Daiwa Cormoran Cup 2007

  • von Achim Tomasits
  • 13. Juni 2007 um 15:01
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Daiwa-Cormoran-Cup 2007

Am 2. und 3. Juni trafen sich 70 Duos zum diesjährigen Daiwa-Cormoran-Cup an der Donau bei Illkofen. Namhafte Teams aus dem In- und Ausland trafen sich zu einer der wohl interessantesten Angelveranstaltung im süddeutschen Raum. Die Mannen um Heiner Dettweiler vom AC Donaufischer organisierten wieder einmal eine tolle Veranstaltung und so ließ man es sich natürlich nicht nehmen, den stellenweise weiten Weg an die Donau in Kauf zu nehmen.



Die Aussichten für das Angeln standen unter keinem guten Stern, der großflächige Einsatz von Insektenschutzmittel zum Abtöten der Mücken bescherte den Fischen im Vorfeld einen reich gedeckten Tisch. Ebenso regnete es in den Vortagen sehr stark und ließ den Pegel der Donau stark ansteigen. Des Weiteren waren die starken Donaubrassen immer noch mit ihrem Laichgeschäft beschäftigt und interessierten sich recht wenig für die angebotenen Köder. Angler welche bereits einige Tage vor der eigentlichen Veranstaltung für die eine oder andere Trainings-Session anreisten, berichteten nichts Gutes. Es wurde nur sporadisch Fisch gefangen, wenn überhaupt! Hauptaugenmerk wurde daher auf den Fang der zahlreich vorkommenden Ukeleien gesetzt, eher untypisch wenn man bedenkt, welche kapitalen Fische (Alande, Brassen und Rotaugen) sich in der Donau tummeln. Viele Angler haben sich daher auch bei ihren mitgebrachten Futtermitteln verkalkuliert, nur wenige hatten spezielles Uki-Futter in ihrem Sortiment mit dabei.



Am Samstag trafen sich die Angler dann um 10:00 Uhr zur Verlosung der Startplätze am Sportheim in Illkofen. Die zügige Durchführung ließ die Angler recht schnell zu den vier Sektoren kommen und die Aufbauzeit von ca. 2 Stunden wurde genutzt, um das gesamte Repertoire der modernen Friedfischangelei aufzubauen. Pünktlich um 13:00 Uhr wurde dann der erste Durchgang gestartet. Die Anfangsfütterung fiel bei den meisten Teilnehmern sehr massiv aus und wurde hauptsächlich auf die 13m Bahn ausgebracht. Aus den Erfahrungswerten der Trainingseinheiten wurden aber auch die kurzen Bahnen in regelmäßigen Abständen mitgefüttert, man wollte die Option der Uki-Angelei nicht außer Acht lassen. In Aussicht auf die großen Alande und Brassen wurde von vielen Teilnehmern auf ein fettes, nährstoffreiches Futter gesetzt. Einige Angler ließen sich aber nicht aus der Ruhe bringen und setzten von Anfang an auf die Feeder-Angelei. Einige dieser Feeder-Cracks konnten dann auch in ihren Sektoren das meiste Gewicht zur Waage bringen.



Heinrich Dettweiler

 Andere Angler, welche stur auf die lange (13m) Bahn setzten, wurden bitter enttäuscht. Es wurde zwar sporadisch Fisch auf dieser Spur gefangen, jedoch konnte man maximal 1-3 Fische in Serie fangen und der Spuk war so schnell vorbei wie er begonnen hatte. Vornehmlich wurden Rotaugen und ab und zu vereinzelt Alande auf dieser Bahn gefangen. Einige Angler setzten die Erfahrungswerte aus den Trainingseinheiten um und legten ihre Speedfisch-Ruten nicht aus der Hand. Dies war im Nachhinein der Schlüssel für ein erfolgreiches Abschneiden. So konnte Gerrit Michelhans vom Milo-Team im ersten Durchgang etwas über 5 kg Ukeleien zur Waage bringen, welches im gleichzeitig den Sektorensieg bescherte.

 


Der Sonntag wurde bereits um 6:00 Uhr mit der Auslosung der Plätze begonnen. Die Angelzeit wurde an diesem Tag von 8:30 – 12:30 festgelegt und ließ die Hoffnung der Teilnehmer keimen, dass die Fische in den Morgenstunden doch besser sich zum Anbiss verleiten lassen würden. Jetzt setzten noch mehr Angler als am Vortag auf den Fang von Ukis. Diese Option war auch am zweiten Tag der Weg zum Erfolg. Lag beim ersten Durchgang das höchste Fanggewicht bei 10,5 kg, war es beim zweiten Tag gerade mal 9,2 kg. Verkehrte Welt in Bayern! Normalerweise ist der zweite Tag an der Donau ein wahres Eldorado für uns Friedfischangler, dies bestätige sich jedoch in diesem Jahr leider nicht. Nur vereinzelt konnte man Fische sehen, welche die Donau in unseren Kreisen so beliebt gemacht haben. So konnte das Team Wiederer/ Wölker drei der gewichtigen Brassen auf die Schuppen legen, die Größte hiervon brachte ein Gewicht von 4kg auf die Waage! Wunderschön abgewachsene Fische mit enormer Kampfkraft, nur leider ließen sich diese in diesem Jahr sehr schlecht an den Haken locken.

Im Anschluss des zweiten Durchgangs trafen sich die Angler zur Auswertung und zur Stärkung im Sportheim wieder. Hier die Top-Fünf der einzelnen Teams:

Tandem                                                                           Pz              Gewicht

Michelhans/ Scharfscheer     Team Milo 1                        13             16.890g
Toepper/ Rolle                      Milo-Germany 69                16             16.540g
Betz/ Schneider                    Team Betz/ Schneider        27,5          14.920g
Wiederer/ Wölker                 Team Browning Bayern      29             17.690g
Ohl/ Remdisch                      Team Ohl/ Remdisch           30             17.200g



Heino Scharfscheer, Gerrit Michelhans und die Veranstalter

An dieser Stelle noch einen besonderen Dank an die Mannen des AC Donaufischer, eine tolle Organisation und eine professionelle Durchführung rundeten diese tolle Veranstaltung ab. Auch den Firmen Daiwa/ Cormoran ein herzliches Dankeschön, ohne diese beiden Firmen würde so eine Veranstaltung womöglich nicht zustande kommen.

Freuen wir uns auf das kommende Jahr und den nächsten Daiwa-Cormoran-Cup an der Donau, die gewichtigen Fische schwimmen auf jeden Fall noch und warten auf uns!

Achim Tomasits

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