Ein Angeltag an der Geeste bei Bremerhaven

  • von ????
  • 25. Oktober 2019 um 09:19
  • 0

Da in Kürze wieder eine schöne Veranstaltung hier bei uns im Norden stattfinden soll, haben Thorben und ich uns dazu entschlossen, noch einmal vorher an der Geeste in Bremerhaven zu trainieren. Dieser Fluss bei Bremerhaven ist ca. 40km lang und gehört zu den Tidegewässern.

Aus diesem Grund ist im Vorfeld eine Information über die Gezeiten sehr wichtig. So stehen die Hochwasserzeiten meist in den Regionalen Zeitungen. Ich benutze dafür mittlerweile eine App auf dem Smartphone. Wir sind uns schnell einig geworden, dass es der Samstag werden sollte. Denn Hochwasser war für 14Uhr angekündigt. Und in der Regel kann man jeweils 4 Stunden vor und nach Hochwasser angeln.

Wir trafen uns um 9:00 Uhr in der Nähe der Strecke und haben erst mal besprochen an welchen Abschnitt es gehen sollte. Man kann an eigentlich an jeden Abschnitt der Geeste mit dem Auto gut heran fahren und einen der Parkplätze nutzen, jedoch muss man die letzten Meter ein wenig schieben. An dem Parkplatz angekommen, hieß es dann Auto ausladen und Karre packen. An unsern Platz, wurde die Ausrüstung zügig abgeladen um den Fuß/Radweg komplett zu räumen. Dies ist dem ansässigen Verein immer ein wichtiges Anliegen, denn nur so wird unnötiger Ärger mit Passanten vermieden.

Die Geeste

Hiernach haben wir uns, an die Vorbereitung vom Futter und Ködern gemacht. Als Futter haben wir beide auf die K5 Serie aus dem Hause Eco Fishing gesetzt.

Thorben nutzt eine Mischung aus Roach und Canal mit 50% Rivere Erde.

Ich habe mich für einen Mix aus Nummero Uno und Canal entschieden. Welchen ich ebenfalls 50% Erde zugegeben habe. Da die Güstern und Brassen hier gut auf Fluopartikel reagieren, haben wir diese nach dem anfeuchten des Futters dem Mix zugegeben.

Typischer Köder u. Futtertablett für die Geeste Die Futtermischung

Thorben und ich bauten für das Fischen mit der Kopfrute Montagen zwischen 0,8gr bis 4,0gr auf. Beim Loten entschloss Thorben sich für die 13m Bahn. Ich dagegen nutze die 11,5m Bahn, da ich auf 13m leider keinen sauberen Untergrund hatte.

Bei der Matchrute setzte Thorben auf eine feststehende Montage in 10gr. Ich habe für den Tag einen Slider in 8gr. aufgebaut. Bei der Matchrute wollten wir dann ebenfalls zwei verschiedene Bahnen testen. Thorben fischte die Bahn auf ca 35m und befand sich somit auf dem „Sattel“, kurz vor der anderen Uferseite. Ich blieb etwas kürzer auf ca 30m , so dass sich mein Slider noch etwas im Tieferen befand.

Thorben beim Loten

Nun konnten wir endlich mit dem schönen Teil anfangen und zwar mit dem Fischen. Da wir hier im Norden bereits die ersten Minus-Temperaturen hatten, habe ich mich entschieden das Futter für die Kopfrutenbahn ausschließlich mit dem Polecup raus zu schieben. Hier habe ich 3 Bälle meines Mixes ohne Zusätze gefüttert, gefolgt von 3 Bällen mit einer Handvoll Caster und toten Pinkies/Maden sowie 2 Bälle mit geschnittenen Würmern. Wer es hier mit den Ködern zu gut meint, wird definitiv die Bekanntschaft mit der in Norddeutschland bekannten Wollernkrabbe machen. Thorben hat seine Startfütterung zum Anfang geworfen und nur die Bälle mit den Ködern abgecuppt.

Eine Wollernkrabbe

Auf der Matchrutenbahn habe ich 15 Bälle in der ungefähren Größe von einem Hühnerei geschossen. 10 Bälle so dass sie geschlossen nach unten sinken und 5 Bälle habe ich an der Oberfläche platzen lassen. Thorben hat aufgrund einer deutlich geringeren Wassertiefe mehr Bälle aufplatzen lassen. Beide habe wir dann die Matchrutenbahn erstmal komplett in Ruhe gelassen. Diese Bahn sollte nur als Reserve dienen, wenn auf unseren Kopfrutenbahnen nichts gehen sollte oder die Krabben auf dem Platz kommen würden.

Matchrutenbahn von Thorben

Wir konnten von Anfang an unsere Fische auf der Kopfrutenbahn fangen. Es handelte sich meiste um Güstern zwischen 80-150gr. Als die Bisse jedoch weniger wurden, habe ich meine Bahn noch mal nachgelotet. Da wir bei Auflaufenden Wasser begonnen haben zu fischen, hat die Tide dafür gesorgt das der Köder mittlerweile ein wenig übern Grund angeboten wurde. Als ich daraufhin die Pose neu eingestellt hatte, kamen die Bisse gleich wieder.

eine durchschnittliche Güster

Nach einer Weile wollten wir jedoch noch testen welche der Matchrutenbahnen besser zu sein vermag. Hier schien meine Entscheidung heute die richtige gewesen zu sein. Denn es stellte sich heraus das die Fische im tieferen Bereich ein wenig größer waren. Und die Anzahl der gefangenen Fischen ungefähr die gleiche war.

Thorben beim neu beködern der Matchruten

Gehen wir jetzt noch ein wenig auf die Montage ein. Hier hat Thorben heute das Posenmodell MW-1 mit einer feinen Glasfaser Antenne aus dem Hause ECO FISCHING genutzt. Das Blei hat er zu einer 3Punkt Bebleiung geschoben, so dass er den Köder öfter mal leicht anheben und absinken lassen kann. Dies bringt oftmals noch den ein oder anderen Fisch mehr an diesem Gewässer.

Bei der Matchrute habe ich den Carbon Magic Slider von Exner gefischt. Hier habe ich die Bebleiung relativ simpel in Form einer 2Punkt Bebleiung gehalten. Als Bissanzeiger Blei diente hier der Mikrowirbel und ein 8er Blei.

Zum Schluss bleibt zu sagen, dass es wieder ein schöner Tag am Wasser war, an dem wir wieder wichtige Infos sammeln konnten. Wer hier selber einmal fischen möchte, bekommt den nötigen Gastschein z.B. bei Fishermans -Partner in Bremerhaven-Spaden. Bei einem frischen Kaffee kann man sich dann noch den ein oder anderen Tipp holen, bevor man mit frischen Ködern ans Wasser fährt.

Werbepartner