Bliedersdorfer Browning Cup 07

  • von Joerg Wachtmeester
  • 01. August 2007 um 11:25
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Zu einer festen Veranstaltung für viele Angler in Niedersachsen und Hamburg hat sich der „Bliedersdorfer Browning Cup“ von Wilfried Wittger (Brassenwilli) entwickelt und so trafen sich dieses Jahr 21 Mannschaften um den Schuppenträgern nachzustellen. Gefischt wurde in folgenden Gewässern: 2 Sektoren Elbe (1 x tragende Pose und 1 x Feeder), 1 Sektor Lühe (tragende Pose) und 1 Sektor Bullenbruch (tragende Pose).

Die einzelnen Sektoren verlangten von den Anglern unterschiedliche Qualitäten. Im Folgenden möchten wir kurz auf die einzelnen Sektoren eingehen.

Im Bullenbruch wurde vor allem auf technisches Angeln auf Rotaugen mit der Kopfrute gesetzt und versucht über die Stückzahl ein gutes Ergebnis zu erzielen, wobei die Endplätze noch den ein oder anderen Bonusbrassen mit ins Netz packen können. Es galt sehr fein zu Fischen, der Bullenbruch hat lediglich eine Breite von max. 12m und eine Tiefe von circa 1m, verfügt aber über einen guten Bestand an Rotaugen und einige Brassen. Erfolgreich gefischt wurden feine Montagen zwischen 0,5 Gramm und 1,5 Gramm (bei Pumpentätigkeiten). Das Futter wurde anfangs geworfen, im Fischen selber dann idealerweise mir dem Pole Cup ausgebracht. Als Köder kamen vor allem Pinkis zu Einsatz die sauber präsentiert werden mussten. An diesem Naturgewässer wurde jede Fehler von den Fischen bestraft, fütterte man zu laut oder zu viel, dann setzten Beißpausen ein, bei den zu erwartenden engen Ergebnissen würde dies eine gute Platzierung unmöglich machen.


ein typischer Fang aus dem Bullenbruch

In der Lühe ist es wichtig in der Zeit des Wasserwechsels (Tidengewässer) mit leichteren Montagen (1-3 gr.) die ersten Fische zu fangen und dann bei einsetzen der Strömung mit schweren Montagen (bis 30 gr. Lollys oder Tunkmontagen) die Bonusfische zu ergattern. Die Aussenplätze sind in der Regel in der Lühe stark bevorteilt, deshalb ist für die Angler in der Mitte der Sektoren der Tidenwechsel sehr wichtig, denn in diesem Zeitraum lassen sich auf der ganzen Strecke mit feinen Montagen Rotaugen fangen. Nach der kurzen Zeit des Stillstandes setzt dann ein starker Tidenhub ein der nach starken, schweren Montagen verlangt. Die Lühe birgt große Brassen bis 8 Pfund, Alande bis 5 Pfund und starke Güstern bis 3 Pfund, diese Fische in „30 Gramm Strömung“ zu bändigen ist ein haarige Angelegenheit und verlangt nach guten Gerät und starken Nerven. Die Lühe ist als ein Fluss bekannt, der sehr  wetterfühlig ist, starke Regenfälle mindern die Beisslaune der Fische oft stark ab. Genau dieses Problem mit den starken Regenfällen sollte beim diesjährigen Browning Cup zu einem Problem in der Lühe werden. Auf der ganzen Strecke wurden kaum grosse Fische gefangen, wer im Tidenwechsel sauber auf die Rotaugen fischte konnte, vollkommen Lühe untypisch, auch aus der Mitte der Sektoren gute Ergebnisse erzielen.

In der Elbe ist Angeln mit der Kopfrute angesagt um hinter die Steinschüttung zu kommen und dort seine Fische zu fangen. Das Ende der Steinschüttung liegt ziemlich genau bei 12,5m, es gilt sich also so nah wie möglich an die mögliche Hochwasserlinie zu setzen und dann mit voller Länge hinter der Schüttung zu angeln. Auf einigen Plätzen erschweren weitere grosse Steinbrocken das Angeln hinter der Steinschüttung, hier gilt es eine saubere Drift zu finden oder auf die Bolo umzusteigen. Die Hauptbeute der Angler in der Elbe sind kampfstarke Güstern, die bis zu 1 Kilogramm auf die Waage bringen. Dazu sind teilweise gewichtige Alande zu fangen, Brassen sind eher selten und können kaum gezielt beangelt werden. In der Elbe wird oft der Fehler gemacht viel zu schwer zu angeln, oftmals reichen Posengewichte von 2 Gramm bis 6 Gramm völlig aus um erfolgreich den Güstern nachzustellen. Gerade wenn gegen Ende des Angelns die Wassertiefe unterhalb von 2m liegt, ist es erfolgversprechend auf leichte Montagen umzusteigen und übertieft zu fischen. Mit diesen Montage lassen sich weit hinter dem eigentlich Futterplatz Güstern und Alande fangen die dort auf abtreibende Lebendköder warten.


die Elbe- auf der beangelten Strecke mehr als 2 Kilometer breit

Im Feedersektor der Elbe wird mit Körben von 30 bis 80 gr. gefischt. Je nach Tidenhub, um an den Fisch zu kommen dann auf Entfernungen von 35-45 Meter auf sauberem Sandboden. Vernachlässigen sollte man allerdings die kurze Bahn hinter der Steinschüttung nicht. Hier ist der ein oder andere gewichtige Aland zu erhaschen. Gegen Ende des Angelns konnten sich genau hier einige Angler ihre Fische einsammeln. Deutlich wurde wieder einmal das es wichtig war flexibel zu sein und den Fisch zu suchen.

Im Fazit kann gesagt werden das auch der diesjährige Browning Cup vom schlechten Wetter der Vortage und dem damit verbundenen schlechten Beißverhalten geprägt war. Wer nicht flexibel und sauber angelte der fuhr sich leicht ein zweistelliges Ergebnis für die Mannschaft was sich in der Endabrechnung bemerkbar machte.

Die alte Regel „ Das schlechteste Einzelergebnis entscheidet für die Mannschaft“ setzte sich hier voll durch und so warteten alle gespannt auf die Auswertung. Am konstantesten setzte dies das Team der Stippergruppe Hemmoor um, in der Mannschaft gab es keinen Ausrutscher, so das dieses Team letztendlich mit großen Vorsprung das Angeln gewann.


SG Hemmoor (A. Lieschewski, F. Mahler, W. Schröder, F. von der Fecht)


Für die Einzelwertung gab es Ehrengaben die vom Angelcenter Winsen/Luhe mit Unterstützung der Firma Browning zur Verfügung gestellt wurden. Dafür Danke!!!

Mannschaftsergebnisse

Einzelergebnisse


Petri Heil

Jörg Wachtmeester

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