Mit Jayson Greatorex auf ufernahe Schleien und Brassen mit dem Method Feeder

  • von ct Redaktion
  • 25. September 2014 um 09:00
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Klar, Schleien gründeln in den frühen Morgenstunden teilweise bevorzugt im ganz flachen Wasser, um sich dann mit der aufgehenden Sonne wieder in tiefere Bereiche fallen zu lassen. Früh aufstehen und vor den Füßen angeln ist also die Devise, um den grünen Schönheiten auf die Schliche zu kommen. Mitten in der Nacht aufzustehen ist dabei eine Sache, doch vor den Füßen zu angeln und sich dabei auch noch absolut ruhig zu verhalten eine andere.

Um diese grünen Schönheiten geht esUm diese grünen Schönheiten geht es

Jayson Greatorex hat für die ufernahe Angelei auf Schleien & Co. den Method Feeder entdeckt, denn er angelt zwar sehr dicht am Ufer aber nicht direkt vor seinen Füßen und das hat mehrere Vorteile. Einerseits muss er sich nicht absolut geräuschlos verhalten und jede Erschütterung vermeiden, was das Angeln doch um einiges einfacher macht und andererseits fischt er mit zwei Ruten rechts und links parallel zum Ufer, was den Vorteil bringt, dass beim Drill und der Landung eines Fisches der andere Angelplatz weiterhin ungestört bleibt. Beim ufernahen Angelplatzdirekt vor der Sitzkiepe ist dagegen nach einem gehakten Fisch erst einmal Pause und es dauert einige Zeit, bis sich der Platz beruhigt und sich weitere Fische einfinden.

Die Angelei mit dem Methodfeeder ist geradezu prädestiniert für das ufernahe Angeln auf Distanz, da die Angelplätze punktgenau angeworfen werden können. Gute Plätze vor denen der Method Feeder direkt abgelegt wird sind Seerosen- oder Krautfelder, Schilfgürtel oder im Wasser liegende Bäume. Da der Haken mit dem Köder im Futter verborgen ist, kann er sich nach dem Eintreffen ins Wasser nicht in Ästen, Wasserpflanzen oder im Kraut verhängen und auch beim Auswurf kann der Haken nicht in den Schilfblättern hinter seinem Angelplatz hängen bleiben. Auch das macht den Method Feeder so erfolgreich.

Viel Ufervegetation und ein ufernahes Seerosenfeld erhöhen die Chancen auf einen guten FangViel Ufervegetation und ein ufernahes Seerosenfeld erhöhen die Chancen auf einen guten Fang

Jaysons Angelplatz liegt inmitten eines Schilfgürtels und rechts von ihm befindet sich vor dem Schilfgürtel in 20 Metern Entfernung ein kleines Seerosenfeld, während links von ihm die Uferlinie in 25 Metern einige Meter nach innen gewölbt ist, so dass Jayson von seinem Angelplatz ohne Probleme in die seichte und sehr flache Bucht werfen kann.

Zum Einsatz kommen zwei Shimano Beastmaster Commercial Feederuten in 3,30 Metern Länge. Die Ruten sind leicht und haben eine schöne parabolische Aktion bei einem kräftigen Rückgrat, wenn es darauf ankommt, einen gehakten Fisch von einem Hindernis fern zu halten. Eine 3000er Rolle ist mit 22er monofiler Schnur bespult und am Ende ist der Method Feeder montiert. Jayson hat heute einen Drennan Method Feeder in 35 Gramm gewählt, da der Wind anfangs recht stark von vorne bläst und sich der Drennan Feeder dank sehr guter Flugeigenschaften sehr zielgenau werfen lässt, worauf es beim ufernahen Angeln an markanten Stellen ankommt. 35 Gramm Korbgewicht sind dabei relativ viel, doch das Gewicht erleichtert den genauen Wurf und später soll sich der Fisch ja auch durch das Korbgewicht selber haken.

Der Drennan Method Feeder überzeugtDer Drennan Method Feeder überzeugt

Als Futter kommen zwei Method Mixe aus dem Hause EVEZET zum Einsatz. Wer mit zwei Ruten angelt, fährt nicht verkehrt zwei verschiedene Futtersorten dabei zu haben, denn manchmal zeigt es sich, dass eine Sorte favorisiert wird. Auf der linken Rute wird Jayson einen grünen fischigen Mix angeln und auf der rechten Rute kommt ein roter fruchtiger Mix in den Korb. Beide Mixe haben ein starkes Eigenaroma und eine relativ grobe Struktur.

Heute im Korb – die Evezet Method Mixe Green Fish und Red Fruit...
Heute im Korb – die Evezet Method Mixe Green Fish und Red Fruit

Komplettiert werden die Mixe durch die erfolgreiche Steve Ringer Boilie und Dumble Serie

Zwei relativ grobe Mixe, die super aus dem Korb kommen
Beim Test im flachen Wasser zeigt sich, dass sich beide Method Mixe nach kurzer Zeit optimal aus dem Korb lösen.
Am Grund angekommen lösen sich sofort die ersten Partikel Nach 10 Sekunden haben sich schon sehr viele Partikel gelöst Optimale Präsentation des Boilies nach 20 Sekunden

Jetzt noch ein Vorfach in den Schnellwechseladapter und einen Boilie ans Haar und es kann losgehen. Zum Einsatz kommen Boilies vom Feeder-Weltmeister Steve Ringer aus England. Diese Boilies, die ebenfalls von Evezet in Deutschland vertrieben werden, haben in England einen exzellenten Ruf und gelten in Deutschland noch als Geheimtipp. Die Farben sind knallig und auf den optischen Reiz kommt es beim Method Feedern an. Angelockt von einem nahrhaften Futter, sieht der Fisch den kontrastreichen Köder, saugt ihn ein und hängt kurz danach durch den Selbsthakeffekt am Haken.

So wird´s gemacht...
So wird´s gemacht: Boilie in die passende Drennan Mould Den Method Mix obendrauf Jetzt den Method Korb in die Form drücken und leicht anpressen Perfekt kommt der Mix mit dem Boilie aus der Mould

Die Konzentration gilt dem ersten Wurf, denn der muss sitzen. Jayson verzichtet darauf, mit dem ungefüllten Korb einige Probewürfe zu machen, um die optimale Entfernung über den Clip einzustellen, denn er möchte die flachen Angelplätze natürlich nicht beunruhigen. Ein Vorfüttern ist ebenfalls nicht nötig, denn die Fische werden das Futter mit dem Korb zwangsläufig finden, wenn sie im flachen Wasser nach Futter suchen und Stellen wie flache, krautige Buchten und Seerosenfelder aufsuchen.

Konzentration vor dem Wurf...
Konzentration vor dem Wurf Da der Haken nicht frei ist, kann er auch nirgends hängen bleiben Perfekt, kurz vor dem Seerosenfeld klatsch der Korb ins Wasser

Der linke Wurf in die flache Bucht muss auch nicht punktgenau sein, rechts an das Seerosenfeld muss Jayson aber so dicht wie möglich ran. Der erste Method Feeder klatscht zwei Meter vor den Seerosen in das Wasser und nachdem der Korb den Grund erreicht hat, zieht Jayson noch 1,5 Meter Schnur von der Rolle, um dann die Schnur an der Rolle einzuclippen. Erfolgt kein Biss, so bleibt der Method Feeder 20 Minuten liegen und dann tastet sich Jayson mit dem nächsten Wurf immer dichter an das Seerosenfeld heran. Die Schnur im Clip birgt natürlich auch immer die Gefahr einen guten Fisch durch Schnurbruch zu verlieren, doch in diesem Gewässer gibt es überwiegend Brassen und Schleien, die mit der 22er Schnur und dem 18er Vorfach zu bändigen sein sollten.

Die perfekte Distanz ist im Clip, jetzt gelingt jeder WurfDie perfekte Distanz ist im Clip, jetzt gelingt jeder Wurf

Der erste Biss lässt nicht lange auf sich warten und erfolgt auf der linken Rute auf einen roten Boilie. Eine schöne Schleie wehrt sich nach Kräften und versucht in das Schilf zu flüchten. Jayson hält voll dagegen und kann den Fisch nach kurzer Zeit über den Kescher führen. Nächster Wurf, gleiche Stelle und erstmal heißt es warten. Keine Reaktion auf der rechten Rute und damit nächster Auswurf. Kurz vor den Seerosen schlägt der Korb ins Wasser, um schon kurz danach den Grund zu erreichen. Besser kann der Method Feeder nicht liegen und die Spannung steigt. Ein Zittern der Rutenspitze signalisiert Schnurschwimmer – Fische sind also am Platz. Jayson nimmt die Rute aber erst auf, wenn die Rutenspitze eindeutig ausschlägt oder die Schnur plötzlich erschlafft. Die Hand ist in der Nähe des Rollenhalters, denn wenn ein guter Fisch hängt, dann wird dieser versuchen, sofort in das Seerosenfeld zu flüchten und dann darf keine Zeit verloren werden. Plötzlich wird die Rute fast von der Ablage gerissen und ein guter Fisch hängt. Kreisrund ist die Rute, denn der Fisch darf in keinem Fall zwischen die Stängel der Seerosen, denn dort einmal festgesetzt, hat er gute Chancen zu entkommen. Die ersten Meter sind gewonnen und eine 50er Schleie gleitet über den Kescher.

Biss am Seerosenfeld – jetzt heißt es dagegen zu halten
Biss am Seerosenfeld – jetzt heißt es dagegen zu halten

Dann geht es richtig los. Angelockt vom grünen fischigen Mix beißt ein 3 Pfund Brassen auf einen gelben Boilie und nur 5 Minuten später kämpft an der rechten Rute eine weitere gute Schleie. Nach zwei weiteren Schleien entscheidet Jayson aufgrund der hohen Bissfrequenz nur noch mit einer Rute zu fischen, um Doppeldrills zu vermeiden. Die Plätze werden nun im Wechsel nach einem gefangenen Fisch angeworfen und dabei die verschiedenen Boiliefarben ausprobiert. Rot geht heute am besten, doch das kann beim nächsten Ansitz schon wieder anders sein.

Die nächste gute Schleie landet im Kescher
Die nächste gute Schleie kurz vor dem Kescher So soll es sein, ganz vorne hängt der Haken in der Lippe Der rote Boilie war heute eine gute Wahl

Am Ende ist das Netz mit 7 Schleien und 4 Brassen gut gefüllt und die Sonne schon einige Zeit aufgegangen.

Ein gutes Netz mit einigen starken Schleien und Brassen
Ein gutes Netz mit einigen starken Schleien und Brassen

Die großen Fische haben das flache Wasser verlassen und einzig ein paar halbstarke Rotfedern zupfen noch wie wild am Boilie. Ein roter Boilie war heute der Topköder, auf einen schwarzen gab es dagegen keinen Biss und der Vergleich der beiden Mixe ging unentschieden aus. Beide fängig, aber keiner weit vor dem anderen ist das Endergebnis.

Hier findet ihr weitere Infos zu EVEZET Produkten

Produkte von Drennan gibt es bei www.match-tackle.de

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