Anglertreff für Vereine 2007

  • von Steffen Quinger
  • 09. August 2007 um 13:30
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Zum dritten Mal in Folge ging der Zuschlag zur Ausrichtung eines DAV - Anglertreffs der Vereine in den Berliner Raum.
Nach dem Sacrow-Paretzer Kanal 2005, dem Havelkanal bei Brieselang im Jahr 2006, wurde diesmal der Teltow-Kanal im Süden von Berlin als Strecke gewählt.
Sicherlich nicht zur allgemeinen Freude der Angler aus dem Süden der Republik, da einerseits weite Strecken zurückgelegt werden müssen und andererseits der Heimvorteil logischerweise für die Brandenburger und Berliner Teams eine Rolle spielen kann. Erschwerend kam hinzu, dass diesmal auf einer zweigeteilten Strecke gefischt wurde und vor Ort teilweise jungfräuliche, oder urwaldähnliche Platzbedingungen angetroffen wurden. Denn ein ca. 15 m breiter Schilfgürtel mit eingestreuten Brombeerhecken verlockt bekanntermaßen nicht geradezu zum Angeln. Indiana-Jones ließ grüßen.


Der A Sektor im Schönower Bogen

Letztendlich war es aber vor allem den im Vorfeld trainierenden Anglern und den vielen fleißigen Helfern des ausrichtenden Verbandes Mecklenburg Vorpommern zu verdanken, dass fast alle Angler einen zumutbaren Platz am Wasser fanden. Es war wie immer ein Anglertreff von Anglern für Angler und viele ehrenamtliche Helfer hielten den finanziellen Rahmen am Ende auch in diesem.
Um hier trotzdem das gewisse Restrisiko auszuräumen, wurde allen Startern diesmal eine Sonderfrist zur „Unkrautbekämpfung“ von 30 Minuten eingeräumt.
Jedes Team wollte hier die begehrte Fahrkarte zur Club WM 2008 nach Frankreich lösen, nach den Weltmeisterschaften in Kroatien 2006 und Serbien 2007 bestimmt eine etwas attraktivere Reiserichtung.
Der Teltower Kanal hat eine durchschnittliche Tiefe zwischen 2,5 – 3,5 m, die Fließgeschwindigkeit variiert stark je nach Schleusvorgang, damit waren Posengewichte zwischen 0,5 Gramm und 4 Gramm möglich und notwendig.
Während sich die Sektoren A und B in einem teilweise 100 m breiten, fast seeartigen Bereich des Teltower Kanals befanden, waren die Sektoren C, D, E und die Damenstrecke ca. 1000 m weiter stromauf an der geraden und 50 m breiten Strecke am Stichkanal zu finden.
Ein Umstand, der eine optimale Trainingsvorbereitung sicherlich nicht erleichterte, da auch schnell klar wurde, dass in der taktischen Herangehensweise zwischen den beiden Sektorengruppen starke Unterschiede herrschten. Während im Sektor A und B zumin-dest im mittleren Bereich die Matchrute zwangsweise häufig sogar die erste Wahl war, wurde in dem Bereich der Sektoren C, D und E schon im Vorfeld die Kopfrute als der Schlüssel zum Erfolg gesehen.
Erschwerend kam aber zumindest bei den Teams, die sich im Training ernsthaft mit dem Kanal beschäftigt hatten bei den taktischen Überlegungen hinzu, dass man regelmäßig mit sehr kurzen Speedruten um die 2 – 4 m den im Kanal häufig vorkommenden Barsch dezimieren konnte.
Über die Stärken und Schwächen der einzelnen Teams wurde bereits im Vorbericht ausführlich berichtet, bemerkenswert war aber, dass sich die Jungs vom CdA Stralsund fast nicht am Wasser blicken ließen, während die Jungs vom Team Mosella komplette Sektoren  im Training annektierten.      



Bereits im Training wurde klar, dass der Großteil der Teams in Technik und Taktik nicht so weit auseinander lag. Da man allgemein annahm, dass wenig Fisch kommt, wurden die dunkel gehaltenen Futtermischungen relativ mager angemischt und mit einem gesunden Anteil an Erde und Lehm versehen. Erde und Lehm wurden aber auch so vorgehalten, dass sie im Bedarfsfall auch ohne Futterbeimischungen mit Ködern eingebracht werden konnten. Einige Teams hielten bis zur Auslosung verschiedene Mischungen bereit, um hier auf vermeintlich guten Außenplätzen oder schwierigen Innenplätzen entsprechend reagieren zu können.
Auf der Kopfrute galt es sehr sauber und konzentriert den Fischen nachzustellen. Sehr weiche Gummis  (0,7 – 0,9 mm) sollten das ausschlitzen der größeren Fische verhindern. Montagen zwischen 0,5 Gramm und 3 Gramm waren Standard. Die Matchrutenmontage wurde größtenteils als Slider mit doch relativ schweren Waggler um die 18 Gramm aufgebaut. Galt es doch z.B. bei den relativ starken Winden am Kanal den Waggler genau und sauber fast an das andere Ufer zu bringen. Als Köder wurden für die zulässigen 2,5 Liter fast immer 1 Liter Zuckmückenlarven eingesetzt, wobei hier schon die Gretchenfrage war, wie viel große Mücken ins Futter mit eingebracht werden sollten.
 ½ bis zu 1 Liter Caster ergänzten die Palette, der sonst so beliebte Wurm war weder als Futterzusatz noch als Hakenköder von großer Bedeutung und wurde auch nur vorsichtig eingesetzt. Die Futtertaktik war, einen relativ flächigen Futterplatz mit wenig Ködern anzulegen, diese aber dann konzentriert über den Polecup punktgenau einzubringen.
Knackpunkt war jetzt das Nachfüttern, per Hand oder nur cuppen? Viele Teams entschieden sich nur für das nachcuppen. Dabei war der Rhythmus der entscheidende Faktor, um die Fische kontinuierlich am Platz zu halten. So verriet uns Ralf Herdlitschke, dass am zweiten Tag sein Nachcuppen zum falschen Zeitpunkt erfolgte und ihm damit wertvolle Fische kostete.


Stefan Posselt beim cuppen

In fast allen Sektoren dominierte zum Anfang die Kopfrute und auf fast allen Plätzen wurde auch schnell Standfisch gefangen, aber bereits nach 30 Minuten wurde es auf einigen Kopfrutenbahnen sehr dünn. Einige Angler versuchten durch das Werfen von Futterbällen Ihre Plätze neu zu aktivieren, andere variierten in der Köderpräsentation oder in den Ködern selber. Diese Veränderungen brachten zwar den einen oder anderen Fische, kontinuierlich fangen konnte man dadurch aber nicht. Durchgängig fangen konnte man aber bis zur letzten Stunde auf den kurzen Barschspuren. Einige Angler fischten sich auf den kurzen Bahnen von scheinbar benachteiligten Plätzen auf die vorderen Plätze in ihren Sektoren.
Die Entfernung, auf die das Matchfutter geschossen wurde, war jedoch sehr unterschiedlich. Im Stichkanal (Sektor C) fischten Jan Willi Kupperschmidt (Team Browning Ovens Schleswig Holstein) und Michael Schlögl (Team Mosella Germany) im ersten Durchgang überwiegend mit der Matchrute. Michael Schlögl fütterte wie auch die meisten anderen Teilnehmer auf eine Entfernung, die in etwa ¾ der Streckenbreite einspricht, sein Nachbar Jan Willi Kupperschmidt fütterte  jedoch als einer der Wenigen auf die Hälfte der Strecke.


Jan Willi Kupperschmidt

Den Grund verriet uns Betreuer Uli Prehn nach dem Fischen. Das Browning Team hatte spekuliert, dass die Freizeitkapitäne auf dem Kanal an das gegenüberliegende Ufer ausweichen würden, sobald sie die lange Reihe der Angler erblicken. Da am Wochenende mit keinen Frachtschiffen zu rechnen war, bedeute dies, das die Mitte der Strecke nicht durch überfahrende Schiffe beeinflusst wurde, während das gegenüberliegende Ufer mit den dort angelegten Futterplätzen stärker frequentiert wurde.
Eine weitere wichtige Spur sollte wie gesagt die kurze Barschspur werden. Diese Spur wurde in der Anfangsfütterung mit einem Erde/Mücken Gemisch befüttert und dann durch geworfene Pinkis weiter in Aktion gehalten. Zu massives Füttern oder zuviel Geräusch war in dem meist nur 60 bis 70 cm tiefen Wasser im Uferbereich eher kontraproduktiv.

Wie auch in den letzten Jahren bewährt, wurde die Vergabe der Plätze (die Sektoren wurden bereits am Vorabend vergeben) durch ein inzwischen international übliches Lossystem gezogen. Über diesen Schlüssel werden die Plätze den einzelnen Sektoren so zugeordnet, dass alle Teams gleiche Bedingungen hatten. Soweit die Theorie. Denn wie immer ist eine Prise Glück und Pech beim Angeln dabei.
Allgemein wurde angenommen, dass trotz der eingesetzten Stoppangler an allen Enden die Außenplätze mit mehr Fisch rechnen konnten, als die Plätze im mittleren Bereich.

So konnten sich Günter Horler vom Team Mosella, René Bredereck vom Brandenburger Moritz Team und Ronald Bredow vom AV Schnock über die zugelosten Plätze 1, 2 und 3 im Sektor A freuen. Letztendlich auch die Reihenfolge, die am Ende nach dem Wiegen auf der Liste des Sektors stand.
Alle 3 setzten konsequent auf die Kopfrute und wurden dafür mit Gewichten bis über 7 Kilo belohnt.
Umso höher ist die Leistung von Marco Beck einzuschätzen, der teilweise vor Dutzenden Zuschauern versuchte, das Beste aus seiner A 9 zu machen und durch den variablen Einsatz der kurzen Speedrute, Kopfrute und Matchrute eine gute Platzziffer 5 für sein Team sicherte.

Im Sektor B war wiederum alles anders. Hier konnten sich die Angler auf den hohen Nummern zwischen 10 und 16 gegen die „kleinen“ Nummern klar durchsetzen. Ralf Herdlitschke auf B 3 schaffte nicht mehr als 1925 Gramm und war letztendlich mit seiner „eingefahrenen“ 12 für das Team sichtlich unzufrieden.
Auch Harald Windel vom Team Mosella konnte dem Kanal auf B 8 trotz feinster Matchrutendemonstration nicht mehr als 3935 Gramm abringen, Platzziffer 9 für ihn.
Der Wahlgreppiner Peter König, zwei Plätze weiter auf der B 10,  hatte diesmal das glücklichere Händchen und konnte nach einigen kleineren und mittleren Fischen auf der Matchrute und Kopfrute in der letzten halben Stunde 3 große Brassen mit Kopfrute überlisten und war mit einer Platzziffer 5 mehr als zufrieden.


Peter König

Zwei Plätze weiter auf B 12 fasste der Brandenburger Nico Matschulat seine Matchrute genau zweimal an, einmal zum Auspacken und einmal beim Einpacken.
Kontinuierlich fing er mit seiner Kopfrute und Posengewichten bis 2 Gramm seine Fische. Nicht die größten aber dafür regelmäßig. Ködervarianten mit Caster/Mücke oder Pinki/Mücke brachten hier die besten Erfolge.
Wie überhaupt festzustellen, war die frische und gute Mückenlarve, ob als Futter oder als Hakenköder, bei allen im vorderen Feld platzierten Mannschaften eine wesentliche Grundvoraussetzung des guten Abschneidens.
Sicherlich ein Umstand, der zeigt, dass der richtige Umgang mit der Mückenlarve gelernt sein will und noch mehr Einzug in das alltägliche Handling der Teams halten sollte.
   
Im Block C war Insidern klar, dass der Sieger nur von den Plätzen C 1 bis C 6 kommen kann, auch wenn Lutz Weißig dort den Stopper machte. champions-team Mitglied Thomas Pruchnowski auf C 2 und der oberhalb auf C3 sitzende Greppiner Steffen Quinger waren die heißesten Titelanwärter. Abzuwarten war aber, was Michael Schlögl auf C 13 und der Stralsunder Lutz Schenke auf C 16 den beiden entgegenzusetzen hatten. Im Gegensatz zu den unteren Sektoren wurde hier relativ konsequent auf die Kopfrute gesetzt, da hier die regelmäßigeren Fangintervalle erwartet wurden und die Fänge mit der Matchrute im Training doch zu wünschen übrig ließen. Mit 9200 Gramm hatte Steffen Quinger am Ende genau 10 Gramm mehr als Thomas Pruchnowski und damit Platz 1 im Sektor. Nach dem Startschuss konnte man deutlich erkennen, dass die Angler, die ihren Köder sauber auf den vorbereiteten Futterplatz einsetzten sofort einen Biss bekamen, während die Angler, die ihren Köder einfach auf den Futterplatz pendelten meist eine Drift ohne Fisch hatten. Die Fische waren durch die Trainingstage vor dem Fischen sehr vorsichtig geworden. Der reichhaltig gedeckte Tisch der Vortage hatte die Fische zudem satt gemacht, so dass sie nur noch natürlich absinkende Köder aufnahmen, die ihnen direkt vor dem Maul serviert wurden. Thomas Pruchnowski vom Tubertini Team Niedersachsen und der Greppiner Steffen Quinger beherrschten diese Angelei, Bernd Klotz vom Tubertini Team Thüringen, der auf dem eigentlich besseren End-platz C 1 saß hatte da das Nachsehen.


Thomas Pruchnowski

Dass Steffen Quinger am Ende sie Nase vorne hatte, war sicherlich auch dem Umstand zu verdanken, dass er die wenigen Beißpausen auf der Kopfrute dazu nutzte, mit der kurzen Speedrute Barsche zu fangen.
Michael Schlögl kam über eine Platzziffer 15 nicht hinaus und auch Lutz „Schnecke“,  Schenke, konnte für die Stralsunder mit einer Platzziffer 11 keine optimale Grundlage für einen vorderen Platz seines Teams legen.
Auf C 7 zeigte der Brandenburger Andreas Heidemüller seine Klasse und sicherte sich mit 6020 Gramm einen 3. Platz im Sektor.


Andreas Heidemüller

Der Sektor D war sicher auf Grund des Fehlens von favorisierten Endplätzen der ausgeglichenste Sektor. Hier konnte das Team vom CdA Stralsund durch das champions-team Mitglied Peter Schürer mit 3530 Gramm und über einem Kilo Vorsprung seine erste Platzziffer 1 des Tages einfahren. Matthias Kemmereit aus Brandenburg und der Mosellaner Marco Lourenco folgten ihm.

Im Sektor E erkannte der Greppiner und champions-team Mitglied Stefan Posselt bereits im Training, dass ein Barsch kein Barsch ist. Er nutzte seine Routine und Schnelligkeit, um innerhalb kürzester Zeit ganze Barschgenerationen ins Trockene zu befördern. Durch dieses taktische Manöver am Ende ein verdienter 1. Platz auf der E 15, gefolgt von Chris Weiss aus vom Moritz Team Brandenburg, der auf E 11 saß. Auf dem Endplatz E 16 wurde Rüdiger Hansen aus Schleswig Holstein 5ter.

Am Ende des Tages stand mit einer überaus überraschenden und überragenden Platzziffer 10 das Team von Moritz Brandenburg an der Spitze vor den Jungs von Greppin mit der Platzziffer 20.

Die Teams von Mosella und dem CdA Stralsund folgten mit jeweils 32 Punkten doch selbst der Siebte, das Team Milo Primus Bayern hatte erst 35 Punkte, so dass es vorne noch recht eng zugang.


Heino Scharfscheer

Die Überraschung des ersten Tages war die Ausgeglichenheit des Brandenburger und des Greppiner Teams, die nun schon einen beträchtlichen Vorsprung hatten und die Entscheidung am nächsten Tag eigentlich unter sich ausmachen sollten.
Die Topteams CdA Stralsund und Team Mosella hatten zwar einige Angler ganz weit vorne platzieren können, zwei unglückliche hintere Platzierungen in den Sektoren konnten die guten Ergebnisse aber nicht völlig ausgleichen.
Die Frage war nun, konnten die Brandenburger und die Greppiner ihren Vorsprung halten? Ein Blick auf den Losschlüssel zeigte, dass entweder die Greppiner oder die Brandenburger am nächsten Tag gute Plätze hatten und es durfte auf ein glückliches Händchen gehofft werden.
Alle Teams hofften, dass das Futter vom Vortag  mehr und auch größere Fische, natürlich Brassen,  auf die Strecke bringen würde und vielleicht auch eine bessere Ausgewogenheit der Sektoren untereinander nach sich zieht.

Nach dem Auslosen der Sektoren am Sonntagmorgen war klar, Fortuna machte es spannend.
In den Blöcken A und B kamen die Greppiner mit A 2 und B12 auf eindeutige Topplätze. Aber auch Stralsund und Mosella konnte mit B13 und B14 gute Plätze vorweisen und bekamen die Gelegenheit Boden gutzumachen.
 Im Block A ließ dann auch der Greppiner Bernd Bormann nichts anbrennen und fischte souverän mit der 13 m Rute seine Platzziffer 1.
Chris Weiss vom Team Brandenburg, auf dem logischerweise alle Blicke im Sektor ruhten, kam auf der A 11 über einen 13. Platz nicht hinaus, während Michael Diener auf der A 9 mit einem 5 Platz deutlich zufriedener war. Hier war die saubere Kopfrutenfischerei Trumpf.

Im Sektor B musste der Vortagssieger Nico Matschulat auf den Vortagesplatz von Ralf Herdlitschke, aber auch er konnte aus dem Platz nicht mehr herausholen als Ralf und so fuhr er eine sicherlich nicht zufriedenstellende Platzziffer 14 für sein Team ein.

Auf den Plätzen B 12, B 13 und B14 lief für viele Zuschauer sicher der interessanteste Fight ab. Hier lieferten sich Ralf Herdlitschke, Marco Lourenco und Steffen Quinger ein Kopf an Kopf Rennen um die besten Patzziffern für ihr Team.
Steffen verstand es am Ende doch besser die größeren Fische zu selektieren und sich vor den Jungs von Mosella und Stralsund zu platzieren.


Steffen Quinger

Allerdings hatten alle 3 die Rechnung ohne Jörg Gaa vom Browning Team Saarland gemacht, der auf B 11 mit einer 2 Gramm Scheibenpose zum Erstaunen der Zuschauer regelmäßig Brassen landete. Platz 1 für ihn vor Greppin, Stralsund  und Mosella. Damit war Jörg Gaa übrigens der beste Angler der Veranstaltung, Herzlichen Glückwunsch!!


Jörg Gaa

Nach den hohen Platzziffern der Brandenburger und dem hervorragenden Abschneiden der Greppiner im Teltower „Seesektor“ sah alles nach einem Sieg der Greppiner aus, aber nicht umsonst ist es ein Anglertreff für Vereine und ein Verein besteht aus 5 Anglern!
So verstand es Marco Beck auf der C 11 hervorragend sein Können auszuspielen und auf diesem eigentlich schlechten Platz für sein Team Stralsund eine Platzziffer 1 zu sichern. Da blieb selbst Günter Horler auf dem Vortagessiegerplatz C 3 nur der 2. Platz mit über 3 kg Rückstand. Das Geheimnis des herausragenden Ergebnisses von Marco Beck lag neben seiner perfekten Technik und Schnelligkeit, sicherlich an seinem Futterrhythmus. Marco cuppte in einer sehr hohen Frequenz und aktivierte damit die Fische mehr und mehr.
Übrigens muss Erfolg ansteckend sein, denn auch auf C 12 konnte René Bredereck aus Brandenburg teamdienlich seinen 3. Platz sichern und damit zeigen, dass er trotz seines jungen Alters mit zu den besten Anglern Deutschlands gehört.
Eine Platzziffer 12 in Sektor C und eine 7 in D für die Greppiner dämpften schon erheblich die ersten französischen Sprachversuche.
Erst recht, nachdem klar wurde, dass sich Andreas Heidemüller aus Brandenburg mit Michael Schlögl den ersten Platz im Sektor D teilt.


Michael Schlögl

Henric Plass vom CdA brachte seine Jungs von der „Küste“ mit einer sauberen Platzziffer 3 weiter nach vorn, so dass am Ende vor dem Wiegen des Sektors E noch alles offen war.
Jeder konnte noch siegen, Brandenburg, Greppin, Mosella und CdA Stralsund.
Die Platzierungen im Sektor E besiegelten letztendlich das Endresultat.
Eine Platzziffer 6 durch Mathias Kemmereit reichte den Brandenburgern um hier den Gesamtsieg nach Hause zu fahren. Mathias Henfling vom Browning Team Schleswig Holstein setzte zum Ende immer mehr gr0ße Mückenlarven beim Nachfüttern ein und konnte den Sektor aus der Mitte gewinnen. Der 2. Platz von Peter Schührer im Sektor ließ das Team vom Club des Angelsports Stralsund knapp auf den 3. Platz rutschen und Harald Windel konnte mit seinem 4. Platz im Sektor den Vizetitel für Mosella sichern.
Die Greppiner dagegen schauten sich etwas traurig in die Augen, da wieder einmal nur der doch leicht undankbare 4. Platz in der Gesamtwertung für sie übrig blieb.
Im Fazit gewinnt verdient das junge Team Moritz Brandenburg mit einer erstklassigen Leistung den Anglertreff der Vereine, Herzlichen Glückwunsch!
In Kürze werden wir noch ein Interview mit René Bredereck zur Taktik der Mannschaft von Brandenburg veröffentlichen.


Die erfolgreichen Teams der Frauen und Männer


Aber auch die besten Vereine der Damen nutzten die Gelegenheit zum Kräftemessen. Wie immer waren die „üblichen verdächtigen“ mit den Teams aus Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern angereist. Lagen noch am ersten Tag die Damen aus Brandenburg analog der Herren ganz vorn, konnten sie noch auf der Ziellinie durch die „Küstenflöhe“ mit der besten Einzelanglerin Steffi Bloch vom CdA Stralsund abgefangen werden. Der 3. Platz ging an die Damen aus Sachsen-Anhalt.

Auswertung Männer

Auswertung Frauen

Bildergalerie

Text: Steffen Quinger, Fotos: Michael Borchers, Alex Haupt, Alex Dittrich, Pascal Brandeburg

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