Walterland Masters 2018 - Der Bericht

  • von ct Redaktion
  • 28. Mai 2018 um 12:00
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Mit einer lustigen Anekdote starten wir unseren Bericht zu den Walterland Masters 2018. Es ist Donnerstagnachmittag und das offizielle Training ist beendet. Wir haben gut gefangen, doch Peter (Pilot) Larsen aus unserer Mannschaft hat rechts neben dem Daiwa UK Team um Will Raison und Steve Ringer sehr gut gefangen. Und zwar so gut, dass Steve Ringer nach dem Durchgang zu Peter ging, um höflich zu fragen, ob er sich mal seine Montagen anschauen dürfte. Soweit nicht ungewöhnlich und selbstverständlich zeigte und erklärte Peter seine Montagen, doch die Montagen hatte er entsprechend eines früheren Berichts von Steve in einem englischen Magazin nachgebaut, so dass Steve Ringer von Peter seine eigenen Montagen erklärt bekam. Die Daiwa Jungs waren unsicher. Die Woche lief nicht gut, sogar Futtermischungen wurden diskutiert und der Ton innerhalb des Teams wurde schärfer. Doch für Spass waren sie trotzdem zu haben und während das Team beim Mittagessen im Ruderclub weilte, füllten wir den Setzkescher von Peters englischem Nachbarn Martin Greene mit Peters Fischen, so dass dort statt der gefangenen 8 kg nun über 25 kg im Netz waren. Ohne, dass wir es mitbekamen, hatte das Walterland Team links neben den Engländern die gleiche Idee und sie füllten das Netz von Will Raison mit über 40 kg. Die Daiwa Jungs kamen vom Essen, wogen ihr Fische und während sie sich immer ratloser ansiehen hatten wir mit den Walterland Jungs sehr viel Spass, der auch umgehend vom Daiwa Team verstanden wurde und auch später war es beim Eröffnungsbankett mit dem Team Daiwa UK an unserem Tisch sehr lustig.

Es war also auch lustig und wir hatten wettertechnisch eine super Woche, doch das Angeln war schwierig.

Das Walterland Masters 2018 war Anfang April der Start für viele europäische Spitzenangler in die Saison der Posenangler. In diesem Jahr nahmen 38 Mannschaften aus 18 Nationen teil und dabei waren so wohlklingende Namen wie Will Raison, Steve Ringer, Ferrucio Gabba, Des Shipp, Lee Kerry, Laszlo Csillag, Tamas Walter, Diego daSilva usw. Das Fischen dürfte mittlerweile in Niveau erreicht haben, das dem Niveau auf WMs und EMs kaum nachsteht. Dies war das erklärte Ziel des Organisators Tamas Walter und wir denken, dass er stolz auf „sein" Event kann.

Das CT Team 2018

In diesem Jahr fischten 3 deutsche Teams das Event, unser Team war dabei in diesem Jahr sehr international. Für das CT Team starteten Peter Pilot aus Dänemark, Alex Gavan aus Rumänien, Roland Wittwer, Henric Plass und Michael Borchers. Wir trafen uns am Sonntagabend an der Strecke, dort bezogen wir auch unsere Zimmer im Olympiastützpunkt der ungarischen Kanusportler. Das Training ist perfekt durchorganisert, jedem Team wurden die Trainingsboxen für alle Trainingstage zugewiesen. Wir starteten am Montag in einer Box relativ weit „aussen" an der Strecke und hatten dazu keine Nachbarn, sprich die Nachbarboxen waren unbesetzt. Wir nutzten den Tag um die Montagen und Gummizüge einzustellen, dazu war es gut, dass in der Box viele Fische zu fangen waren. Bei den Gummizügen setzten sich übrigens wie in den letzten Jahren Gummizüge der Stärke 1,8mm bis 2,1mm durch. Bei den Haken waren Modelle wir der Sensas 3080 in den Größen 14 und 16 meistens eine gute Wahl, Vorfächer zwischen 12 und 14 konnten fast alle Fische bändigen. Am Ruderkanal in Szeged sollte man Montagen zwischen 1 Gramm und 4 Gramm vorbereitet haben.

Ein passendes Posenmodell für den Ruderkanal

Am Montag hatten wir einen starken Wind an der Strecke, der Wind kam von der Seite und macht eine notwendige Köderpräsenatation sehr schwer. Natürlich konnten wir viele tolle Karpfen fangen, wir waren uns am Ende des Tagess aber sicher, dass wir bei besseren Bedingungen ( weniger Wind ) sicherlich 50% mehr fangen konnten. Ein Indiz dafür waren die vielen gehakten Fische, die wir nur selten landen konnten. Hätten wir unserer Köder sauberer präsentieren können und damit auch die Bisse besser gesehen, dann hätten wir deutlich mehr im Netz gehabt. Am Ende des Tages waren es zwischen 12 Kilogramm und 8 Kilogramm.

Die Abende in Szeged kann man entweder an der Strecke verbingen und das Gespräch mit anderen Anglern suchen, oder aber man schaut sich die Stadt Szeged an und isst dort zu abend. Szeged ist eine schöne uns sichere Stadt und ist auch ohne das Fischen eine Reise wert.

Der Dienstag bescherte uns dann wieder ein Fischen mit Nachbarn auf beiden Seiten, auf der rechten Seite sortierte sich das junge rumänische Maros Mix Team ein auf der linken Seite saß das Daiwa Team UK. Dieses Teams begleiten uns wie schon im letzten Jahr an allen Trainingsdurchgängen und werden in diesem Bericht immer mal wieder eine Rolle spielen. Für uns lief der Dienstag mittelprächtig bis schlecht, die Gewichte von 1-6 Kilo machten uns nicht wirklich glücklich. Steve Ringer hatte übrigens 19 Kilo, allerdings gab es auch einen Angler im UK Team, das nur 4 Kilogramm gefangen hatte. Das junge Team aus Rumänien stellte während des Fischens um und konnte sich zum Ende des Trainings die Fische richtig auf die Plätze stellen.

Von solchen Fängen konnten wir am Dienstag nur träumen - Alex mit dem Fang von Montag

Der Mittwoch sollte eigentlich der Tag sein, an dem sich Erkenntnisse aus dem Training verfestigen, an diesem Tag wollten wir eigentlich einen „Schritt voran" kommen. Leider kam alles anders, die komplette Strecke war ziemlich tot, zur Mitte des Durchgangs hatte beispielsweise Will Raison erst einen guten Fisch. Zum Ende des Trainingsdurchgangs kamen die Fische auf die Plätze und einige Angler konnten noch etwas Gewicht machen. Was war mit der Strecke los? Wir vermuten, dass die permanenten Wind und Luftdruckwechsel den Fischen auf den Magen geschlagen hatte. Für uns war es ein verlorener Tag….

 4 kits mit den passenden Gummizügen - das Angeln in Szeged ist keine Materialschlacht

Beim offiziellen Training am Donnerstag gingen wir logischerweise sehr defensiv bei unserer Startfütterung vor. Wor fütterten zwischen 3 und 4 Liter Futter ( Sensas Carp Black und Tubertini Fondo), in dem Futter brachten wir zwischen 150ml und 300ml Köder ein. Wir fütterten dieses Gemisch auf Plätzen zwischen 12m und 12,7m, jeder Angler befütterte hier eine andere Distanz. Auf die 13m Bahn fütterten wir kleine Erdballen mit Lebendködern ( Maden, Caster, Würmer, Mückenlarven). Das Training lief dann bei uns ganz gut, wir konnten alle gute Gewicht zur Waage bringen. Alle, ausser „Einem". Peter Pilot saß direkt neben dem Daiwa Team und fischte sie an diesem Tag in Grund und Boden. Am Ende des Trainings kamen die Daiwa Jungs zu Peter rüber und fragten, wie er gefischt und gefüttert hat. Wir angeln seit 4 Jahren neben den Daiwa Jungs und bisher hatten sie noch nie die Informationen von uns benötigt. Peter kann da sicherlich stolz auf sich sein, allerdings zeigte es auch, wie unsicher das Daiwa Team war. Will Raison kam an diesem Tag im Training übrigens gar nicht zurecht, man konnte merken, dass das Team und Will unruhig waren. Das junge rumänische Team konnte übrigens auch an diesem Tag überzeigen und war für uns ein kleiner Geheimtipp für das Fischen.

Der Rutenmix in unserem Team - gutes Material ist in Szeged wichtig

Am Freitag wurde der erste Durchgang gefischt, ab diesem Moment wechselt der Bericht in die „Ich Perspektive" des Autors. Für mich war an diesem Platz der E Sektor gelost worden, es verschlug mich auf Platz 15. E15 ist ok, denn er ist in der ersten Hälfte des Teilsektors. Ich konnte in meinem Sektor Will Raison erkennen, Lee Kerry saß auch nicht weit entfernt, allerdings wohl im 2. Teilsektor. Ich fütterte zu Beginn 3,5 Liter Futter mit circa 200ml Ködern und 1 Dose Mais in der Startfütterung, dazu brachte ich noch drei große Erdbälle mit wenigen Maden und geschnittenen Würmern auf die 13m Bahn.


Das Fischen begann und wie üblich tat sich zum Anfang wenig. Nach circa 1 Stunde hatte ich erst einen kleinen Karpfen, bei meinen Nachbarn lief es aber auch nicht besser. Die Strecke war schwierig, leider kontne ich aber sehen, dass auf den niedrigen E Nummer oft gedrillt wurde. Die Stunde 2 war dann ok bei mir, ich konnte 5 Karpfen fangen. Die Karpfen waren aber sehr klein, die 6 Karpfen hatten sicherlich keine 6 Kilogramm. Die 3 Stunde war dann „tot", sowohl meine Nachbarn als auch ich konnten keine Fische fangen. In der letzten Stunde bekam dann mein linker Nachbar die 9m Bahn zum laufen, diese Bahn hatten wir überhaupt gar nicht auf dem Schirm. Nachdem mein Nachbar dort 2 wirklich große Karpfen gefangen hatte, begann ich diese Spur auch zu füttern. Ich fütterte 20 Minuten und probierte dann das erste Mal den Platz. Ich setzte die Montage ein und der Proppen ging sofort unter… Eine schöne Karausche von 800 Gramm konnte sicher gelandet werden. Ich fütterte die kurze Bahn weiter und befischte auch den 13m Platz immer mal wieder. Das Problem ist allerdings, dass man sich in dem korrekten Befüttern ( Rhythmus und Ködermenge) auf mehreren Spuren gerne verzettelt. Am Ende konnte mein linker Nachbar auf der kurzen Spur das Feld von hinten aufräumen, während mein rechter Nachbar auf der 13m Bahn noch gute Fische fangen konnten. Beide Nachbarn hatten mich dann schlussendlich geschlagen und ich fuhr eine Plz 10 ein. Will Raison konnte meinen Sektor mit 19 Kilo gewinnen – Respekt nach den Trainingsergebnissen. Unser Team enttäuschte am Tag 1, lediglich Alex konnte eine gute Platzzifer 3 erangeln. Richtig gut war das Allianz Team Unger, das Team fütterte bei Fisch sehr aggressiv nach und lag damit an diesem Tag goldrichtig. Das Team lag nach Tag 1 auf Platz 4 und damit in Reichweite zum Podium.

Peter beim Vorbereiten der Startfütterung

Als Team hatten wir uns für Samstag das Ziel vorgenommen einen großen Schritt nach vorne zu machen. Wir änderten unsere Futtertaktik nur leicht ab und nahmen uns vor noch präziser zu fischen. Mich verschlug es an diesem Tag in den A Sektor und damit an das andere Ende der Strecke. Ich saß auf A4 und damit nur einen Platz neben dem Platz, auf dem Steve Ringer am Vortag 42 Kilogramm fangen konnte. Leider hatte der Wind gedreht und das ist in Szeged immer ein Indiz dafür, dass die Fische ihren Standort gewechselt haben. Neben mir saß Peter Klasek, ein tschechischer Angler, der richtig gut ist wenn viel Fisch gefangen wird. Das Füttern begann wie immer um 10.50 Uhr und damit 10 Minuten vor dem eigentlichen Start des Fischens. Ich beschloss wie am Vortag 3,5 Liter auf 12,5m zu füttern ( mit etwas mehr Ködern, da ich Richtung Endplatz gesessen habe), beim Füttern bermerkte ich dann schnell, dass Peter viel, viel weniger als ich fütterte, jetzt war guter Rat teuer. Ich beschloss kurzentschlossen dem Instinkt von Peter zu vertrauen und brach das Füttern auf der 12m Bahn nach circa 2 Litern Futter samt Inhalt ab. Das restliche Futter versenkte ich auf die 9m Bahn, diese Lektion hatte ich am ersten Tag gelernt. Meine Nachbarn fütterten diese Bahn nicht, ich war gespannt was auf dieser Bahn gehen würde.

Wann? - Wo? - Was? - Wieviel? Darum geht es...

Das Fischen begann und bei mir tat sich wieder einmal „nichts", dies war aber im kompletten Sektor so, selbst auf dem Endplatz A1 tat sich nichts. Nur mein Nachbar, der „sparsame" Peter konnte Fische fangen. Nach 1 Stunde hatte A1 einen Karpfen, Peter 6 Karpfen, ich einen Karpfen, mein Nachbar hatte 2 Karpfen. Meine erste Stunde war zäh und zu meinem großen Unmut verlor ich meine ersten zwei Fische im Drill. Das man Fische im Drill verliert kommt vor, allerdings hatte ich damit bisher noch nie größere Probleme. Es ist am Kanal sehr wichtig den Anhieb extrem kräftig zu setzen. Der Anhieb muss so ausfallen, dass die Montage weit aus dem Wasser schiesst, wenn man auf einen Fehlbiss angeschlagen hat. Mit 3 Karpfen wäre alles gut gewesen, mit 1 Karpfen war ich richtig hinten dran. Die zweite Stunde war nicht besser, ich probierte sehr viel beim Füttern aus, dabei setzte ich auf kleine Mengen Erde mit unterschiedlichen Ködern. Ich bekam wieder 2 gute Fische drauf und verlor Beide. Ich hatte bereits die Haken und auch die Hakengröße gewechselt, hatte die Montage sehr sensibel eingestellt und bekam die Fische einfach nicht raus. Nach 2 Stunden lief es für den Platz A1 richtig gut, Peter hatte 8 Karpfen, ich stand immer noch bei einem Fisch und mein Nachbar hatte 4 Fische. Das Gefühl kennt sicherlich jeder von Euch, es läuft einfach nicht und dazu weiß man, dass die eigentlich beste Phase des Fischens ( die ersten beiden Stunden) extrem schlecht gelaufen ist. Guter Rat war teuer und ich wusste nicht wirklich weiter. Ich hatte in der Zwischenzeit die 9m Bahn weiter mit losen Mais und Hanf befüttert, meine Nachbarn hatten dies versäumt. Ich setzte die Montage ein und der Proppen ging wie am ersten Tag sofort unter. Eine kleine Karausche konnte eingenetzt werden. Die Pose nochmal eingesetzt und es tat sich ersteinmal nichts, da ich aber bereits einen Fisch gefangen hatte, gab ich dem Platz eine Chance. Gerade als ich auf die 13m Bahn wechseln wollte, konnte sich Karausche Nummer 2 zum Anbiss entscheiden. Bevor ich auf der 9m Bahn weiter geangelt habe, schob ich einen Ball Erde mit großen Mücken auf den 13m Platz, ich hatte diesen Ball im Gegensatz zu allen anderen Bällen nur sehr weich gedrückt, am Grund dürfte nur eine Wolke aus Mücken angekommen sein. Nach dem Füttern ging es wieder auf die 9m Bahn, 2 Minuten warten und dann Anschlag.


Das Gummi schoss aus der Rute und nach 2 Minuten verlor ich den nächsten Fisch ( und das war ein guter Fisch!). Ich kochte innerlich und bot meinen Nachbarn ein paar schöne deutsche Flüche zum Besten. Nach dem Drill war der Platz tot und ich fütterte circa 100ml Caster und Mais nach und wechselte auf die 13m Bahn. Die 13m Bahn war bei meinen Nachbarn tot, ich erhoffte mir also nicht allzuviel von dem Wechsel. Ich setzte die Montage sorgfältig auf den Futterplatz und wartete, nach 3-4 Minuten vermutete ich einen vorsichtigen Biss und schlug an. Als Reaktion schoss mein Gummi Richtung Seemitte, ein aufregender Drill folgte und ich konnte endlich einen guten Fisch keschern. Schnell nachgefüttert auf der 13m bahn und wieder auf die 9m Bahn gewechselt. Auf dem Platz auf der 9m Bahn lagen mittlerweile sehr viele Köder und ich musste aufpassen, dass ich keine Schnurschwimmer und Fehlbisse bekam. Ich setzte ein und es dauerte einen Moment, bis der nächste Fisch meinen Köder gefunden hatte, wieder war 1 Kilogramm im Netz. Mittlerweile waren 3,5 Stunden gefischt und ich lag nur noch knapp hinter meinem rechten Nebenmann, Peter lag deutlich vorne. Nach dem Nachfüttern auf der 9m Bahn wollte ich die 13m Bahn wieder befüttern, ich Griff zur „guten" Montage und stellt fest, dass es die falsche Montage / Pose war. Ich griff zu einzig anderen möglichen Montage und begann zu angeln. Die Montage stand komisch im Wasser und ich kann mich noch erinnern, dass ich mich gefragt habe ob sich ein Blei gelöst hatte. Nach 10 Minuten ohne Biss fütterte ich erneut nach drehte mich um und erkannte, dass ich das falsche Kit geangelt hatte. Das verwendete Kit war das Kit für die 9m Bahn und damit viel zu flach eingestellt. Ich hatte 10 Minuten verschenkt, in denen der Fisch wahrscheinlich massiv auf dem Platz stand. Nach dem Griff zum richtigen Kit konnte ich sofort einen weiteren Karpfen um 1,5 Kilogramm fangen. Auf der 13m Bahn flux nachgefüttert und zurück auf die 9m Bahn ( es waren nur noch 20 Minuten zu angeln), die Pose ging nach 5 Minuten unter, der nächste gute Fische war an der Leine und nach 30 Sekunden wieder weg. Ich kochte, denn ich wusste, dass der Fisch jetzt massiv auf meinen Plätzen stand und ich einfach nur zu „doof" war. Die Montage auf der 13m Bahn sauber eingesetzt und ein 500 Gramm Karausche konnte relativ schnell gelandet werden. Die Zeit lief mir weg und ich wechselte auf die 9m Bahn. 2 Minuten Restzeit- die Pose geht unter – Anschlag – daneben. Die 4 Maden waren noch am Haken, also wieder runter ins Wasser mit Euch.n Warten – Warten – Warten – noch 90 Sekunden kam als Ansage von unserem Betreuer Claus Jacobssen. Die Pose geht unter, das Gummi kommt raus – 60 Sekunden oder weniger – Kit hoch und am Gummi so rigors zerren, dass der Fische zum Kescher kommen muss. Ein kleiner Setzkarpfen konnte 20 Sekunden vor dem Ende eingenetzt werden. Abpfiff – mein Puls ist bei 180….

Peter drillt einen Karpfen - leider gelang das unserem Team zu selten

Am Ende konnte ich meinen rechten Nachbarn knapp schlagen, Peter hatte dagegen 2 Kilogramm Vorsprung. Ich machte ein Plz 9, Peter eine Plz 4 ( Tamas und Will machten im Sektor eine 5 und 6). Am Ende konnte ein sehr starker Ingolf Mantl den Sektor auf dem Endplatz mit 38 Kilo auseinandernehmen (top gemacht). Zurück zu „Ich Perspektive" -jeder verliert beim Angeln in Szeged mal einen Fisch, aber meine 5-6 verlorenen Fische waren einfach viel-zu-viel. Es ist schwer einen Fisch ans Band zu bekommen, wenn man ihn dann „dran" hat, man „müssen" die Fische dann auch eingenetzt werden. Mit der fehlenden Flexibilität am Tag 1 ( die 9m Bahn nicht mitgefüttert) und meiner extrem schlechten Bissausbeute von Tag 2, habe ich mir ein deutlich besseres Ergebnis zerschossen. Im Team hatten wir alle unsere Probleme, die „alten Szeged Hasen" haben zu oft nicht das Optimum rausgeholt, für Roland und Peter als Szeged Newbies war es unglaublich schwer sich an die Nuancen anzupassen, die in Szeged über Erfolg und Misserfolg entscheiden. Die Allianz Jungs konnten leider das herausragende Ergebnis von Tag 1 nicht bestätigen und landeten am Ende auf Platz 12 des Gesamtklassements. Glückwunsch an Heiko Schmidt, Heiko konnte am 2. Tag seinen Sektor gewinnen – zusammen mit dem Sektorensieg von Nick Unger am 1. Tag konnte die deutschen Teilnehmer 2 Sektorensiege verbuchen. Das Gesamtklassement wurde übrigens am 2. Tag komplett durcheinander gewürfelt. Es gewann das ungarische Colmic Team vor dem Sensas Team Slowakei und unseren jungen Nachbarteam aus Rumänien.

ingolf Mantl mit seinen 38 Kilogramm vom Samstag

Ich hatte mich während der Vorbereitung des 2. Durchgangs mit einem deutschen Starter unterhalten – angeregt durch unsere Berichte wollte er unbedingt an dem Fischen teilnehmen und gestand am Samstag dann ein, dass sich das Angeln am Ruderkanal Szeged deutlich einfacher „liest" als es in der Realität zu Angeln ist.

Die erfolgreichsten Mannschaften
Die Mannschaftsergebnisse

Die Einzelergebnisse

Die erfolgreichsten Einzelangler
Das Walterland Masters wird es im jahr 2019 nicht geben, dies hängt damit zusammen, dass die komplette Strecke trockengelegt und umgebaut wird. Das nächste Walterland Masters in 2020 wird dann wahrscheinlich Platz für 55 Mannschaften haben. Der Fischbestand wird sich dann komplett verändert haben und alle Taktiken müssen auf „Reset" gedrückt werden.

In diesem Jahr findet noch die Club WM an der Strecke statt. Mitte Juni werden die Gegebenheiten komplett anders sein und die Einheimischen gehen davon aus, dass es ein Ukeleiangeln wird. Die Ukeleis treten und unglaublichen Mengen auf und versierte Ukeleiangler können zwischen 10 und 12 Kilogramm Ukelei fangen. Es wird sicherlich Karpfenangler geben die mehr fangen, aber der Durchschnitt der Ukeleiangler dürfte höher und damit die Punkteausbeute geringer sein.

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