International Anglers Meeting 2014 am Silokanal

  • von ct Redaktion
  • 15. November 2014 um 08:00
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Rauf auf die Schultern von Kevin Ebner und Christoph Barra, mitten durch den tobenden Stahlpalast und dann hoch auf die Bühne. Robert Grabowski hatte in den vergangenen Jahren schon einige Male im Rampenlicht des Stahlpalasts gestanden, doch in diesem Jahr erstmals als bester Einzelangler. Der zweite Platz seines Teams Fishing Tackle Max machte den Erfolg doppelt schön und entsprechend wurde gefeiert.

Hoch soll erleben - Robert Grabowski auf den Schultern seiner Teamkameraden Hoch soll erleben - Robert Grabowski auf den Schultern seiner Teamkameraden

Dass die Stipp-Profis kurz danach zum wiederholten Male den großen Wanderpokal als bestes Team in die Höhe stemmten überraschte dagegen nicht wirklich, doch der Silokanal hat sich in den letzten Jahren verändert und nur wer sich den ständig wechselnden Gegebenheiten anpasste, war auch kontinuierlich erfolgreich.

Die erfolgreichsten Teams beim International Anglers Meeting 2014Die erfolgreichsten Teams beim International Anglers Meeting 2014

Wir erinnern uns an volle Netze in denen ausschließlich Rotaugen lagen. Fische bis zu 800 Gramm wurden in fast jedem Sektor gefangen, Rotaugen um die 500 Gramm waren eher die Regel als die Ausnahme. Teilweise wurde mit 2 Maiskörnern am Haken durchgefischt und wer Lehm und Erde fütterte setzte sich der Gefahr aus überwiegend kleine Barsche zu fangen. Es gab keine „schlechten“ Sektoren, es gab nur Sektoren in denen man entweder über 20 oder über 30 kg zur Waage bringen musste, um einigermaßen weit vorne zu sein. Die Angelei mit der Kopfrute war die vorherrschende Methode, Spezialisten, die mit ihrem Gerät umgehen konnten waren aber auch mit der long-long Rute oder aber auch der Bolorute erfolgreich.

Rotaugen dieser Größe sind am Silokanal rar geworden - Steffi Bloch hier im B SektorRotaugen dieser Größe sind am Silokanal rar geworden - Steffi Bloch hier im B Sektor

Köder- und Futterlimits wurden seitens der Anglerinnen und Angler voll ausgeschöpft und am Ende eines Durchgangs war kein Krümel Futter mehr in den Wannen, die Köder teilweise schon einige Zeit vor Ende des Durchgangs aufgebraucht.
Nun haben sich die Zeiten verändert, der Silokanal ist teilweise unberechenbar geworden. Das ist nicht sonderlich schlimm, denn die Fänge sind immer noch auf einem guten Niveau, doch es wäre besser, wenn der Trend sich so nicht weiter fortsetzt. Warum sich der Fischbestand und die Fänge in den letzten Jahren so verändert haben bleibt Spekulation.

Futter, mit viel Partikeln und Ködern wie hier mit Nico Bakkernes vom Team Evezet ist nur noch im E Sektor angesagtFutter, mit viel Partikeln und Ködern wie hier mit Nico Bakkernes vom Team Evezet ist nur noch im E Sektor angesagt

Viele Einschätzungen und Meinungen gibt es, an den meisten wird sicherlich auch etwas dran sein.
Die Angelei, das ist Fakt, ist wesentlich technischer und taktischer geworden. Dazu ist das Wasser des Silokanals im Oktober meist sehr klar und wenn dann noch bei wolkenlosem Himmel und Sonnenschein geangelt wird, dann sind die Bedingungen sehr schwierig. Die Fische sind da, wenn auch nicht so zahlreich wie früher, aber sie sind extrem vorsichtig, fressen einfach nicht. Vermehrt und immer mehr zum Problem werden die Muscheln. Einerseits filtern sie das Wasser des Silokanals und nehmen ihm die letzte Trübung und andererseits fressen die Fische nur sehr ungern auf den Muscheln, von aufgerauten oder wie von Geisterhand abgeschnittenen Vorfächern ganz zu schweigen.

Mit 46 Mannschaften war das International Anglers Meeting 2014 ausgebuchtMit 46 Mannschaften war das International Anglers Meeting 2014 ausgebucht

Mittlerweile kommt es darauf an die Posen an der Bolorute nicht zu schwer zu wählen. 8 Gramm statt 12 Gramm sind bei schwacher Strömung in schwierigen Bereichen oft die besser Wahl und auch die Schrote müssen zur nicht zu dicken Antenne passen. 6er oder 8er Bleischrote sind mittlerweile optimal und viele Angler sind dazu übergegangen Vorfächer aus Fluocarbon zu fischen, da diese im klaren Wasser wesentlich unauffälliger sind. Und überhaupt, die Bolorute ist inzwischen die Angelmethode Nr. 1 und nur wer die Pose sauber führt und präzise füttert, wird am Ende ein Netz voller Fische zur Waage bringen.

Schlanke Posen mit dünnen Antennen zeigen die vorsichtigen Bisse gut anSchlanke Posen mit dünnen Antennen zeigen die vorsichtigen Bisse gut an

Kleine, leichte, dazu aber trotzdem stabile Haken in den Größen 18 bis 22 dürfen in keiner Box fehlen, wenn es um jeden Fisch geht und dann muss auch der Untergrund auf dem Angelplatz passen. Muscheln machen wie bereits geschrieben das erfolgreiche Angeln immer schwieriger und dementsprechend ist das präzise Ausloten des Angelplatzes auf Kopfrutenlänge genauso wichtig, wie eine saubere, hängerfreie Drift auf der Kopfrute.
Bei der sehr moderaten Strömung in diesem Jahr spielte auch die Matchrute mit dem Waggler/Zoomer und 8 bis 10 Gramm Blei auf der Schnur eine gute Rolle. Gerade wenn der Wind mit der Strömung blies und die Oberflächenströmung stromab immer schneller wurde, konnte der Köder mit dem Waggler natürlicher angeboten werden, was mit einigen zusätzlichen Bissen und Fischen belohnt wurde.

Waggler/Zoomer waren in diesem Jahr eine gute OptionWaggler/Zoomer waren in diesem Jahr eine gute Option

Die einen sagen, dass das Angeln am Silokanal schlechter, die anderen, dass es anspruchsvoller geworden ist. Mittlerweile wird der Silokanal dem Kanal in seinem Namen gerecht. Vom Strömungsangeln auf viele unbedarfte große Rotaugen und Brassen hat sich die Angelei zur delikaten Kanalangelei gewandelt.

Das International Anglers Meeting war mit 46 teilnehmenden Mannschaften wie immer gut organisiert auch wenn zumindest auf dem Papier erstmals ein neuer Veranstalter auftauchte. Neben champions-team.de zeichnete sich der in diesem Jahr neu gegründete DSAV e.V., der Verband für Süßwasserangler verantwortlich.

Gilles Caudin von der Firma Sensas aus Frankreich, der ebenso wie der amtierende Europameister Mike Thinnes aus Luxemburg für das Sensas Team Luxemburg starteteGilles Caudin von der Firma Sensas aus Frankreich, der ebenso wie der amtierende
Europameister Mike Thinnes aus Luxemburg für das Sensas Team Luxemburg startete

Die Fänge der trainierenden Angler waren über die Woche ordentlich, das Wetter stabil bzw. mit konstanten Tages- und Nachttemperaturen sowie bedecktem Himmel geradezu ideal, der erste Durchgang konnte also kommen und entsprechend positiv gestaltete sich auch die Anfangsfütterung der meisten Anglerinnen und Angler. Bis auf den E Sektor dann der gewohnt zähe Beginn in der ersten halben Stunde, doch dann kamen regelmäßig Fische in die Netze. Im A (Matrix) Sektor setzte Armin Wolf, um das mal vorwegzunehmen, an beiden Tagen auf eine reine Rotaugentaktik und überzeugte mit zwei sehr guten Ergebnissen.

Armin Wolf angelte anders als die meisten Teilnehmer und war damit sehr erfolgreichArmin Wolf angelte anders als die meisten Teilnehmer und war damit sehr erfolgreich

Höchstes Halbsektorengewicht am Tag 1 von Platz 5 mit 8760 Gramm und Platzziffer 4 von Platz 12 mit 7 kg brachten ihm am Ende Platz 5 in der Gesamteinzelwertung. Rotaugenfutter, viele Caster, ein kleiner Haken mit ein oder zwei Castern und ein dünnes 8er Vorfach brachten ihm auf die Kopfrute fast nur Rotaugen in den Kescher, wobei die meisten Teilnehmer in seine Sektor mit der Bolorute Brassen von 600 bis 800 Gramm fingen.

Der andere Halbsektor ging an Jürgen Maenhaupt von Verpa Belgien, der sich auf Platz 37 die Brassen auf die Kopfrute stellte und 8790 Gramm zur Waage brachte.

Dafür, dass der A Sektor in den letzten Jahren im ersten Durchgang immer der fischunsicherste Sektor war, waren das gute Ergebnisse, die allgemein zufrieden stimmten. Doch die Fische fehlten dieses Mal woanders. Während der ehemalige Welt- und Europameister Guido Nullens der ersten Halbsektor B (Browning) von Platz 4 bei deiner ersten IAM Teilnahme mit 6660 Gramm für sich entscheiden konnte, gab es im zweiten Halbsektor einen Kampf um jeden Fisch und am Ende leider auch einige Nullfänger. Gewonnen wurde von Platz 44 mit 2112 Gramm, der zweitplatzierte knackte gerade eben die 1 kg Marke. Daan van Berkel von Team Evezet Niederlande war der erfolgreichste Angler und wer 2 Fische im Netz hatte war unter den Top Ten.

Daan van Berkel am zweiten Tag im A SektorDaan van Berkel am zweiten Tag im A Sektor

Ein Durchgang, den man schnell vergessen sollte und zum Glück war es im C (FTMAX) Sektor wesentlich besser. Steffen Hildebrandt vom Team Kingdom of Sports konnte aus der Mitte des Halbsektors auf der 14 13.410 Gramm fangen und damit den Sektor gewinnen, Robert Grabowski saß auf der 8 und legte mit 11.450 Gramm und 2 Punkten den Grundstein für den zweiten Durchgang. Schwieriger war es dagegen in der zweiten Hälfte, wo das höchste Gewicht vom Kopfplatz C 46 kam. Das ist nicht unüblich und Marcel Heijner vom Team Verpa Niederlande angelte sich mit für diesen Sektor allerdings auch eher wenigen 5.810 Gramm in eine gute Ausgangsposition für den zweiten Durchgang, in dem dann alles wieder und entgegen aller Silokanalgesetze anders war.

Marcel Heijner angelte beide Tage im C Sektor und konnte den Sektor einmal gewinnenMarcel Heijner angelte beide Tage im C Sektor und konnte den Sektor einmal gewinnen

Denn nur einen Tag später waren die beiden Kopfplätze nahezu ohne Fisch, was insbesondere das Team von FTMAX einige wertvolle Punkte in der Mannschaftswertung kostete. Marvin Rust vom Team Kingdom of Sports auf C 46 und Norman Eickmeier vom Team FTMAX fingen jeweils 3 (in Worten: Drei) Fische und 1.020 bzw. 820 Gramm und verstanden, wie sicherlich auch alle anderen Teilnehmer des IAM die Welt nicht mehr. Unberechenbar zeigte sich der Silokanal an einer seiner besten Stellen für sehr gute Fänge.

Alle Optionen auf dem TablettAlle Optionen auf dem Tablett

Auf der anderen Seite im Sektor D (Allianz-Unger) nahm Chris Weiß Anlauf für seinen vielleicht ersten und vielleicht auch überfälligen IAM Einzeltitel und gewann den Sektor von Platz 21 mit 10.320 Gramm. In den Sektoren C und D dominierte die Bolorute, auch wenn die Angler der gegenüberliegenden Sektoren teilweise in einer Spur fischten. Hier gilt es für die Zukunft zu überlegen, ob bei weiterhin abnehmenden Fängen nicht ein Sektor verlegt werden sollte, so dass keine Strecke des Kanals mehr von beiden Ufern gleichzeitig beangelt werden muss. 9 Plätze oberhalb von Chris Weiß dann bereits der nächste Sektorensieger aus dem folgenden Halbsektor.

Jochen Drescher mit einem schönen Rotauge auf dem Weg zum SektorensiegJochen Drescher mit einem schönen Rotauge auf dem Weg zum Sektorensieg

Jochen Drescher vom Team HJG Drescher fing 9.490 Gramm auf Platz 30. Ganz oben auf Platz 46, einem vermeintlich bzw. historisch ebenfalls sehr guten Platz kamen dagegen nur 3.790 Gramm, was ein weiteres Indiz dafür ist, wie sich der Kanal bzw. die guten Plätze des Silokanals im Laufe der letzten Jahre verändert haben.

Konstant gut dagegen der E (Sensas) Sektor in beiden Halbsektoren. 24.140 Gramm von Platz 9 und 31.470 Gramm von Platz 45 brachten Hans Richter vom Team Browning International und Heiko Schmidt vom Team Stipp-Profi I die Sektorensiege.

Hans Richter (rechts im Bild) im e Sektor an den GärtenHans Richter (rechts im Bild) im e Sektor an den Gärten

Im ersten Halbsektor an den Gärten waren und bleiben die besten Plätze in der Mitte und im zweiten Halbsektor an den Eisenbahnschienen sitzt man besser rechts als links außen, denn von rechts kommen die Brassen und auch wenn die Rotaugen auf den Plätzen 24 bis 30 sofort sehr gut beißen, so kommen die Brassen auf den Plätzen 46 bis 40 meiste nach 1,5 Stunden auf die Futterplätze und das Schicksal der Rotaugenangler nimmt seinen Lauf. In beiden E Halbsektoren wird mittlerweile mit Brassen gewonnen und Mückenlarven spielen eine entscheidende Rolle. Das war nicht immer so, doch die Zeiten, wo hier fast nur dicke Rotaugen in den Keschern waren sind (leider) vorbei. Zumindest bis uns der Silokanal wieder aufs neue überrascht.

Welcher Köder, wo beißen die Fische in der Drift, wie weit am Grund? - Jayson bei der Arbeit und Heiko Schmidt auf dem Weg zum SektorensiegWelcher Köder, wo beißen die Fische in der Drift, wie weit am Grund?
Jayson bei der Arbeit und Heiko Schmidt auf dem Weg zum Sektorensieg

Nach dem ersten Durchgang überraschte die junge Mannschaft von FTMAX mit 15 Punkten auf Platz 1, es folgten die Mannschaften der Stipp-Profis I und II mit 20 und 28 Punkten vor dem ersten ausländischen Team mit dem Team Niederlande II, die 30 Punkte mitbrachten und das Rennen um den Titel offen ließen. Colmic auf 5 mit 33 Punkten und dann ein Team, das das IAM bereits einmal gewinnen konnte. Das Team Walterland-Maros-Mix hatte mit 37 Punkten einen Punkte weniger als das Team Evezet Niederlande, die einen ganz starken Durchgang angelten.
Also alles dicht beieinander und kurz nach dem Losen des zweiten Durchgangs gab es erste Hochrechnungen, wer von den Teams gut oder besser sitzen und damit Favorit sein würde.

Beim Blick in die Köderdosen hatte der erste Durchgang gezeigt, dass viele Teilnehmer auf die Brassen setzten und die Brassen mittlerweile der Zielfisch Nr. 1 am Silokanal sind. 1 Liter Würmer, 1,5 Liter Mückenlarven und 1 Liter Caster waren die überwiegende Aufteilung der der Köder, Maden spielten kaum ein Rolle und wenn, dann waren tote Maden am Start.

Einige Teilnehmer hatten über einen Liter Würmer am StartEinige Teilnehmer hatten über einen Liter Würmer am Start

Bei 22 Litern Futter hatten die meisten Teilnehmer 10 bis 12 Liter schwere Erde dabei, die entweder ins Futter gemischt oder aber extrem abgebunden und nur mit Ködern versehen pur gefüttert wurde. Wurde in den vergangenen Jahren am Anfang moderat gefüttert um dann aber sofort regelmäßig aus der Hand nachzufüttern, so wird mittlerweile kanaltypisch am Anfang eine große Menge Futter/Erde/Köder eingebracht und der Platz dann in Ruhe gelassen.

Schwere Erde statt Futter war die Entscheidung vieler TeilnehmerSchwere Erde statt Futter war die Entscheidung vieler Teilnehmer

Trotz der nicht unwesentlichen Schifffahrt ist ein nachfüttern insbesondere in schwierigen Bereichen kontraproduktiv, so dass erst nach 1,5 Stunden Angelzeit wieder gefüttert wird. Beim Rhythmus empfiehlt es sich dann eher drei oder vier Kugeln gleichzeitig zu füttern, um dann den Platz wieder 20 bis 30 Minuten nicht zu befüttern. Einzig im E Sektor ist ein ständiges nachfüttern Pflicht, denn sonst wandern die Fische schnell auf die Nachbarplätze.

Kleine Kugeln mit abgebundener Erde, wenig Futter und einem hohen Köderanteil waren gut zum NachfütternKleine Kugeln mit abgebundener Erde, wenig Futter und einem hohen Köderanteil waren gut zum Nachfüttern

Thomas Pruchnowski ließ im A Sektor auf der 2 nichts anbrennen und gewann den Sektor mit 11.510 Gramm vor Anja Groot aus den Niederlanden, die in einem deutsch-holländischen Damen Mixteam angelte und 10.720 Gramm zur Waage brachte. Dirk Ochmann vom Team O&W/CM Lockstoffe entschied von Platz 24 den zweiten Halbsektor mit 10.910 Gramm für sich, doch wie würde sich im zweiten Durchgang der B Sektor präsentieren?

Anja Groot aus Holland mit unserem Jugend-Weltmeister Brian ÜberleerAnja Groot aus Holland mit unserem Jugend-Weltmeister Brian Überleer

Besser, ordentlich oder auch so wie man ihn kennt. Nicht die ganz großen Gewichte, nicht die ganz großen Fische, aber mit Sektorensiegern die in beiden Halbsektoren über 6 kg im Netz hatten. Wim Fühler vom Team Niederlande II auf Platz 8 mit 6.050 Gramm und Patrick Henniger vom Team Allianz Unger auf Platz 26 mit 7.240 Gramm. Die Bolorute dominierte, doch auf einigen Plätzen wurde auch auf die Kopfrute gefangen und selten aber erfolgreich war auch eine 12 Meter long long Rute.

Alexander Zegntner vom Team Österreich mit einem schönen Rotauge, gefangen mit der 12 Meter Rute mit voller SchnurAlexander Zegntner vom Team Österreich mit einem schönen Rotauge,
gefangen mit der 12 Meter Rute mit voller Schnur

Spannend war es im ersten C Halbsektor, denn dort waren viele Ruten gleichzeitig krumm und keiner konnte sagen, wer am Ende vorne sein würde. Auf Platz 2 kamen schon über 10 Kilogramm von Jo Adriolo vom Team des amtierenden Weltmeisters Niederlande I, doch die hohen Gewichte wurden in der Mitte des Halbsektors gefangen, wo sich am Ende Jürgen Gottfried vom Team Brandenburg mit 24.160 Gramm durchsetzte. Der zweite Halbsektor dann wie bereits erwähnt untypisch fischarm auf den hohen Nummern, so dass Frank Weise von der 26 mit 10.510 Gramm den Sektor gewann.

Wieder ganz vorne dabei. Der IAM Einzelsieger 2012 Frank WeiseWieder ganz vorne dabei. Der IAM Einzelsieger 2012 Frank Weise

Mit starken 18.650 Gramm wurde dann auch auf der gegenüberliegenden Seite der erste D Halbsektor von Roberto Mazzasette vom Team Colmic von der 11 gewonnen und dann galt es für 2 Teilnehmer den Vortag vergessen zu machen. Walter Tamas vom Team Walterland-Maros-Mix rettete sich zwar am Vortag mit zwei Fischen im B Sektor noch auf einen 10ten Platz, doch glücklich konnte ihn das nicht stimmen und entsprechend groß war die Enttäuschung viel versucht, alles gegeben aber mangels Fisch nur wenig gefangen zu haben. Die Antwort gab es dann aber auf Platz Nr. 30 i, zweiten D Halbsektor und 9.210 Gramm, die ihm den Sektorensieg bescherten und am Ende ganz wichtig für die Teamwertung waren.

Leidgeprüft am ersten Tag, wartete Tamas Walter im zweiten Durchgang mit einem Sektorensieg aufLeidgeprüft am ersten Tag, wartete Tamas Walter im zweiten Durchgang mit einem Sektorensieg auf

Ein weiterer leidgeprüfter Angler vom Vortag tobte sich im ersten Halbsektor E an den Gärten auf Platz 13 aus. Lutz Weissig vom Team Illex haderte mit seinem Platz im A Sektor im ersten Durchgang, doch er wurde mit einem guten Platz auf dem er im zweiten Durchgang auch nichts anbrennen ließ belohnt. 32.250 Gramm waren nicht nur der Sektorensieg, sondern auch das höchste Gewicht, das ein Angler beim IAM 2014 gefangen hat.

Machte den ersten Durchgang am zweiten Tag vergessen - Lutz Weissig mit dem höchsten Gewicht des IAM 2014Machte den ersten Durchgang am zweiten Tag vergessen - Lutz Weissig mit dem höchsten Gewicht des IAM 2014

Vier Sektoren waren gewogen und es sah so aus, als ob es keine Doppeleins eines Teilnehmers geben würde, denn viele Einser des Vortages hatten einige Punkte gesammelt, so dass wir bei unseren Hochrechnungen schon bei 3 oder sogar 4 Punkten waren, die zum Einzelsieg des IAM 2014 reichen würden. Heiko Schmidt brachte von den Stipp-Profis I hatte zwar vom Freitag ein hohes Gewicht mitgebracht, doch er lag nach dem Wiegen schon bei 4 Punkten und so waren alle Augen auf den zweiten E Halbsektor gerichtet, in dem noch gewogen werden musste. Guido Nullens vom Team Milo Primus saß auf Platz Nr. 29 eigentlich nicht besonders gut, doch er brachte vom Vortag einen Sektorensieg mit und nun immerhin 21.390 Gramm zur Waage.

Der belgische Welt- und Europameister Guido Nullens angelte bei seiner ersten IAM Teilnahme sehr starkDer belgische Welt- und Europameister Guido Nullens angelte bei seiner ersten IAM Teilnahme sehr stark

Das war sehr ordentlich, sollte aber am Ende nur für einen sechsten Platz im Sektor reichen, was aber am Ende Platz 11 in der Einzelwertung bedeutete und mehr als ordentlich war. Jetzt war klar, entweder Robert Grabowski, dem auf Platz 37 entweder ein Sektorensieg oder ein zweiter Platz mit einem Gewicht von mindestens 25 kg zum Einzelsieg reichen würde. 30.840 Gramm zeigte die Waage an und das war bisher die 1 im Sektor.

Daumen hoch und immer einen Fisch mehr als der Zweitplatzierte - Robert Grabowski hatte allen Grund zur FreudeDaumen hoch und immer einen Fisch mehr als der Zweitplatzierte
- Robert Grabowski hatte allen Grund zur Freude

Doch die richtig guten Plätze mussten erst noch gewogen werden und da saßen unter anderem mit Stefan Altena noch der amtierende Mannschaftsweltmeister und Silbermedaillengewinner im Einzel der Weltmeisterschaft 2014 auf Platz Nr. 44 und Dennis Kuhfuss vom Team Sensas Germany auf dem Endplatz.

Mannschaftsweltmeister und Silbermedaillengewinner der WM 2014 Stefan Altena vom Team Niederlande IMannschaftsweltmeister und Silbermedaillengewinner der WM 2014 Stefan Altena vom Team Niederlande I

Doch es reichte so oder so für Robert, denn Stefan Altena brachte rund 25 kg zur Waage und Dennis Kuhfuss hatte 330 Gramm weniger als Robert, so dass es ein Sektorensieg und 3 Punkte in der Einzelwertung wurden. Und als alles klar war, mussten wir Robert und seinen Vater Bernd nur ein ganz wenig bitten, doch das Siegerbad im Silokanal zu nehmen.

Der erste IAM Einzelsieger, der auch das Bad im Silokanal nahm - wir sind gespannt, wer das in Zukunft topptDer erste IAM Einzelsieger, der auch das Bad im Silokanal nahm - wir sind gespannt, wer das in Zukunft toppt

Beeindruckend wieder einmal die starke Mannschaftsleistung des Teams der Stipp-Profis, die am Ende mit 50,5 Punkten das International Anglers Meeting 2014 vor dem Team Fiishing Tackle Max (59,5 Punkte) gewannen. Beeindruckend aus deshalb, da das zweite Team der Stipp-Profis mit 65 Punkten auf dem dritten Platz landete und damit die nationale Ausnahmestellung der Stipp-Profis unterstrich. Die zweite Mannschaft des Nationalteams der Niederlande belegte als bestes internationales Team Platz 4 vor dem Team Colmic und dem Team Walterland-Maros-Mix, die sichtlich erstaunt waren, dass sie es nach einem unglücklichen ersten Tag noch auf die Bühne des Stahlpalastes schafften.

National derzeit das Maß aller Dinge. Das Team Stipp-Profi mit Ralf Herdlitschke, Chris Weiß, Rainer Wenzel, Heiko Schmidt und Lutz SchenkeNational derzeit das Maß aller Dinge. Das Team Stipp-Profi mit
Ralf Herdlitschke, Chris Weiß, Rainer Wenzel, Heiko Schmidt und Lutz Schenke

Wir freuen uns auf das International Anglers Meeting 2015, das vom 15. Bis 18. Oktober 2015 stattfinden wird.

Das Video zum IAM 2014

Galerie IAM 2014

Live Bericht IAM 2014

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