Futtertipp Januar 2006

  • von Jan Käbler
  • 01. Januar 2005 um 00:00
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Futtertipp Januar 2006

Zugegeben, es war nicht leicht, jemanden für das Futter des Monats Januar zu finden und so richtig haben wir es eigentlich auch nicht versucht. Generell gilt bei Wassertemperaturen unter 6 ° Celsius jetzt dort zu angeln, wo sich die Fische im Gewässer gesammelt haben. Kein Futter und auch kein Lockstoff bewegt die Fische dazu, auch nur über wenige Meter zu schwimmen. Bei geringen Wassertemperaturen sind somit nur zwei Dinge wichtig:

1. Die Fische müssen am Platz sein und

2. Die fische müssen Nahrung zu sich nehmen.

Selbst wenn Fische am Platz sind, heißt das nicht, dass diese auch fressen. Beißphasen von wenigen Stunden sind möglich und die bevorzugte Angelzeit sollte von Mittag bis zum Einbruch der Dunkelheit sein. Und da wir dem Futter im Winter keinen allzu hohen Stellenwert einräumen, haben wir uns einfach an die Anfänge und ersten Versuche ein eigenes Futter herzustellen erinnert und gleichzeitig die bunten Teller der vergangenen Weihnachtszeit geplündert.


Mit Lebkuchen, Spekulatius, Zimtsternen, Marzipan, Nüssen und anderen Leckereien können wir also auch noch nach Weihnachten unseren Anteil am Winterspeck ausbauen oder wir basteln uns einfach ein leckeres Futter und freuen uns damit vielleicht den einen oder anderen Winterfisch überlisten zu können.

Wir nehmen also, was vom Feste übrig blieb und da die meisten Zutaten doch eher klebrig und zum Zerkleinern ein bisschen zu weich sind, sollten wir diese vorher ein wenig trocknen. Also die Lebkuchenherzen, Weihnachtsstollen, Plätzchen und Kekse aller Art einige Tage auf die Heizung und schon hat sich die Feuchtigkeit verflüchtigt.




Danach geht es an die Struktur unseres Weihnachtsfutters. Grobe Partikel machen die Fische natürlich sofort satt und somit sollten wir versuchen, dass Futter so fein wie möglich zu machen.
Eine mechanische Möglichkeit ist, die unbearbeitete Mischung über grobe und feine Futtersiebe in einen Eimer zu drücken, einfacher geht es jedoch mit einer kleinen Mühle oder einem Mixer. Nach und nach kleine Mengen in den Mixer zu geben vereinfacht unser Vorhaben, eine gleichmäßig feine Mischung zu bekommen.

Das fertige, trockene Gemisch ist nun einigermaßen trocken und riecht schon ziemlich lecker. Mit der Zugabe von Spekulatiusgewürz, Zimt, Anis, Vanille, Kakaopulver oder auch anderen Gewürzen können wir Aroma und Duft natürlich noch verstärken und die Farbe verändern.

Wie schon gesagt, haben wir es überwiegend mit sehr klebrigen und auch sättigenden Zutaten zu tun, so dass wir vielleicht doch noch auf die eine oder andere Zutat aus dem Angelkeller zurückgreifen sollten. Jeweils ein Drittel unserer Weihnachtsmischung mit einem Drittel Zwiebackmehl und einem weiteren Drittel leichter Erde, sollte unserem Futter die nötige Lockerheit geben und dafür sorgen, dass es nicht noch zum nächsten Weihnachtsfest ungefressen und ungelöst am Gewässergrund verharrt.
Da dunkle Mischungen im Winter meist erfolgreicher sind, empfiehlt es sich, etwas schwarze Farbe hinzu zu geben, sofern die Mischung insgesamt zu hell geraten ist.



Mit Ködern können und sollten wir etwas sparsam sein und erst bei nachhaltigem Beißen ggf. mehr Köder nachfüttern, wobei bei sehr kaltem Wasser ruhig etwas schwerer gefischt werden kann und der Köder absolut ruhig angeboten werden sollte.
Vier bis fünf mandarinengroße Futterbälle mit einer handvoll Pinkies sollten für die Anfangsfütterung reichen und dann wird sich schon zeigen, ob der bunte Teller an der richtigen Stelle des Gewässers versenkt wurde und der erste Fisch des Jahres über den Kescher gleitet.

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