Vorbericht zur WM in Ungarn

  • von Stefan Posselt
  • 06. September 2007 um 11:39
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Am Anfang der Woche reichte ein Blick auf die Wettervorhersage für Budapest und hinsichtlich der Informationen im Vorfeld kam der Gedanke auf, dass es diesmal mal wieder ganz anders laufen könnte, als vermutet. Temperaturen unter 15° Celsius und Dauerregen haben den Fischen ein wenig die Beißlust genommen und zur allgemeinen Überraschung wird überwiegend nur mit der Matchrute gefischt und auch nennenswert gefangen. Ab heute und zum Wochenende wird es aber wieder wärmer und sonniger und somit könnte sich nun bis zu den Durchgängen wieder alles ändern.
Die Stimmung in der deutschen Mannschaft ist auf jeden Fall sehr gut und derzeit sind neben Trainer Peter König und den aktiven Teilnehmern Ralf Herdlitschke, Marco Beck, Stefan Posselt, Peter Schührer, René Bredereck und Harald Windel noch weitere 7 Betreuer vor Ort, wobei heute noch Steffen Quinger zum Team stößt und sich ein weiterer Kleinbus mit Silvio Schranz, Sven Brehe, Michael Borchers und Henric Plaß heute Nacht auf den Weg macht. Für ausreichende Unterstützung ist also gesorgt und wir werden vor Ort natürlich alles einfangen, was möglich ist.



Nun aber zum Angeln und den bisherigen Trainingsfängen. 40 Trainingsboxen sind ausgesteckt und sofern alle gemeldeten Teams auch anreisen, haben wir am kommenden Wochenende die größte Weltmeisterschaft aller Zeiten vor uns. Bei 200 Plätzen ist die Strecke dementsprechend lang und es gibt einige Bereiche in denen bisher etwas besser gefangen wird. Durchschnittlich können 2 bis 3 kg gefangen werden, wobei die Hauptfische Brassen von 10 bis 300 Gramm und Giebel von 100 bis 300 Gramm sind. Vereinzelt können Ukeleis gefangen werden, das Wetter spricht derzeit allerdings noch gegen optimale Vorraussetzungen für gute Ukeleifänge. Dazu gibt es ganz wenige Karpfen bis 2 kg, die entweder auf der Matchrute mitgefangen werden oder aber im Bereich der Kopfrute auftauchen. Da es sonst auf der Kopfrute nur kleinste Fische gibt, wurde diese Spur immer weniger beangelt und im Moment liegt das Hauptaugenmerk auf der Matchrute. Trotzdem werden die Kopfrutenspuren natürlich von allen Nationen gefüttert und mit besserem Wetter wird sich hier bis zu den Durchgängen sicherlich noch einiges tun. Im Moment dominiert die Matchrute mit dem feststehenden oder laufenden Waggler mit Bebleiungen von 0,50 bis 2,00 Gramm und futtertechnisch wird der Lehmanteil immer mehr erhöht und weniger Futter eingesetzt. Dies beruht derzeit sicherlich darauf, dass nicht so viele Fische auf der Strecke sind und diese sich jetzt schon die Köder raussuchen, auf Futter kaum noch reagieren und keinesfalls satt gemacht werden sollen.



Die Ungarn kamen gestern allerdings auf 7 bis 8 kg in der Spitze, wobei sie auch in einer fischreicheren und seit zwei Tagen beangelten Box saßen. Die deutsche Mannschaft reihte sich mit durchschnittlich 3 kg im Hauptfeld ein und sofern sich die Bedingungen nicht ändern wird nun an der Feinabstimmung gearbeitet. Bei der englischen Mannschaft fing gestern Will Raison mit 3 kg das höchste Gewicht. Weitere Informationen gibt es auf der ungarischen Seite zur WM und wir melden uns am Samstagnachmittag mit den Ergebnissen vom ersten Durchgang.

http://www.nvb2007.hu/

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