Im Langzeittest - Cresta Identity Accelerate Feeder

  • von ct-Redaktion
  • 19. Mai 2018 um 06:15
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Mit der Identity Accelerate Feeder setzt Cresta den Weg fort, für spezialisierte Friedfischangler hochwertiges Angelgerät anzubieten. Ein erster Blick auf der Stippermesse auf die neue Feederserie genügte, um den Entschluss zu fassen, dass die Identity Accelerate auf jeden Fall eines CT-Langzeittest würdig ist.

Wie sie sich dort geschlagen hat, können Sie nachfolgend lesen. Als Bonus stellte uns Cresta die neue Advantor Rolle zur Verfügung. Diese Rolle ist speziell zum Feedern geschaffen worden und passt somit ideal zum Rutentest.

Erster Eindruck:

Die Accelerate Feeder wird in einem reißfesten, grauen Stofffutteral mit aufgesetzter Seitentasche geliefert, in dem ein Kunststoffröhrchen für die Ersatzspitzen Platz findet. Ab Werk werden davon drei Stück in Carbon in 1, 1,5 und 2 oz in einer Länge von 63 cm mitgeliefert. Der Spitzenring hat einen Innendurchmesser von nur 2,5 mm, während der Durchmesser der Steckverbindung mit 2,8 mm ebenfalls sehr dünn ausfällt. Obwohl sie 3,75 m lang ist, handelt es sich bei diesem Modell um eine zweigeteilte Rute. Das Handteil und Spitzenteil sind mit 1,62 m und 1,60 m fast gleich lang. Die Spitze muss beim Transport entfernt oder umgelegt werden. Dies ist allerdings sowieso eine gute Wahl, da Beschädigungen gerade bei höherwertigen Carbonspitzen, schnell auftreten können. Der mit 13,5 mm eher schlanke Rutenblank gefällt auf Anhieb. Cresta hat auf einen dicken Epoxy- Harz Überzug verzichtet, so dass das schöne Muster des japanischen Carbons gut zur Geltung kommt. Eine unauffällige Beschriftung ergänzt den großartigen optischen Eindruck.

Cresta Identity Accelerate Feeder

Bei den Ringen setzt Cresta auf Weitwurfringe. Die 15 Ringe (acht auf dem Blank) machen einen wertigen Eindruck und sind auf den ersten Blick gut verteilt worden. Der Leitring weist einen Innendurchmesser von ca. 20 mm auf, wobei er mit 69 cm recht weit vom Rollenfuß entfernt sitzt. Die Ringeinlagen sind weder besonders schmal, noch kräftig. Bei den Ringwicklungen setzt Cresta das Understatement fort. Sie sind perfekt ausgeführt worden, und das einfache schwarz passt hervorragend zum wertigen Eindruck des Blanks.

Hochwertige Weitwurfringe

Beim Griff setzt Cresta auf Echt- und Rubberkork. Diese Kombination sieht nicht überraschend gut aus und verleiht dem Griffbereich eine gewisse Strapazierfähigkeit und damit hohen Lebensdauer.

Der Griff aus Echt- und Rubberkork.

Beim Rollenhalter greift Cresta auf ein Modell von Fuji zurück. Dank einer Carboneinlage und schwarzem Metall mit Silberringeinlage sieht dieser Bereich modern aus und passt zum Gesamteindruck der Rute.

Der Rollenhalter ist ein Modell von Fuji

Die beigelegte Advantor 5000s überrascht beim ersten hinsehen durch ihre Größe und bietet Eigenschaften, die momentan bei keiner modernen Rolle fehlen dürfen. Der Rollenkörper fällt einerseits sehr kompakt aus, vermittelt andererseits aber einen wuchtigen Eindruck.

Dies beinhaltet einen großen Rotor, einen stabilen Rollenbügel und einen griffigen, großen Rollenknauf. Eine polierte Abwurfkante fehlt ebenso wenig wie ein Schnurclip aus Metall.

Das Design der Advantor schlägt in die gleiche Kerbe. Der schwarze Rollenkörper sieht mit seinen Chromelementen sehr gut aus und kann auf Anhieb gefallen. Die Spulen –Cresta legt eine vollwertige Ersatzspule bei— fassen 150 m 0,23 mm Monofile und fallen damit flach aus. Weniger Schnur bedeutet nicht nur geringere Kosten beim Bespulen, sondern auch ein etwas geringeres Gewicht beim Fischen. Ohne Schnur bringt die Advantor 310 Gramm auf die Waage. Fünf Kugellager sollen für einen sauberen Lauf sorgen. Der Schnureinzug liegt bei 85 cm.

Praxis:

Nachdem die Rolle mit einer geflochtenen Schnur versehen wurde, konnte der Praxistest direkt starten. Mit 60 g Wurfgewicht ist die Identity Feeder eine Rute, die im Stillwasser, aber auch bei leichter Strömung eingesetzt werden kann. Im Testwurde die Identity Feder am langsam fließenden Fluss sowie am Kanal eingesetzt. Dabei schlug sie sich hervorragend. Gerade unter schwierigen Bedingungen, am Kanal mit starkem Seitenwind, zeigte sich wie wertvoll der hochwertige Blank beim Werfen ist. Die Rute kann ohne Sorge voll durchgezogen werden, damit der Korb auch wirklich am anvisierten Futterplatz ankommt. Die schnelle Spitzenaktion begünstigt das sehr schöne Wurfverhalten. Die Ringe der Carbonspitzen sind groß genug um den Schlagschnurknoten ohne Widerstand hindurchgleiten zu lassen. Als dann der erste Biss erfolgt, zeigt sich schnell, dass die Identity Feeder zwar eine Spitzenaktion besitzt, im gesamten aber genügend nachgibt um auch größere Fische zu landen.

Schnell ist klar, dass ein holländischer Brassen sich den Rotwurm geschnappt hat, denn immer wieder müssen harte Kopfschläge vom Blank abgemildert werden. Vorsichtig, aber mit stets etwas Druck, hält die Identity Accelerate dagegen.
Nachdem einem spannendem Drill, bei dem der Blank sehr gut mitarbeitete, kommt der Fisch zum ersten Mal an die Oberfläche.

In der Nahdistanz erfolgt noch ein letzter Fluchtversuch, wobei harte Kopfschläge eine weich eingestellte Bremse erfordert.

Das 12er Vorfach hält. Als Resultat kann eine 5 Pfund Brasse sicher gekeschert werden. Dieser Vorgang wiederholte sich im Laufe der Woche dann noch gleich mehrere dutzend Male, so dass Rute und Rolle zeigen konnten, was in ihnen steckt. Kritik kam im Test nur am Rollenhalter auf. Dieser musste ab und zu um wenige Millimeter nachgedreht werden, weil er sich nach und nach ein wenig lockerte. Hier könnte ein zweiter Sicherungsring sinnvoll sein.

Die Advantor 5000 s passt hervorragend zur leichten Rute. Die Schnur fliegt sauber von der Spule und landet immer wieder im Schnurclip. Fühlte sich letzterer beim Trockentest mit dicker monofiler Schnur ein wenig „fummelig“ an, konnte er am Wasser aber durch einfache Handhabung und gute Verarbeitung überzeugen.

Fazit:

Mit der Identity Accelerate hat Cresta eine hervorragende Rute im Oberklassesegment gebaut, die rundum begeistern kann. Bereits die etwas andere, aber hervorragend gelungene Optik lädt dazu ein, sich die Rute genauer anzusehen. Im Praxistest konnte sie dann mit ihren Werten überzeugen. Der tolle Blank sorgte einerseits für weite, zielgenaue Würfe, während andererseits die Rutenaktion die Fluchten der Fische gut abpufferte.
Die Identity Accelerate konnte im Handel bereits für unter 170 € gesichtet werden. Bei dem hier gebotenem macht dies die Cresta Feederrute zu einem absoluten Schnäppchen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist extrem gut!

Bei der Advantor 5000 s handelt es sich um eine gute, preiswerte Rolle, die ideal auf mittlere Distanzen zugeschnitten ist. Sie verfügt über eine gute Schnurverlegung, eine fein dosierbare Bremse und über ein robustes Gehäuse. Der Schnurclip schont die Schnur und ist gut zu gebrauchen. Insgesamt ist die Advantor eine schöne Mittelklasserolle die mit unter 90 € sogar noch überraschend günstig zu haben ist.

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