Futtertipp November 2005

  • von Lars Lamprecht
  • 01. November 2005 um 00:00
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Futtertipp November 2005


Im vergangenen Jahr hat der Hamburger Lars Lamprecht den Anglertreff für Einzelangler am Silokanal gewonnen und auch sonst ist er bundesweit bei vielen großen Veranstaltungen vertreten und dort meist auch auf den vorderen Plätzen zu finden.
Zusammen mit Michael Diehr (Team Niedersachsen) stellen beide für den November eine Futtermischung der belgischen Firma GEERS vor, welche in tiefen Kanälen mit einem mittleren Fischbestand, wie z.B. dem Nord-Ostsee-Kanal, Elbe-Lübeck Kanal oder auch Rhein-Main-Donau Kanal gute Erfolge bringt.



Diese Kanäle weisen meist einen mittleren Bestand an zum Teil sehr kapitalen Rotaugen und Brassen auf und sind in der Regel bedingt durch ständigen Schiffsverkehr eher schwer zu befischen. Doch gerade das macht auch den Reiz dieser Kanäle aus, denn eine Voraussetzung für einen erfolgreichen Angeltag ist ein perfekt auf die Gegebenheiten abgestimmtes Futter.
Dabei sollte das Futter schwer sein und sich nicht zu schnell auflösen. Da die Kanäle meist nicht allzu viele Fische hervorbringen, sollte das Futter nicht zu sättigend und mit einem attraktiven Aroma versehen sein.

Generell gilt es jedoch gerade an diesen großen Kanälen, an Stellen zu fischen, die für Fänge bekannt sind oder durch die Struktur des Kanals einen fängigen Eindruck machen.

Lars und Michael haben sich dabei für die folgenden Sorten entschieden:

  • 2 Teile „Dender Spezial“ schwarz ist ein mittelgrobes Futter mit Sämereien und Partikeln, das einen würzigen Geruch aufgrund einer Kräutermischung nach belgischem Rezept hat.
  • 1 Teil „Competiton“ schwarz ist ein feines, wenig sättigendes Futter, das speziell für die
    Wintermonate entwickelt wurde und die Fische zu mehr Aktivität animiert.
  • ½ Teil „Absolute“ gelb ist ein stark bindendes Futter mit gelben und orangen Partikeln.
    Es ist sehr schwer und hält besonders Brassen und Güstern lange auf dem Futterplatz
  • 1 Tüte Lockstoffkonzentrat „Voorn“ (unterstützt den Eigengeruch von Dender)
  • bei Bedarf während des Angelns: 1 Dose „Apetite Stimulator


Links oben "Dender Spezial" - Rechts oben "Competiton schwarz"
Links unten "Absolute gelb" - Rechts unten "Voorn"

Als erstes werden Dender Spezial, Competition und der Lockstoff gut vermischt und angefeuchtet. Auf 3 kg dieser Mischung verwendet man 1 Tüte (250gr.) des Lockstoffkonzentrates Voorn.

Das Absolute wird separat angerührt und unter das feuchte dunkle Futter gegeben. Dadurch gewinnt das Futter an Bindung und geht im tiefen Wasser nicht zu früh auf. Die gelben und orangen Partikel heben sich gut vom sonst dunklen Futter ab und sind ein Festschmaus für Brassen und Güstern.

Insgesamt lockt das aktive Competition die Fische an den Futterplatz, wo sie dann von Dender und Absolute gehalten werden.


Die Vergrößerung zeigt deutlich die Sämereien und Partikel

Das fertige Futter mit dem Apetite Stimulator

Der ohnehin recht geringe Sättigungsgrad des Futters kann mit schwarzem GEERS-Lehm weiter verringert werden. Dazu den feuchten Lehm einfach aus der Tüte über das fertige Futter sieben und vermischen. Der Anteil des Lehms kann an schwierigen Tagen bis zu 75% betragen und sollte bei der Verwendung von Mückenlarven unbedingt in Betracht gezogen werden.

Während des Angelns kann es durch äußere Faktoren immer wieder zu längeren Beißpausen kommen. Der Schiffsverkehr und die wechselnde Strömung durch die Schleusen treiben die Fische auseinander und vom Futterplatz weg. Ein Helfer in dieser Not ist der „Apetite Stimulator“. Ein hochkonzentrierter Lockstoff, welcher zwischendurch in ein oder zwei kleine Bälle gemischt wird und so den beißfaul gewordenen Fisch wieder neugierig macht.

Wer zuletzt immer gut gefangen hat und sich mal wieder jeden Fisch richtig erkämpfen möchte, der ist an einem dieser großen Kanäle gut aufgehoben. Am Ende des Tages wurde vielleicht nicht viel gefangen, dafür zählt aber jeder Fisch doppelt.


Mit dem von Lars und Michael vorgestellten Futter ist man futtertechnisch auf jeden Fall schon einmal auf der sicheren Seite.

Lars Lamprecht und Michael Diehr

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