Rivecup 2009

  • von Jan Käbler
  • 16. Dezember 2009 um 18:45
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Am 06. Dezember blickten die Angler im Elbe Weser Raum auf ein ereignisreiches Angeljahr mit so vielen Gemeinschaftsangeln, wie noch nie zuvor zurück. Dusko Stupar vom Fishermans Partner Schiffdorf Spaden hatte zusammen mit dem ASV Unterweser zum Rive Nikolauscup geladen. Entsprechend der Teilnahmequote über das Jahr hinweg bei Veranstaltungen wie dem Match Tackle Cup, Nautilus Cup, dem Fischen um den Beerster Schlüssel oder dem Mosella Cup Achim, war die begrenzte Teilnehmerquote von 40 Anglern schnell erreicht. Diese trafen sich am Nikolausmorgen um 7.30 im Vereinsheim des ASV Unterweser zum gemeinsamen Frühstück, wobei viel über das abgelaufene Jahr und aktuelle Berichte englischsprachiger Magazine gefachsimpelt wurde. Aber natürlich stellte sich auch die Frage, wie die Geeste, das Veranstaltungsgewässer, zu diesem späten Zeitpunkt des Jahres zu befischen sei.



Die Angler waren aus allen umliegenden Bundesländern angereist und mit Benjamin Hoffmann und Christoph Barra waren auch zwei Champions Team Mitglieder anwesend. Zu ihnen gesellten sich neben den Team Niedersachen Anglern Frank Mahler, Gerd Beich und Jens Nietfeld viele lokale Größen u. a. aus dem 2009 sehr erfolgreichem Team Rive Bremen. Diese Mannschaft hat 2009 viele große Veranstaltungen, wie den Treene Cup oder auch das Teamangeln der Stippergruppe Hemmoor gewonnen und war komplett bei der Veranstaltung anwesend. Damit war das Teilnehmerfeld sehr gut besetzt und es konnte ein spannendes Angeln erwartet werden. Während die Temperatuten in der Wochen unter den Gefrierpunkt gefallen waren, hatte ein Tiefdruckgebiet dem Elbe Weser Raum am Wochenende etwas Regen beschert. Aber die Temperaturen waren in der Nacht zum Nikolaus im positiven Bereich geblieben und auch der Regen hatte ein Nachsehen mit den Anglern während der Aufbau- und Angelzeit. So lag die Geeste nahezu aalglatt in ihrem Flussbett - ideale Bedingungen. Nun ja, fast ideal, denn die Schleuse am Sperrwerk zum tideabhängigen Bereich war offen und es herrschte Niedrigwasser, so dass während der ersten Stunde des Angelns eine ordentliche Strömung herrschte. Wer die Geeste kennt, weiß dass die Fische bei der starken Strömung eher schwierig zu überlisten sind, sie nehmen ihre Nahrung lieber bei Stillstand und langsamer Strömung auf. Bei vielen Anglern sah man deshalb eher leichte Montagen bis 2g aufgebaut, sie pokerten auf das baldige Ende der Strömung nach Angelbeginn. Um den Köder in der Strömung ordentlich zu blockieren, waren sicherlich 8-10g nötig gewesen und solche Montagen brachten, wenn sie mit der üblichen Kunststoffantenne gefischt wurden, nur selten Erfolg. Die Fische ließen den Köder beim geringsten Widerstand wieder los und so wurden viele Fehlbisse produziert.



Auch der an der Geeste häufig erfolgreiche Ansatz, auf der kurzen Bahn zu fischen, brachte nur an manchen Plätzen erfolg. So konnte Champions Team Jugend Mitglied Christoph Barra vom Mosella Team Bremen in der ersten Stunde mit einer 0,4g Montage im freien Trieb auf der kurzen Bahn ca. 2 kg Rotaugen fangen, was ihm einen beträchtlichen Vorsprung einbrachte. Als nach 1 Stunde die Strömung nachließ konnte er mit gestärktem Selbstvertrauen und seiner, trotz jugendlichen Alters bereits vorhandenen Erfahrung, diesen Vorsprung halten und mit den Fischen auf der Kopfrutenspur insgesamt 6729g zur Waage bringen. Dabei fischte er hauptsächlich eine Montage mit 0,7g Tragkraft, welche sehr fein ausgebleit war, denn die Fische bissen sehr spitz und man musste entsprechend angeln um die Fische zu überlisten. Als bester Köder taten sich zwei Pinkies am 22er Haken und 0,08er Vorfach hervor. Am Ende, nach der Köderaufnahme, bewegten sich die reichlich vorhandenen Güstern zwischen 70 und 400g kaum vom Platz, so dass die Bisserkennung selbst mit feinsten Stahlantennen sehr heikel wurde.



Die Angelstrecke war in zwei Abschnitte unterteilt. Während das Tageshöchstgewicht im unteren Teilsektor gefangen wurde, erbrachte der obere Sektor im Bereich des Sperrwerks im Schnitt die besseren Gewichte zu Tage. Im oberen Teilabschnitt konnte Marcus Orlowski auf Platz 16 das Höchstgewicht des Teilsektors landen. Die 6192g waren so hart erkämpft, dass sich Marcus zuviel Zeit bis zumEinpacken lassen musste, so dass er es nicht rechtzeitig zur Siegerehrung schaffte und Dusko Stupar als Veranstalter die Ehrengabe aussuchen musste. Die folgenden Plätze machten Team Rive Bremen/AC Unterweser Angler Frank Jost und Uwe Seewald untereinander aus, wobei Frank mit 6038g die Nase vorn hatte vor Uwe mit 4693g. Uwe angelte mit der Kopfrute auf 9,5m und konnte damit eine ruhige und genaue Köderpräsentation erreichen und die Fische entsprechend schneller landen als die Angelkollegen, welche die Kopfrute auf der vollen Länge fischten. Wichtig war in jedem Fall den Fischen, als das Wasser stand, sehr viele Pinkies als Lebendköder anzubieten. Wenn man diese zusätzlich zum Futterballen mit dem Pole Cup auf den Platz rieseln ließ, konnte man direkt nach dieser Fütterung wieder Bisse verbuchen.



Gesamtergebnis

Der Tag nahm dann bei Wiener Würstchen und Punsch seinen entsprechenden Ausklang und nachdem an alle erfolgreichen Angler mindestens eine Rive Schirmmütze mit Leuchtrand (siehe strahlende Siegerfotos) verteilt wurde, beendete Sportwart Markus Mallicki die Veranstaltung und damit das Angeljahr im Elbe Weser Dreieck mit einem 3 fachen Petri Heil und entließ die Angler in die Weihnachtszeit.
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