Grebenstein Colmic Cup 2007

  • von ct Redaktion
  • 25. Mai 2007 um 12:36
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Grebenstein Colmic Cup 2007 am Sacrow-Paretzer-Kanal

Anglerisch interessant und nicht ganz einfach beim Angeln und lustig am Abend war es beim diesjährigen Grebenstein Colmic Cup und bei bestem Wetter stimmte einfach mal wieder alles. Gut, wir sind von Rainer Österreich und seinen vielen fleißigen Helfern verwöhnt und schnell wird eine reibungslose Veranstaltung dieser Größenordnung als selbstverständlich angesehen, doch hier von unserer Seite noch mal ein großes Lob und dickes Dankeschön an alle, die zum Gelingen beigetragen haben.



In den Anfängen des Grebenstein Colmic Cups vor einigen Jahren hätte sicherlich keiner damit gerechnet, dass der Wanderpokal für die erfolgreichste Mannschaft schon nach relativ kurzer Zeit ersetzt werden müsste. Die Schnockies, mittlerweile auch Team Grebenstein Berlin genannt und im AV Schnock in Berlin beheimatet, nahmen auch dieses Mal die begehrte Trophäe mit nach Hause. Schon nach dem ersten Tag wurde wieder gegrübelt und versucht das Tagesergebnis ein bisschen mit dem guten Händchen beim Losen zu erklären, doch auch nach dem zweiten Durchgang hatte die Garde der nicht mehr ganz jungen Männer wieder das beste Tagesergebnis und war folglich mit 46 Punkten das erfolgreichste Team. Glückwunsch und Anerkennung für diese Leistung, denn weniger als 5 Punkte pro Nase in zwei Durchgängen und bei 25 Anglern im Halbsektor, sind aller Ehren wert.



Die "Schnockies"

Ähnlich verhielt es sich in den Sektoren. Im „Warm Up“ am Donnerstag blieb Lokalmatador Erwin Zange mit knapp 3 Kilo noch unter den Erwartungen, doch dies diente wohl mehr zum warmwerden. Als es dann Freitag und Samstag ernst wurde, spielten auch die Brassen mit und mit einmal 28 kg und nochmal 20 kg hinterher, dominierte er den E-Sektor nach belieben.  Mannschaftskollege und Kumpel René Nitz kam in Sektor D zwar nicht an das Gesamtgewicht von Erwin heran, doch mit insgesamt 40 kg hatte er seinen Sektor auch an beiden Tagen gewonnen.



Erwin Zange, René Nitz, Heiko Krone, Uwe Bocklage, Steffen Perk

Mit  Steffen Perk (Sektor A), Uwe Bocklage (Sektor B) und Heiko Krone (Sektor C) waren in den weiteren Sektoren ebenfalls sehr erfahrene Sacrow-Paretzer-Kanal Spezialisten auf dem vordersten Platz, so dass es bei immer unkalkulierbarerem Beißverhalten für unerfahrene oder ortsunkundige Angler sehr schwierig war.



Heiko Krone

Um die Brassen mit dem Wurm zu fangen, was insbesondere in den Sektoren D und E möglich ist, muss der Futterplatz dementsprechend aufgebaut werden. Futter, Technik und Bebleiung müssen zusammen mit dem Vertrauen, dass die Brassen auf den Platz kommen im Einklang stehen. Denn wer das Nachfüttern vernachlässigte, statt Würmern mit kleineren Ködern angelte und vielleicht sogar zur Made griff, der wurde mit kleineren Fischen bestraft und wirtschaftete seinen Futterplatz langsam herunter. Dass die erfolgreiche Brassenangelei nicht an allen Plätzen ging, sah man an einem weiteren absoluten Experten des Kanals. So konnte Nico Matschulat zwar am Donnerstag im „Warm Up“ mit dem Tageshöchstgewicht aufwarten, im ersten Durchgang am Freitag kam er aber über einen 19ten Platz im B Sektor nicht hinaus. Die Angelei mit dem Wurm auf Brassen war auch eher den Sektoren D und E vorbehalten.



Achim Sommer

Alternativ konnte vor allem in den Sektoren A, B und C in Töplitz von Anfang an auf Caster gesetzt werden. 2 bis 3 Liter Caster pro Durchgang machten die Rotaugen bei regelmäßigem Nachfüttern munter. Regelmäßig hieß dabei, bei jedem Trieb ein mit Castern durchsetztes Futterbällchen zu füttern und es war insbesondere in den Sektoren A bis C möglich, mit jedem Trieb auch ein Rotauge zu fangen. Wer allerdings Maden oder sogar Pinkies fütterte, fing statt Rotaugen bis 500 Gramm immer kleiner Fische, die dann möglicherweise nur noch 50 Gramm wogen. Ganz am Ende der Drift (und das waren immerhin 4 bis 5 Meter hinter dem Futter), gab es dann eventuell auch noch den einen oder anderen Brassen. Wer seine Schnüre für Kopfrute allerdings von Anfang an zu kurz wählte und zwischen Rutenspitze und Pose nicht mindestens 1,5 Meter hatte, der kam an die Brassen erst gar nicht heran. Der schwere Lutscher war es auch diesmal nicht, es sein denn die Brassen standen hinter den Futterbällen in der Schlange. So waren eher Posen von 3 bis 4 Gramm mit einer Zwei- oder Dreipunktbebleiung und leichter Verzögerung erfolgreich und wie eigentlich so oft, reagierten die Fische positiv auf Veränderungen.



Lars Lindemann

Wechselnde Posengewichte und Verschieben der Bebleiung waren ebenso erfoderlich wie das ständige Anpassen der Angeltiefe. Wie immer waren auch gedippte Köder oder ein Nachwürzen des Futters erfolgreicher und brachten einige Fische mehr an den Haken. Kleine „mystische“ rote und nach Klebstoff riechende Zusätze am Haken, brachten angeblich und wahrscheinlich sogar Platzierungen im ganz weit vorderen Bereich.
Also alles in allem kein einfaches Angeln aber jeder konnte seine Fische fangen und beim gemütlichen Zusammensein am Abend war die Konzentration schnell auf das unterhaltsame Abendprogramm und die Fachsimpelei unter Angelkollegen gerichtet.
Wem soviel Gutes widerfährt, der sollte natürlich den Erfolgreichen und dem Veranstalter auch am letzten Tag die Ehre erweisen und der Veranstaltung den gebührenden Abschluss geben. Dies könnte der einzige Vorsatz für einige Sportfreunde bei einer Veranstaltung, die sonst keine Wünsche offen ließ für das nächste Jahr sein.



Rainer und Randolf


Bilder und Bericht:

ct Redaktion

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