1. Achimer Mosella Cup

  • von Jörg Heise
  • 04. August 2009 um 07:47
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Nach einigen Jahren der Abstinenz haben sich die Verantwortlichen des Achimer Angelvereins entschlossen eines der traditionsreichsten Angeln in Norddeutschland wieder aufleben zu lassen. Unterstützt durch die Firma Mosella richtete man in Achim in 2009 den 1. Achimer Mosella Cup aus, dieses Event soll keine Eintagsfliege sein und so hat man bereits für 2010 ein Fortsetzung der Veranstaltung angekündigt.

Das erste Achimer Fischen konnte mit 36 teilnehmenden Mannschaften gleich einen respektablen Start verbuchen, das Feld setzte sich größten Teils aus Mannschaften der Region zusammen, dieser Fakt zeigt auch das Potential welches in der Region Bremen vorhanden ist. Die 5 Sektoren des Fischens setzten sich aus einem Sektor im Oyter See, einem Sektor im Schleusenkanal sowie 3 Sektoren in der Weser zusammen.


Der Oyter See - idyllisch und nicht einfach zu beangeln

Nach dem gemeinsamen Treffen und einigen Turbulenzen bei der Zuordnung der Sektoren gelangten die Angler mit ausreichender Vorbereitungszeit an ihre Angelplätze. Im Oyter See dominierte ganz klar die Matchrute, mit ihr galt es Plateaus im See zu finden und diese zu befischen, eine Tiefe von 5m gilt im Oyter See als ideale Angeltiefe diese lag meist in Entfernung von 20m-35m. Um diese Plätze zu befischen setzen die Angler auf Slidermontagen zwischen 12 und 16 Gramm, meiste waren zwischen 3 und 6 Gramm Blei auf der Schnur angebracht. Harald Windel dessen Hausgewässer der Oyter See ist setzte vor allem auf Zoomerwaggler der Marke Eigenbau, sicherlich ein Indiz dafür das Zoomer die richtige Wahl an diesem Gewässer sind. Der Zielfisch der Angler am Oyter See war das Rotaugen welches in Größen zwischen 80 und 400 Gramm zahlreich vorkommt, die teilweise sehr gewichtigen Brassen (1-3 Pfund) sind Beifang und lohnen nicht gezielt beangelt zu werden.


Harald Windel mit einem der Bonusbrassen

Der Hauptsächliche Köder bei den Angler am See waren 2 Maden oder 1 Made und 1 Caster. Mit Pinki als Hakenköder waren die Fische zu klein und erfüllten das 20er Maß nicht. Das Fischen im See gestaltete sich auf den meisten Plätzen sehr zäh ,lediglich die Plätze zwischen 6 und 12 brachten relativ schnell die vermuteten Rotaugen und auch einige wenige Brassen. Auf Platz 11 beherrschte Harald Windel das Feld relativ deutlich, Harald fing mit der Matchrute Rotauge auf Rotauge, ungefähr jeder 3 Fisch war dabei maßig. Lediglich auf Platz 9 konnte ein Angler mit Harald mithalten.


Solche Fische brachten die Angler in der Tageswertung nach vorne

Dieser Angler fischte in Kopfrutenlänge in circa 4,5m Wassertiefe erfolgreich auf Rotaugen. Zum Schluss des Fischens konnte Harald noch eine Bonusbrasse von circa 1300 Gramm fangen, mit diesem Fisch und knapp 6 Kilogramm Gewicht konnte er den Sektor relativ deutlich gewinnen.

Im Schleusenkanal war Kopfrutenangeln Trumpf und es galt Fische zu fangen die das Mindestmaß von 20cm  erfüllten. Dies gestaltete sich sehr schwierig, fast jeder Angler konnte Fisch fangen, das Mindestmaß erreichten die Fische jedoch meist nicht. Der Schleusenkanal hat interessantes Profil, ist circa 35-45m breit und circa 4,5m tief. Diese Tiefe hat der Kanal durch eine Ausbaggerung zu Beginn des Jahres erreicht, seit dem Ausbaggern hat sich der Fischbestand jedoch eher zum negativen entwickelt und so lässt sich auch das eher mäßige Fangergebnis am Kanal erklären.


Der Schleusenkanal bei Achim - ein faires aber schwieriges Gewässer

Um den Kanal erfolgreich zu beangeln war ein sehr präzises Angeln notwendig, die Futtermischungen durften nicht zu fett sein und sollten am besten punktgenau mit dem PoleCup ausgebracht werden. Dieser Futterplatz musste dann regelmäßig mit weiteren kleinen Bällen befüttert und dann mit feinen Befischt werden. Der Sektor konnte dann auch mit relativ enttäuschenden 1200 Gramm von Jonny Wollne vom FAPS Team Hamburg gewonnen werden, ein großer Teil der Angler ging in diesem Sektor ohne maßigen Fang nach Hause.


Einer der zu bangelnden Wesersektoren

In der Weser wurden drei Sektoren ausgesteckt, da die Angelart frei wählbar war, entschieden sich viele Angler für die Feederrute um den Fischen in bis zu 8m Wassertiefe nachzustellen. Das Fischen in den einzelnen Sektoren gestaltete sich sehr schwierig, wurde im Sektor D teilweise sehr gut Fisch gefangen, so waren die Fangergebnisse in den anderen beiden Sektoren eher durchwachsen. Was war nun „richtig“ und was war „falsch“? Falsch war es scheinbar ein helles Futter zu nutzen welches zu stark wolkte, ein dunkles/neutrales Futter  brachte meist die besseren Ergebnisse. Da es nur wenige, aber dafür grosse Fische zu fangen galt, war es notwendig möglichst präzise zu Feedern, streute man im Wurf zuviel, so schmälerte das die Aussicht auf Erfolg doch drastisch. Futterkörbe zwischen 70 und 100 Gramm waren die richtige Wahl um den Köder (Caster, Wurm Made) in der Tiefe von bis zu 9m anzubieten.


Um Fische dieser Grössenordnung ging es an der Weser

Die Tiefe der Weser musste bei der Konsistenz des Futters berücksichtigt werden damit das Futter sich nicht schon beim Absinken des Korbes aus diesem löste. Beachtete man diese Punkte, saß dazu im richtigen Sektor dann konnte man eine wirklich schöne Angelei in der Weser erleben. Der Sektorensieg im Sektor D ging mit über 23.000 Gramm weg, 6 weitere Angler konnten die Schallgrenze von 10 Kilogramm überschreiten. Auch in den anderen Wesersektoren mussten über 10.000 Gramm gefangen werden um die Oberhand zu behalten, in der Breite nahmen die Fangergebnisse dann jedoch in diesen Sektoren stark ab.


Die siegreichen Mannschaften des Achimer Mosella Cups

Die Teamwertung konnte sich das Team von Mosella Bremen um Harald Windel sichern, Platz 2 ging etwas überraschend an das Team aus Recke vor dem Team vom AC Rive Unterweser.


Die Sektorensieger mit den Ehrengaben

Für die Veranstaltung in 2010 wird es einige Neuerung geben, so hat der Veranstalter angekündigt sich um den Einsatz des Setzkeschers zu bemühen, sicherlich ein Punkt der die Veranstaltung noch einmal massiv aufwerten wird. Mit den Lehren aus einigen organisatorischen Engpässen dieses Jahres steht einem erfolgreichen Achimer Mosella Cup in 2010 nichts mehr im Wege.

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