Rive Cup - Abschlussfischen an der Geeste

  • von ct Redaktion
  • 03. Januar 2012 um 15:53
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Die Angelsaison 2011 neigte sich unweigerlich dem Ende und viele von uns hatten am Ende der Saison ein „Abschlussfischen“, also ein letztes Gemeinschaftsfischen, bevor das Warten auf die neue Saison beginnt. Für den Raum Nord-West-Deutschland ist sicherlich der Rive Cup (auch  bekannt als Nikolausangeln) an der Geeste die erste Wahl, um die Angelsaison ausklingen zu lassen. Dieses Fischen findet seit vielen Jahren statt und wird in Zusammenarbeit von Dusko Stupar (Fishermens Partner Spaden) und dem ASV Unterweser organisiert.

Von den Organisatoren wird eine begrenzte Anzahl Angler eingeladen und jeder Angler, der eine solche Einladung erhält, nimmt mit Freude teil. Neben der hervorragenden Organisation ist sicherlich auch die Geeste einer der Hauptgründe, um an diesem Fischen mitzuwirken. Die Liste der Gewässer, welche im Winter noch gute Fänge versprechen ist sicherlich nicht lang, aber die Geeste gehört definitiv dazu und dies auch noch, wenn 50 Leute in Reihe sitzen.

Die Veranstaltung ist generell mit starken einheimischen Anglern, wie Harald Windel, Marco von Hoolten, Christoph Barra und Carsten Röschl besetzt. In diesem Jahr meldeten sich noch zusätzlich Robert Grabowski und Johannes Böhm aus Sachsen-Anhalt an, zwei der derzeit besten jugendlichen Angler.

Carsten Röschl bei den Vorbereitungen zum Rive Cup
Carsten Röschl bei den Vorbereitungen zum Rive Cup

Fiel der Rive Cup im Jahr 2010 noch dem frühen Wintereinbruch und damit einer geschlossenen Eisdecke zum Opfer, waren die Wetterprognose für das Jahr 2011 nicht viel besser. Über der deutschen Bucht tobte ein kleiner Orkan und es gab am Abend vor dem Fischen eine Sturmflutwarnung für den Raum Bremerhaven. Einhergehend mit diesem Sturm waren Windstärken bis zu 9 Beaufort angesagt, sicherlich nicht so ideal um eine 13m Rute zu fischen. Der Morgen begrüßte die Teilnehmer dann zusätzlich noch mit starken Regen, welcher die Teilnehmer dann während des Aufbauens begleitete. Pünktlich zum Fischen ließ der Regen jedoch nach und auch der Wind änderte seine Richtung so, dass er schräg von hinten kam und die Angler nicht zu stark behinderte.

Güstern dieser Größe machten den Großteil der Fänge an der Geeste aus
Güstern dieser Größe machten den Großteil der Fänge an der Geeste aus

Das Fischen lief in den 4 Sektoren unterschiedlich ab. In einigen Sektoren stand der Fisch sofort auf den Plätzen und in anderen Bereichen dauerte es zwischen 30 Minuten und 2 Stunden!!! bis die Pose das erste Mal auf Tauchstation ging. 

Kommen wir jetzt zu den anglerischen Aspekten. In den letzten Jahren waren die Matchrute und die kurzen Ruten die erfolgreichsten Methoden, in diesem Jahr jedoch dominierte die Kopfrute deutlich. Gefischt wurde diese in Entfernungen von 7,5m bis 13m. In vielen Bereichen machte es Sinn, zwei Futterplätze zu befüttern, einen Platz auf 5-7m und einen weiteren Platz auf 11,5m oder 13m. Die Plätze sollten mit einem dunklen Futter befüttert werden. Dieses Futter enthielt vor allem Pinkis, alternativ wurden noch Caster beigefügt. Ob man seine Bälle wirft, oder das Cupping Kit nutzt, das liegt an jedem Angler. Sicherlich sollte als Resultat in einem präzisen Futterplatz enden. Bei den Posengewichten setzen die Angler auf Modelle zwischen 0.75 Gramm und 4 Gramm, auf jeden Fall sollte die Pose sensibel austariert sein um die feinen Bisse anzuzeigen.

Ein kleiner Geestebrassen
Ein kleiner Geestebrassen

In diesem Jahr waren Güstern der Hauptfisch der Veranstaltung, sehr unterschiedlich waren jedoch die gefangenen Größen. Während einige Angler auf ein Durchschnittsgewicht von gerade mal 40 Gramm kamen (knapp 30 Fische für 1200 Gramm), konnten einige Angler mit dieser Anzahl Fische ein Gewicht von knappen 6000 Gramm vermelden. Beide Fänge bestanden fast ausschließlich aus Güstern. Hatte man einen Platz erwischt, der ein gutes Fangergebnis hergab, war das richtige Nachfüttern der Schlüssel zum Erfolg und an diesem Punkt trennt sich an der Geeste immer wieder die Spreu vom Weizen.

Roland Wittwer - über 9 Kilogramm Fangewicht standen Roland am Ende zu BucheRoland Wittwer - über 9 Kilogramm Fangewicht standen für Roland am Ende zu Buche

Bei einem Angler vereinte sich an diesem Tag einfach alles - der richtige Platz, die richtige Taktik und der richtige Angler. Der Name hinter diesen Attributen ist Kevin Ebner, und damit wieder einmal ein Angler aus der Gattung „ jung und erfolgreich“. Kevin stammt genau wie Christoph Barra aus der Jugendschmiede Bremen um Uwe Pretzlaff. Kevin konnte an diesem Tag mit knapp 10 Kilogramm das höchste Gewicht erbeuten und tritt damit die Nachfolge von Christoph Barra an.

Kevin Ebner und Dusko Stupar
Kevin Ebner und Dusko Stupar

Im Vereinsheim des AC-Unterweser wurden nach dem Fischen Erfahrungen ausgetauscht und in entspannter, angenehmer Atmosphäre die Ergebnisse des Rive Cup 2011 von den Organisatoren Markus Malicki und Dusko Stupar bekannt gegeben. Der Dank der Angler geht an dieser Stelle an die Organisatoren, die es immer wieder schaffen, dass die Teilnahme an dieser Veranstaltung immer eine Freude ist. 

VIELEN DANK an euch und macht bitte weiter so!

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