Ovens Cup 2007

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  • 21. Oktober 2007 um 17:49
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Am Samstag, den 29.09.2007 trafen sich 45 Mannschaften in dem neuen Treffpunkt im Hotel Zur Treene in Schwabstedt gegen 07:00 Uhr morgens um dieses über die Landesgrenzen bekannte Hegefischen gemeinsam zu erleben. Dabei wurden bei schönstem Spätherbstwetter 2 unterschiedliche Gewässer, die Treene und die Eider, mit jeweils vorgegebenen Angelarten befischt. Die Sektoren A + B befinden sich in der Treene und müssen mit einer tragenden Pose befischt werden. Die Sektoren C - E befinden sich in der Eider und werden unterschiedlich befischt. Im Sektor C ist die Angelart freigestellt, so dass dort alles an Gerät von Stippe über Bolo-/ Matchrute bis hin zur Feederrute vorzubereiten ist. Weiterhin Einfluss auf die Taktik hat die in allen Sektoren geltende 100 Punkte-Regelung pro Fisch, weil man einfach im Angeln festlegen muss, ob man auf Stückzahl oder auf Gesamtgewicht angeln will. In Sektor D war die Angelart auf alle Arten des Grundfischens freigestellt. Im abschließenden E Sektor musste wiederum die Pose das Blei tragen, keine leichte Aufgabe bei den mittlerweile in der Eider herrschenden Strömungen.
 
In den einzelnen Sektoren an der Treene wurde hauptsächlich auf der 13m Bahn mit leichten Posengewichten bis 1g Rotaugen eingesammelt, ab und zu kamen aber auch gute Brassen der 1 Kilo Marke zum Vorschein. Nur sprodisch kam daher die Match- oder Bolorute ohne nennenswerte Ergebnisse zum Einsatz.


 
Sektor A (Oberhalb der Fresendelfer Fähre): Insgesamt der bessere der beiden Treenesektoren mit zum Teil sehr beachtlichen Gewichten und großen Stückzahlen.
Hier gewann Detlef Behrens vom Team Mosella Bremen mit 78 Fischen und 31260 g Gewicht vor Ralf Redelfs von Mosella Bremervörde 1 mit 46 Fischen und 10960 g Gewicht. Dritter wurde hier Jan Willi Kupperschmidt vom Browning Ovens Team 1 mit 18 Fischen und 13280 g Gewicht.
 
Sektor B (Unterhalb der Fresendelfer Fähre): Hier waren die Fänge schon deutlicher schwieriger zu erzielen und die Haupttaktik bestand darin eine möglichst hohe Stückzahl für ein gutes Mannschaftsergebnis zu erzielen. Hier gewann Dieter Oelstrom von Tubertini Meppen mit 65 Fischen mit 18080 g Gewicht vor Bernd Falk von Mosella Bremervörde 2 mit 21 Fischen und 7060 g Gewicht. Dritter wurde Ingo Plate vom ASV Sulingen mit 41 Fischen und 16500 g.
 
Sektor C (Ostsektor Eider Süderstapel ): Hier gab es zwei unterschiedliche Taktikansätze: Sobald der Platz es ermöglichte, wurde mit der Kopf- oder Matchrute auf die in hoher Stückzahl vorkommenden Rotaugen geangelt, ansonsten mit der Feederrute auf einer Bahn zwischen 40 - 60 m auf Brassen bis zu einer Größe von 1kg. Die Sieger in diesem Sektor setzten hauptsächlich auf die erste Variante, so dass sich hier folgendes Bild ergab:
Erster wurde hier Alexander Quell vom SFG Main Kinzig mit der höchsten Fischzahl des Tages mit 164 Fischen und einem Gewicht von 6170 g vor Werner Schröder von der Stippergruppe Hemmoor 1 mit 17 Fischen und 14820 g Gewicht, sowie Harald Windel vom Team Mosella Bremen mit 138 Fischen und 7780 g.
 
Sektor D (Westsektor 1 Eider Süderstapel): Hier wurde hauptsächlich auf einer Bahn zwischen 40 und 60m auf Brassen gefeedert, vereinzelt wurde auf einer kurzen 20 m Bahn versucht kleine Güstern zu überlisten. Diesen Sektor gewann der allseits bekannte Jörg ' Yogi ' Wachtmeester vom Hunte Team 1 mit 40 Fischen und 21470 g vor Stefan Runge von Mosella Bremervörde 1 mit 25 Fischen und 5140 g. Dritter wurde Sven Tannert vom SAV Bredstedt mit 29 Fischen und 11880g.



Sektor E (Westsektor 2 Eider Süderstapel): Hier war die tragende Pose als Angelart vorgegeben, die entweder mit leichten Schwimmern bis 2g auf der 13 m Bahn umgesetzt wurde oder deutlich schwerer mit der Bolo - / Match auf einer Entfernung bis 30 m.
Hier gewann Ingo Frerichs vom Mistwurm Team Germany mit 33 Fischen und 14480 g vor Andreas Bohl vom MAC Itzehoe mit 26 Fischen und 6920 g. Dritter wurde ein Gast aus Dänemark, Peter Hansen von Browning Denmark mit 62 Fischen und 8640 g.


 
Wie aus den Einzelergebnissen deutlich wird, wurde das Feld der 45 Mannschaften deutlich durcheinandergewirbelt, so dass die Mannschaft ohne großen Rausreißer nach unten die Mannschaftswertung gewinnen würde. Um die Ergebnisse fairer zu ermitteln, wird bei diesem Angeln die sogenannte französische Wertung angewandt, so dass das 45 er Feld nochmals in zwei Halbsektoren eingeteilt wurde.
Als erstmaliger Sieger wurde Mosella Bremervörde 1 mit der Gesamtplz. 16 Sieger des  Ovens - Cup 2007 vor dem Team Mosella Bremen mit der Plz. 19 und dem Veranstalter dem Browning Ovens Team mit der Plz. 22.


 
Die restlichen Ergebnisse können der beigefügten Tabelle entnommen werden, dazu nochmal unseren herzlichen Dank an Sönke Rodenburg für die beispielhafte Auswertung. Auch sonst gilt unser Dank allen fleissigen Helfern,insbesondere unseren Damen, ohne die eine Veranstaltung solcher Größenordnung nicht möglich wäre.
 
Die besten Einzelangler konnten bei dieser Veranstaltung das Startrecht für den Supercup am nächsten Tag erwerben, eine Veranstaltung über die wir zu einem späteren Zeitpunkt berichten werden.

Mannschaftsergebnisse


Ulrich Prehn/ Rüdiger Hansen


Im Nachinein der Veranstaltung zeigten sich viele Teilnehmer bei einem derart großen Teilnehmerfeld und entsprechendem Startgeld doch etwas enttäuscht von der Gestaltung der Ehrengaben. Wir haben dazu Jörg Ovens befragt:

Jörg Ovens:

"Die Ehrenpreise 1-3 waren sehr hochwertig, so dass das Budget bei einem Startgeld von 18 Euro pro Teilnehmer nicht mehr als 6 Preise im Sektor zuließ. Im nächsten Jahr werde ich die Qualität der ersten Plätze senken, um somit mehr Ehrengaben pro Sektor ausschütten zu können.
Leider sagten kurz vor der Veranstaltung mehrere Teams, die nicht bezahlt hatten, aber in das Budget mit eingeflossen waren, ab! So mussten nach dieser Tatsache eine Ehrengabe gestrichen werden, da über 300 Euro Startgelder fehlten.
Letztendlich möchte ich darauf hinweisen, dass man solche Vorwürfe mit mir auch direkt nach Ende der Veranstaltung besprechen kann, anstatt den eigenen Unmut in Internetforen unter Pseudonymen mit unbegründeten Beschuldigungen kund zu tun. Ich kann ohne schlechtes Gewissen sagen, dass alle Startgelder, abzüglich der normalen Kosten, die für jedes Hegefischen anfallen, in Ehrengaben umgesetzt worden sind."

Die ct Redaktion meint:

Allgemein kann man sicher davon ausgehen, dass die Nennung eines Händlers, Großhändlers oder auch Produzenten im Titel einer Veranstaltung darauf schliessen lässt, dass diese Veranstaltung von dem Genannten unterstützt wird. Werbung und Imagepflege für den Sponsor und schöne Ehrengaben für die Teilnehmer, die den Sponsor und Veranstalter in ihr Herz schliessen.
Die Gestaltung und Umwandlung der Startgelder in Ehrengaben lässt natürlich nicht unwesentlich viel Spielraum und es spielt sicherlich eine Rolle, ob ein Produzent oder Großhändler als Hauptsponsor gewonnen wurde und ggf. großzügiger und werbewirksamer agiert und auf den Imagefaktor setzt oder ob ein Einzelhändler in seinem Rahmen kalkuliert und sich in der Spanne vom Händlereinkaufs- bis Händlerverkaufspreis bewegt und den Imagefaktor eher außer Acht lässt. Die Entscheidung den ehemals ausschliesslich von Browning unterstützten Browning Ovens Cup in den markenoffenen Ovens Cup umzubenennen hatte letztendlich einen faden Beigeschmack, denn in den Jahren zuvor waren die Teilnehmer mehr als zufrieden und die Veranstaltung immer ausgebucht. Die Teilnehmerzahlen der Zukunft werden sicherlich zeigen, ob die Kalkulation von Jörg Ovens aufgegangen ist.
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