4. Mosella Cup in Hennstedt

  • von Georg Wahle
  • 23. August 2007 um 12:17
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Mosella Cup 2007 in Hennstedt
oder
alle fanden den Weg nach Hennstedt.

Der Mosella Cup in Hennstedt/ Schleswig Holstein ging in diesem Jahr in seine 4 Runde, nach der Veranstaltung im letzten Jahr, verabschiedete Organisator Georg Wahle die Teilnehmer mit den Worten:
 „Ich hoffe das Ihr alle das nächste Jahr den Weg wieder hierher findet!“ Und zur Freude des Veranstalters  wollte auch in diesem Jahr die Flut der E-Mails und Faxe in den Wochen vor der Veranstaltung kein Ende nehmen. Lesen Sie aber nun selber wie Veranstalter Georg Wahle das Event wahrgenommen hat:

Es freute mich, dass wir zu der Veranstaltung am 11./12.08.2007 170 Angler, bzw.  34 Teams aus dem norddeutschen Raum begrüßen durften. Befischt wurde, wie im Vorjahr die Eider in den Bereichen Hennstedt, Erfde, Tielen.

die Eider
die Eider in Schleswig Holstein

Zur Veranstaltung:
Die Eider ist ein durch ein Sperrwerk regulierter Fluss, der seine Fliessgeschwindigkeit innerhalb von Minuten von stehend nach stark strömend ändern kann. Diese Veränderung  tritt mit einer zeitlichen Verzögerung  zwischen den Sektoren Hennstedt, Erfde und Tielen ein. Diesen Umstand nutzen einige Mannschaften um sich intern per Handy abzustimmen und auf die Veränderungen schnellstmöglich zu reagieren.

Die Eider ist im Sommer für Ihre guten Fänge bekannt, im Vorfeld des diesjährigen Mosella Cups zeigte sich jedoch das mit eher schlechten Fängen zu rechnen sei. Dieser Fakt sollte Einfluss auf die Taktik der einzelnen Teams haben, denn während die Eider eigentlich ein reiner Feederfluß ist, setzten viele Teams in diesem Jahr auf die sichere Variante mit den kleinen Fischen auf den Posenruten.

Bedingt durch die große Teilnehmerzahl wurde eine Unterteilung der Sektoren vorgenommen und nach der sogenannten französischen  Wertung ausgewertet. Dieser Fakt wurde von den einzelnen Teilnehmern positiv aufgenommen und wird sicherlich ein Bestandteil des nächsten Fischens sein.

Im Sektor A
Pachtstrecke ASV Drage
Auf einer neu angelegten Uferstrecke waren sehr schöne Angelplätze im Tiefenbereich von 4-7m. Gefischt wurde hier auf Entfernung von 30-55m.
Auf Grund der schlechten Fänge in der letzten Woche legten viele Angler einen Futterplatz für die Kopf- oder Bolorute im Nahbereich an.
Das war der falsche Weg, denn die Fische blieben einfach zu klein. Gefangen wurden die größeren Fische in Entfernung um die 50m. Dabei war der Einsatz von viel Lebendfutter äußerst wichtig(Caster und Würmer). Gerade am Sonntag wurde das Fischen in diesem Sektor zu dem eidertypischen Angeln mit der Feeder auf große Fische.

Uli Prehn
Uli Prehn vom Browning Team Schleswig Holstein

Sektor B
Hier zeigte sich, dass tiefes Wasser nicht gleichbedeutend mit großen Brassen ist. Bedingt durch das sehr unregelmäßige Bodenprofil der Strecke konnten die Angler an beiden Tagen keine sonderlich guten Fänge erzielen, hier zahlte sich oft das defensive Angeln auf die kleinen Fische aus, den nur durch dieses Fischen konnte man ein respektables Ergebnis für die Mannschaft garantieren.

Sektor C
 
Im Bereich C1(Hennstedt(C 61-80) blieben im tiefen Wasser (6-8m) etliche Teilnehmer ohne Fang. Hier war Fisch im Nahbereich zu Fangen (Wassertiefe bis 3m)
Während am Samstag trotz hervorragender Bedingung wenig Fisch auf der Strecke zu fangen war (Wassertiefe bei 50m ca. 4 m), fingen die Angler am Sonntag bei sehr gleichmäßigen Bedingungen besser und auch größere Fische.


Marco von Hoolten- Team Mosella Bremervörde

Sektor D

Die Strecke ist in diesem Bereich sehr gleichmäßig und verfügt über eine Wassertiefe von 4,5 - 5,5m. Hier wurden hauptsächlich zwei Bahnen befischt, die kurze Bahn um die 20m war die „Mannschaftsbahn“ hier konnte man mit ziemlicher Sicherheit ein respektables Ergebnis für die Mannschaft erzielen, gefangen wurden die Fischer hier vor allem auf der Bolorute. Auf der langen Bahn, in einer Entfernung von 40m-50m, wurden die bedeutend größren Fische gefangen. Diese Bahn galt es zu befischen, wollte man um den Sektorensieg ein Wörtchen mitreden.

Am Sonntag war es richtig auf die lange Bahn zu setzen, denn der Fisch hatte sich hier auf die Futterplätze gestellt und war dort auch zu fangen. Wer am Sonntag auch auf die kurze Bahn setzte, der hatte an diesem Tag das Nachsehen.
 
Sektor E
Besonders in diesem Sektor machte sich die französische Wertung bezahlt. Die kleinen Platznummern in diesem Sektor hatten mit verdrecktem Wasser aus dem Fluss Sorge zu kämpfen, welches das Fischen erheblich erschwerte. Die hohen Platznummern hatten dieses Problem nicht und fingen daher etwas besser. Je nach Platz im Sektor konnte man sowohl im flachen Wasser, als auch im tiefen Wasser erfolgreich den Brassen nachstellen. Vollkommen eideruntypisch wurde hier am Sonntag weniger Großfisch gefangen als am Samstag.


um diese Fische ging es....


Fazit:
Problematisch am Samstag und Sonntag waren die sehr unterschiedlichen Strömungsverhältnisse. Am Sonntag war die bei hartem Untergrund Strömung teilweise zu stark um die Körbe oder Bleigewichte zum liegen zu bringen. Die Qualität des Wassers ist sicherlich besser geworden, aber es kommt immer noch zuviel „Dreckwasser“ aus den Seitengewässern in die Eider.

Entscheidend war beim Futter dieses mit vielen Lebendköder (Caster und Würmer) anzureichern. Teilweise hatten die großen Brassen einen 12er Haken mit 3 Rotwürmern richtig lieb. Erstaunlich auch die vielen gefangen Raubfische an der Strecke. Auf Platz 5 in A1 wurden gleich 2 Zander von 60cm gefangen + Attacke auf leeren Futterkorb.

Wie viel Raubfisch sich auf den Futterplätzen „rumtreibt“ zeigt auch der Fang von Georg Wahle beim LV Fischen: Ein Zander von 11 Pfund und 50 Gramm auf Maden am 16er Haken und 14er Vorfach.

Gewonnen hat dieses Angeln das Team Mosella Bremervörde 1 vor dem Team Mosella Bremervörde 2, ein beeindruckendes Ergebnis das die Qualität der beiden Teams aus Bremervörde wiederspiegelt. Die Einzelwertung ging an StephanWahle der an beiden Tagen stark fischte und das Fischen somit auch verdient gewonnen hat.

Team Mosella Bremervoerde 1
Team Mosella Bremervörde 1

wenn der Vater mit dem Sohne
Sieger Einzel- Stephan Wahle

zu den Ergebnislisten

Auf diesem Wege noch mal  ein  Danke an alle die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben. Besonderen Dank an die Mitglieder vom  Team Angelspezi Heide

Ein herzliches Dankeschön auch an die Firma Mosella für die Bereitstellung der Sachpreise.

Über die Durchführung der Veranstaltungen in 2008
- Feeder-Tandem-Cup  (2. Sonntag April)
- Pfingstangeln
- Mosella-Cup im August  (2. Wochenende August)
- Angelspezi Jugend-Cup  (3. Samstag August)

werden wir Euch demnächst unterrichten.


Danke

Euer Georg

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