Club WM Bosnien 2007 Teil 2

  • von H. Plass
  • 03. März 2008 um 10:08
  • 0
Teil 2

Sektor A

Zweimal gut gesessen, aber nur einmal richtig gut platziert. Andreas Dalcke fing am ersten Tag auf A 8 keinen besseren Fisch und platzierte sich knapp in der zweiten Hälfte des 25 Teilnehmer starken Sektors.
Besser lief es auf der A 1 mit Marco Beck am zweiten Tag. Klar, Endplatz, aber der Platz war trotz ausreichend vorhandener Fische sehr schwierig zu beangeln. Schon im Training gab es hier mehr Hänger als Fische. Marco fing dann am Ende ebensoviel Holz wie Fische und konnte den Sektor ganz souverän mit über 13 kg für sich entscheiden. Am Ende kamen die Scardolas nur so herangeflogen und die Kamerateams wühlten sich durch die Zuschauertraube. Ganz starke Leistung und Sonderapplaus von Jean Desque und Gilles Caudin.

     
       Marco Beck mit seinem Netz voll Scardolas...                      ... und zwei prächtigen Exemplaren    

Sektor B

Am ersten Tag saß Peter Schührer im guten Bereich und fing auch seinen Fisch vor den Seerosen am anderen Ufer. Kurz vor Ende noch ein kleiner Karpfen und ein zweiter Platz im Sektor. Super! Am zweiten Tag dann Andreas Dalcke auf einer 20iger Nummer mit der Aussicht auf wenig Erfolg und einer Platzierung im hinteren Drittel.

Sektor C

Top Platz für Lutz Schenke auf C 2 am ersten Tag aber kein Karpfen und zu wenig kleine Fische. Da war mehr drin. Am zweiten Tag fischte Peter Schührer aus der Mitte des Sektors eine mit ausschließlich kleinen Fischen und guter Stückzahl eine Platzierung im ersten Drittel. Teilnehmer mit Scardolas und auch einige Karpfen zogen an ihm vorbei. Beispielsweise Richard O´ Connor aus England, der einen 6 kg schweren Graskarpfen fing.


Richard O´ Connor mit 6 kg geballter Kraft und dem Strahlen des Sektorensiegers

Sektor D

An beiden Tagen mau. Marco Beck hatte einen Schwarm Kleinfische vor den Füßen und fing beachtlich, doch mit dem Verschwinden des Schwarms riss auch der Faden und auf allen Bahnen ging kaum noch was. Am zweiten Tag fing Henric Plaß zu wenig Fische und im Vergleich zu den Nachbarn auch zu kleine Fische. Ein Durchschnittsgewicht von 5 Gramm war bei 120 Fischen viel zu wenig.
Besser machte es da Einzelweltmeister Tamas Walter aus Ungarn, der zwar nur 12 Fische fing, doch dabei war ein Scardola von über einem Kilogramm und damit eine gute Platzierung.


Einzelweltmeister Tamas Walter am zweiten Tag im E Sektor

Sektor E

Am ersten Tag sah es eine Stunde lang auf der E 18 nicht gut aus für die deutsche Mannschaft. Henric Plass war zu diesem Zeitpunkt wie auch seine Nachbarn ohne Fisch. Ein mehrere Meter ins Wasser ragender Baum auf der gegenüberliegenden Seite machte das anwerfen der Uferkante nicht einfacher. Chefcoach Ralf Herdlitschke entschied den Futterrhythmus zu erhöhen und so wurde ab sofort alle 10 Minuten ein Futterball mit Mückenlarven und Pinkies gecuppt und zwei Futterbälle auf das andere Ufer geschossen. Nach der Fütterung der einen Spur wurde die andere Spur 10 Minuten beangelt, abschliessend befüttert, die Spur gewechselt usw. Nach weiteren 20 Minuten tatsächlich der erste Biss auf die Kopfrute und ein 80 Gramm Döbel konnte gelandet werden. Bis zum Ende folgten noch sechs weitere Döbel inklusive einem Bonusdöbel, so dass noch ein guter 8ter Platz heraussprang, wobei die Nachbarn aus Holland und Slowenien bis zum Ende ohne Fang blieben.


Ein ganz wichtiger Döbel

Den Sektor gewann vom Endplatz E 25 der Altmeister Roberto Trabucco. Mit seiner ganzen Routine fing er regelmäßig seine Scardolas mit der Bolorute am gegenüberliegenden Ufer und legte damit einen Grundstein zum späteren Erfolg der italienischen Mannschaft.

     
     Altmeister Roberto Trabucco beim Keschern...                        ... und dem Strahlen des Siegers

Lutz Schenke saß am zweiten Tag auf der E 17, dem Platz an dem der Holländer am ersten Tag ohne Fisch blieb. Dazu war die Region des E Sektors war auch am zweiten Tag nicht besonders fischreich und Lutz fing zwar seine Fische auf die Kopf- und Bolorute, doch es reichte nur für eine Platzierung in der zweiten Hälfte des Teilnehmerfeldes.     


Nach dem ersten Durchgang führten dann nicht unerwartet die Teams aus Ungarn, Serbien und Italien. Die deutsche Mannschaft lag mit der Kleinfischtaktik nicht schlecht und der 5. Platz gab Anlass zur Hoffnung, dass nach oben noch etwas gehen könnte. Überraschend war der 13. Platz des englischen Teams von Drennan North West. Teammanager Mark Addy war die Enttäuschung allerdings schon nach der Verlosung anzusehen, denn seine Mannschaft hatte nur mit der A 7 ein gutes Los gezogen. B 2, C 20, D 17 und E 12 waren dagegen ausnahmslos schlecht und so verwunderte es nicht, dass selbst ein Weltklassemann wie Stuart Conroy am ersten Tag 410 Gramm/14 Punkte und am zweiten Tag 50 Gramm/18,5 Punkte angelte. Nach dem verkorksten ersten Tag setzen die Engländer im zweiten Durchgang auf die Bonusfische und wurden teilweise belohnt, so dass am Ende noch ein sechster Platz erreicht wurde.


Stuart Conroy überzeugte im Training, hatte dann aber kein Losglück

Im ersten Durchgang zeigte sich dann auch, dass die belgische Mannschaft nicht gepokert hatte. Sie setzten voll auf die großen Fische und klebten zudem 2 Liter Maden, die dann die Karpfen und Scardolas bringen sollten. Ein letzter Platz zeigte, dass diese Taktik nicht ganz aufging.
Am Ende waren dann die Mannschaften vorne, die es verstanden, viele kleine Fische einzusammeln und daneben auch den einen oder anderen Bonusfisch zu fangen. Die deutsche Mannschaft loste anständig, so dass ein Platz unter den ersten fünf Mannschaften nicht unmöglich war. Taktisch auf die kleinen Fische augelegt war es möglicherweise ein Fehler auf einen feinen Futtermix mit 50 % Erde zu vertrauen, denn für die vielen kleinen Fische schien das Futter egal zu sein, hauptsache es rieselten immer wieder Futter und Köder die Kante am gegenüberliegenden Ufer herunter. Am Grund angekommen hätten dort ruhig gröbere Partikel liegen können, die vielleicht den einen oder anderen größeren Fisch zum Verweilen eingeladen hätten.

So verbesserten sich die Italiener noch auf den ersten Platz vor den ebenfalls sehr starken Serben, die im Vorjahr die Weltmeisterschaft der Clubs in Kroatien gewonnen hatten. Auf Platz 3 folgten die Ungarn, bei den die Vereinsmannschaft fast identisch mit der Nationalmannschaft ist und immer ein Wörtchen bei der Vergabe der Medaillien mitspricht.


Gewinner der Club WM 2007 - das italienische Trabucco Team

Ein besonderer Dank geht an unseren rumänischen Freund Dan Ferdinand Secosan, von dem wir viele schöne Bilder bekommen haben und den wir hoffentlich auch dieses Jahr wieder bei den internationalen Veranstaltungen treffen. Thank you, Dan.

Fotos: Dan Ferdinand Secosan, Sven Brehe, Erik Jung, Rene Schmidt 

Auch Deine Meinung ist gefragt!
0 Kommentare
Erst wenn Du angemeldet bist, kannst Du Kommentare verfassen. Jetzt Einloggen oder Registrieren