9. Shimano-Cup am Silokanal

  • von Achim Tomasits
  • 14. Mai 2014 um 09:12
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Bereits zum 3. Mal wurde der Shimano-Cup im April am Silokanal ausgetragen, insgesamt war es die 9. Auflage dieses renommierten Angelns. Zahlreiche Angler aus dem In- und Ausland folgten dem Aufruf der Fa. Shimano und Jan Malecki vom Anglershop Hooks & More an den fischreichen Kanal nach Brandenburg. Es wurde auch wieder eine extra Jugendwertung durchgeführt und 7 Jugendliche angelten in 2 Altersklassen.

Durch den recht milden Winter waren die Tage, an denen nicht am Silokanal geangelt werden konnte, an einer Hand abzuzählen und die Fangergebnisse der Winterzeit deuteten auf eine interessante Veranstaltung hin.

Bereits Tage vor dem Event zog es einige Angler zu der ein oder anderen Trainingssession ans Wasser und man traf viele bekannte Gesichter an der Strecke und im Angelshop von Jan Malecki. Durch die zum Teil doch weiten Anfahrtswege einiger Teilnehmer, ist die Verbindung mit einem Kurzurlaub sicherlich nicht die schlechteste Wahl und Brandenburg an der Havel und das Umland bieten auch für uns Angler interessante Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.

Die Brassen galt es zu fangen, diese brachten die besten GewichteDie Brassen galt es zu fangen, diese brachten die besten Gewichte

Beim Training konnte festgestellt werden, dass Fisch auf der ganzen Strecke zu fangen war, mal mehr, mal weniger. Es gab keinen Abschnitt, wo man ganz auf Fischkontakt verzichten musste. Dies war auch schon anders. Sicherlich ist der D-Sektor – in der Nähe der Schweinebucht – schon ein Garant für einen guten Fang, doch auch andere Teilbereiche sind immer wieder für Topgewichte gut.

Die Angelmethoden am Silokanal wurden in den Berichten der Vorjahre ausgiebig erklärt, hier nochmal eine kurze Auflistung der erfolgreichsten Techniken bei einem normalen Wasserstand:

  • Pole: 13m (11,5m Jugend), Strömungsposen 3 – 12g., Lutscherposen bis 15gxx
  • Bologneseruten: 6m/ 7m Bolo-Ruten, Posengewichte von 8 – 16g (je nach Windverhältnissen)
  • Matchruten: Ruten 4,2m /4,50m, Slider von 8 – 14g., Vorteil der Matchruten: Bei Wind aus der „falschen“ Richtung, ist die Schnur unter Wasser und der Waggler läuft natürlicher über die Futterspur. Die Angelei mit der Matchrute war in diesem Jahr auf jeden Fall eine Option, der starke Wind flussabwärts gestaltete die saubere Führung der Posen bei der Pole- bzw. Boloangelei doch recht schwierig.

Die Bolorute spielte eine große RolleDie Bolorute spielte eine große Rolle

Zum Futter für die Stippangelei am Silokanal gibt es eine Faustregel: Schwer muss es sein, eine gute Bindung haben und es sollte viele Köder transportieren können. Einige Teilnehmer setzten auf eine Futter-Erde-Mischung und andere wiederum entschieden sich, Lehm und Futter separat einzubringen. In diesem Jahr war nach unseren Erfahrungen wichtig, das Futter punktgenau mit dem Pole-Cup einzubringen. Die Brassen wollten ihren Tisch reichlich und auf den Punkt präsentiert haben.

Am Samstag war es dann soweit, nach der Platzverlosung machten sich die Teilnehmer auf den Weg zum Angelplatz. Etwas verwirrend ist für mich immer wieder, wie manch ein Angler bereits vor dem 1. Durchgang seine Plattform belädt und das mit der Option, vom Parkplatz bis zum D-Sektor das ganze Geraffel ca. 3 km schieben zu dürfen. Da sagte doch noch einer, Angeln wäre kein Sport!

Punktgenaues Füttern mit dem Pole-Cup brachte die besseren FischePunktgenaues Füttern mit dem Pole-Cup brachte die besseren Fische

Im 1. Durchgang spiegelten sich die Trainingseindrücke wider, die Rotaugen waren nicht in Massen zu fangen und die Brassen konnten auch nicht auf jedem Platz gefangen werden. In manchen Abschnitten war die Güster recht präsent und man konnte hier sich mit diesen auch noch ein wenig wehren. Hatte man aber einen Platz gezogen, bei dem der Untergrund passte, ließen sich dort auch die Brassen stellen und mit diesen Fischen wurde auch dann Gewicht gemacht. Seltsamerweise waren die sonst recht ergiebigen Plätze im D-Sektor in der Nähe der Schweinebucht nicht sehr mit Brassen gesegnet und so konnten dort auch keine Top-Gewichte erzielt werden. Es wurden 8 Teilsektoren gewertet und die Angelzeit wurde auf 4 Stunden den internationalen Veranstaltungen angepasst. Sicherlich eine gute Wahl angesichts dieses interessanten und fischreichen Gewässers.

Zu Anfang der Durchgänge konnten noch viele Poles gesichtet werdenZu Anfang der Durchgänge konnten noch viele Poles gesichtet werden

Der 2. Durchgang am Sonntag versprach viel Spannung, da einige der Silokanalkenner ein wenig hinter ihren Erwartungen blieben und sich für den 2. Durchgang einiges vorgenommen hatten. Während der beiden Durchgänge mussten alle Teilnehmer mit starkem Wind kämpfen und so blieb stellenweise nur die Angelei mit der Bolorute bzw. der Matchrute eine vernünftige Option den Fischen adäquat nachzustellen. Die Angler, welche diese Angeltechniken beherrschten und zum richtigen Zeitpunkt auch einsetzten, hatten am Ende auch die Nase vorn. So angelten Ralf Gerike, Andreas Weber und Daniel Wolfsfeld so stark wie am Vortag und sicherten sich die ersten 3 Plätze in der Gesamtwertung. Bei der Jugend konnte Finn Bendig die AK 8 – 13 Jahre mit der Idealplatzziffer 2 ebenso für sich entscheiden, wie auch Marco Obst der in der AK 14 – 18 Jahre mit zwei perfekten Durchgängen diese AK für sich entscheiden konnte.

v.l.n.r.: Andreas Weber, Ralf Gericke und Daniel Wolfsfeld   Petra Riechel/ Shimano Marketing-Leiterin und Finn Bendig
v.l.n.r.: Andreas Weber, Ralf Gericke
und Daniel Wolfsfeld
  Petra Riechel/ Shimano Marketing-Leiterin
und Finn Bendig

 

Die GesamtplatziertenDie Gesamtplatzierten

Der Shimano-Cup ist immer eine Reise wert und sicherlich werden im nächsten Jahr wieder mehr Teilnehmer sich auf den Weg an den fischreichen Silokanal machen. Den Organisatoren um Jan Malecki ein großes Lob für den reibungslosen Ablauf, hier passte einfach alles.

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