewicht von1680g, leider nur auf den 8. Platz. Der Wind war an diesem Tag zu stark für Ihn um den Köder so ruhig anzubieten, wie es die Fische wollten.


Im Sektor D belegte Reinhard Eder mit 10660g einen hervorragenden 3. Platz, leider verlor er eine große Brasse vor dem Kescher und dadurch auch den Sektorensieg.

Die Platzierungen nach dem ersten Tag lauteten:

Platz 1 Belgien PZ10
Platz 2 Tschechien PZ11
Platz 3 Frankreich PZ13
Platz 4 Germany PZ 18
Platz 5 Italien PZ 18
Platz 6 England PZ 22
Platz 7 Slowenien PZ 22
Platz 8 Portugal PZ 30

Nun galt es mental auf die einzelnen Angler einzugehen und jeden für den zweiten Durchgang nochmals zu motivieren.

Ich freute mich besonders über die Einstellung von Jürgen, der sich nicht aufgab sondern am Abend verkündete noch mal “anzugreifen”. Reinhard bekam noch einen Tip um nicht wieder den entscheidenden Fisch vor dem Kescher zu verlieren. Christian band sich noch frische Haken und ich setzte noch einmal frischen Maiskuchen auf. Bevor wir alle todmüde ins Bett fielen, mischten wir noch das Futter für den 2. Durchgang.

Der 2. Durchgang:

Mit derselben Taktik, dem Vertrauen in unser Futter und gesteigertem Selbstbewussten, gingen wir in den zweiten Durchgang. Diesmal saß Christian auf Platz 2 im Sektor A, Ralf auf B3, Jürgen C4 und Reinhard auf D5. Ralf hatte wieder einen Tschechen links neben sich. Bohumil Sedlacek mit seinem Betreuer, dem Köderlieferanten von Pro-fish-Czech und Kadermitglied Vaclav Freylich. Der Wind war an diesem herrlichen Tag kaum zu spüren. Der Tscheche wollte wie es beim Aufbau aussah, wieder mit der Bolomatch anfangen, dieses Mal aber nur in einer Entfernung von ca. 20 Metern.

Nach Beginn fing der Tscheche sofort kleine Güstern mit der Matchrute. Ralf fing mit der Pole an, um evtl. einen größeren Standfisch zu fangen, Nach 10 Minuten kam die Matchrute zum Einsatz und kurze später der erste Erfolg mit einer 600gr Brasse. Jetzt wechselte er zur Pole. Der Portugiese fing schon die erste Brasse, der Tscheche wechselte auch zur Pole und fing 2 Brassen hintereinander. Kurze Zeit später fing Ralf die erste Brasse auf Wurm - Caster, fast 2kg schwer. Von da an ging es Schlag auf Schlag, die Brassen standen zum Teil auf, oder 1,5m unterhalb des Futterplatzes.

Es war nicht zu übersehen, wie die Nebenleute immer weniger fingen. Guido sah bei dem Italiener in Ralfs Sektor, das dieser mit zwei Würmern durch den Kopf eingehängt noch besser fing. Diese Information wurde schnell an alle weitergegeben und trug entscheidend zu unserem Erfolg bei. Diese Köderkombination brachte größere Brassen als die Wurm-Caster Kombination. Nach dem Durchgang sprach das Ergebnis eine eindeutige Sprache, Antonio Alcada 9960gr, Bohumil Sedlacek 9860gr. Ralf konnte mit 15580gr den Sektor gewinnen. 14940gr hatte der Zweitplatzierte.

Im Sektor A konnte Christian einen 5. Platz mit 10340gr erreichen, der Belgier angelte zu stark und ließ die Brassen, die von A1 (Außenplatz) anliefen, nicht durch.
Im Sektor C machte Jürgen Paul auf den schlechteren Plätzen, einen guten fünften Platz mit 4480gr und setzte sich gegen beide Nachbarn durch.

Den Vogel schoss auch im zweiten Durchgang Reinhard ab. Er wurde mit 17180g Zweiter. Er brachte leider 300gr weniger zur Waage als der Tscheche. Beim Drill einer Brasse von ca. einem Kilo kam ein Waller von ca. 180cm, schnappte sich die Brasse und schoss danach in die Mitte des Flusses. So etwas passiert schon eher selten.
Die Nachbarn von Reinhard hatten mit 11140gr (Belgien) und 6940gr ( Slowenien ) nur das Nachsehen. Nach dem Durchgang ging das Fiebern los. Konnten wir den Franzosen 5 Punkte abnehmen, wie haben die Italiener abgeschnitten.
Die am besten organisierte Truppe der Engländer signalisierte mir nach kurzer Zeit, dass wir auf dem dritten Platz liegen. Die Freude über den hart erkämpften 3. Platz war riesig. Das war der erste Teamerfolg seit unserer ersten Teilnahme 2001 in Irland.

Endergebnis Team:

Belgien 20 Punkte
Tschechien 25 Punkte
Deutschland 31 Punkte
Italien 34 Punkte
Frankreich 35 Punkte
England 39 Punkte
Slowenien 44 Punkte
Portugal 60 Punkte.

 die Sieger aus Belgien Platz 2 ging an Tschechien

Platz 3; Deutschland

 

Endergebnis Einzel:

1. Rudi Demoor, Belgien
2. Miroslav Pelikan, Tschechien
3. Johan Cremery, Belgien
4. Ralf Töpper, Germany
5. Matyas Prochazka Tschechien
6. Reinhard Eder, Germany
15. Christian Neuendorf, Germany
25. Jürgen Paul, Germany


Auf diesem Weg unterstützten uns die Firmen Mosella, Zebco-Browning, Grebenstein, Fisherman's Partner (Schwante), Moritz (Nauen), Rod's World (Berlin), Müller's Angelmarkt (Berlin), YAD (Berlin) und www.GM Mondopesc.de Nicht vergessen möchte ich unseren Dachverband – den Deutschen Anglerverband (DAV), ohne dessen Unterstützung unsere WM-Teilnahme nicht möglich gewesen wäre.

Herzlichen Dank an alle.

Natürlich würden wir uns über noch mehr Sponsoren aus der Wirtschaft freuen. Die nächste WM 2006 in Coimbra, Portugal wird noch aufwendiger und noch kostenintensiver. Schon der Transport von Material und Ausrüstung bis nach Portugal stellt ein riesiges Problem dar. Die Anreise dauert 3 Tage. Wir benötigen entsprechende geeignete Fahrzeuge. Und wir werden mehr Helfer mitnehmen müssen.

Ralf Töpper


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