2. Düppenweiler Shimano-Tandem-Cup 2008

  • von Claus Müller
  • 26. September 2008 um 06:29
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Am letzten Wochenende sollte ursprünglich dieses Hegefischen an zwei verschiedenen Gewässern, jeweils samstags und sonntags ausgetragen werden. Jedoch auf Grund der Startgebühr von 120 Euro pro Tandem, die insgesamt 4 Tagesscheine, 4 Mittagessen und 4 Getränke beinhaltet hätte, hörte man immer wieder dieselbe Leier von..........."viel zu teuer"!!!
Schade eigentlich, dass letztendlich zu wenig Bereitschaft für unser Vorhaben vorhanden war.


Die Ausrichter

Aber wir hatten ja noch ca. 2 Monate bis zum Angeltermin Zeit. So wurde halt eben "nur" ein Fischen über 4 Stunden draus, das aber durch die vielen strammen Herbstrotaugen zu einem herrlichen Event wurde.

Im letzten Jahr musste man noch mit Mückenlarventechnik auf Rotaugen zwischen 30 bis höchstens 100 Gramm angeln. Die Alande stellten damals die Bonusfische mit ungefähr 150 bis 200 Gramm da.


Döbel zählen an der Saar leider nicht

Dies fanden wir bei einem Angeln mit zwei befreundeten Teams am Freitag dem 19.09.2008 zu unserem Erstaunen ganz anders vor. Wir stießen in der Saar bei Beckingen auf eine Fischerei, wie sie vor 10 Jahren im Herbst, an allen Saarstrecken die Normalität war.


Brassen, wie dieser von 2700 Gramm dagegen schon

Wunderbare Rotaugen bis zu 500 Gramm konnte man mit der richtigen Technik regelmäßig erbeuten. Die Alande wogen in diesem Jahr bis zu 800 Gramm. Nennenswerte Brassenfänge konnten bei Nachttemperaturen um die 4 Grad nicht mehr erwartet werden.

So trafen wir uns am Sonntag dem 21.09.2008 in der Kulturhalle in Düppenweiler, das zur Gemeinde Beckingen gehört, um unsere Startkarten zu ziehen. Autoschilder von Karlsruhe bis Luxemburg waren schon auf dem Parkplatz zu sehen.


Unser "Kleiner" mühte sich redlich

Es wurde in zwei Sektoren geangelt, wobei in einem die Feederrute erlaubt war. Hier war die Angelart also freigestellt! Im anderen Sektor war nur Fischen mit der tragenden Pose erlaubt, also Stipprute Bolo oder Matchrute.

Im sogenannten Feedersektor wurde das Siegesgewicht aber auch mit der Stipprute gefangen. Mit 8805 Gramm gewann das Tandem der sympathischen Angelfreunde aus dem Münsterland von OW Angelgeräte, mit über 3 Kilo Vorsprung deutlich vor den Zweitplatzierten von der Elritze Diefflen.

Brassen trotz Grundfischerei mit dem Korb, wie gedacht? - Fehlanzeige!

In beiden Sektoren fanden wir vom Veranstalter hervorragend präparierte Angelplätze vor. Man hatte sich sehr viel Mühe gegeben. Übrigens ist es an dieser Saarstrecke möglich, über dem Leinpfad nur ca. 20 Meter oberhalb, genau hinter seinem Angelplatz auf einem parallel laufenden Feldweg zu parken.

Es musste sich also niemand schon vor dem Hegefischen müde schleppen.

Im Stippsektor ging es anfänglich sehr stark zur Sache, denn als nach einer halben Stunde die Unruhe durch das Anfüttern verschwunden war, bissen die größeren Fische Schlag auf Schlag.

Man konnte nicht einschätzen, wer nun die Nase vorn haben würde. Das Tandem Schürer/Dobmeyer legte los wie der Dämon und wurde dadurch auch zu den Favoriten gezählt. 


Das Tandem Schührer/Dobmeyer

Ebenso die beiden Luxemburger König/Wolfsfeld und das auf dem Endplatz sitzende Tandem vom Angelteam Faulhaber, Münkel/Weber aus Ketsch. Die Angler Delfabro und Sehn von der ASG Köllerbach bzw. Besseringen mussten ebenfalls im Auge behalten werden.


Die beiden Luxemburger König/Wolfsfeld...


Das zweitplatzierte Faulhaber Team aus Ketsch, Münkel/Weber


Delle und Sehn von der ASG Köllerbach galt es ebenfalls im Auge zu behalten

Ich selbst fischte mit meinem langjährigen Freund und Kupferstecher Patrick Brehm (Beppo) zusammen im Tandem Brehm/Müller. Aufgrund der Eindrücke vom Freitag, entschlossen wir uns, mit der Stipprute auf der 13 Meter Bahn und mit der Matchrute in etwa 30 Meter Entfernung zu angeln.


Beppo mit einem Rotauge!

Beppo sollte von Anfang an mit Montagen von 1 bis 3 Gramm und feinen Vorfächern stippen und regelmäßig Caster schießen, während ich mit dem 8 Gramm Zoomer draußen, auf die dort vermuteten größeren Rotaugen mein Glück versuchen wollte. Diese Taktik ging letztendlich voll auf.

Patrick fütterte etwas unterhalb seines Sitzplatzes, genau da, wo auch ich den Futterplatz mit meiner Stippe erreichen konnte, denn an der Saar fängt man in 4 Stunden an keiner Strecke, egal wie viele Rotaugen fressen, durchgehend Fische. Die Pausenzeiten so kurz wie möglich zu halten, würde der Schlüssel zum Erfolg sein!

Eigentlich blieb ich die ganze Zeit, mit wenigen Ausnahmen. auf der Matchrute. Nur einige Durststrecken, bei denen ich die Bisse nicht verwerten konnte, verleiteten mich dazu, die Stipprute in die Hand zu nehmen. Welches aber immer mit dicken Fischen belohnt wurde. Ich hatte so gesehen also wenig Leerlauf. Aber insgesamt war es dann doch eine halbe Stunde.

Bei Beppo waren die fischlosen Perioden wesentlich größer. Er musste sogar ca. 1.5 Stunden vor dem Ende Erde und Futter mit Mückenlarven, auf mein Anraten, nachfüttern, damit sich überhaupt noch mal was regte.

Auch dies war genau der richtige Zeitpunkt, denn nach anfänglicher Kleinfischplage und dem fortwährenden schießen von Castern, stellten sich in der letzten halben Stunde bei ihm die Mutanten ein. Schlag auf Schlag fing er Fische bis 300 Gramm und einen dicken Aland.

Auf der Matchrute musste regelmäßig Futter eingebracht werden. Nur so standen die Rotaugen wie angenagelt und ich konnte sie in schöner Regelmäßigkeit fangen. Das war nach 4 Stunden Angelzeit richtige Arbeit!

Am Ende hatten wir in diesem Sektor mit über 16 Kg und 3 Kg Vorsprung die Nase vor den Angelfreunden aus Ketsch mit 13.400 Gramm und den Dritten aus Luxemburg mit 13.020 Gramm. In diesem Sektor wurde nur ein Brassen, dafür aber von 2.7 Kg, von einem unserer luxemburgischen Freunde gefangen.

Wir benutzten als Futter eine Mischung aus meinem Programm Super Mix und Rotaugen spezial im Verhältnis 1:1, zu dem etwas schwarze Farbe gegeben wurde. Aromatisiert wurde das ganze mit CM-Spekulatius in Pulverform und den starken kleinen "Rotaugen".


Auch die Stipprute kam zum Einsatz

Im Feedersektor gewann übrigens  die gleiche Mischung. Dieses Futter ist für mich, unter solchen Verhältnissen, die erste Wahl, wie auch mein Sektorensieg am vergangenen Sonntag in Luisenthal bestätigte.

Als Team Shimano/CM-Lockstoffe verzichteten wir natürlich auf unsere Ehrengaben und reichten sie somit einen Platz weiter. Ein recht herzliches Danke schön geht auch an die Firma "Rüwe’s grüner Gartenmarkt" aus Lohne, für die sehr guten Konditionen unserer Shimano Ehrengaben. Dieses tadellos, von den Vereinsmitgliedern des ASV Düppenweiler organisierte Fischen, war in allen Belangen ein Maßstab dafür, wie so eine Veranstaltung durchgeführt werden sollte.


Team Shimano/CM-Lockstoffe


Wir freuen uns jetzt schon auf die dritte Auflage dieser Veranstaltung im nächsten Jahr!

Anschließend noch die Endauswertung der Sektoren:

Feedersektor

1. Platz      Wenker/Ochmann                  OW-Angelgeräte                      8.805 Gramm
2. Platz      Becker/Hanischmacher           Eritze Diefflen                          5.418 Gramm
3. Platz      Müller/Bae Bo                         Maver Hessen                          5.218 Gramm 

Stippsektor

1. Platz      P. Brehm / C. Müller                    Team Shimano/CM-Lockstoffe        16.508 Gramm
2. Platz      T. Münkel / A. Weber                 Team Faulhaber                              13.400 Gramm
3. Platz      R. König / D. Wolfsfeld                Team Garbolino Luxemburg            13.020 Gramm
4. Platz      P. Schürer /C. Dobmeyer            Team Sensas/Pfalz                         12.477 Gramm
5. Platz      T.  Delfabro / F. Sehn                  Team Köllerbach/Besseringen        11.636 Gramm            
6. Platz      M. Thönes / F. Seyonz                 Angelcenter "Untere Saar"            10.645 Gramm

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