Vorbericht zur Frauen WM 2007 in Toledo/Spanien

  • von Steffi Bloch
  • 17. August 2007 um 20:51
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Vorbericht Damen Weltmeisterschaft in Spanien/Toledo

Vom 25. bis 26. August 2007 findet zum 14 Male die Weltmeisterschaft der Damen in Toledo, Spanien statt. Um hier im Vorfeld sein Team optimal einstellen zu können, nutzten Ralf Herdlitschke, Trainer der Frauen-Nationalmannschaft, und Steffi Bloch, Mitglied des Cham-pions-Team Frauen, die Gelegenheit und machten sich am letzten Juliwochenende auf den Weg in die Hitzehölle von Spanien, um sich vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten der Strecke sowie der bereits seit langem gebuchten Unterkunft zu machen.

Gefischt wird im Fluss „Canal de Gastrejon“, ca. 15 min von Toledo entfernt. Der Kanal wird durch einen angrenzenden Stausee gespeist, von dem es auch abhängig ist, wie die Strömung ist.
 


die WM Strecke im spanischen Toledo

Die Spanne der hier möglichen Posengewichte reicht von 30 gr. Lutschern bis zu 0,5Gramm runter, der Hauptfisch wird der „Wild-„ Karpfen bis zu 2 kg sein, allerdings können auch die massenhaft vorhandenen relativ großen Katzenwelse eine entscheidende Rolle an der Waage spielen.

Ralf mit einem Katzenwels
Ralf mit einem Katzenwels

Ralf konnte bereits im Jahre 1999 Erfahrungen in Toledo sammeln, da dort die Weltmeisterschaften der Herren stattfand. Hilfreiche Informationen erhielt Ralf auch von Harald Windel, der mit dem Team Mosella 2004 ebenfalls dort an der Club-WM teilnahm. Geangelt wurde in der Regel auf ca. 5 m Entfernung und mit einem Posengewicht von maximal 0,5 Gramm, leicht sinkend mit den ständig zu fütternden Maden. Damals wurde mit gelben Futter und gelber Wolke der Fisch angelockt, allerdings ließen Berichte aus anderen Nationen verlauten, dass die Geheimwaffe in diesem Jahr rotes Futter sein wird.

Angereichert mit dem Wissen und der Hoffnung, am Wochenende Einheimische beim Angeln beobachten zu können, erreichten beide am Freitag Toledo. Der Temperaturunterschied war dann doch deutlich zu spüren. Deutschland: Regen, Sturm, 18 Grad Höchsttemperatur. Toledo: Sonne, Sonne und 43,5 Grad im Schatten.

Die ersten Eindrücke am Freitagabend ließen Ralfs Hoffnungen bestätigen. Gruppen von Karpfen tummelten sich an der Oberfläche, das Wasser schien förmlich zu kochen.

Am Samstag früh, nachdem reichlich Sonnecreme aufgetragen und genügend Wasser eingesteckt wurde, ging es los an die Strecke. Tatsächlich fanden sich eine ganze Menge Einheimischer zum Angeln ein. Erstaunlich nur: Es wurde entweder mit der Bolognese-Rute oder mit einer Lang-Lang-Rute deutlich erkennbar am Boden gefischt.

Steffi mit Bolo in Aktion
Steffi mit der Bolo Rute in Aktion


Auch das rote Futter fand man in den Eimern der Angler wieder, allerdings auch gelbes. Aber auch die überall herumliegenden Futtertüten am Rand der Angelstrecke ließen darauf hinwei-sen, dass Rot in diesem Jahr angesagt ist. Gefangen wurde – wie es eigentlich nach den Eindrücken von Freitagabend hätte sein müssen – nicht besonders viel. Dennoch bogen sich die Ruten das ein oder andere Mal und Karpfen bis zu 2 kg wurden mit einer Leichtigkeit ins Netz gezogen. Besonders auffällig: nicht Maden oder Mais hingen am Haken, sondern kleine Teigklümpchen.

Bewaffnet mit einer Bolo-Rute und vier Büchsen Mais konnten auch Ralf und Steffi nicht mehr lange warten und übten sich im Karpfendrillen der besonderen Art. Allerdings fing - wie üblich - Ralf die Karpfen und Steffi die Katzenwelse, welche allerdings auf Grund ihrer Größe auch nicht zu verachten waren. Nach etlichen Stunden mit Karpfen- und Katzenwels-Drills und einem unvorhergesehenen Rutenbruch bestätigten sich Ralfs Eindrücke.

Ralf mit einem Wildkarpfen
Ralf mit einem der Wildkarpfen

Der Hauptfisch der diesjährigen Damenweltmeisterschaft wird der der Karpfen werden, stellt sich hier jedoch nur die Frage, wie bändigt man diese – gerade mit der Kopfrute. Und vor allem: Welche Montagen und Futtermischungen werden dafür am besten geeignet sein?

Wir sind gespannt, wie die Damen des Deutschen Teams, bestehend aus Astrid Schulze, Gisela Wenzel, Diana Elmer, Susanne Hübner, Jane Nemez und Steffi Bloch unter der Betreuung von Ralf und Volker Schulze, sich schlagen werden, mit den Fischen und dem Wetter.

Drücken wir alle dem Team fest die Daumen. Wir werden versuchen, täglich von der Strecke zu berichten und Euch logischerweise über alles in Toledo aus erster Hand zu informieren. 

Steffi Bloch

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