"In the Zammatime" Teil 1

  • von Jayson Greatorex
  • 08. Juli 2009 um 03:03
  • 0
(Anmerkung der Redaktion: Mit einem "Klick" auf ein Foto können Sie es vergrößern!)

Wir trafen uns mit einem der besten deutschen Feederangler, Michael Zammataro, an seinem Heimatgewässer, der Ruhr und durften dem Meister des Feederfischens über die Schultern schauen.

P r o f i l    A n g l e r Profil Angler
Name:
Michael Zammataro
Alter:
46
Beruf:
Köder und Futter Hersteller
Bestes Wettkampf-gewicht:
199,5 kg bei einem Tandemfischen in 6 Stunden auf dem Lithse Ham, einer Kiesgrube in Holland.
Fakten:
Als einer der ersten Angler hat sich Michael nun seit mehr als 20 Jahren  auf das Feederfischen konzentriert, und diese niederländische Angel-Methode nach Deutschland geholt. Das Zammataro Team gehört mit seinen 11 Anglern zu den erfolgreichsten Teams in Deutschland.


P r o f i l    G e w ä s s e r Profil Gewässer 650*530
Ort: Ruhr bei Duisburg
Strecke oberhalb des Wehres: 130 Meter breit, 4 Meter tief
Unterhalb des Wehres: 100 Meter breit, 3 Meter tief
Wegbeschreibung: Ruhrdeich, gegenüber der Metro Cash & Carry.

Tipp: Klicken Sie auf die Bilder, um die Slideshows zu starten

CT:
Hallo Michael, zunächst einmal vielen Dank für unser Treffen heute, wir wissen wie sehr Du beschäftigt bist mit deinem Unternehmen und den Wettbewerben an den Wochenenden. Jetzt hast Du uns an dein heimisches Gewässer, der Ruhr, eingeladen. Was werden wir heute tun?

MZ: Als du mich vor ein paar Wochen angerufen und erklärt hast, dass du einen Artikel zum Thema Distanz-Feederfischen  oder Feederfischen an einem großen Fluß verfassen möchtest, fiel mir sofort die Ruhr ein. Wie du siehst haben wir das Wehr zur Linken, das heute nur 2 Tore geöffnet hat. Dadurch hat dieser Abschnitt heute kaum Strömung. Die Ruhr ist hier etwa 130m breit, ideal zum Distanzfeedern. Dann dachte ich wir können den Tag ja auch richtig nutzen und am Nachmittag an die andere Seite des Wehres gehen, wo wir dann die zweite von dir genannte Methode anwenden können und in der Strömung feedern können.

Unterhalb des Wehres 01Unterhalb des Wehres 02Oberhalb des Wehres 01
Das Wehr - der Veranstaltungsort
    
CT: Super, zwei Fliegen mit einer Klappe und dies innerhalb 500 Meter! Was kannst Du uns über diesen Abschnitt der Ruhr erzählen? Und was für Fänge können wir heute erwarten?

MZ: Vor zehn Jahren war dieser Teil hauptsächlich ein Gewässer für Match- und Pole-Ruten,   mit jeder Menge Plötzen und Brassen. Damals waren die meisten Fische auf dieser Seite des Flusses zu fangen, aber heutzutage hat sich die Anzahl der Plötzen verringert und um an die Brassen zu gelangen ist eine minimale Wurfdistanz von 60 Metern erforderlich. Wenn ein Nachbar in einem Wettbewerb in 65 Meter Entfernung angelt, solltest Du ihm folgen, ansonsten wird er dich an der Waage schlagen…..  Was werden wir heute fangen? Vor 2 Wochen hatte ich hier ein paar gute Brassen, aber dieser Fluß sehr launisch. An einem Tag fängt man gut und am nächsten geht man leer aus.  

CT: Nun zum Futter: Du stellst dein eigenes Futter und auch Futterzusätze her, die in Deutschland und Holland verkauft werden. Welches hast Du  heute dabei, und bitte erzähl uns auch, wie Du dein „Birdfood“ vorbereitest.

MZ: Für die Morgensession werden wir 2 Teile Feeder Mix Gold, 1 Teil Brassen, 1 Teil T3 Birdfood verwenden sowie einen Zusatz von ca. 100gr Red Nektar. Da wir in einem „langsamen“ Gewässer fischen mische ich das T3 Birdfood mit Wasser bevor ich es dem Grundfutter beimische. Dies hält das Futter inaktiv, denn Brassen sind heute unser Ziel.

Distanz Mix
Feeder Mix Gold   
  1 Kg
 (2 Teile)
Brassen
 0,5 Kg (1 Teil)
T3 Birdfood 
0,5 Kg
(1 Teil)
Red Nektar
 100 gr  (50 gr pro Kg)
Futter
Der Distanz-Mix


Vorbereitung von T3 Birdfood:
Diese Mischtechnik garantiert, daß die größeren Partikel genügend Wasser aufsaugen, was den Mix inaktiv hält. Da heute Brassen unser Ziel sind und wir das T3 auf diese Weise vorbereiten, wird es für kleinere Fische eher uninteressant, erklärt Michael. Wenn aber kleinere Fische das Hauptziel sind, fügt man einfach das trockene T3 Vogelfutter zum trockenen Köderfutter hinzu. Das Vogelfutter kann auch etwas feiner vermahlen werden, bevor es zugemischt wird. Dies verhindert, dass zu große Partikel die Fische zu schnell sättigen.

grobkoerniges Futter grobkoerniges Futter+Wassergrobkoerniges Futter04 grobkoerniges Futter03_1
grobkoerniges Futter03 grobkoerniges Futter04
T 3 Birdfood:  Ein grobkörniges Futter mit hohem Proteingehalt. Die gemahlen Körner und das Aroma halten die großen Fische an Ihrem Platz.
Wasser vorsichtig dem T3 hinzufügen, und mindestens 10 Minuten ruhen lassen.
Reiben Sie das T3 durch ein Sieb. Wiederholen Sie die Zugabe von Wasser, falls die Mischung immer noch zu trocken ist.

Die richtige Konsistenz kann in diesen Bildern nicht dargestellt werden. Abhängig von der Tiefe des Wassers, der Art deiner Futtertaktik und dem  von dir verwendeten Cage Feeder, wird der Mischung eine unterschiedliche Menge Wasser beigegeben. Idealerweise wollen wir heute, daß die Mischung solange im Cage bleibt, bis sie auf den Grund in einer Tiefe von 4 Metern trifft, um sich dort dann sofort zu verteilen. Es ist aber ebenso wichtig, daß das Futter nicht schon auf dem Weg zum Grund entweicht, denn dies würde eine Wolke von Partikeln hervorrufen, die sich bis zum nächsten Angelplatz ausbreitet und damit auch eine Ausbreitung der Fische flussabwärts bewirkt.

Mischung separat
TOP TIPP:
Nach dem du das erste Mal Wasser auf die trockene Mischung gegeben hast, gib ca. 20% des Futters in einen separaten Eimer. Nach deinen ersten Würfen bekommst du eine bessere Vorstellung von der Konsistenz des Futters. Ist die Mischung zu naß kommt sie nicht schnell genug, oder noch schlimme,r gar nicht aus dem  Feeder heraus, dann kannst du deine 20%  Reserve der „nassen Mischung“ hinzufügen und sie damit  etwas verändern.
 
Die Futterzubereitung

 
Feeder Mix GoldBrassen (Bream)grobe bindende Mischung
Hier sehen Sie die einzelnen Schritte der Futterzubereitungtrockenes Futter einmischenWasser hinzufügenmit der Hand durchmischenFutter durch Madensiebmehr Wasser hinzufügen


CT: ¼ Liter Maden und eine kleine Handvoll Würmer, Michael, denkst du, wir haben genug Köder für heute morgen?

MZ: Keine Sorge, es ist genug Futter da und ich hoffe, wir können am Nachmittag noch einiges davon flussabwärts mitnehmen. Nun weiß ich, daß zum Feeder hinzugefügte geschnittene Würmer an diesem Teil der Ruhr nicht immer sehr gut funktionieren. Wir werden es während der Session versuchen, aber meine Erfahrung sagt mir, dass Brassen dazu neigen wegzubleiben, wenn Würmer dabei sind. Ich weiß, dies gilt auch an vielen anderen Gewässern. Einfach mit 2 Kg Würmern und Tonnen von Maden am Platz aufzutauchen bringen nicht automatisch einen Vorteil! Und wie ein altes englisches Sprichwort sagt: „Du kannst es nicht wieder herausholen, was du erstmal reingetan hast“! 

Nützliches Angelgerät

1. 
Die Alu-Power-Station
2.
eine Feeder-Box
3.
ein Rutenhalter
4.
der Dip Holder
5.
und eine weitere Feeder-Box
Alu-Power-StationFeeder BoxRutenhalterDip holderweitere Feeder-Box
Einfach aber effektiv - die Kiepe von Michael Zammataro

CT: Michael, ein Blick auf deine Monatage, sie wirkt ziemlich einfach. Würdest du sie mit uns durchgehen?  Und sagst du uns auch etwas über die Ausrüstung, die du heute verwenden wirst?

MZ: OK, beginnen wir mit der Montage. Nach meiner Ansicht ist die Rute der wichtigste Teil deiner Ausrüstung. Wenn du nicht die richtige Rute hast und nicht in der Lage bist lange Distanzen zu werfen, brauchst du über den Rest deiner Zusammenstellung auch nicht weiter nachdenken. Für die heutigen Gegebenheiten werde ich eine Balzer Zammataro Masterpiece Heavy Feeder 155 mit einer Balzer Zammataro Feedermaster 9600 Rolle, bespult mit einer 0,09mm Xtreme Distance geflochtener Schnur als Hauptschnur und 0,30mm Tornado Tournament Monofilament als Schlagschnur verwenden. Ja, meine Montage ist einfach gehalten, und so sollte es auch sein, denn während einer Session verursacht eine zu komplizierte Ausrüstung zu viele Probleme.  Weil wir auf Distanz fischen habe ich allerdings ein paar kleine Veränderungen eingebracht:
Erstens, es ist nicht wirklich eine Schlaufe, Ich habe ein längeres Stück der Mono an die Hauptschnur geknüpft, die den Feeder beim Werfen auf Distanz tragen soll. Meiner Meinung nach ist die Schlaufe am Drehgelenk des Feeder die schwächste Stelle der Montage beim Werfen, deshalb verwende ich die stärkere Monofil Schnur.
Zweitens habe ich ein Stück Silikonschlauch über den Knoten der Schlaufe gestreift. Die meisten Angler kennen ja das Problem, dass sich die Vorfachschnur am Knoten verfängt sobald der Feeder auf den Gewässergrund getroffen ist.
Drittens verwende ich einen Mikro- Wirbel zwischen Schlagschnur und Vorfachschnur, was einem Verdrehen der Schnur und daraus folgender Verdrallung der Hakenschnur entgegenwirkt wenn man häufig den Köder einholt. Ich denke auch, dass die Fische kein Problem damit haben. In diesem Fall ist meine Hakenschnur eine 0,148mm Fortex limited mit einem Gr. 14 Haken. Ich mag es, wenn meine Haken einen langen Schenkel mit einer schönen Rundung haben. Das hilft bei der Verwendung von mehreren Ködern am Haken, wenn dies erforderlich ist. Der 70 gr Zammataro Speed Feeder ist mit einem Doppel-Wirbel verbunden. Ich verwende diesen Wirbel weil sie das Auswechseln der Spitzen vereinfachen, wenn erforderlich. Und wo wir gerade davon sprechen, meine Spitze heute ist eine 2 Unzen Spitze, die für die heutigen Distanzen stark genug ist, aber auch empfindlich genug um Bisse anzuzeigen.

Angelausrüstung (Tackle)

Masterpiece Heavy
Feedermaster 9600 speed feeder
mehr Speed Feedern
Balzer Masterpiece Heavy Feeder 155 Feedermaster 9600 mit Ironline Xtreme Distance Flechtschnur gefüllt
Speed Feeder
es gibt noch mehr…

 Schritt01 Schritt 1:
Schieben Sie ein Stück Silikonschlauch auf die Schlagschnur, diese muß dann fest über dem oberen Knoten sitzen. Binden Sie einen Mikro-Wirbel für das Vorfach an.
 Schritt02 Schritt 2:
Binden Sie unter Verwendung eines 8ter-Knotens ca. 50cm der stärkeren Monofil-Schnur an die Hauptschnur. Achten Sie darauf, daß die Monoschnur nach unten in Richtung des Drehgelenks verläuft. Abstand zwischen Knoten und Drehgelenk:
25 cm.
 Schritt03
Schritt 3:
binden Sie nun mit einem zweiten 8ter-Knoten 35cm Schnur oben an der Schlagschnur an, locker genug, dass der Feeder etwa 4 cm herunterhängt, wenn er in der Schlaufe hängt
 Schritt04 Schritt 4:
Schneiden Sie das Knotenende sauber ab und schieben den Silikonschlauch über den Knoten.


Die Montage


Speedkorb 5Speedkorb 2Speedkorb 3Speedkorb 4Speedkorb 5
Hier noch einmal ein genauerer Blick auf die einzelnen Schritte 


Angelausrüstung (Tackle)

Rute:
Balzer Zammataro Masterpiece Heavy Feeder 155
Rolle: 
Balzer Zammataro Feedermaster 9600
Hauptschnur:
Ironline Xtreme Distance geflochtene Schnur 0,09 mm
Schlagschnur: 
Tornado Tournament Schnur 0,30mm
Vorfachschnur: 
Fortex Limited 0,148mm
Haken: langschenkelig, Größe 14
 

Einfaedler Sehr nützlich, dieses Teil, es ist ein Einfädler aus einem Nähset. In diesem Fall nutzt Michael ihn zum Einfädeln der Vorfachschnur durch die extrem kleine Öse des Mikro-Wirbels.
Kleine Notiz: Nun müsste man nur noch wissen, wo die Frau ihr Nähset versteckt hat.



Auswahl an Hakenködern

Made und CasterRote MadeWuermerSpinne
Hakenköder

CT: Michael, Ich sehe, du fuchtelst immer mit der Taschenuhr herum, wenn wir unter Zeitdruck stehen, dann laß uns loslegen und versuchen ein paar Fische zu fangen?

MZ: Nein, ist ok, wir haben genügend Zeit, aber bevor wir versuchen Fische zu fangen, lote ich die Wassertiefe mit dem Feeder aus. Man misst dabei nicht die Tiefe in Meter, sondern die Zeit, die der Feeder benötigt, um am Grund anzukommen, in Sekunden. Daher auch die Stoppuhr… Ich möchte mir ein Bild vom Gewässergrund machen, gibt es Lunken, Hügel, Pflanzen oder Hindernisse ? Vielleicht erscheint eine Stoppuhr ein wenig weit hergeholt, aber glaube mir, 10cm Tiefe werden nicht mehr bemerkt wenn man die Sekunden im Kopf abzählt. Also halte ich die Stoppuhr in der Linken, starte sie sobald der Feeder die Wasseroberfläche berührt und stoppe sie, wenn ich in der Rute fühle, dass der Feeder den Grund erreicht hat. So erhalte ich eine exakte Zeit. Und ich prüfe jede Stelle auch auf  Hindernisse und Schlammigkeit. Für heute bin ich mit der Stelle bei 74 Metern zufrieden. Lass uns nun Fische fangen!

Stopuhr
Die Stopuhr in der Linken


Wie die Session verlief

Wie berichtet fischte Michael in 74m Entfernung. Nachdem er 5 Feeder voller Futter, Maden und Caster vorgefüttert hat, knüpfte er sein Vorfach mit einem Gr. 14 Haken an, den er mit einer Maden/Caster-Kombi versah. Es dauerte nicht lange bis die ersten Bisse in Form von kleinen Rucken an der 2 Unzen Spitze der Rute zu verzeichnen waren. In der nächsten Minute schwang die Spitze schon richtig herum und Michael hatte den ersten Fisch des Tages am Haken. „ Hmm, fühlt sich an als hätte sich die Schnur um einen schönen Brassen gewickelt“, sagte Michael,“ man denkt, man zerrt eine Plastiktüte durch eine starke Strömung“. In der nächsten Sekunde springt die Spitze zurück und der Fisch ist verloren, zu Michael’s Erleichterung, denke ich. Nach weiteren 10 Minuten tauchte plötzlich ein Boot auf und veranstaltete eine 180°Drehung direkt über unserem geköderten Platz bei 74 m. „Der alte Seebär scheint gelangweilt zu sein, dass er 1 km flussabwärts schippert nur um auf unserem Platz umzudrehen und dahin zurückzukehren, wo er hergekommen ist“ sagte Michael ziemlich verärgert.


Mirrors
Signal
Manoeuvre
Das Schiff kommt.... 
wendet dort...
und fährt wieder zurück

Michael fing noch einmal komplett von vorne an, und kurz nach dem Versenken von einigen weiteren vollgefüllten Feedern wurde er mit einem weiteren Biss der  belohnt. „Das fühlt sich schon viel besser an“ meinte Michael und erklärte, er hätte hier einen netten Brassen. Nach der Art wie er ihn landete erwartete ich einen kleinen Fisch von höchstens 500g und war sehr erstaunt, als Michael einen schönen 1,2kg Fang präsentierte. Das Ganze hatte weniger als eine Minute gedauert, und das bei dieser Distanz! 10 Minuten später eine weiterer Biss und ein weiterer schöner Ruhr- Brassen in Michael’s Eimer. Dazwischen hatte es auch einige kleine Bisse gegeben, aber Michael schrieb das nur Schnurbissen zu. Inzwischen hatte Michael die Hakenköder zu Imitierter Roter Made geändert. „Die echten roten Maden und alle getrockneten sind überall in Deutschland verboten, aber die künstlichen tun’s genauso gut“ meinte er. Wie um dies zu beweisen zupft schon wieder ein Brassen an der Rute und wird schnell gelandet.

Gefüllte FeederGefüllte Feeder02Ausholengezieltbiss01biss02Kescher zur Handsicher im KescherRute in den Halterstattlicher Brassen
Ein neu gefüllter Feeder, und die Bisse folgten

Dann schnitt Michael ein paar Würmer mit der Schere zurecht und fügte sie dem Ködermaterial hinzu. „Nun, wo wir einige Brassen haben, können wir auch Würmer einbringen“ sagte er. Salze im Futter töten Würmer im Feeder Mix recht schnell und werden daher bei Bedarf hinzugefügt, genauso auch Maden und Caster. Diesmal mussten wir mehr als 20 Minuten warten bis ein weiterer 1 kg Brassen anbeisst. „wie ich heute morgen schon sagte, geschnittene Würmer funktionieren hier nicht so gut. Trotzdem werden wir erstmal dabei bleiben…“ meinte er und bereitete seine Lieblingskombination vor, die „Spinne“: 3 Würmer durch die Mitte aufgespiesst und obenauf eine einzelne Made, das ganze eingetunkt in Zammataro’s „Mega Liver Dip“. Es dauerte keine Minute bis ein weiterer 1Kilo Klodeckel als Belohnung eintraf. Und so ging unsere Session weiter, 6 Brassen in 10-Minuten-Abständen, bis Michael einen bestimmten Reporter fragte, ob er auch einmal versuchen will….

Der Meister (des Unglücks)

„oh, oh, ich, ja, bitte …“ kam eine ehrgeizige Antwort. So, aber bevor ich auswerfe wollte, ich liebe meine Ausreden, erstens bin ich nur ein durchschnittlicher Feeder –Angler, ich hab noch nie weiter als 50 m ausgeworfen und, um das Fass voll zu machen, ich hab noch nie so eine solche Rute und Rolle in den Händen gehalten,  alles sehr fremd für mich. Also los….take it easy, Rute in Wurfposition, prüfen, dass die Schnur nicht um die Spitze gewickelt ist, Augen auf die Markierung, die Michael mir als Ziel auf der anderen Uferseite erklärt hat, atmen, nicht vergessen zu atmen …ruhig….  huiii, Rute nun aufrecht wartete ich darauf, daß die Schnur den Clip trifft….plopp, huch, sollte die Schnur nicht erst den Clip treffen bevor der Feeder auf’s Wasser trifft? „Hol die Schnur wieder ein und versuch’s noch mal“  kommt Michael’s Stimme aus dem Busch (er hatte einem natürlichen Drang folgen müssen..) Ich zähle die Runden der Rolle als die Schnur abrollt, Michael hatte mir erklärt, dass jede Runde ca. 98cm bedeutet. Hey, 53 Kurbelumdrehungen, ich hatte die 50m Marke überschritten! „Jetzt gib ihr etwas Schmackes, keine Angst, sie bricht nicht“„ kommt die Stimme wieder, noch immer aus dem Busch. „Nimm die linke Hand zur Hilfe um den Knauf der Rolle nach innen zu drehen und gewinne etwas an Kraft“ fügte er hinzu. Ok, Feeder ist voll, whoosh, yippeh, eine neue persönliche Bestmarke von 60 Kurbelumdrehungen! Nach zwei weiteren Versuchen landete ich nahe der 70 m Marke, dann übernahm Michael wieder (Ehrlich, noch ein Versuch, dann hätte ich es geschafft). „Es ist nicht einfach so weit auszuwerfen, besonders wenn man solches Equipment noch nie in den Händen hatte“, meinte Michael. Man muss die richtige Technik finden und dann ist es viel üben, üben, üben“ fügte er hinzu. „Man kann mit dieser Montage 110m weit kommen, aber dafür muss man sehr präzise sein und konsequent bleiben.

Das Ende der Session

Nachdem Michael übernommen hatte versuchte er für eine weitere halbe Stunde zu fischen - erfolglos. „ Das Futter am Boden hat sich nun zu weit ausgebreitet und auch die Fische vom ursprünglichen Punkt vertrieben, aber wir haben einige Fische im Netz, lass uns das mal ansehen“. In 2 ½ Stunden Fischen war Michael mit mehr als 14kg Fischen ganz zufrieden, 11 Brassen insgesamt mit Gewichten zwischen 1200 und 1400g.


Erfolg02
Eine erfolgreiche Session!

Werbepartner