6 Stunden Marathon Tandem Cup in Cattenom 2010

  • von Claus Müller
  • 14. November 2010 um 04:27
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Relativ kurzfristig, so Anfang Oktober, hatte ich die Idee am Kühlwassersee des AKW Cattenom, noch „auf die Schnelle“, ein internationales Fischen zu organisieren. Durch einen meiner luxemburgischen Geschäftspartner, dem Aqua Zoo Peche in Ettelbrück knüpfte ich deshalb Kontakt zu dem Präsidenten, Monsieur Marcel Fillipon, des dort beheimateten Angelsportvereins. Auch er war sofort von dieser Idee angetan und sagte uns seine sofortige Unterstützung zu. Wir legten den Termin auf Sonntag den 7.November dieses Jahres. Da ja alle Wochenenden vorher durch Großveranstaltungen, wie dem Shimano Cup und IAM am Silo Kanal nicht mehr in Betracht kamen.
Und so waren die 37 Tandem's im CIPS Abschnitt schon nach einer Woche ausverkauft, nur die Feederheimer waren für mich ungewohnt zäh mit ihren Meldungen!

Das Gewässer - der Kühlwassersee des AKW Cattenom
Das Gewässer - der Kühlwassersee des AKW Cattenom

Also trafen wir uns am besagten Sonntag Morgen um 7 Uhr in dem Nachbarort Sentzich, an der Fischerhütte des Vereins“ La Fraternelle“, zur Verlosung der Startplätze und zu Kaffe und Croissants. Guido Nullens hatte endlich einen Termin für unser erstes gemeinsames Tandem frei gemacht und ließ zu diesem Zweck sogar ein Fischen in Belgien sausen. Dieses Vorhaben wollten wir schon lange gemeinsam angehen, jetzt wurde es endlich Realität!
„Claus, du bringst das Futter mit und ich die Köder“, so seine Vorgabe! Der hat Vertauen dachte ich mir so am Rande und so benutzen wir mein Brassen spezial mit 30% Erde, welche aus gut bindendem Waldboden aus meiner Nähe und Terre de Somme in rot (von ECO) im Verhältnis 2:1, zur besseren Wolkenbildung, bestand. Diese Mischung wählte ich hauptsächlich wegen ihrer guten möglichen Angleichung, an evtl. farbliche und oder wolkenbildende Zusätze. Das Additiv „Honig spezial“ ist an diesem Gewässer ein absoluter Garant für den Fang und fast alle Fischen werden dort mit diesem Lockstoff gewonnen, dieser kam dann auch bei uns zur Mischung hinzu.

Feedersektor
Die "Eiertöpfe"
Geangelt wurde in 3 Sektoren von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr, nämlich in einem Feedersektor, welcher sich auf der Kühlturmseite am gegenüberliegenden Ufer der Stipper befand, so wie in 2 weiteren Abschnitten, bei den sogenannten „Eiertöpfen“*, in denen strickt nach CIPS Reglement gefischt werden mußte. Mückenlarven waren also auch, wie international und in Frankreich sowieso, außer beim Feedern, erlaubt. Der Vergleich mit den Verpackungen der *Eier liegt nahe, wenn man die Bodenstruktur der Betonplatten, welche bis zur Haupttiefe des Gewässers reichen, das erste Mal zu Gesicht bekommt.


Aktive Jugendarbeit bei Christian Panno mit Toby Müller aus dem champions-team der Jugend

Im zeitnahen Vorfeld dieser Veranstaltung wurden unglaubliche Gewichte von teilweise bis zu 15 Kilo in zwei Stunden gefangen und das bei Fischgewichten von 50 bis max. 300 Gramm! Skimmer, also kleinere Brassen, sollten die meist gefangene Fischart sein... ...hatte uns der Buschfunk mitgeteilt! Der passende französische Name für die ebenfalls recht zahlreichen Mini Güstern ist mit „Plaquettes“, zu deutsch „Medaillien oder Münzen“ wohl unübertroffen passend gewählt!


Michael Schlögl startete im Feeder Sektor
Wie so oft kam es aber etwas anders, da auf Grund gefallener Temperaturen die Beißfreudigkeit unseres Schuppenwildes doch deutlich nachließ. Mann mußte schon gewaltig in die Trickkiste greifen um zum Erfolg zu kommen. Beispielsweise Futter von Hand einwerfen - wurde mit sofortiger Bißverweigerung bestraft!

Die Fütterung mit dem Pole Cup war unerläßlich, was aber nicht für alle Plätze zutraf, denn auf manchen konnte man nur mit dem Slider zum Erfolg kommen. Dort war dann die Gewässertiefe mit zwischen 8 bis 9 Metern schon als außergewöhnlich zu bezeichnen. Gerade auf der Matchruten Distanz muß man unheimlich vorsichtig mit der Zugabe der Köder sein, sonst gab es nur Fehlbisse! Und es dauert normalerweise bis zu einer Stunde, bis man regelmäßig fangen kann. Wer also vorher schon die Nerven verloren hatte, mußte zwangsläufig in die Röhre schauen!

 
Das Tandem Müller/Nullens
  Grill und Glühwein immer in Reichweite beim Feederteandem T.Hanischmacher/P.Brehm 

Im ersten Sektor wurden die besten Fänge erzielt. Hier konnte man auf jedem Platz, bei richtig gewählter Taktik, seine Fische fangen. Im nächsten Abschnitt war es schon haariger und ich persönlich hätte mich nach anfänglicher Fehlanzeige auf dem Futterplatz der Pole, wohl dort nur noch der Matchrute zugewandt! Mit Sicherheit wäre so der minimalste „Schaden“ für den jeweiligen Platz herausgekommen. Doch auch jene Angelart ist an diesem Gewässer nicht gerade als einfach zu bezeichnen und erfordert unbedingte Vorkenntnisse in Form schon vorher absolvierter Fischen! Übrigens ging mein erster Wettbewerb am AKW Kühlsee deshalb auch voll in die Hose... eine Lehrstunde sozusagen!

Der Feedersektor, so muß ich leider zugeben, war leider doch sehr Los abhängig und so kamen die Gewichte genau an den gleichen Plätzen wie schon bei M. Schlögelsens Feederfischen im Sommer zustande! Deshalb werden wir im nächsten Jahr auch diesen Sektor teilen und evtl. an einen anderen Abschnitt des See's verlegen. Dann aber auch hoffentlich mit mindestens 30 Tandems!

Wir, seitens der Organisatoren glauben, dass doch alle Teilnehmer mit dieser Veranstaltung, dem Angeltag an sich zufrieden waren und zum gleichen Wochenende im nächsten Jahr zur zweiten Auflage dieses Marathons wiederkommen werden!

1. Platz
1. Platz - G. Nullens / C. Müller, in der Mitte der Präsident Monsieur Marcel Fillipon   
2. Platz
  3. Platz
2. Platz A. Haas / F. Quinten

3. Platz S. Schneider / M. Theobold

Recht herzlich möchte ich mich noch für die ausgesprochen gute Hilfe bei den Besitzern und Mitorganisatoren, des Angelgeschäftes Aqua Zoo Peche in Ettelbrück/Luxemburg, sowie allen Helfern des französischen Vereins „La Fraternelle“ und im Speziellen ihrem Präsidenten Monsieur Marcel Fillipon bedanken.

Die Platzierungen
Sieger im Sektor A  
G. Nullens/ C. Müller  
  1. Platz 14980 Gramm
Sieger im Sektor B
A. Haas/ F. Quinten
2. Platz
11520 Gramm
Sieger im Feedersektor 
S. Schneider/ M. Theobald 
3. Platz
7240 Gramm

Bis zum nächsten Jahr,
Euer CM
Werbepartner