Winterangeln auf Kleinfisch - Feedertaktiken mit Steve Ringer

  • von ct Redaktion
  • 06. Januar 2016 um 14:00
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Steve Ringer und sein Bruder Phil fischen seit drei Jahren die World Pairs in Irland und sind dabei unglaublich erfolgreich. Und obwohl sie dabei regelmäßig gegen die vermeintlich besten Angler der Welt antreten und gewinnen, ist es fast noch erstaunlicher, dass sie vorher noch nie in Irland gefischt haben. Die Methoden beim World Pairs sind vielfältig. Neben der Kopfrute müssen teilweise auch die Whip und die Matchrute gefischt werden, doch der letztendliche Schlüssel zum Erfolg ist das Fischen mit der Feederrute. Die Ringer Brüder setzen dabei darauf, möglichst viele, kleine Fische auf kurzer Distanz zu fangen. Dieser Ansatz lässt sich übrigens im ganzen Jahr umsetzen und ist besonders im Winter erfolgreich, wenn man dann auch noch Hakengröße und die Schnurstärke heruntersetzt. Hat man den generellen Ansatz erst einmal verstanden, kann man ihn das ganze Jahr erfolgreich anwenden.

Steve Ringer

Steve Ringer

Es gibt wahrscheinlich nicht viele Angler, die den Namen Steve Ringer nicht kennen. Für diejenigen unter den Lesern bei denen dies der Fall ist, hier ein paar Worte zu Steve. Steve war Feederweltmeister in Irland 2014 und er hat mit dem englischen Team die Feederweltmeisterschaft mehrmals gewonnen. Steve hat das prestigeträchtige Walterland Masters 2014 mit der Kopfrute gewonnen und 2015 hat Steve zusammen mit seinem Bruder Phil die World Pairs in Irland ganz oben auf dem Podium beendet. Kurzum, er ist der wahrscheinlich beste Allroundangler der Welt. Steve kommt aus einer Anglerfamilie, neben sein Bruder Phil (ebenfalls Mitglied er englischen Feedernationalmannschaft) gib es dort noch das Familienoberhaupt Geoff Ringer. Geoff ist in England eine lebende Legende und der Mentor seiner beiden Söhne. Steves Gespür und sein Instinkt sind auf den britischen Inseln sehr bekannt und wir haben uns sehr gefreut, dass er sich bereit erklärt hat, mit uns eine Story über sein berühmtes Angeln auf Kleinfisch zu produzieren.

Der Ansatz

In seinen Jugendjahren hatte Steve das große Glück mit seinem Vater Geoff, einen der besten Lehrer der Welt um sich zu haben. Geoff hat seine Jungs bei jeder Gelegenheit mit zum Angeln genommen und so konnte Steve früh seine Fähigkeiten und seine Instinkte für das Fischen an natürlichen Gewässern ausbilden und Erfahrungen sammeln. Als die ersten Commercials auf den britischen Inseln auftauchten, hatte Steve bereits das Angeln an Seen, Flüssen und Kanälen verinnerlicht und damit die Basics für sein überragendes Talent als Allroundangler gelegt. Die hier erworbenen Instinkte, die Erfahrung sowie ein großes Maß an Ehrgeiz machten in dann auch schnell zu einem der besten Commercial Angler der Insel. Nach dieser intensiven Phase der Kleinkarpfenangelei, welche von vielen großen Erfolgen geprägt war, widmete sich Steve wieder mehr seiner alten Leidenschaft, dem Angeln an natürlichen Gewässern.Uund was soll man sagen, er hatte fast augenblicklich wieder Erfolg an den natürlichen Flüssen und Seen.

Steve hat die Gabe schnell zu erkennen, wie die Fische an dem Angeltag befischt werden müssen, um sie zahlreich in den Kescher zu bekommen und das ist in der heutigen Zeit sicherlich ein, wenn nicht DER Schlüssel zum erfolgreichen Angeln. Sein geliebter Ansatz, das Angeln auf viele kleine Fische in kurzer Distanz, mutet auf dem ersten Blick sehr einfach an, es sind jedoch die Kleinigkeiten, die aus diesem Ansatz einen erfolgreichen Ansatz machen.

Feedern auf kleine Fische auf kurzer Distanz bedeutet im Allgemeinen, das man viele Bisse in kurzer Zeit haben sollte. Damit dies auch funktioniert, müssen alle Faktoren aber perfekt ineinander greifen, denn nur dann ist dieser Ansatz siegfähig! Es ist genau wie beim Angeln mit der Kopfrute auf kleine Fische. Wenn man ein gutes Gewicht fangen will, dann müssen alle Abläufe glatt und harmonisch ablaufen. Gerade im Winter, wenn die Wassertemperaturen sinken und der Stoffwechsel der Fischer heruntergefahren wird, ist es einfacher ein gutes Gewicht mit kleinen Fischen zu fangen, als ein ähnlich großes Gewicht mit kapitaleren Fischen.

Der „Eine Bahn Ansatz“

Dinge möglichst einfach zu halten und sich auf einen Futterplatz zu konzentrieren ist meistens der richtige Ansatz für ein erfolgreiches Angeln, denn nur damit kann man alle anwesenden Fische auf einem möglichst kleinen Platz konzentrieren und auf diesem Platz herausfinden, wie die Fische beangelt werden müssen. Genau wie beim Fischen mit der Pose werden die Fische beim Feedern auf den Platz ziehen, sich wieder etwas hinter den Platz fallen lassen oder vom Boden aufsteigen und im Mittelwasser auf die Köder warten. Für den Angler ist  entscheidend, dass er mitbekommt, was der Fischschwarm gerade macht. Das kann nur gelingen, wenn man den Platz permanent beangelt und so die Tendenzen in der Fischbewegung permanent aufnehmen kann. Wann immer eine dieser Änderungen bei den Fischen auftritt, muss/sollte der Angler reagieren. Die Mittel die der Angler zur Verfügung hat sind die Konsistenz des Futters, die Art und Menge der eingebrachtenKöder, der Futterrhythmus oder aber auch die Angelentfernung. Um das richtige Instrument zu wählen, braucht man ein Verständnis dafür, was gerade unter Wasser geschieht.

Die Ausrüstung

Steve hat das große Glück von Daiwa gesponsort zu werden und entsprechend angelt er auch überwiegend mit Produkten des schottischen Herstellers. Für das Angeln auf Distanzen zwischen 20 und 30 Metern setzt Steve kurze Ruten von 330cm ein. Angelt er auf Distanzen zwischen 30 und 40 Metern nutzt er 360cm lange Ruten. Die perfekte Rolle dazu sollte eine 3000-4000er Rolle sein (je nach Hersteller). Bei Steve besteht diese Combo übrigens aus Ruten der Tournament Serie und Rollen vom Typ 4012 TDR (alles von Daiwa). Diese Art der Angelei verlangt dem Gerät einiges ab, denn während einer Session macht man oft mehrere hundert Würfe!

Fischt Steve die 330cm Ruten, nutzt er 3m monofile Schnur als Schlagschnur, die Schnur sollte 4 Kilotragkraft haben, beim Fischen mit 360cm Ruten nimmt er 4m Schlagschnur der gleichen Stärke. Als Hauptschnur fischt Steve eine Matrix Submerge Feederbraid der Stärke 0,08mm. Die angegebenen Werte sind ideale Werte, erfordert der Platz robusteres Gerät, so scheut sich Steve nicht dieses einzusetzen.

Beim eingesetzten Feederkorb angelt Steve immer mehr mit Maschenkörben, zur Zeit sind die Nisa Plastikkörbe sein Favorit. Bei der Feederweltmeisterschaft 2014 in Irland nahm er einen 44Gramm schweren Korb dieses Herstellers, um möglichst schnell in die Tiefe zu den dort am Grund stehenden Fischen zu gelangen.

Nisa Plastikkörbe sind sein Favorit Leichtere Körbe als Ersatz um weitere Bisse zu bekommen

Während des Trainings hatte das Team aber auch mitbekommen, dass es notwendig war, zum Ende des Fischens leichtere Körbe zu nehmen, um weitere Bisse zu bekommen. Aus diesem Grund hat Steve schon lange immer eine kleine Auswahl von Körben griffbereit am Platz liegen. Die Körbe befestigt er übrigens immer CIPS konform mit einem laufenden Seitenarm auf seiner Schnur.

Köder:

Bei allen internationalen Events sind Bloodworm und Joker (große und kleine Mückenlarven) die alles entscheidenden Köder. Diese Köder sind die besten Köder, für Steve gibt es da keinen Zweifel! In England sind sie jedoch oftmals verboten und bei den gut besetzten Gewässern auch nicht notwendig, lediglich in den Wintermonaten greift Steve auf Bloodworm und Joker (kurz B&J) zurück.

In Irland z.B. würde Steve niemals B&J als Köder nehmen sondern sich immer auf Made, Caster und Würmer als Köder verlassen. Diese Köder sollen auch beim heutigen Bericht die Schlüsselköder zum Erfolg sein. Steve ist übrigens auch der Meinung, dass man diese Köder im Winter genauso erfolgreich einsetzen kann wie im Sommer, es kommt ihm dabei lediglich auf die Dosierung an!

Ködertablett

Steves Hakenköder Nummer 1 - tote Maden

Steves Hakenköder Nummer 1 ist bei dieser Angelart die Made. Da viele Gewässer in denen Steve angelt einen sehr weichen Untergrund haben, nimmt er dazu am liebsten tote Maden. Um das natürliche Erscheinungsbild der Maden nicht zu zerstören favorisiert er die Methode die Maden in einem luftleeren Beutel einzufrieren und dann am Angeltag wieder aufzutauen. Ist Steve am Wasser angekommen, gibt er die Maden in eine Dose mit Wasser. Dies hält die Maden schön weich, sie behalten ihre Farbe und die Maden sind damit sehr attraktiv für die Fische.

Maden

Macht man dies nicht, so werden die Maden im Laufe des Angeltages schwarz anlaufen und an Fängigkeit verlieren. Angelt man mit zwei Maden am Haken ist es zwingend notwendig die Maden gegensätzlich anzuködern. Eine Made durch den Kopf und die andere durch das Hinterteil. Macht man dies nicht, so wird man immer Probleme mit dem Propellereffekt beim Einholen des Köders haben. Außerdem können die Fische eine so angeköderte Made besser aufnehmen.

Würmer sind ohne Frage der beste Köder zum Füttern und Steve würde niemals mit weniger als 2 Kilogramm Würmern zu einem Wettkampf gehen. Er braucht diese unglaubliche Menge zwar fast nie, aber Würmer sind für ihn so wichtig, dass er immer genug dabei haben möchte. Dendrobena Würmer sind die erste Wahl von Steve und bevor er diese schneidet, siebt er immer die Erde aus, damit die Würmer die Konsistenz des Futters nicht zerstören.

Erst wird die Erde ausgesiebt

Im Winter bevorzugt Steve es die Würmer sehr klein zu schneiden um die kleinen Fische nicht zu schnell zu sättigen und außerdem möglichst viel von dem attraktiven Wurmsaft freizugeben. Würmer sind übrigens in kleinen Stücken auch ein toller Hakenköder für Rotaugen.

Die Würmer Steve schneidet die Wümer sehr klein, um möglichst viel Wurmsaft freizugeben

Caster sind ein wunderbarer Köder um die großen Fische auf dem Platz zu halten, welche durch die fressenden kleinen Fische oft angelockt werden. Barsche, Rotaugen und kleine Brassen lieben diesen Köder und Steve füttert ihn immer mit, da Caster die Chance erhöhen, dass sich größere Fische auf dem Platz einfinden. Caster sind dazu noch ein sehr schwerer Köder und schwimmen kaum auf. Dies sorgt dafür, dass die Fische weiterhin auf dem Boden fressen und nicht in das Mittelwasser aufsteigen, bzw. die Fische unruhig hinter den auftreibenden Maden und Pinkis hinterherjagen und es zu Schnurbissen kommt.

Die Wahl des Grundfutters basiert auf Jahren des Experimentierens und auch wenn sich die Mischungen des Futters je nach Veranstaltungsort leicht ändern, bevorzugt er eine Mischung aus Dynamite Baits Frenzied Hempseed Match Black, Van Den Eynde Supercrack Roach und Aldersons Brown Crumb. Das heutige Peg ist etwa 4 Meter tief und Steve hat sich entschieden, eine Mischung zu verwenden, die so abgemessen wurde, dass alle drei Grundfutter in gleicher Mengen gemischt wuden. Wäre das Gewässer flacher oder tiefer oder die Zielfische in veränderter Konstellation am Angelplatz zu erwarten, würde Steve das Verhältnis des Futtermixes entsprechend ändern.

Steve bevorzugt eine Mischung aus Dynamite Baits Frenzied Hempseed Match Black, Van Den Eynde Supercrack Roach und Aldersons Brown Crumb

Der Start:

Man sollte generell beim Angeln gut und komfortabel sitzen und gerade bei dieser schnelle Angelei, bei der alles auf Effektivität ausgerichtet sein muss, ist es umso wichtiger das man schonend sitzt. Eine gute Ablage hat alle wichtigen Untensilien in Griffweite liegen. Das Erste, was Steve an jedem neuen Platz macht, ist das Loten mit einem 28 Gramm Blei. Er verschafft sich so einen Überblick über die Bodenbeschaffenheit, etwaige Hindernisse und vor allem der Tiefenstruktur des Gewässers.

Der Angelplatz muss effizient aufgebaut sein Gut und komfortabel sitzen ist wichtig

Auf dem heutigen Platz hat das Gewässer nach circa 20 Metern eine Tiefe erreicht, die es bis circa 50 Meter Entfernung unverändert bleibt. Steve beschließt auf circa 25 Meter zu angeln, denn er sieht keinen Grund auf einer weiteren Distanz zu angeln. Dies liegt vor allem darin begründet, dass die Gewässertiefe nicht weiter zunimmt. Hat Steve sich einmal für eine Entfernung entschieden, nimmt er diese mit zwei Feederbanksticks von Preston auf. Diese Sticks stehen in einer festgelegten Länge zueinander und anhand der Anzahl der Umwicklungen kann er sich die Entfernung einprägen und bei Bedarf schnell wieder exakt nachstellen.

Nun, wie man sich vorstellen kann, hat Steve Dutzende von verschiedenen Rigs für diese Art des Fischens ausprobiert und während einige die gleichen Ergebnisse bringen, verwendet Steve nun immer ein einfaches Freilauf Rig, das übrigens mit den internationalen Regeln der CIPS übereinstimmt.

Der Karabinerwirbel ermöglicht Steve schnell den Futterkorb zu wechseln und die Schnur ist freilaufend entsprechend den internationalen Vorschriften. Zum Start wählt Steve einen 18er Kamasan B560 Haken 0,11er Guru N-Spur Vorfach. Die Anfangslänge des Vorfach ist in der Regel 50 cm, aber Steve wird später reduzieren oder verlängern, je nachdem, wie die Fische beissen.

Steve füttert zu Beginn 4 Körbe voll mit Futter, nur zwei dieser Körbe sind mit Ködern befüllt. 3 Körbe sind von Steve so gefüllt, dass sie sich auf dem Gewässergrund entleeren, der 4. Korb ist so gedrückt, das Steve ihn im Mittelwasser leeren kann. Er hofft so einen Kickstart auf dem Platz zu generieren und Standfisch in den höheren Wasserschichten möglichst schnell auf den Platz am Boden zu locken.

Obwohl es „eigentlich“ ein absolutes Basic beim Feederfischen ist, ist es Steve wichtig zu betonen, das Genauigkeit beim Werfen extrem wichtig ist. Im Laufe des Durchgangs kann es wichtig und notwendig sein die Angeldistanz zu verlängern, bzw. sogar zu verkürzen, aber bis zu diesem Zeitpunkt ist Präzision essentiell.

Steve füttert zum Anfang kleine Portionen geschnittene Würmer, Caster und Maden und er setzt sich zu Beginn das Ziel alle 90 Sekunden neu auszuwerfen. Dieses konstante "Plopp" Geräusch des Korbes lockt hoffentlich alle in der Nähe befindlichen Fische an und konzentriert sie auf seinem Futterplatz. Nach 8 Würfen und circa 10 Minuten ist klar, dass nicht soviel Fische in der Nähe sind, denn bisher hatte Steve noch keinen Biss. Es gibt nun zwei Möglichkeiten:

  1. Aggressiv in diesem Stil weiterfüttern – dies macht man vor allem dann, wenn man sich sicher ist, dass die Fische da sind aber einfach nur spät dran. Dies kann sehr produktiv sein, oder aber den Platz bereits nach 30 Minuten für den Rest des Angeltages zerstören.
  2. Man verlängert den Wurfintervall auf 3 Minuten und gibt den Fischen damit mehr Zeit den Köder zu finden.

Steve entscheidet sich dafür den Köder länger im Wasser zu lassen und nach 4 weiteren Würfen und ungefähr 10 Minuten bekommt er seinen ersten Biss und fängt ein kleines Rotauge. Er bleibt in den nächsten 30 Minuten bei dem Rhythmus und nach diesen 30 Minuten bekommt er deutlich mehr Bisse und die Fische beginnen den Platz zu akzeptieren und fressen nun zutraulich. Jetzt ist der Zeitpunkt für Steve gekommen, um auf den 90 Sekunden Rhythmus zurück zu kommen. In den nächsten beiden Stunden bekommt Steve permanent Bisse, in der Hochphase des Platzes fängt er bei jedem Wurf einen Fisch.

Steve bekommt nun permanent Bisse Bei jedem Wurf einen Fisch

Interessant ist dabei, dass Steve in seiner Futterwanne in jeder Ecke einen kleinen Haufen seiner Lebendköder liegen hat und er bei jedem Korb mit der Zusammensetzung spielt um die Fische neugierig zu halten. Bemerkt er, dass ein eingebrachter Köder den Platz negativ beeinflusst, verzichtet er in den nächsten Körben erstmal auf den Köder.

Eine der Unwahrheiten in Bezug auf das Feederfischen ist die Annahme, dass man Fische beim Feederangeln nur auf dem Grund fangen kann. Denn dort liegt ja auch unser Futter - dies ist schlicht und einfach „falsch“. Angelt man mit der Pose, wechseln die Fische oft die Wassertiefe. Sie steigen auf oder lassen sich fallen, alles im ständigen Kampf untereinander um die eingebrachten Köder. Dies geschieht genauso beim Feederfischen, die Frage ist nur, wie man die Fische in den höheren Schichten beangelt und befüttert?!

Wie schon beschrieben, angelt Steve gerne mit dem Cage Feeder und diese Futterkörbe verlieren nach dem Aufprall auf die Wasseroberfläche (je nach Konsistenz des Futters) Partikel auf ihrem Weg zum Gewässerboden. Diese Partikel werden von den Fischen aufgenommen und die Fische steigen diesen Partikeln auch entgegen. Dieses Steigen kann gut oder auch schlecht sein. Heute möchte Steve, dass die Fische strikt am Grund bleiben und füttert daher einen relativ feuchten, passiven Mix. Aus diesem Mix steigen kaum Partikel auf und die Fische bleiben somit auf dem Boden.

Bekommt Steve jedoch mit, dass die Fische über Grund stehen, so wechselt er von seinem 50cm langen Vorfach auf ein deutlich längeres Vorfach von bis zu einem Meter Länge. Dadurch sinkt der Köder viel langsamer ab und die Fische in den oberen Wasserschichten haben die Möglichkeit den Köder beim Absinken aufzunehmen. Hat man mit steigenden Fischen zu „kämpfen“ und möchte diese auf dem Grund haben, so kann das Einbringen von schweren Castern ein probates Mittel sein, um die Fische auf den Grund zu ziehen und sie dort zu halten.

Bei der Feederspitze setzt Steve heute auf ein 1 Unzen Model und während des Angelns hat er herausgefunden, dass er mehr Bisse verwandeln kann, wenn er die Spitze leicht vorspannt. Diese Spannung gilt es bei jedem Fischen neu herauszuarbeiten und dann beim Angeln variabel anzupassen.

Diese vielen kleinen Tricks und Kniffe machen aus einem guten Angler einen Weltklasseangler wie Steve. Dabei ist es nicht die Kunst die Kniffe zu kennen, sondern sie richtig einzusetzen. Dies kann man nur durch angeborenen Instinkt und viele Stunden am Wasser perfektionieren, aber wir sind uns sicher, das dieser Bericht den Lesern viele neue Ansätze eröffnet und fast jeden zu einem besseren Angler macht.

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