WM in Almere 2009 - Teil 4

  • von ct Redaktion
  • 29. September 2009 um 11:09
  • 8
Nach dem enttäuschenden Abschneiden vom Samstag galt es für das deutsche Team am Sonntag eine ansprechende Leistung abzuliefern. Marco Beck hatte frei Hand in seiner Taktik, denn er spielte noch in der Lotterie um den Weltmeistertitel mit. Der Rest des Teams sollte, um eventuell noch einen Satz nach vorne zu machen, mehr Zeit mit der Anglei auf den Bonusfisch verbringen. Henric Plass wurde für Harald Windel eingewechselt und das deutsche Team stellte seine Taktik folgendermaßen um:

- Auf die Bonusbrassen wurden Posenmodelle bis 2 Gramm, Stahlkiel und tragender Antenne aufgebaut, um den Köder noch ruhiger zu präsentieren.
- Der Anteil an großen Mückenlarven wurder erhöht.
- Im regelmäßigen Rhythmus wurden Caster und Pinkies auf die kurze Spur geschossen, um dort die größeren Weißfische zu aktivieren.
- Die 13 Meter Bahn für den Bonusfisch wurde häufiger und länger beangelt.

Das Los bescherte den deutschen Teilnehmern folgende Plätze.

A-Sektor: Rene Bredereck saß hier auf Platz A36 und damit im 3 Abschnitt des Sektors dicht am Ende. Ein guter Platz und zusätzlich saß in Renes Teilabschnitt keiner der vermeintlichen Topleute. Im A Sektor hatte sicherlich der Belgier Geert Jacobs auf A1 ein Traumlos gezogen, doch in seinem Teilsektor musste er sich mit Dieter Friederichs aus den Niederlanden und Stephane Pottelet aus Frankreich messen. Im 2 Teilsektor saßen der Russe, der Slovake, Umberto Ballabeni aus Italien und Des Shipp aus England.


Günter Horler in Action

B-Sektor: Hier saß Günter Horler auf dem Platz B 22 und damit im 2. Teilsektor. Zu ihm gesellten sich in ein Frans Schouben aus Belgien, ein Slowake und mit Didier Delannoy ein Franzose. Im 1. Teilsektor saßen Igor Potapov aus Russland sowie Stuart Conroy aus England. Im 3.Teilsektor musste sich Arjan Klop aus den Niederlanden mit Iacopo Falsini aus Italien messen. Also gut durchgemischt und damit auch alles möglich.
C-Sektor: Henric Plass auf Platz C 29 und damit im 3. Teilbereich des Sektors. Henrics Teilsektor war dabei prominent besetzt. William Raison wurde zusätzlich in Henrics Sektor gewertet, dazu kamen noch Tibor Ambrus auds Ungarn, ein Russe, ein Slowake, der Italiener Stefano Difendi und der Franzose Benoit Pllegrino. Simon Jensen aus Dänemark, der im ersten Durchgang erster wurde, saß zudem sehr aussichtsreich auf C 36. Im ersten Teilsektor saß keiner der vermeintlichen Topleute, im zweiten Teilsektor wurde Will Raison zusammen mit dem Belgier Hans Slegers und dem Niederländer Jo Adriolo gewertet. Innen im Sektor sollte man sich mit Kleinfisch kaum wehren können, es musste also ein Bonusfisch her.


Marco Beck hatte starke Konkurrenz in seinem Sektor

D-Sektor: Hier saß unser heißen Eisen Marco Beck – leider saß Marco im 1. Teilsektor und dort auf Platz D7. In Marcos Teilsektor saß auf D2 eine Slowake, der am ersten Tag einen Sektorensieg verbuchen konnte und gegen diesen Platz dürfte Marco mit Kleinfisch keine Chance haben, so dass sicherlich ein Bonusfisch her musste, um einen zweiten Sektorensieg einzufahren. Dazu waren noch Guido Nullens aus Belgien, der Franzose Alain Dewimille und der Niederländer Christian Surquin in Marcos Sektor. Wer also hier gewinnen sollte, der hatte stark geangelt und es verdient ganz vorne zhu sein. Im zweiten Teilsektor – und damit im faireren Sektor, da keine Endplätze im Sektor vorhanden waren, saßen unter anderem Alan Scotthorne und ein Russe. Im dritten Teilsektor saß keine der Topnationen.
E-Sektor: Ralf „Ernie“ Herdlitschke saß in diesem Sektor auf Platz E15, also im mittleren Teilsektor. In Ralfs Sektor saßen  noch ein Franzose und ein Slowake aus den Topteams. Im 1. Teilsektor saßen der Russe und der Engländer Steve Gardener pikanterweise direkt nebeneinander. Im dritten Sektor kreuzten die Niederländer und die Belgier die Klingen.


Ralf Herdlitschke im 2. Durchgang

Das Fischen begann mit der massiven Startfütterung bei der man keine Änderung der Füttertaktik zum Vortag erkennen konnte. Nach dem fünfminütigen Füttern begann das eigentliche Fischen und schnell war klar, dass es heute noch schwieriger werden würde. Die kurze Bahn war bei fast allen Anglern nicht sehr ergiebig und viele Angler mussten die eigentliche Taktik, die 13m Bahn in der ersten Stunde nicht zu befischen bereits nach 15 Minuten aufgeben, da auf der kurzen Bahn einfach keine Fische zu fangen waren. Lediglich einige wenige Teilnehmer hatten diese Problem nicht. Das waren zum Beispiel die Angler, die an den Enden der Sektoren saßen. Bei dieser WM gab es zwischen jedem Sektor einen Lücke von ca. 200m, was bedeutete, dass es insgesamt 10 Endplätze gab und gegen diese hatte man weiter innen im Sektor fast kein Chance, es sei denn man schaffte es die größeren Fische zu fangen! Auf der anderen Seite gab es noch eine andere Sorte von Anglern, die zwar nicht am Ende der Sektoren saßen, aber einfach perfekt angelten. Das Musterbeispiel hierfür war Will Raison, der zur Zeit das Maß aller Dinge im Bereich des modernen Friedfischangeln sein dürfte. Will verstand es durch Präzision und perfekte Köderpräsentation die Fische in zügiger Reihenfolge zu fangen und legte damit wirklich eine sehenswerte Vorstellung hin.


Will Raison beim Fischen zu beobachten war eine Augenweide für jeden Zuschauer

Im Sektor A saß Rene auf dem Platz des Vortagesgewinners und dieser Platz schien auch am Sonntag gut zu sein. Rene konnte eine gute Stückzahl an Fischen fangen und auch die Größe der Fische stimmte bei ihm. Was fehlte war der Bonusfisch, doch diesen musste er fangen, um ganz oben dabei zu sein. Schließlich gelang ihm dieses Kunststück und mit einem Brassen und entsprechenden Kleinfischen konnte Rene auf Platz 2 abschließen und etwas für das Teamergebnis tun. Bemerkenswert, dass auch 2 Plätze weiter ein Brassen gefangen wurde, dazwischen (Platz A 37) der Angler jedoch als Letzter das Feld abschloss. Ein Erlebnis, das am ersten Tag auch Harald Windel und Sean Ashby teilen mussten!
Was machten die Spitzenationen im Sektor A? Im ersten Teilsektor verwertete der Belgier seinen Endplatz und wurde 2., der Niederländer Dieter Friederichs wurde 6. der Franzose 8. Im zweiten Teilsektor gewann Umberto Ballabeni vor dem Russen, Des Ship wurde „nur“ 6.ter, der Slowake dagegen konnte auf Platz 4 abschließen.
Im Sektor B saß Günter Horler im Mittelsektor auf Platz 22  Das man aber auch am „falschen“ Ende einen Sektorensieg verbuchen kann, das zeigte sein Nebenmann auf Platz 23 der Belgier Frans Schouben.


Frans Schouben zeigte seinen Konkurrenten wie es geht

Schouben konnte von Anfang an mehr und größere Fische als Günter fangen und gewann so seinen Sektor mit fast 4 kg vor Jan Heidenreich aus Tschechien mit 2,5 kg. Günter wurde mit 1382 Gramm nur 9ter und leider fehlten nur 4 Gramm zur Platzziffer 8, doch es zeigte sich, dass es in der deutschen Taktik nicht passte, denn an der anglerischen Klasse konnte es sicherlich nicht liegen. Auch hier gab es allerdings wieder hohe Platzziffern (9 und 13) neben dem Sektorensieger Frans Schouben, doch Fische waren genug in der Region und nicht jeder fand das richtige Mittel, sich diese auch auf den Platz zu stellen. Im ersten Teilsektor lieferten sich das russische Team mit dem späteren Weltmeister Igor Potapov und Stuart Conroy einen packenden Kampf. Der Russe Potapov konnte diesen Kampf schlussendlich für sich entscheiden und Conroy wurde Zweiter, da er seinen letzten Brassen nicht mehr innerhalb der Zeit fangen konnte!! Im dritten Teilsektor schloss der Niederländer nur auf Platz 8 ab.

                                     Lose Köder brachten die größeren Weißfische

Nach zwei Sektoren sah alles nach einem Sieg der Russen aus, konnten sie doch einen Sektorensieger und einem 2. Platz für sich verbuchen. Die Belgier lagen ebenfalls gut im Rennen, die Slowakei, England und Frankreich hatten etwas an Boden verloren.
Sektor C:  Das Fischen begann zäh und Henric musste sehr, sehr früh um jeden Fisch kämpfen. Auf den hohen Platznummern zum Sektorenende konnten die Teilnehmer insbesondere in der ersten Stunde höhere Stückzahlen und auch größere Fisch fangen. Mit diesen Anglern konnte Henric sich nicht messen und es war schnell klar, dass eine gute Platzierung nur über einen Bonusfisch möglich war. Nur den Kampf mit seinen Nachbarn konnte Henric letztendlich für sich entscheiden und er schloss auf einem 10. Platz ab. Weniger Zeit für den Bonusfisch und einige kleine Fische mehr hätte ggf. eine Verbesserung von 2 bis drei Platzziffern bringen können, die Mannschaft aber kaum nach vorne gebracht. Am Ende der Strecke fischte sich ein vermeintlicher Nobody zu einer Sensation. Der Däne Simon Jensen konnte am ersten Tag einen Sektorensieg verbuchen und am zweiten Tag saß er auf C 36 und fing Fisch auf Fisch.


Simon Jensen aus Dänemark

Zu der guten Anzahl an Fischen (71) konnte Simon auch noch einen Brassen fangen, der am Ende Platz 2 bedeutete. Der Slowake wurde 3ter, der Franzose 5ter und der Russe 7ter im B/3 Sektor. Will Raison gewann den Mittelsektor, 3ter in diesem Sektor wurde der Niederländer Jo Adriolo, der Belgier Hans Slegers wurde 4ter.
Sektor D: Unser „Hoffnungssektor“.... Hier saß Marco nicht optimal, da zu weit innen auf Platz D7 und bereits zu Beginn des Fischens war klar, dass er vor dem Slowaken auf D2 liegen musste um eine Medaille zu gewinnen.


Der Slowake Rastislav Dudr auf D2 war mit Kleinfisch nicht zu bezwingen

Das Fischen begann und der Slowake fing ein großes Rotauge nach dem anderen. Marco und auch Guido Nullens neben ihm konnten da nicht mithalten. Da Guido aber für die Mannschaften angeln musste und Marco freie Hand hatte, trennten sich die taktischen Wege der Beiden. Marco fischte auf den Bonusfisch und Guido sammelte weiter kleine Fische ein. Am Ende reichte es für keinen der Angler, denn der Däne Stig Thomsen gewann vor dem Slowaken auf D2 und Gunnar Dietrich aus Österreich auf D1. Der Platzvorteil war nicht zu brechen. Guido Nullens wurde 4ter und Marco 6ter. Der Niederländer Christian Surquin in diesem Sektor schloss nur auf Platz 8 ab und damit waren die Holländer im Kampf um den WM Titel aus dem Rennen. Im mittleren Teilsektor D konnte sich Alan Scotthorne auf einen 7. Platz retten und verwies den Russen auf Platz 10 der Wertung. Alan konnte keinen Brassen fangen und war damit, genau wie der Russe chancenlos.


Guido Nullens mit seinem Mannschaftsergebnis und Platz 4

Sektor E: Ralf Herdlitschke stellte hier schnell fest, dass es für ihn nur über einen großen Fischen laufen würde, denn der Platz war für Kleinfische scheinbar völlig uninteressant. Ralf angelte also 2,5 Stunden auf den Bonusfisch und verlor dabei einen 500 Gramm Barsch kurz vor dem Kescher durch Schnurbruch. Platz 11 war das Resultat dieser „Alles oder Nichts“ Taktik. Platz 2 ging in Ralfs Teilsektor an die Franzosen in Person von Diego da Silva, der sich nur dem Polen Piotr Lorenc geschlagen geben musste. Im ersten Teilsektor konnten Steve Gardener und der Russe nur auf einem 9ten (Gardener) und 10ten (Radugin) Platz und der Slowake auf einem 7ten Platz abschließen. Im dritten Teilsektor wurde der Belgier Bart Helsen auch nur 7ter, es versprach also eng zu werden.


Ohne Bonusfisch zu wenig für Ralf Herdlitschke und das deutsche Team

Nach dem Wiegen begann das Rechnen und es kursierten viele Gerüchte über die Strecke, so dass bereits Siegerfotos mit den Franzosen gemacht wurden und auch die Belgier wurden heiß gehandelt. Die Engländer schienen geschlagen, die Russen ebenfalls, aber was war mit den Slowaken? Hatte sich vielleicht noch ein anderes Team komplett nach vorne geangelt? Das neuen Wertungssystem machte die Lage ziemlich unübersichtlich....


Steve Gardener - ein echter Profi der auch nach einem enttäuschenden Ergebnis noch Lächeln kann

Das Schlussresultat war sehr, sehr eng und am Ende hatte ein vermeintlicher Nobody die Nase vorne. Das Team aus der Slowakei wurde vollkommen überraschend Weltmeister, denn dieses Team hatte zwar nur wenige Sektorensiege (2x), vermied jedoch negative Ausfälle und konnte so mit der Platzziffer 39 den Titel für sich verbuchen. Platz 2 mit der Platzziffer 40 ging an die Franzosen. Das französische Team konnte sogar nur einen Sektorensieg verbuchen und sammelte dafür fleißig die kleinen Fische ein und sicherte sich damit solide Sektorenergebnisse. Platz 3 mit der Platzziffer 41 und damit nur 2 Platzziffern an Gold vorbei ging an die Belgier. Schaut man sich die einzelnen Sektoren an, dann kann man erahnen wie knapp dieses Ergebnis ist. Platz 4 ging an Team Russland (Plz 42) vor dem britischen Team mit der Plz 42,5 – diese beiden Teams haben sich in vielen Sektoren beharkt und sich gegenseitig Platzziffern eingeschenkt – diese beiden Teams haben aber auch mit Abstand am meisten Sektorensiege eingefahren – dazu aber auch taktikbedingt einige hohe Hausnummern eingefahren . Sicherlich stellt sich hier eine Mentalitätsfrage – die Russen mussten über die Option „Alles oder Nichts“ gehen, die Engländer hätten vielleicht auch einen anderen Weg gehen können? Das deutsche Team schloss auf einem enttäuschenden 21. Platz ab.

Trotz guter Vorinformationen und eines sehr engagierten Betreuerstabes bekam die deutsche Mannschaft in der Trainingswoche nicht das richtige Gefühl für die Lage Vaart. Während man bei den Kleinfischfängen nicht an die Ergebnisse der Topnationen herankam, sah es auf die Bonusfische nicht besser aus. Es wurden im Training einfach zu wenig Brassen gefangen und so konnte man kaum erwarten, dass sich dies während der Durchgänge verbessern sollte. Es war nicht die von der deutschen Mannschaft durchaus beherrschte feine und technische Angelei mit der Mückenlarve, sondern eher ein stures Warten auf den Biss. Weiße Köder spielten eine größere Rolle als angenommen, obwohl man eigentlich erwarten sollte, dass die Kleinfische in diesem flachen Kanal nach einer Woche mehr als gesättigt waren und nur noch auf Mückenlarven reagieren sollten. Die Bewegung des Köders brachte zwar mehr Bisse, doch die Fische waren meist wesentlich kleiner als bei den Anglern, die ihren Köder statisch präsentierten. Das Schiessen von losen Ködern wurde in der Trainingswoche ausreichend getestet, der Erfolg war aber nicht so überzeugend und umso überraschender war es, dass diese Taktik in den Durchgängen erfolgreich war.


Ein Futterball der Engländer vor der Startfütterung

Die Taktiken der Belgier und Franzosen auf Kleinfische durchzuangeln und nur in den Außenbereichen kurz auf die Brassen zu gehen, stellte sich am Ende als sicher und erfolgreich heraus. Ähnlich agierten die Slowaken, die am zweiten Tag auf den kurzen Bahnen auf Mückenlarven verzichteten, größere Weißfische fingen und damit ebenfalls sehr gut fuhren. Die Holländer und Engländer mussten mit zunehmender Dauer alles auf die Großfischkarte setzen und verloren. Während sie auf den Bonusbrassen warteten, zogen die Kleinfischangler an ihnen vorbei und es zeigte sich, dass auch die Engländer und Holländer nicht das Erfolgrezept für die Brassen hatten, denn wo keine waren, konnten auch keine gefangen werden. Bei einer WM entscheiden oft Kleinigkeiten über Erfolg oder Nichterfolg – so hing z.B der Weltmeistertitel für Will Raison kurz vor Schluss an der Leine von Stu Conroy, der seinen Brassen verlor und den Russen IgorPotapov damit nicht kurz vor Schluss abfing. Ein möglicher Titel für die Franzosen, Belgier, Russen oder auch Engländer war in den letzten Minuten des Fischen möglich, denn große Fische gingen verloren oder wurden außerhalb der Zeit gelandet. Für den Erfolg bei einer WM muss alles stimmen und hier das richtige Näschen zu haben und zur richtigen Zeit das Richtige zu tun, das unterschied die erfolgreichen Nationen von den nicht erfolgreichen Nationen. Das deutsche Team hatte das Näschen dieses Mal nicht.

Nebenbei bemerkt:

Während einige Angler Probleme mit der Lage Vaart hatten, so hatte ein Besucher über die Traingswoche hinaus seine Taktik perfektioniert. Ein Kormoran treibte überwiegend im D Sektor sein Unwesen und wechselte dort ebenso wie Teilnehmer immer wieder zwischen der kurzen und der langen Spur. Er schwamm allerdings auf 16 Metern, um dann bei 13 Metérn einzutauchen und auf 9 Metern wieder aufzutauchen. Dabei fing er regelmässig seine Fische und brachte die Angler auf den Plätzen schier zur Verzweiflung, denn war der Kormoran erst einmal über die Futterplätze getaucht, so war dort mindestens für 15 Minuten Ruhe. Am ersten Tag saher die Teilnehmer dem Kormoran noch kopfschüttelnd zu, im zweiten Durchgang wurde er dann mit Futter beschossen, was ihn aber nicht wirklich beeindruckte. Den Höhepunkt erreichte diese One-Bird-Show als der Kormoran dem Italiener Umberto Ballabeni ein bereits gehaktes stattliches Rotauge vom Haken stibitzte. Nach kurzem Drill schoss plötzlich der Gummizug aus der Rute und erst in dem Moment als der Kormoran die Wasseroberfläche erreichte, riß die Schnur und die Montage flog Ballabeni entgegen.

  

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8 Kommentare
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  • plassnix
    aus Berlin
    Die Rolle des Futters
    Meiner Meinung nach hat sich die Rolle des Futters im Laufe der Jahre sehr verändert. Das zu beschreiben würde aber hier in den Kommentaren den Rahmen sprengen, so dass wir dieses Thema demnächst in einem gesonderten Bericht aufgreifen werden.
  • nightcrawler
    Eine wahrlich großartig verfasste Artikelserie, gespickt mit interessanten Ansichten.
  • elbbrasse
    aus Uelzen
    WM Serie
    finde die Serie zur WM sehr gelungen, bin mal gespannt was man bei der "Konkurrenz" lesen wird? Eine WM ist für mich das Nonplusultra und sollte ein MUSS für jede Zeitschrift sein, scheinbar scheint man das bei den Printmedien nicht so zu sehen. Naja, ich bin froh das ich hier umsonst Berichte solcher Qualität lesen kann.rn rn Zum Abschneiden des deutschen Teams kann man nur sagen "sehr enttäuschend"....
  • Arborella
    WM
    Hallo! Ein klasse Bericht, wenn es auch etwas lang gedauert hat bis er vollständig war. Ich hätte da noch mal ein paar allgemeine Anmerkungen zu der heutigen Wettfischerei. Zu meiner Zeit, ist schon mehr als 20 Jahre her, hat das Futter eine weitaus groessere Rolle gespielt als es das heute zu tun scheint. Es sieht aus als ob Alle das Gleiche tun, mit kleinen Unterschieden, und der Platz und das Losglück die Hauptrolle spielen. Als ein Kremkus und Deutschland am Neckar Weltmeister geworden sind (ich war dabei) war das anderes, dort hat das Futter, oder die richtigen Zusätze (Pülverchen) mal sicherlich 3/4 des Erfolges ausgemacht und nicht die Angeltechnik. Die Fische standen übereinander am Platz, aber nur bei ihm und das lag nicht an irgendwelchen Lebendködern. Es gab das Killeraroma für die Brassen, wo ist es geblieben?
  • borchi
    was ist Möglich???
    ziemlich schwer zu sagen was machbar ist - das kommt auf die Randbedingungen an... Ich würde sagen das ein Platz unter den erst zehn ein gutes Resultat ist, Platz 5 wäre absolut super... Ich konnte die Wm in Almere hautnah miterleben, mir ist seitdem bewusst das mir als "Otto Normal Angler" das letzte Verständnis für dieses Level der Angelei fehlt und so eine abschliessende Fehlereruierung einem Lesen im Kaffesatz gleichkommt.
  • Praxx
    WM
    ich finde den Bericht sehr lesenswert, finde aber das Resumee auch ziemlich ernüchternd. Was denkt ihr das das realitische Ziel einer deutschen Mannschaft bei einer WM wo es auf Brassen und Rotaugen geht? Für mich liest sich das so, also iob maximal ein 10ter Platz für ein deutsches Team machbar ist.
  • Kai
    Großes Lob für alle Teile! Echt unterhaltsam, informativ und gut geschrieben. Einfach schön zu lesen.
  • Diaflash
    aus Leipzig
    Einer der besten Berichte bisher!! Klasse!