Sebastian Riewer - Gedächtnis Mannschafts Fischen

  • von Claus Müller
  • 09. Oktober 2015 um 08:45
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Am Sonntag den 27.09.2015 richtete unser Verein der ASV Geislautern, sein zweites Hegefischen für dieses Jahr an der Saar bei Völklingen, im Gelände der Saarstahl AG aus.

Es ging etwas chaotisch zu, da ein Team zuviel am Morgen der Verlosung anwesend war. Dieses hatte vor dem ersten Hegfischen ihre Startgebühr überwiesen, aber keinen Verwendungszweck im Überweisungsträger ausgefüllt! So musste man annehmen, diese Mannschaft wäre bei unserem ersten Angeln im Juni nicht angetreten. Sowas kann passieren, sollte es aber eigentlich nicht. Wir stimmten mit allen anwesenden Teams darüber ab, diese Sportkameraden einfach auf die ersten 4 Plätze des Anfangssektors zu setzen! So konnten sie wenigstens im Einzel, wenn auch nicht in der Mannschaftswertung starten. Mit etwas gutem Willen findet sich auch in einer solchen Situation immer ein tragbarer Weg für Alle! Fehler macht schließlich jeder mal und wir wollen schließlich alle nur angeln.

Die Strecke

Die 4 Sektoren waren wie oben schon erwähnt im Hüttengelände ausgesteckt. Die Helfer vom Angelsportverein Geislautern hatten alle Plätze vorbildlich angelgerecht frei geschnitten. Am Angel Platz konnte direkt jeder Angler sein Fahrzeug hinter sich abstellen, was mit Sicherheit bei keinem Angeln in Deutschland Standart sein dürfte. Generell handelt es sich an allen Völklinger Saarstrecken um die fischreichsten im Saarland, aber speziell in diesem Jahr scheint unsere Saar wieder zur alten Form gefunden zu haben.

So sah die Saarstrecke in den Sektoren A-C aus

Angelart, Verlauf und Fischarten

Normaler Weise kann man in allen 4 Sektoren bedenkenlos auf Rotaugen als Hauptfisch setzen und diese mit Rutenlängen zwischen 11 und 13 Metern auch richtig gut im Rhytmus fangen. Lediglich etwas früher eingetroffene - allerdings nur vereinzelnd auftretende - Cormorane liessen, die Zielfische nicht in allen Abschnitten sofort auf dem Futterplatz aktiv fressen. So musste im Sektor D fast 2 der 4 Stunden Angelzeit, auch konzentriert mit der Rolle gefischt werden. Dann allerdings explodierte der Kopfruternplatz förmlich und die meist verwendeten 1 bis 3 Gramm tragenden bauchigen Stömungs Posen gingen Schlag um Schlag unter. Rotaugen um die 100 bis 150 Gamm waren die Hauptbeute.

Da die Sektoren A bis C durch eine längere Spundwand vom D Abschnitt getrennt waren und hier offenbar keine Cormorane Einfluss nahmen, ging es dort wesentlich schneller zum Fisch. Während auch der Sektor C nur Rotaugen brauchte, wurden in B und A doch auch richtig gute Brassen gefangen. Da jedoch fast Niemand diese Fische im Fokus hatte, waren die unbedarften Sortfreunde, welche ein gewisses Kontinggent Würmer mit sich führten dann klar im Vorteil. Denn als die Rotaugen aufhörten zu fressen und diese Kollegen Würmer zu cuppen begannen, kamen Brassen bis 4 Kg in ihre Unterfangkescher.

Gut zu sehen die gegenüber liegende Spundwand im Abschnitt D

Einige fingen bis zu 2 Stück mit Caster als Köder doch der Einzel Sieger - Heiko Schmitt/Browning Team Saarland- mit über 27 Kg angelte definitiv mit Wurm. So einfach kann das manch Mal sein... nicht das ihm die Fische von alleine ins Netz geschwommen wären, aber hauptsächlich der Wurm brachte den Fisch! In allen anderen Sektoren waren zum Sektorengewinn zwischen 17 und 8 Kg nötig!

Heiko Schmidt hatte einen guten Riecher

Jetzt wird sich jeder fragen "Gibts denn dort an der Saar keine Grundeln!?"
Doch, es wurden von jedem Angler als Beifang zwischen 3 und 15 Fische dieser unerwünschten Art gefangen. Was aber deutlich zu bemerken war, ist dieTatsache das größere Fische, wie Rotaugen und Brassen, diese Plagegeister vom Futterplatz verdrängen. Das heißt also im Umkehrschluss, das Grundel am Haken ein sicheres Merkmal dafür sind, keine anderen Fische auf dem Futterplatz zu haben!

Besonders freute mich, das auch meine Kumpels aus Nord Rhein Westfalen - die Drescher Gang - um Kaderangler und Matchruten Speziallist - Andreas Tuck - mit zwei Teams angereist waren. Auch Thorsten Küsters angelte an diesem Tag gerne mal wieder mit der Kopfrute und machte eine gute PLZ 2 im Sektor. Unsere Saar gefiel ihnen nach eigener Aussage so gut, das sie im nächsten Jahr alle Hegefischen hier mitmachen wollen!

Gemeinschafts Photo mit Ehrengaben

Die gefangenen Fische wurden in unsere Vereinsgewässer, welche auch regelmäßig von Cormoranen heimgesucht werden, als Besatzfische verbracht. Wir danken allen Helfern des ASV Geislautern für ihre Unterstützung und werden auch nächstes Jahr wieder diese Veranstaltungen im Juni und Ende September durchführen. Genaue Termine dann unter CM Lockstoffe/Termine. Die Ausschreibungen bringe ich zu den Messen in Unna, Mainz, Bremen und Wadern schon mit.

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