Europameisterschaft 2010 in Coruche

  • von Dave Johnson / ct Redaktion
  • 04. Oktober 2010 um 15:17
  • 14
Nachdem die Welt- und Europameisterschaft in diesem Jahr erstmals den Termin getauscht hatten, schien es so, als würde die EM in Coruche ein Schattendasein nach der großartigen Angelei bei der WM in Spanien im Juni dieses Jahres führen. Lediglich 17 Länder hatten ihre Teilnahme zugesagt, doch es wurde allen Erwartungen zum Trotz ein sehr spannender und technisch anspruchsvoller Wettkampf. Das einzige Manko in der Trainingswoche waren allerdings die Fanggewichte. Viele Teams hatten Mühe in einer Trainingssession überhaupt annähernd 1 Kilogramm pro Angler zu fangen. Hauptfische waren kleine Barben von 50 bis 100 Gramm und dazu noch kleinere Weißfische, sogenannte Bogas, die allesamt mit einer sehr speziellen Montage an der Matchrute beangelt wurden.


Die EM-Strecke in Coruche

Die Angelstrecke in Coruche sah eher wie ein langer, sandiger Strand aus, doch bei dem Sand handelte es sich nicht um normalen feinen Sand, sondern um sehr feine, staubige Partikel, die eine Wanderung durch diesen zur Qual werden ließen. Die Angler hatte dagegen eher das Problem, dass ihre Sitzkiepen in diesem Treibsand mit jeder Bewegung verdrifteten und daher hatte z. B. das englisch Team jeden Tag einige Bretter zur Stabilisierung dabei. Also gleiche Bedingungen für alle Teams, die ja nun eine Woche Zeit hatten sich auf die Bedingungen am und unter Wasser einzustellen.
Die deutsche Mannschaft mit Marco Beck, Günter Horler, Thomas Delfabro, Harald Windel, Rainer Wenzel und Claus Müller bemühte sich um respektable Ergebnisse in der Trainingswoche, doch es war schwierig.

Die deutsche Mannschaft
Die deutsche Mannschaft (es fehlen Harald Windel und Günter Horler)

Windstille und Temperaturen um die 40° Celsius setzten nicht nur den Anglern, sondern auch den Fischen zu. Bei einer Wassertiefe von ca. 2 Metern wirkte sich vor allem der fehlende Wind und die somit spiegelglatte Wasseroberfläche negativ auf das Beißverhalten der Fische aus. Bei klarem Wasser waren die Fische sehr scheu und es musste dementsprechend fein gefischt werden.


Die Angelei mit Matchrute und fixem Waggler stand im Vordergrund

Die vorherrschende Angelmethode, die allerdings um ein wichtiges Detail aus dem Kopfrutenbereich ergänzt wurde, war die Matchrute mit feststehendem Waggler. Ein unter dem 14 bis 20 Gramm schweren Waggler befestigter Gummizug ermöglichte es mit schweren Wagglern zu angeln und die kleinen Fische auch auf große Distanz zu haken und sicher zu landen. Die Montage der Engländer und entsprechend ähnlich auch der anderen Nationen stellte sich wie folgt dar.

Matchrutenmontage mit einem extra langen Posenschlauch über dem Gummizug
Tamas Walter fischte die Matchrutenmontage mit einem extra langen
Posenschlauch über dem Gummizug


Matchrutenmontage Steve Gardener

Haken Größe 22 - 24
1 - 1,5 Meter langes Vorfach aus Floucarbon in der Stärke 0,08 – 0,10 mm
Einfacher Microwirbel
1,30 Meter Schnur aus Fluocarbon in der Stärke 0,12 mm
Doppelwirbel
20 bis 25 cm extra weicher Gummizug der Stärken 0,8 bis 1,0 mm
Doppelwirbel
Variante 1: Fixierter Waggler direkt über dem Doppelwirbel
Variante 2: Ca. 40 cm Hauptschnur und dann der fixierte Waggler für eine variablere Tiefeneinstellung
Hauptschnur Maxima 4 Pfund

Um Verwicklungen zu vermeiden wurde die Verbindung zwischen Gummizug und Doppelwirbel mit einem Posenschlauch überzogen. Das Vorfach, der einfache Microwirbel und die Hälfte der 1,30 Meter langen Schnur wurden auf dem Grund aufgelegt. Je größer die Wassertiefe, desto länger war das Vorfach und es wurde entsprechend mehr aufgelegt. Bei absoluter Windstille kam ein Schrot der Größe 11 in die Mitte des Vorfachs, bei Wind und entsprechender Drift bis zu zwei Nr. 10.


Die Fische waren teilweise sehr kampfstark -
da musste das Gerät (wie hier bei Alan Scotthorne) genau passen

Bei Angelentfernungen um die 40 Meter war die Idee für diese Montage einen Weg zu finden, den kleinen Fischen beim Anhieb den Haken nicht unkontrolliert aus dem Maul zu reißen, sondern die ganzen Kräfte entsprechend dosiert und reguliert im Fischmaul ankommen zu lassen. Die Entfernung, das flache Wasser, das relativ hohe Gewicht bzw. die Trägheit der Pose, die dünne Schnur und natürlich der Anhieb mussten irgendwie in Einklang gebracht werden. Für die größeren Fische gab es zwei Momente, in denen sie gefangen werden konnten bzw. die Bisse kamen. Mit einer einzelnen Made bissen bessere Meeräschen beim Absinken, für einen Bonusbarbe von 500 bis 600 Gramm musste der Köder dagegen ruhig am Grund angeboten werden. Der Angelplatz wurde daher um 10 bis 15 Meter überworfen, der Waggler abgestoppt, um die Schnur zu spannen, so dass die Made langsam zum Grund sinken konnte. In dieser Absinkphase wurde ein geklebter Maden/Kiesball mit dem Katapult auf den Angelplatz in 40 bis 45 Meter Entfernung geschossen. Während der Durchgänge zeigte sich, dass dieser geklebte Madenball sehr fest gedrückt werden musste, damit er geschlossen zum Grund kam, denn zu viele lose verstreute Maden lockten zu viele kleine Fische auf den Platz. Erst dann wurde der Waggler auf den Angelplatz gezogen, so dass der Köder noch einmal vom Grund hochkam, langsam absank und dann ruhig am Boden lag. Somit erklärt sich auch das lange Vorfach, das einerseits absolut ruhig am Grund liegt und sich andererseits aufgrund der spärlichen Bebleiung beim Einkurbeln sofort vom Grund löst und dann beim Verweilen wieder langsam absinkt. Es war also auch Geduld gefragt, denn den Köder durch einholen der Schnur oder Bewegungen der Rutenspitze zu bewegen war äußerst kontraproduktiv und brachte maximal die kleinen Bogas an den Haken. Ein weiterer Grund für das lang aufliegende Vorfach war der Schatten der Pose, der die Fische stören konnte. Die relativ großen Waggler hinterließen in dem klaren und flachen Wasser natürlich ihre Schatten und das war unnatürlich und machte die scheuen Fische noch misstrauischer.

Regelmässig Füttern war Pflicht
Regelmässig Füttern war Pflicht

Sehr wichtig war ein kontinuierlicher Futterrhythmus. Regelmäßig mussten die geklebten Maden geschossen werden und wer das Tempo nicht mitging riskierte, dass sich die Fische vom Futterplatz entfernten. Auch in den fischarmen Bereichen war regelmäßiges Nachfüttern Pflicht und wurde entsprechend belohnt.
Maden waren die Hauptköder und fast jedes Team zeigte mindestens 2 Liter zur Köderkontrolle. Maximal ¼ Liter Mückenlarven und vielleicht ein paar kleine Würmer wurden noch für den Kopfrutenbereich mit ans Wasser genommen. Während auf der Matchrutenbahn nur Maden zum Einsatz kamen, wurde auf der Kopfrute auch Futter gefüttert. Pures Futter als Transportmittel für die Mückenlarven und dazu lose Maden und loser Hanf, die mit dem Katapult geschossen wurden.
Nach einer Abstimmung der 17 teilnehmenden Nationen einigte man sich darauf die Sektoren durchzuwerten und nicht wie bei größeren Teilnehmerzahlen zu teilen - eine Entscheidung, die von einem Team am Ende noch bereut wurde. Die Strecke wurde durch eine Brücke geteilt, A, B, C und D Sektor lagen hintereinander und hinter der Brücke kam mit dem E Sektor der fischreichste Bereich. Innerhalb der Sektoren wusste man um gute und natürlich auch nicht so gute Bereiche und einzig Thomas Delfabro hatte vom deutschen Team mit der E 16 am ersten Tag einen sehr guten Platz, den er dann auch mit 5 Punkten verwandelte. Claus Müller im C Sektor auf der 5 angelte die kleinen Fische sauber durch und war am Ende mit 6 Punkten auch im Soll. 9 Punkte von Marco Beck im B Sektor waren noch akzeptabel, doch 15 Punkte von Harald Windel und sogar 16 Punkte von Günter Horler natürlich viel zu viel für die Klasse unserer Angler. Ein guter Fisch brachte gleich 5 bis 8 Platzziffern und das deutsche Team brachte die gewichtigeren Fische nicht in den Kescher. Jeder hatte seine Fische am Haken, doch fast alle gingen verloren. Ein Umstand, der das deutsche Team nun schon seit einigen Veranstaltungen begleitet und den es natürlich abzustellen gilt.

Claus Müller
 Claus Müller

Bereits 4 Tage vor Beginn des offiziellen Trainings war das Team vor Ort und trainierte abseits der gesperrten Strecke und einige Wochen vor der EM war zusätzlich eine Delegation vor Ort, die sich das portugiesische Kaderfischen in Coruche anschaute. Die Montagen, die Techniken und weitere wesentliche Informationen waren vorhanden, doch am Ende stand ein enttäuschender 13. Platz, der aber vielleicht auch die derzeitige internationale Leistungsstärke der deutschen Mannschaft widerspiegelt, die zwischen Platz 8 bis 12 anzusiedeln ist. Sicherlich ist es auf dem Papier kein schöner Anblick zu sehen, dass die eigene Mannschaft nur 4 Teams hinter sich gelassen hat, doch man muss fairer Weise sehen, dass der 13. Platz entscheidend ist und darf dies nicht zu sehr in die Relation mit 17 teilnehmenden Nationen stellen, denn fehlende Teams wie Dänemark, Slowenien oder Litauen hätten sich wahrscheinlich nicht vor die deutsche Mannschaft geschoben, sofern sie denn teilgenommen hätten.
Der Druck lag nach dem bescheidenen Abschneiden bei der WM in Spanien natürlich bei den Portugiesen. An ihrer Heimstrecke inklusive der speziellen Angeltechnik wäre alles andere als ein Medaillenplatz eine Enttäuschung gewesen und die Portugiesen profitierten am Ende von ihrer Erfahrung mit den Bedingungen vor Ort. Während sich beispielsweise die englische Mannschaft während der Trainingswoche fast ausschließlich auf die Matchrute konzentrierte, fischten die Portugiesen auch kontinuierlich mit der Kopfrute.


Auch mit der Kopfrute konnten gute Fische gefangen werden

Nach dem ersten Durchgang hatten sich England (18 Punkte), Portugal (20) und Italien (22) schon einigermaßen vom Rest des Feldes abgesetzt. Erstaunlicherweise wurde das Beißverhalten mit Beginn des ersten Durchgangs immer besser. Die Fische schienen positiv auf die vielen Köder zu reagieren und nun musste man sich schon an der 3 kg Marke orientieren, um ganz vorne dabei zu sein. Auch die Anzahl der gefangenen Fische stieg rapide an und es wurden einige sehr große Fische über der 1 kg Marke gehakt, doch die meisten gingen aufgrund des sehr feinen Gerätes verloren. Eine neue Regel der CIPS besagt allerdings mittlerweile, dass gehakte Fische den eigenen Sektor durchaus verlassen dürfen und erst zurückgesetzt werden müssen, sofern die Schnur des Nachbaranglers berührt wird. Steve Gardener widerfuhr dies im B Sektor im ersten Durchgang. Er drillte eine dicke Barbe im Sektor seines Nachbarn bis diese dann doch in die Schnur seines Nebenmanns schwamm und somit aus der Wertung fiel. Steve drillte die Barbe aus, zeigte sie den Fotografen und setzte sie unter dem Applaus der Zuschauer wieder zurück. Den Sektorensieg verpasste er leider um 160 Gramm.

Diese Barbe musste Steve Gardener leider wieder zurücksetzen
Diese Barbe musste Steve Gardener leider wieder zurücksetzen

Mehr Glück oder auch Geschick hatten seine Teamkollegen Alan Scotthorne und Will Raison, die beide ihren Sektor gewannen und damit als Favoriten für eine Medaille in den zweiten Durchgang gingen.
Im deutschen Team wurde getauscht. Rainer Wenzel kam für Günter Horler ins Team und konnte somit erste internationale Erfahrungen sammeln. Allerdings zog einzig Claus Müller mit der D 10 einen ordentlichen Platz während die weiteren Teammitglieder in Bereichen angeln mussten, in denen kaum Spielräume für wesentliche Ergebnisverbesserungen waren.

WM Siegerteam
Will Raison (Silber) – Alan Scotthorne (Gold) Guiliano Prandi (Bronze)


Alan Scotthorne loste im zweiten  Durchgang den Endplatz mit der Nummer 17 im E Sektor und ließ nichts mehr anbrennen. Mit 6.445 Gramm gewann er den Sektor und dank des höheren Gewichts auch den Titel des Einzeleuropameisters vor seinem Teamkollegen Will Raison, der ebenfalls zweimal seinen Sektor gewann, doch nicht an das Gesamtgewicht von Alan herankam. Der Italiener Guiliano Prandi sicherte sich mit drei Punkten und dem höheren Fanggewicht vor weiteren drei Teilnehmern mit drei Punkten die Bronzemedaille. Bester deutscher Teilnehmer war Thomas Delfabro mit 14 Punkten auf Platz 29.


England (Silber) - Portugal (Gold) - Italien (Bronze)

Während fast alle Nationen im Training und auch während des Wettkampfes das Hauptaugenmerk auf die Matchrute legten und die Kopfrute mit einem Topset nur sporadisch aufbauten, so hatten die gastgebenden Portugiesen auch schon im Training immer wieder mit der Kopfrute geangelt und somit zumindest ein Gefühl für die feine Angelei mit Posen um die 0,3 Gramm im vorderen Bereich. Selbst die englische Mannschaft ging mangels Erfahrung im zweiten Durchgang nach der Häflte der Zeit nicht auf die Kopfrutenbahn, als die komplette portugiesische Mannschaft auf einmal auf diese wechselte und dort anfing sehr gut zu fangen. So gut, dass es am Ende sogar dank dieser guten Gewässerkenntnis noch zum Europameistertitel reichte.


Das englische Team konnte zufrieden sein

So lernte auch das englische Team noch etwas hinzu und am Ende war es doppeltes Pech, dass Teammanager Mark Downes sich bei der Abstimmung gegen die Halbsektoren entschieden hatte, denn bei der Wertung in Halbsektoren wäre das englische Team Europameister geworden. Mit der Silbermedaille für die Mannschaft, dazu Gold und Silber im Einzel waren die erfolgsverwöhnten Engländer aber natürlich auch mehr als zufrieden.

Ergebnis Mannschaft

Ergebnis Einzel

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14 Kommentare
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  • ct Redaktion
    Noch ein Eintrag zum Thema...
    ... bester Angler und wer was gesagt hat und die Kommentarfunktion fliegt aus diesem Artikel raus. Am besten die Email freischalten und dann könnt ihr das intern regeln. Oder auch gerne am Wasser ausangeln. Soweit ct Redaktion
  • Charly
    @Meister
    wenn ich Dich zitieren darf: Ich denke, mein "Vorschreiber" ist hier zu Lande, das beste was man mit Matchrute sehen kann. Du hast geschrieben das Du einige CT ANgler sehr gut kennst. Wie kann man jemanden sehr gut kennen und dann nicht wissen war in der Szene vorgeht? Ich verstehe jetzt nicht was Du hast? Ich habe im MA Forum noch nie geschrieben, mir gefällt der Ton dort nicht.... Mir liegt es fern jemanden, auch Dich nicht, anzugreifen. Es liegt mir nur was am deutschen Team, und Du hattest in Deiner Eröffnung den Eindruck vermittelt, das Du sowohl die englischen Internationals als auch die deutschen Angler gut, bis sehr gut, kennst.
  • ct Redaktion
    Bitte sachlich und beim Thema bleiben.
    Thema ist EM 2010. Lob, Kritik, Fragen und Anregungen sind gerne willkommen. Danke ct Redaktion
  • clausmueller
    aus völklingen/saar
    Übrigens halte ich mich auch selbst nicht für soooooooooooooooooooooooooo gut! In Jahren, bei denen ich viel Freizeit in Form von Trainingseinheiten nutzen (siehe 2009)kann, muss ich mich vor Niemandem verstecken. Fehlt mir diese Zeit, dann gibts von den Konkurrenten auch mal was vor den Latz. Da ich ein sog. Traimingsangler bin, lässt sich diese Diskussion auch aus diesen Gründen, schon nicht vernünftig führen. MfG CM
  • der-meister
    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil
    @charly Es kommt immer darauf an, was in einem Text steht und nicht was du dort hinein interpretierst. Nirgends steht, dass ich CM für den besten Angler halte. Nirgends steht, dass ich Horler jedes Wochenende sehe. Nirgends steht, dass ich Insiderwissen hab,oder? Warum schreibst du eigentlich nicht mehr im MA-Forum?
  • clausmueller
    aus völklingen/saar
    Sch.......egal!!!
    Für mich persönlich stellt sich die Frage nach dem "besten" Angler, in egal welcher Disziplien, eher gar nicht. Da sind Dinge wie Teamfähigkeit und Umsetzen des Könnens bei Veranstaltungen, bei denen es wirklich drauf ankommt, viel wichtiger. Wir haben eine gute Auswahl an Leuten die garantiert auch international mithalten können und das auch schon unter Beweis gestellt haben.Vom Saarland bis nach Berlin. Wenn der Meister mich da sieht, tut mir das nicht weh!! Aber es ist seine eigene Meinung und sonst nichts. Jetzt gebt endlich Ruhe und wendet euch wichtigeren Dingen als der Diskussion um "besten Angler" zu. Gruß an Alle Claus
  • Charly
    @Meister
    Hallo, ich hatte irgendwie aus Deiner Nachricht gelesen das Claus der beste deutsche Matchangler ist. Als Du dann noch geschrieben hattest das Du die englischen Internationals kennst ( Raison, Gardener, Scotthorne?), da hatte ich gedeacht das Du tiefes Insinderwissen hast. Allerdings beneide ich dich darum das Du die Möglichkeit hast Herrn Horler jedes We zu sehen. Bezüglich Herrn Schlögl eine Frage, angelt dieser noch viel mit der Pose? Für wie stark hälst Du denn den Berliner Raum? Dort wohnen doch mit Herdlitschke, Beck und Bredereck auch gute Leute,oder? Wenn Claus der stärkste deutsche Matchangler ist, wie sieht denn deine weitere Rangliste der Matchangler aus? MIt fehlt da leider der Überblick....
  • barbarossa
    aus Bamberg
    die besten angler
    Meist ist es doch so, dass jeder irgendwo in seiner region ein paar gute Angler kennt und dann meint, dass die das Maß aller dinge sind. Für mich ist immer entscheidend was die Waage anzeigt und das war ja bei unserem Team diesmal leider eher weniger. Dafür war der Bericht super, bin total begeistert von den Montagen und bin schon am überlegen, ob das auch bei uns Sinn macht. Vielleicht sogar an der Bolo. Jörg
  • der-meister
    @charly
    Ich hab nirgendwo geschrieben, dass irgendjemand der beste deutsche Angler ist, oder? Ich hab lediglich gesagt, dass was Claus in der "Disziplin" mit der Matchrute, ein hervorragender Angler hier Deutschland ist. Ich selbst wohne in einem "Ballungsgebiet", wo zum einen viele Fischen stattfinden, zum anderen auch gute Angler herkommen, wie z.b. Claus Müller. Auch Günter Horler, Michael Schlögl, Christian Panno sind ständig hier anzutreffen und sind natürlich ständig in der Wertung vorne vertreten. Ich selbst bin angeltechnisch auch viel unterwegs, von daher bekommt man schon ein wenig "Überblick", wie du es nennst. Aber ich glaub, dass jetzt genug geschrieben wurde und wir langsam aber sicher vom eigentlich Thema abkommen. MfG
  • Charly
    danke
    wirklich toll das es scheinbar richtig gute Angler gibt, die ihre Leistung auch noch einordnen kann. Was mich interessieren würde, ist die Art und Weise wie man sich einen solchen Überblick wie Du ihn hast, erarbeiten kann? Ich wüsste einfach nicht wie ich herausfinden könnte wer der beste deutsche Matchangler ist!
  • der-meister
    @charly
    Ich bin ehrlich: Ich bin ein Allrounder, d.h. ich kann keine Angelart richtig perfekt. Es gibt viele Spezialisten, wie Feederangler, Kopfrutenangler, Bolo, etc. Mir macht einfach jede Angelart Spass und kann mich mehr oder weniger an guten Tagen auch wehren. ABER:Ich kann den jungs im Kader nicht viel helfen und diejenigen, die uns bei der WM bzw. bei der EM vertreten, sind ein bis zwei Klassen stärker und gehören deshalb auch ins Nationalteam. Und wie ich schon geschrieben hab, ist Claus Müller, das beste was man in unseren Gefilden mit der Matchrute sehen kann und er ist derjenige, der die Mannschaft(Kader) bestimmt nicht dumm sterben läßt. MfG
  • Charly
    @meister
    das hört sich doch sehr interessant an. Wenn Du jemand bist, der die englischen Nationalangler manchmal in die Schranken verweisen kann, dann könntest Du doch unserem Nationalteam vielleicht in Zukunft weiterhelfen. Hättest Du nicht Lust unserem Team zu helfen? Ich denke das wir solche Leute wie Dich brauchen um eine positive Zukunft zu haben
  • der-meister
    Inselaner und die Matchrute
    Ersteinmal: Toller, sachlicher Bericht!!! Ich selbst komme seit mehreren Jahren in den Genuss, den "Internationals" (englische Angler), beim Angeln mit der Matchrute entgegenzutreten bzw. teilweise "Opfer" zu werden. Es ist für ich immer wieder überwältigend, mit welcher Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, die Jungs von der i Insel, mit der Matchrute umgehen. Man könnte meinen, die Montagen und die Genauigkeit des Angelns mit dem Waggler, das käme bei denen vom anderen Stern. Ich denke, mein "Vorschreiber" ist hier zu Lande, das beste was man mit Matchrute sehen kann. Aber die Inselaner sind selbst Claus ( nur meine Meinung) noch etwas voraus. Einige Angler aus dem Championsteam, sind mir bekannt bis sehr gut bekannt, und ich bekomme jede Menge Ergebnisse mit. Ich denke, dass in den nächsten 2-3 Jahren ein Knoten platzt und es bald einen Podiumsplatz bei einer internationalen Veranstaltung bestiegen wird. Unabhängig der jetzigen Resultate, fand ich die Mannschaftsaufstellung sehr gut und man sollte auch mal diesen Anglern über mehere Veranstaltungen hin, Vertrauen entgegen bringen. MfG
  • clausmueller
    aus völklingen/saar
    Erstmals getauscht??
    Da hat Dave aber nicht richtig nachgeschaut! Meine erts WM in Ungarn am Velence See 1997, fand auf Grund des damaligen tauschens, auch im Juni statt. Dieses war also das zweite Mal, dass man Veranstaltungen auf Grund bestimmter Ereignisse terminlich umgelegt hat. Ansonsten schöner Bericht. Gruß Claus