AC Donaufischer Cup - sponsored by Maver

  • von Achim Tomasits / Bilder Tobias Klein
  • 19. Juni 2009 um 12:56
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AC Donaufischer-Cup sponsored by MAVER

Brassen in Massen! Das ist jedes Jahr der Slogan des AC Donaufischer und lockt zahlreiche Angler aus ganz Deutschland und aus dem benachbarten Ausland an die Donau nach Illkofen. Vom 6.-7. Juni veranstalteten die Mannen des AC Donaufischer um Mike Leyk und Reinhard Eder  ihren beliebten Cup und präsentierten eine vorzüglich organisierte Veranstaltung.
Am Fuße der Walhalla - der Ruhmes- und Ehrenhalle des bayrischen König Ludwig I. - fließt die Donau in einer naturbelassenen Landschaft dahin und birgt für uns Friedfischangler zahlreiche, in Rekordgrößen vorkommende Friedfische. Brassen bis 5kg und Alande bis 3kg machen dieses Gewässer zu einem Eldorado für Matchangler. Die Bestandsaufnahme der vorkommenden Fischarten steht hier zusammen mit den Auswirkungen der Mückenplage der Donauauen im Vordergrund und es wird dem Hegeauftrag vorbildlich nachgekommen.

Eine Neuerung stand in diesem Jahr auf dem Programm: Konnte in den letzten Jahren die Angeltechnik frei gewählt werden, wurden in diesem Jahr erstmalig die Angeltechniken in den einzelnen Sektoren festgelegt. In den Sektoren A und C durfte nur die Stipprute zum Einsatz gebracht werden und in den Sektoren B und D konnte die Angelart frei gewählt werden. Ob Stipp-, Bolo oder Feederrute, je nach Belieben der Teilnehmer durfte man seine bevorzugte Variante angeln. Diese Neuerung sollte den Stippanglern eine Chancengleichheit garantieren und diese Entscheidung des Veranstalters wurde von allen 70 teilnehmenden Tandems begrüßt.

Bei den Stippruten wurden Posen von 2-8g für den freien Trieb, Lutscherposen für die Brassen bis 15g verwendet. Für die gewichtigen Fische sollte man nicht ganz so filigranes Material verwenden, eine 0,16mm Hauptschnur, gepaart mit einem 0,14mm Vorfach, lassen auch die dicksten Brassen über den Kescher gleiten. Bei den verwendeten Polegummis sah man vom 1,0mm Latex bis hin zum 2,1mm Hollow fast alles, jeder Angler hat da seine eigenen, ganz speziellen Wünsche bzw. Erfahrungen. Sicherlich muss das Gerät bei den vorkommenden großen Fischen optimal abgestimmt sein, will man diese auch sicher landen.


Trotz Dauerregen am 1. Tag war die Stimmung bestens

Für den Fall das die größeren Exemplare doch nicht so in Fresslaune sein sollten, bauten viele Teilnehmer noch ihre Speedruten auf. Wer mit diesen Ruten und der notwendigen Technik vertraut ist, kann in der Angelzeit von vier Stunden um die 6-8kg Ukeleien aus der Donau zaubern.

Die Feederangler konnten, bedingt durch die nicht so starke Strömung, mit Futterkorbgewichten von 30-60g angeln. Eine Distanz zwischen 25-40m war ausreichend, um an den Fisch zu kommen. Eine 0,10er geflochtene Hauptschnur mit einer 0,25mm monofilen Schlagschnur, dazu Vorfächer in den Stärken 0,14-0,18mm, auch die kampfstärksten Fische konnten mit dieser Zusammenstellung sicher gelandet werden.


Vorgeschaltete Krautbänke machten das Keschern der Fische nicht einfach

Die großen Fische der Donau wollen natürlich auch einen reich gedeckten Tisch vorfinden, der Einsatz vieler Lebendköder ist an der Donau Pflicht. Besonders wenn ein Schwarm der Monsterbrassen am Platz steht sind schnell mal 1-2 Kg Würmer "weggerüsselt".
Das Futter sollte in jedem Fall ein nahrhafter, auf Brassen abgestimmter Mix sein. Durch Zugabe von groben Partikeln wie z. B. Mais, Hanf oder auch Pellets, kann die Attraktivität des Futters noch gesteigert werden. Besonders wichtig für die Stippangler ist das kontinuierliche Nachfüttern der beangelnden Bahnen, wird dies vernachlässigt, bleiben die Fische nicht am Platz und der Nachbar bedankt sich.


Beim Drillen der gewichtigen Fische ist äusserste Vorsicht geboten 


Am Samstag meinte es Petrus wahrlich nicht gut mit den Anglern, kurz vor Angelbeginn öffnete der Himmel seine Pforten und es goss stellenweise wie aus Kübeln. Das sollte die Fische jedoch nicht stören, in den meisten Sektoren wurde gut gefangen und da störten auch die triefenden Angelklamotten nicht allzu sehr. So konnte in einem der Feedersektoren Christian Bassauer eine Gesamtgewicht von 50.320g zur Waage bringen, vorwiegend Brassen in Stückgewichten zwischen 2 und 4kg.

Am Sonntag wurde dann der zweite Angeltag angegangen und das Wetter hatte sich zum Guten gewendet. Angler, welche am Vortag im Sektor A saßen, mussten an diesem Tag in den C-Sektor (C in A) und Angler des Sektors B in den Sektor D (D in B). So kam man in Genuss, unterschiedliche Abschnitte beangeln zu können und, bei etwas Losglück, einen der begehrten und gut vorgefütterten Endplätze zu bekommen.


Jürgen Nirschl vom Team Mosella Niederbayern


Die Fische zeigten sich am Sonntag in bester Beißlaune und die meisten Teilnehmer konnten ihr Vortagesgewicht um einiges steigern. Besonders die Brassen ließen sich in bestimmten Abschnitten nicht lange bitten und ein Tageshöchstgewicht von 62.650g - gefangen von Lutz Eiser vom SAC Mühlheim - ist schon ein stattlicher Fang.


Tobias Klein mit einigen Donauschönheiten

Nach zwei erlebnisreichen Angeltagen und zahlreich Fisch endete die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Mittagessen und die Teilnehmer waren sich alle einig: Wir kommen wieder!


Stattlicher Brassen kurz vor dem Einnetzen


Top 15

                                    PZ   Gewicht in g
Bassauer/ Wystrach        24    86.320
Nirschl/ Märkl                 27    46.770
Klatt/ Lehner                  28    81.160
Hofmann/ Hufgard          32    50.680
Bovens/ Fenske              34    44.040
Eder/ Michelhans            36     42.330
Ohl/ Remdisch                39    45.470
Gabelsberger/ Dettweiler 40    37.910
Quell/ Betz                     41    78.970
Eiser/ Seidel                   42    85.240
Baumgärtner/ Auer         43    47.850
Tomasits/ Esslinger         47    47.050
Hornicek/ Wiepel             47   38.710
Schneider/ Zimmermann 47,5  50.110
Winkler/ Bader              49,5   37.610 

Im Anschluss möchte ich noch die hervorragende Organisation und die bayrische Gastlichkeit erwähnen, der AC Donaufischer legt sich mächtig ins Zeug, um dieser Veranstaltung eine ganz besondere Note zu verleihen.

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