Kurzer Rückblick zur VdE/Matrix Feederchallenge in Terneuzen

  • von Jens Koschnick
  • 30. Juni 2015 um 10:00
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Das die Gewässerstrecke in Gent–Terneuzen als eher schwierig einzuschätzen ist, war vielen der Angler klar. Dass aber so schlechte Fangergebnisse erzielt werden würden, hatte keiner gedacht. Mit jedem Angeltag und dem damit verbundenem Futter- und Ködereintrag, wurden die Fische scheuer.

Die beiden Durchgänge der VdE/Matrix Feederchallenge haben erste Rückschlüsse auf die bevorstehende WM im Juli zugelassen. Gewichte zwischen 2 und 3 Kilo werden für Sektorensiege ausreichen. Um ein gutes Mannschaftsergebnis zu erzielen, muss jeder der 5 Angler mit Fang zur Waage gehen. Genau deswegen, setzten viele Angler zuerst darauf eine Grundel zu fangen. Danach angelten sie dann auf die größeren Fische, wie Rotaugen, Barsche, Brassen und Meeräschen. Die Kunst war es, die Konzentration über 5 Stunden aufrecht zu halten. Vielleicht hatte man nur den einen oder die zwei Bisse, die einen direkt in die Top 10 des Sektors brachten. Fischverlust war meist nicht mehr zu kompensieren. Eindeutige Aussagen zur Angelentfernung kann man nur schwer treffen. Diese 2 oder 3 Fische, konnte man eigentlich auf fast allen Entfernungen fangen. Vielmehr lag es an dem Gespür des Anglers, zur richtigen Zeit auf die richtige Entfernung zu legen. Hier hatte von allen deutschen Anglern Thorsten Küsters das beste Gespür.

Die Köder variierten sehr. Von Wurm über Pinki und Mücke.

Die Köder variierten sehr. Von Wurm über Pinki und Mücke. Die Bisse zeigten sich eindeutig. Es waren halt einfach nur zu wenige Fische auf der Strecke.

Am Montag und Dienstag nach der Feederchallenge, folgte der Ländervergleich. Holland, Belgien und Deutschland fischten mit jeweils 10 Anglern über zwei Tage gegeneinander. Die immer schlechter werdenden Beißverhältnisse trübten die Stimmung der Angler nicht! Untereinander herrschte eine hervorragende sportliche Stimmung.

Untereinander herrschte eine hervorragende sportliche Stimmung

Nach dem ersten Tag lag unsere deutsche Mannschaft noch auf Platz zwei hinter Holland. Am zweiten Tag ist dann das passiert, was nur allzu schnell an diesem Gewässer passieren kann. Gleich mehrere deutsche Angler fingen keinen Bonusfisch und landeten auf den hinteren Sektorenplätzen. Somit gewannen die Holländer vor den Belgiern und unserem deutschen Team das Länderfischen. Auch beim Ländervergleich zeigte Thorsten Küsters sein feines Händchen für dieses Gewässer und erreichte mit einem Sektorensieg und einem zweiten Platz im Sektor den zweiten Gesamtplatz von 30 Anglern.

Thorsten Küsters

An dieser Stelle, muss nochmal ein dickes Lob an Patrick Vanhoo und Jan van Schendel ausgesprochen werden. Sie haben ein Feederevent auf die Beine gestellt, dass in Bezug auf Teilnehmerfeld und Professionalität seines Gleichen sucht. Man merkt einfach, mit wieviel Herzblut diese Veranstaltung aufgezogen wird. Vielen Dank nochmal für diese tollen Tage Patrick und Jan!

Trotz diesen schwierigen Verhältnissen, lohnt es sich für jeden begeisterten Friedfischangler, am 11. und 12. Juli, die Feederweltmeisterschaft an der WM Strecke zu besichtigen. Spannende Meeräschen Drills, sowie Kleinfischtaktiken auf Rotaugen und Grundeln, werden dem Betrachter viel Input geben.

Die Strecke Die Strecke

Direkt am Ufer des Kanals verläuft eine breite Straße. Somit sind auch für die Besucher ideale Voraussetzungen geschaffen. Zur WM werden die Karten neu gemischt. Wir wünschen unserer deutschen Nationalmannschaft das nötige Glück und ein ruhiges Händchen am Wasser.

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